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Autor: Stevie Huppenbauer | 03.01.2015 um 10:34 Uhr | 0 Kommentare

Bordeaux Subskription -

Die ersten Tage des neuen Jahres sind Geschichte und schon flattern die ersten Angebote ins Postfach. Im konkreten Fall soll ich doch bitte in diesem Jahr an der Subskription Bordeaux teilnehmen. Es würde sich in diesem Jahr besonders lohnen, die Angebote kommen im März auf den Markt. Im Grunde so wie in jedem Jahr, seit ich mit Weinen handle. Es gab Zeiten da machte das Sinn, auch und vorallem für Endverbraucher. Aber die sind lange vorbei. Für alle die, die sich daran noch nie beteiligt haben, mein guter Rat, lassen Sie es sein. Ich weiß es klingt verlockend, Weine aus dem wichtigsten Anbaugebiet der Welt 2 Jahre vor ihrer Markteinführung zu kaufen und dann zu erkennen, dass es sich gelohnt hat. Denn die Preise, so wird es jedes Jahr versprochen, werden in die Höhe gehen, weil der Regen im September, das beste war was dem Wein überhaupt passieren konnte. Also man bekommt eine Menge Gründe geliefert, die sich dann als Seifenblasen erweisen.
Was passiert, ein paar Edelverkoster probieren die neuen Weine in einem Stadium in dem es wirklich schwer ist eine Aussage darüber zu treffen, wie sich der Wein entwickelt. Diese Einschätzungen bilden dann die Grundlage für die erste und günstigste Primeur Tranche, die zur Subskiption  angeboten wird. Es folgt eine zweite und auch eine dritte Tranche. Natürlich wird es immer teurer. Und wie versprochen, steigt dann der Preis mit der Markteinführung nochmals.  
Soweit die Theorie, geboren in einer Zeit, als es noch keine reichen Russen und schon gar keine reichen Chinesen und Inder gab. Aber wir wissen, heute ist das anders und die paar Herren und Damen die im Auftrag der großen Château die ersten sind die verkosten dürfen und den Preis beeinflussen, wissen das auch.
Der Kapitalismus hat den Wein als Spekulationsobjekt entdeckt und zieht blank. Die neu Kapitalisten aller  Länder  vereinigen sich und stellen alles auf den Kopf, wie eben in einer Kamera obscura.  Oftmals wissen sie nicht mal was sie da trinken, aber es ist teuer und zur Not kann man ja Eiswürfel reintun.
Mit Neukapitalisten bezeichne ich nicht würdig arbeitende Unternehmer oder Urgesteine (gibt es die noch?)  die ausser dem schnell reich werden auch noch an die Algemeinheit ein paar Gedanken verschwenden. 
Also um es kurz zu machen, die Weinwelt steht an einer entschedenden Schwelle und wenn es auch in Zukunft bezahlbare große Weine aus dem Bordelais geben soll, dann lassen Sie die Subskiption einfach aus. Halten wir das alle die nächsten 10 Jahre durch, dann kann es passieren, dass der Spaß zurückkehrt und eine Flasche Mouton oder Latour unter 300€ zu haben sein wird. 
Versprochen, aber erstmal sollten wir die Subskription als Unsinn abtun. Denn Sie werden es erleben, die Preise der Markteinführung sind in den letzten Jahren, auch in den hochgelobten 2009/2010, ganz selten über der Subskription gelegen.
Also ein schönes Weinjahr mit vielen Neuheiten bei Vinamundi.de die Ihnen gut gefallen werden.

 
Autor: Stevie Huppenbauer | 22.12.2014 um 21:59 Uhr | 0 Kommentare

Zum Tod von Joe Cocker

Ich bin mir sicher,Joe Cocker liebte Wein. Nicht unbedingt in den Jahren der Mad Dogs & Englishman, wohl aber in seiner jüngeren Vergangenheit. Aber im Grunde war es ihm egal. Er war der wichtigste Sänger des Rock, Blues &Gospel des letzten Jahrhunderts und wird mir sehr fehlen. Nicht so sehr seine neuen Platten, er hat sich angepasst und das gemacht was die Plattenbosse verkaufen konnten - ihn und seine Stimme. Aber er war weit mehr, seine große Platte " Mad Dogs & Englishman" ist eine der wichtigsten Zeugnisse des Rock `n Roll. Was ich heute in den Zeitungen gelesen habe, wurde zum größten Teil von Leuten geschrieben, die dieses Feeling nicht nach vollziehen konnten. Immer wieder werden irgenwelche Hits genannt, die eigentlich keine waren, aber sie waren in den Charts. Joe Cocker ist der Mad Dog, die Platte die diesen Namen trägt, ist das wichtigste Ereignis gläubiger Musik seit der Matthäus Passion.  Weintip zu dieser Platte? Trinken Sie was Gutes.     
 
