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Autor: Stevie Huppenbauer | 25.04.2014 um 21:39 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Jungweinproben Weingut Hey

                                                   
                                   Matthias Hey mit der Gebietsweinkönigin und  Weinprinzessinen

Matthias Hey gehört zu einer Generation von Winzern, die in der Lage ist, die deutsche Weinlandschaft komplett umzukrempeln.
Die heutige Jungweinprobe trat den Beweis in einer Dichte an, die den Verdacht nahe legt, es existieren Absprachen. Nich wie Sie denken, nein es geht nich um Geld, es geht um Qualität. Verdammt noch mal, da sind Typen wie Rings, Klumpp, Dreissigacker, Hey, Fröhlich und einige  andere um die 30, die konzentrieren sich auf das Wesentliche - Qualität im Glas. Man merkt diesen Weinen an, da ist einer, der was zu sagen hat. Oft, und wie im Fall von Matthias Hey hat der Erfolg eine Menge Väter. Zuerst seine Familie, die sich für diesen knorrigen Weinberg entschieden hat, da ist Bernard Pawis, der Matthias Hey mit  Pascal Dautel bekannt gemacht hat (das war wichtig). Da sind viele Freunde und Geschäftspartner, die dem "Jungster" von der Saale immer vertrauten - ich auch -, da ist nich zu letzt Matthias Hey selbst, der mit seiner bescheidenen Art, seinem enormen Wissen, handwerklichen Können und seiner philosophischen Sicht auf die Dinge der Weinbereitung und seinen Wertevorstellungen, ein Großer seiner Zunft werden wird (ist).
Ach so, die Jungweinprobe, natürlich großes  Kino mit herausragenden Rieslingen und  Weißburgundern, anständigen  Basisqualitäten und einer Rotweinkollektion, die in dem 2011 Zweigelt und dem 2011 Spätburgunder mit 24 monatigen Barriqueausbau gipfeln. Unser Tip, beide kaufen und weg legen. Den ersten (Zweigelt)  5 Jahre den zweiten (Spätburgunder)  10 Jahre. Ich hoffe Sie haben Geduld und Zeit.
Sehr hoffnungsvoll danach, die beide Roten ( Spätburgunder, Zweigelt)  aus 2012, es erwartet uns etwas wirklich Besonderes. Bleiben Sie interessiert. Ich werde berichten.
 Tags: Hey, Steinmeister
Autor: Stevie Huppenbauer | 23.04.2014 um 16:45 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Winzer auf der Zielgeraden

Auf der Zielgeraden kann man öfter sein, in diesem Fall bezieht sich mein Titel auf die letzten anstehenden Jungweinproben der Weingüter. Am Freitag und Samstag macht Matthias Hey ernst. Die Gutsweine kenne ich bereits, so dass ich mich ein wenig auf die Lagenweine und die von vielen mit Spannung erwarteten Rotweine konzentrieren werde. Bezüglich der Guts - und Ortsweine ist zu bemerken, dass Matthias Hey seinem Stil treu bleibt. Alle Weine mit wirklich gut balancierter Mineralität(oder Säure ganz wie man will), nicht zu üppiger Frucht und nicht zu trocken. Ich denke es wird bei Matthias Hey`s Herangehensweise der eine oder andere Wein mit Lagerpotential herauskommen.  Ich werde am Sonntag berichten.
Nich weit von Matthias Hey wird im Weingut Frölich Hake ebenfalls jung verkostet. Nach einem kurzem Gespräch mit Volker Fröhlich am heutigen Tage macht sich bei mir doch schon etwas Unruhe bemerkbar.
Die steigert sich noch, da am 01.05. gleich zwei Winzer Ihre Weine gemeinsam präsentieren. Andre Gussek hat das Weingut Born zu Gast. Da fällt mir die Wahl zwischen Weinfrühling in Freyburg und dem Born/Gussek Termin leicht. Ich bin nicht so der Freund von organisiertem Frohsinn ( vermutlich auf die Maidemo am Kampf und Feiertag der Wektätigen zurückzuführen, war nich so mein Ding ) . Ich werde also nach Naumburg fahren - mit der Bahn - versteht sich und hoffentlich viel Neues erfahren. 
PS Gussek rüstet auf - hier die nigel nagel neue Webseite.Tags: Matthias Hey, Andre Gussek, Volker Fröhlich, Weingut Hey Jungweinprobe,
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.04.2014 um 21:42 Uhr | 0 Kommentare

Lunae großes Kino aus Ligurien

Ligurien ist in unseren Breiten wohl eher durch extrem gutes Olivenöl aus der kleine Taggiasca Olive bekannt. Die betse Olive Europas und für mich auch das beste Öl der EU.
Das dort auch ganz hervorragende Weine gekeltert werden ist den Wenigsten bekannt. Wir arbeiten mit der Top Kellerei Liguriens Lunae zusammen und müssen sagen, die hier erzeugten Weine im Rot - und Weißweinbereich sind filigran und sehr elegant.
2 Vermentinos im Weißweinbereich, der beste Rose aus Italiens Norden, möglicher Weise ganz Italiens,  überrascht in jedem Jahr.
Die Rotweine   Auxo Colli di Luni DOC, Niccolo V Colli di Luni DOC und Niccolo V Riserva Colli di Luni DOC sind in einer Klasse von Weinen, die zum Besten gehört was ich in dieser Preisklasse kenne. Die Weine haben Zug, niemals flach,machen nie satt, immer präsent mit enormer Länge. Vorallem der Niccolo V Riserva ist ein grandioser Wein, der in dieser Preisklasse (26,95€) schwer zu toppen ist. Die Rotweine auf Sangiovesebasis, die Weißweine aus besten Vermentino Klonen sind beste Botschafter einer unterschätzten Weinregion.Tags: Lunae, Ligurien, Niccolo V, Riserva, Colli di Luni DOC
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.04.2014 um 14:38 Uhr | 0 Kommentare

