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Autor: Stevie Huppenbauer | 28.11.2014 um 15:04 Uhr | 0 Kommentare

DLG Preisverleihung bietet nichts... außer kauf mich ich habe Gold gewonnen!

Nach meiner Kritik vom letzten Jahr über den Unsinn von Preisverleihungen im Weinsektor, bekomme ich regelmäßig den Newsletter der DLG. In diesem war heute zu lesen:
"Höhere Preise mit DLG-Prämierungen - Können mit DLG-prämierten Weinen , höhere Verkaufspreise erzielt werden?
Dieser Frage ging eine aktuelle Studie nach, die an der Justus-Liebig-Universität in Gießen durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich Konsumenten auf dem sehr heterogenen deutschen Weinmarkt verhalten
und nach welchen Kriterien sie ihre Kaufentscheidungen treffen. Durch den Verweis auf die erfolgreiche Teilnahme
an der Bundesweinprämierung erhöht sich die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten. Die Ergebnisse der
empirischen Studie zeigen weiterhin, dass Winzer mit DLG-Prämierungen signifikante Preisaufschläge erzielen können."
Dann kommt noch eine Grafik, die auch ein 3. Klässler, der nicht besonders gut lesen kann, versteht.Sie zeigt, wie viel ein Goldmedaillengewinner usw. draufschlagen kann.
Weil Gold oder überhaupt DLG Prämierung wertsteigernd ist. Völlig wurscht, das gerade die Winzer des oberen Segmentes, also die Top Winzer, gar nicht vertreten sind.
Im Prinzip geht es nur um den  Konsumenten, die, die keinen ausgeprägten Weingeschmack haben und den Fachhandel erst gar nicht bemühen. Nein, es geht um die, die ins Regal der Lebensmittelketten greifen und da ist eine DLG Prämierung etc. eben hilfreich. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, auch ein von Unkenntnis getriebener Fachhändler freut sich über Medaillen und Punkte von wem auch immer. Da muß er nicht so viel erzählen. Und machen Sie mal in einem Lebensmittelmarkt den Test und fragen da irgend jemand was über Wein, nichts aber auch gar nichts, außer der hat aber eine Medaille.  
Die sicher von der DLG in Auftrag gegebene "wissenschaftliche Studie" , die diese mit Sicherheit auch bezahlt, eventuell auch das Landwirtschaftsminesterium, also der Steuerzahler, kann nur zu diesem Ergebnis kommen. Zu welchem denn sonst? Das Medaillen den Wert mindern? Also Freunde des Medaillensegens, bin ich der Sache auf den Grund gegangen und habe Winzer gefragt, warum sie bei der DLG Prämierung nicht mit machen, die schönste Antwort war, wenn die Verkostung stattfindet, habe ich keinen Wein mehr. 
Ha ha , dachte ich so bei mir, es gibt also Winzer, die gar keine Medaillen brauchen, damit sie besser verkaufen. Im Umkehrschluß heißt das, nur die den Keller voll haben und nicht wissen wohin mit der nächsten Lese, brauchen Verkaufshilfen, Medaillen eben.
Aber wieso ist der eine ohne Medaillen ausverkauft und der mit Medaillen nicht? Ganz einfach, der Kunde wählt die Qualität. Auch wenn Sie vergleichsweise deutlich teurer ist.
Da nun laut Studie der Konsument gern für eine Medaille etwa 20% mehr bezahlt, ist es gemessen am Preis der Topwinzer ein Schwindel. Denn der ist ja ausverkauft auch ohne Medaille und damit seinen Preis wert. Der der mit Medaille nicht ausverkauft ist, kann mit der Medaille den Preis manipulieren und mehr verlangen, da der Konsument, genau wie bei Wurst und Käse der DLG vertraut. Mag sein, das es da so ist, bei Wein funktioniert es nicht. Und um es nochmal deutlich zu sagen, es ist einfach irreführend, aber für den Supermarktverkäufer hilfreich, wenn eine Medaille auf der Pulle klebt.Und außerdem kann er mehr Geld verlangen, der Supermarkt bestimmt, beim Winzer ist deutlich zu bezweifeln, das die Handelsketten ihm wegen einer Medaille mehr bezahlen. Für mich ist es ohnehin schon so, ich kenne kaum einen Artikel eines Lebensmittelhändlers der nicht prämiert ist. 
Die DLG ist zum Werkzeug der Handelsketten mutiert.
Mein Fazit, wenn die Preise nichts Wert sind, kann auch eine noch so wissenschaftliche Untersuchung sie nicht aufwerten. Die Medaille sagt nichts über höchste Qualität aus, gar nichts. Sie ist beschreibt maximal einen mittleren Qualitätsstandard. Sie ist ein rein verkaufstechnisches Instrument, wie die Studie ja bewiesen hat. Und warum, diese Frage sei noch gestattet, gibt die DLG eigentlich ohne Not eine Studie in Auftrag? Sie ahnen schon was jetzt kommt, ich muß es eigentlich gar nicht beantworten. 