Autor: Stevie Huppenbauer | 09.12.2014 um 15:27 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi.de Riesling Gala 2015


Nun schon die zweite Riesling Gala, die Vinamundi.de veranstaltet. Diesmal im Raubtierhaus des Zoologischen Gartens der Stadt Halle Saale. Um es vorweg zu nehmen, die Location ist erstklassig und es riecht auch nicht wie in einer Bärenhöhle. 
Frische Luft ist garantiert und kalt ist es auch nicht. Damit sollte die Frage eines durchaus experimentierfreudigen Winzers beantwortet sein. Was Sie neben frischer Luft erwartet? Riesling vom Feinsten. Die zur absoluten deutschen Spitzenklasse zählenden Betriebe  Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel und andere, treffen auf die bel étache der Saale Unstrut Erzeuger. Mit dabei die Weingüter Hey, Gussek, Born, Klaus Böhme, Böhme & Töchter, Frölich Hake, Thüringer Weingut Zahn und das Thüringer Weingut Bad Sulza. Umrahmt wird die Veranstaltung von einem erstklassigen 7 Gang Menü des Eventkochs Daniel Dittmar.
Was die Löwen und Tiger betrifft, die sind hinter Panzerglas und gefüttert.
Bei  frühlingshaftenTemperaturen werden wir auch das Terrassenensemble des Raubtierhauses  nutzen, um Ihnen einen unvergesslichen Abend zu bereiten.Tags: Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel
Autor: Stevie Huppenbauer | 04.12.2014 um 21:54 Uhr | 0 Kommentare

Landesweingut Kloster Pforta trennt sich von Christian Kloss

Man hat es kommen sehen, vor etwa 4 Jahren wollte der Herr Bullerjahn (Finanzminister Sachsen Anhalt) das "defizitäre" Weingut Kloster Pforta verkaufen. Der Herr Otto Aikens (Landwirtschaftsminister) hatte was dagegen. Das Landesweingut und andere defizitäre Betriebe wurden einer Landesgesellschaft unterstellt. Sah besser aus, so flossen Steuermittel nicht direkkt in verkaterte Betriebe. Der Herr Finanzminister blieb dabei, dass muß verkauft werden. Und so wird es wohl auch kommen. Die Frage ist an wen?
Aber zu Christian Kloss. Er hat in den letzten Jahren einen verkalkten Massenproduzenten mit etwas Glanz versehen. Ich glaube mehr war nicht drin. Seine  Fußbremse, Herr Erdmann, wechselte das Land und muß nun nicht mehr so früh aufstehen.  
Kloss erwarb sich Verdienste im Breitengrad 51, mit Sicherheit war er kein guter Chef aus Sicht der Angestellten, aber das ist kein Chef. Er war, bzw. ist ein Typ, dem man zutrauen konnte, das Landesweingut aus der Misere zu befreien. Ich glaube es hörte keiner zu als er über Qualitätsansprüche redete. Die Nachfolge?  Der Herr Schumann ist vermutlich ein toller Hecht, der lieber Hefeweizen trinkt und den Neubau realisieren soll. Er ist damit ungeeignet etwas zu bewegen. Eventuell werden die Zahlen besser wenn, der Wein glaube ich eher nicht. Der Kellermeister hat mit sich und dem Wein zu tun - das macht er gut. Wer also? Es gibt in Wirklichkeit niemanden in diesem Gut der genügend Austrahlung und Visionen besitzt. Warum auch? Es wird verkauft mit Baugenehmigung, oder fertigem Neubau, da bin ich mir sicher.
Kloss war unbequem, das kann ich unterstreichen, aber er ist mir tausendmal lieber, als eine bäuerliche Sicht auf die Dinge. Die enden meist in den Regalen der Discounter. Wenn man der Politik einen Rat geben darf, was ja eigentlich streng verboten ist, dann sollte man sich mal mit Andreas Clauß vom Thüringer Weingut Bad Sulza unterhalten, wie der es macht. Die Größe der zu bewirtschaftenden Fläche ist fast identisch.  
Kloss wollte einen Massenproduzenten profilieren, das es geht, beweißt einer der besten Rieslingerzeuger der Welt, das Hessische Landesweingut Kloster Eberbach. Aber das will hier keiner. Also bereiten wir mal alles auf den Verkauf vor, Kloss hätte da eh nur gestört.
 
Autor: Stevie Huppenbauer | 28.11.2014 um 15:04 Uhr | 0 Kommentare

DLG Preisverleihung bietet nichts... außer kauf mich ich habe Gold gewonnen!