Große Jungweinprobe Saale Unstrut / Sachsen

Eigentlich kann man es kurz machen, der 2013 Jahrgang ist ein in der Breite gelungener Jahrgang. Die Masse der vorgelegten Weine im Weißweinbereich beider Anbaugebiete entsprechen dem, was man von anständigen Weinen erwartet. Natürlich es gab einige Spitzen vorallem bei den  Burgundern und Rieslingen. Man kann sagen, dass es hier im Prinzip wenig oder kaum Ausfälle gab. Natürlich jeder Winzer macht das wovon er überzeugt ist. Der Eindruck der für mich bleibend ist ist der, dass der Winzer der auf Ausgewogenheit gerade bei diesen Weinen wertgelegt hat, frischer und lebendiger daher kam. Zu große Differenzen zwischen Restzucker und Säure wirkten auf mich genußstörend.  Bei den Müller Thurgau-,  Silvanen- und Gutedelweinen, viel Gutes mit netten Entdeckungen, etwa Bobbe, dem "Untermieter" von Frank Böhme. Bei den immer stärker werdenden autochthonen Reben ganz vorn dabei der weiße Elbling von Proschwitz.  Alles in allem kann man nichts falsch machen, wenn man sich beim Genuß an die Betriebe hält, von denen man weiß, dass sie ihren Qualitätsanspruch in die Flasche füllen. Pawis, Gussek, Klaus Böhme, Böhme & Töchter, Hey, um nur einige zu nennen.  Abstriche mache ich bei Thürkind, für mich zu enthaltsame Frucht, dem etwas verbesserten Weingut Deckert und dem wieder besser werdenden Weingut Lützkendorf. 
Aber es gab auch  Enttäuschendes, wo ich mich frage, was will uns der Meister damit sagen? So etwa ein meiner Meinung nach  unnötiger Silvaner Orange von Dr. Hage. Ähnlich nicht nachzuvollziehen,   die Solaris  Süßweinversuche von Weingut Schulze, dem lieblichen Silvaner von Thürkind und dem lieblichen Müller Thurgau von Dr. Hage.
Bei den "Exoten" etwa  Auxerrois zwei grundverschiedene Herangehensweisen, der Thüringer Weingüter Prinz zur Lippe und Thüringer Weingut Bad Sulza die beide eine Berechtigung haben. Ich fühle mich allerdings mehr zu Bad Sulza hingezogen.
Gleiches bei den Sauvignon Blanc, Winzervereinigung Freyburg und Dr. Lindicke zwei Möglichkeiten wie man es machen kann. Lindicke dabei eher mein Geschmack.
Bei den Traminern, die obwohl säurearm  von Hause aus, in diesem Jahr die Torture der Entsäurung durchmachen mussten. Gut beraten dabei die Winzer die dem Zucker eine Chance geben. Gussek zum Beispiel. Mit Sicherheit ein Wein der ein längeres Lagerpotential entwickeln wird. Die schon legendäre Cuvéee (Traminer,Riesling) von Frédéric Fourré auch in diesem Jahr eine Klasse für sich.
 
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.04.2014 um 13:16 Uhr | 0 Kommentare

Andreas Rings, Ende 20, Taff, Winzergott

Andreas Rings ist jetzt in dem Alter in dem man nicht erwarten muß, dass einer über den Dingen steht. Das es so etwas gibt ist natürlich hinlänglich bekannt. Mozart, Hendrix, die Beatles alle hatten Ihre größten Erfolge in diesem Alter. Es ist also falsch, dass Alter irgendetwas beweißt. So oder so. Was macht nun aber so einen Typen aus, der einen Plan von dem hat was er will, dass es mir kalt den Rücken runter läuft. Ich glaube es ist eine Kombination von einem hohen Maße  Verrücktheit, Gefühl, Glaube, Wissen und Handwerk. Die Runde war klein (5), die Weine bedeutend, die Aussage des Abends vom Pfälzer Gast war so simpel wie einleuchtend: "eigentlich will ich nur Riesling und Spätburgunder machen" . Im Grunde der Traum vieler Winzer, der Unterschied, Andreas Rings wird das durchziehen.
Die verkosteten Weine, egal ob Riesling vom Gutswein bis zum Weilberg und Kallstadter Saumagen eine Offenbarung. Dann ein 2010 Spätburgunder - defacto noch ein Gegenbeweis gegen das lächerliche gelabere der Weinyuppies vom schlechten Jahrgang.
Ich muß schon sagen, dass ich einen derartig dichten und doch grazilen, fast zerbrechlich wirkenden Wein, mit einer unglaublichen Länge, so noch nicht aus Deutschland getrunken hatte. Der Wein  stammt aus der Lage Gottesacker und wird, auf Grund von unsäglichen politischen Entscheidungen über Flächenbereinigung, demnächst gerodet. 
Dann kamen die beiden Kultweine aus der Lage "Schwarzes Kreuz" , zwei Bordeaux inspirierte Cuvée mit Charakter und Klasse.
Der abschließende 2005 Syrah, eine letzte Offenbarung. Die dann zur Ehrung des Winzers von Andre  Münster spendierte 1982 Château Léoville Poyferré und der von Holger Fröhlich herausgezauberte 1989 Mouton Rothschild verschafften dem Abend einen wirklich würdigen Abschluß. Das heißt ich bin dann gegangen, kenne daher den Ausgang noch nicht. Vielen Dank.Tags: Rings, Andreas Rings, Schwarzes Kreuz,