 
 

 
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.11.2014 um 17:30 Uhr | 0 Kommentare

Weißburgunder im Test

Es wehte ein laues letztes Lüftchen am 01.11.2014 und machte den Rahmen für unseren Weißburgundertest perfekt. Zuallererst natürlich die Weißburgunder. Es waren vertreten Weingut Rings mit einem Ortswein, Ökonomierat Rebholz mit einem Gutswein und dem GG Mandelberg, Philipp Kuhn mit dem GG Kirschgarten (alle Pfalz), Jochen Dreissigacker mit einem Gutswein und seinem Einzigacker, Weingut Wagner Stempel mit einem Gutswein (beide Rheinhessen), Weingut Klumpp aus Baden, Weingut Aldinger aus Würtemberg mit dem GG Marienglas, Bernard Pawis mit einem Gutswein und dem GG Edelacker, Matthias Hey mit seinem Lagen Weißburgunder, Andre Gussek mit dem WB Kaatschener Dachsberg und dem WB Muschelkalk, Böhme & Töchter mit dem  Weißburgunder Edelacker, Klaus Böhme mit seinem WB Bergstern (alle Saale Unstrut). Vin der Nahe Emrich Schönleber und Schäfer Fröhlich. Aus der Südsteiermark Manfred Tement mit seiner Steirischen Klassik und den Lagenwein Pino T Sulz.
Zu den Weinen habe ich ein Buffet erdacht, dass die Aromatik des Weißburgunders toll unterstützt hat. Die gekommenen Gäste waren begeistert ob der Vielfalt der Weine und Speisen. Da auch der eine oder andere Winzer zu gegen war, konnten diese gleich sehen wo ihre Kunst einzuordnen ist. Die Gewinner des Abends waren nich so leicht  zu ermitteln, da doch die Stilistik jedes einzelnen Winzers zum Teil extrem   von einander abwichen. Für mich persönlich waren 4 Weine aus dem Oberen segment deutlich an der Spitze:Hey Lagenwein, Aldinger GG, Pawis GG und Dreissigacker mit seiner Lagencuvée Einzigacker.    
Bei den Gutsweinen / Ortsweinen großes Kino von Emrich Schönleber überzeugend Wagner Stempel, Rebholz, Rings und Pawis. Alles in allem ein gelungener Abend mit sichtbar glücklichen Gästen.
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2014 um 16:21 Uhr | 1 Kommentar

Weingut Born Weiss - Cuvée aus Riesling und Weißburgunder

Eigentlich sollte der spontan vergorene "Weiss" ein Breitengrad 51 Wein werden, aber wie das mit Spontanität halt so ist, sie macht was sie will. Und so wurde der Gärprozeß beendet noch bevor er trocken genenannt werden durfte. Respektive erreichte er nicht den Punkt unter 9 Gramm Restzucker pro Liter und fiel durch, bzw wurde gar nicht erst eingereicht. 
Was ist nun aus diesem 2012 Wein geworden? Ich will es Ihnen sagen, eine Granate. Ein Spätzünder ala boneur. Und nun kommt das Beste, er ist auch alle. Das heißt noch nicht ganz, aber den Rest trinke ich allein, na gut mit meiner Frau. Nicht mal mein Freund Blasl kriegt was ab.  Was ich heute vorgefunden habe, ist oberstes Niveau von Saale Unstrut. Komplex und weich, süße und zugleich würzige Tertiäraromen haben die Primäraromatik verdrängt. Ein Wein wie aus einem Guß,  der sich erst richtig im letzten Sommer  entwickelt hat. Feinste mineralische Noten mit noch unglaublicher Frische am Gaumen. Das Bouquet nach weißen Blüten  und Gelbfruchtaromen. Wirklich eine Wucht. Liebe Elisabeth, lieber Jochen Hinderer macht genau da weiter, und wenn die Natur es eben will, dann ist es eben nicht trocken, aber die spontane Vergärung scheint Eurem Reb - und Lagenpotential wohlgesonnen.
Es müssen ja nicht viele Flaschen sein, aber ein solcher Spitzenwein muß fortgesetzt werden.Tags: Weingut Born, Weiss, Riesling, Weißburgunder
Autor: Stevie Huppenbauer | 18.10.2014 um 14:14 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2014 von Saale Unstrut gärt in den Tanks und Fässern

Rebarchitektur im Steinmeister Weingut Hey                             der Steimeister Ende September 2014