Nach meiner Kritik vom letzten Jahr über den Unsinn von Preisverleihungen im Weinsektor, bekomme ich regelmäßig den Newsletter der DLG. In diesem war heute zu lesen:
"Höhere Preise mit DLG-Prämierungen - Können mit DLG-prämierten Weinen , höhere Verkaufspreise erzielt werden?
Dieser Frage ging eine aktuelle Studie nach, die an der Justus-Liebig-Universität in Gießen durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich Konsumenten auf dem sehr heterogenen deutschen Weinmarkt verhalten
und nach welchen Kriterien sie ihre Kaufentscheidungen treffen. Durch den Verweis auf die erfolgreiche Teilnahme
an der Bundesweinprämierung erhöht sich die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten. Die Ergebnisse der
empirischen Studie zeigen weiterhin, dass Winzer mit DLG-Prämierungen signifikante Preisaufschläge erzielen können."
Dann kommt noch eine Grafik, die auch ein 3. Klässler, der nicht besonders gut lesen kann, versteht.Sie zeigt, wie viel ein Goldmedaillengewinner usw. draufschlagen kann.
Weil Gold oder überhaupt DLG Prämierung wertsteigernd ist. Völlig wurscht, das gerade die Winzer des oberen Segmentes, also die Top Winzer, gar nicht vertreten sind.
Im Prinzip geht es nur um den  Konsumenten, die, die keinen ausgeprägten Weingeschmack haben und den Fachhandel erst gar nicht bemühen. Nein, es geht um die, die ins Regal der Lebensmittelketten greifen und da ist eine DLG Prämierung etc. eben hilfreich. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, auch ein von Unkenntnis getriebener Fachhändler freut sich über Medaillen und Punkte von wem auch immer. Da muß er nicht so viel erzählen. Und machen Sie mal in einem Lebensmittelmarkt den Test und fragen da irgend jemand was über Wein, nichts aber auch gar nichts, außer der hat aber eine Medaille.  
Die sicher von der DLG in Auftrag gegebene "wissenschaftliche Studie" , die diese mit Sicherheit auch bezahlt, eventuell auch das Landwirtschaftsminesterium, also der Steuerzahler, kann nur zu diesem Ergebnis kommen. Zu welchem denn sonst? Das Medaillen den Wert mindern? Also Freunde des Medaillensegens, bin ich der Sache auf den Grund gegangen und habe Winzer gefragt, warum sie bei der DLG Prämierung nicht mit machen, die schönste Antwort war, wenn die Verkostung stattfindet, habe ich keinen Wein mehr. 
Ha ha , dachte ich so bei mir, es gibt also Winzer, die gar keine Medaillen brauchen, damit sie besser verkaufen. Im Umkehrschluß heißt das, nur die den Keller voll haben und nicht wissen wohin mit der nächsten Lese, brauchen Verkaufshilfen, Medaillen eben.
Aber wieso ist der eine ohne Medaillen ausverkauft und der mit Medaillen nicht? Ganz einfach, der Kunde wählt die Qualität. Auch wenn Sie vergleichsweise deutlich teurer ist.
Da nun laut Studie der Konsument gern für eine Medaille etwa 20% mehr bezahlt, ist es gemessen am Preis der Topwinzer ein Schwindel. Denn der ist ja ausverkauft auch ohne Medaille und damit seinen Preis wert. Der der mit Medaille nicht ausverkauft ist, kann mit der Medaille den Preis manipulieren und mehr verlangen, da der Konsument, genau wie bei Wurst und Käse der DLG vertraut. Mag sein, das es da so ist, bei Wein funktioniert es nicht. Und um es nochmal deutlich zu sagen, es ist einfach irreführend, aber für den Supermarktverkäufer hilfreich, wenn eine Medaille auf der Pulle klebt.Und außerdem kann er mehr Geld verlangen, der Supermarkt bestimmt, beim Winzer ist deutlich zu bezweifeln, das die Handelsketten ihm wegen einer Medaille mehr bezahlen. Für mich ist es ohnehin schon so, ich kenne kaum einen Artikel eines Lebensmittelhändlers der nicht prämiert ist. 
Die DLG ist zum Werkzeug der Handelsketten mutiert.
Mein Fazit, wenn die Preise nichts Wert sind, kann auch eine noch so wissenschaftliche Untersuchung sie nicht aufwerten. Die Medaille sagt nichts über höchste Qualität aus, gar nichts. Sie ist beschreibt maximal einen mittleren Qualitätsstandard. Sie ist ein rein verkaufstechnisches Instrument, wie die Studie ja bewiesen hat. Und warum, diese Frage sei noch gestattet, gibt die DLG eigentlich ohne Not eine Studie in Auftrag? Sie ahnen schon was jetzt kommt, ich muß es eigentlich gar nicht beantworten.