Den Jahrgang 2014 könnte man gemein hin als Achterbahnfahrt bezeichenen. Die frohe Erwartungshaltung der Winzerschaft noch im Juli, wurde im August und  in der  37. KW weggespült. Aber mal ehrlich Jungs, was hättet Ihr mit soviel Wein gemacht?
Insofern haben sich die Wetterkapriolen nicht nur auf die Tagesbräune der Teenager und Sonneanbeter aller Jahrgänge postiv ausgewirkt. Wir wissen, zuviel Sonne schadet der Haut. Und die wenigen Sonnenstunden reichten nicht aus, gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Aber es gibt ja in Punkto Tagesbräune, Solarien und wer nicht an Hautkrebs erkranken möchte, nimmt eine Creme.
Beim Wein ist das ähnlich und doch eher umgekehrt. Viel Sonne lässt den Traubenzucker, der wie wir wissen den späteren Alkohlgehalt bestimmt, auf ein schönes Niveau klettern. Fehlt die Sonne, kann man immer noch  auf den Wissenschaftler und Politiker Antoine Chaptal (1756-1832) zurückgreifen. Die Formel ist einfach und lautet: Um ein Grad Alkohol mehr zu bilden, benötigen 100 Liter Most 2,4kg Zucker der bei der Vergärung beigemischt wird. Das wichtigste, es ist in Der EU außer in Italien und Spanien erlaubt. Am meisten wird es im Burgund angewendet.
Was der Jahrgang 2014 an Saale Unstrut bereithält, wird wie immer sehr differenziert sein. Noch nie gingen die Meinungen so auseinander wie in dieser Vegitationsphase des Jahres 2014. Was tun, frühe Lese war bei den frühen Sorten wie Müller Thurgau und Bacchus angesagt. Wer das so in der 37/38 KW anging, wird damit leben müssen, dass der Alkoholgehalt wohl etwas niedriger (auch mit Chaptalisierung) sein wird. Aber mal ehrlich, niemand braucht Müller Thurgau mit 13%.
Die Burgunder wiesen je nach Lage ( Steil- und terrassierte Lagen deutlich im Vorteil) ordentliche Mostgewichte aus. Das gleiche bei den Rieslingen. Hier handelten alle Top Winzer nach der Devise so viel Quantität wie nötig, so viel Qualität wie möglich. Auch wenn es mal nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.
Es wurde in den besseren Lagen kaum mal an einem Stück gelesen. Bei Matthias Hey zum Beispiel wurde und wird der Riesling über 3 -4 Wochen verteilt gelesen. Man darf gespannt sein, was es bringt. Ich glaube wir können uns bei denen, die nicht nur pressen und warten das es blubbert, auf großartige Weine freuen.
Frank Böhme und Bernard Pawis reden dann auch mit ernster Mine und fröhlichem Herzen. Auch das gehört dazu.
Auch aus Hönstedt von den Borns sehr zuversichtlich klingende Töne, auch hier der Tenor: "es wird gut".
Freuen wir uns also auf diesen Achterbahnwein und so wie es aussieht, können wir in 4 Wochen die ersten Weine auch schon genießen. All das soll nicht den Eindruck erwecken, dass es keine Ausfälle gibt. Portugieser wird wohl knapp sein oder wird Rosé. Na dann, es lebe der Wein und seine Macher.  


Sonnenuntergang am 03.10.2014 gesehen von Müncheroda, bearbeitet
Fotos und Bearbeitung Rainer Huppenbauer

 Tags: Hey, Pawis, Böhme und Töchter, Gussek, Jahrgang 2013, Riesling 2013, Silvaner 2013, Klaus Böhme, Weingut Born
Autor: Stevie Huppenbauer | 02.10.2014 um 19:00 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Hey präsentiert Katrin de Jong

Wer ist Katrin de Jong, werden Sie fragen und erwarten eine Antwort. Ich will Ihnen diese auch nicht vorenthalten, aber erst mal der Reihe nach. Matthias Hey veranstaltete nun schon zum 2 mal einen Menüabend mit Katrin de Jong. Besagte betreibt in Naumburg (Saale) eine Wildkräutermanufaktur. Dies an sich ist schon besonders, dass was die Dame dann kocht, kocht ist falsch, was sie zaubert - schon besser, sind Speisen, die ein so hohes  Alleinstellungsmermal besitzen, wie es nur hoch subventionierte Sterneköche schaffen. Ich sage mit alle Bescheidenheit ich bin ein ausgezeichneter Koch, aber diese minimalistische Küche von Katrin de Jong ist grandios, sie beschränkt auf das Wesentliche, die Aromenvielfalt.
Das dann alles auch noch zu den von Matthias Hey kredenzten Weinen wie die Faust auf mein Auge passte, macht die Sache noch hochwertiger. Kein Pomp, einfache Dinge, wie Kürbis zu Mousse wird, mit einer Konsitenz die schier verzauberte. Eine Jus von Hagebutten erinnerte nicht nur an ein Männlein steht im Walde. Die Verarbeitung von von Apfel und Matjes ist nich neu, aber der dazu gewählte Riesling machte es zum Erlebnis. Das fast schon vergessene Gemüse Mangold wird so veredelt, dass es am Tisch Diskussionen auslöste. 
Verzeihen Sie mir meine Schwärmerei, aber es war im Bunde mit der mit der Art der Präsentation der Speisen und der Weine durch Matthias Hey, einer der besseren Abende in meinem Leben. Eine Zigarre (Cohiba Robustos), ein Geschenk meines Freundes Blasl, machte den Deckel zu.  
 Tags: Weingut Hey, Weisser Hey, Naumburger Steinmeister,