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Autor: Stevie Huppenbauer | 29.03.2014 um 11:25 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Jungweinproben: Weingut Pawis

Die Jungweinprobe beim Weingut Pawis ist Geschichte. Die vom Familienweingut präsentierten Weine der Jahrgänge 2013 und 2012 machten deutlich, dass uns ein Jahrgang erwartet, der aus meiner Sicht als Klassiker in die  Jahrgänge eingehen wird.
Ausnahmslos alle Weine des 13 Jahrgangs die Bernard Pawis vorgestellt hat entsprechen gemein hin dem, was man von einem Saale Unstrut Klassiker erwarten darf. Fruchtbetont, angemesene Säure und Leichtigkeit. Zusammengenommen ergibt diese Mischung Lebensfreude im Glas.
Wie immer bei Pawis führen die Rieslinge das Zepter. Mit Ausnahme des Riesling Bundsandstein von der Naumburger Glocke der noch in den Gärtanks blubbert, machten alle vorgelegten Rieslinge eine bella Figura. Die als Gutsweine angebotenen Rieslinge finden ihre Vollendung im Riesling Quarz. Außergewöhnliche Frucht aus Zitrus und Blutorange, auch etwas kristallienes mit einer feinen Spur Salz, viel Finesse und äußerst Filigran.  Eine weitere Entdeckung mit der der Winzer schon etwas überrascht, ist der oft, ein Schattendasein führende Kerner. Mit dem Bezug Muschelkalk überrascht der Kerner, in diesem Jahr etwas trockner mit einer glänzenden Mineralität und Feingliedrigkeit.
Die zur Verkostung vorgelegten Weißburgunder, davon der Weißburgunder Barrique als spontane Fassprobe, versprechen dem geneigten Weinpublikum viel Eleganz und Lebendigkeit. 
Ähnlich der Grauburgunder Muschelkalk, der im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so üppig, dafür etwas verspielter und grazieler daherkommt.
Bei den Roten hat der 2013 Zweigelt sehr gutes Potential aufzuweisen, so dass man sich auf den im November 2014 folgenden Barrique freuen darf. Die 2012 Bariquweine aus Spätburgunder und Dornfelder rundeten eine alles in allem hochwertige, in der Region schwer zu toppende Kollektion ab. Herzlichen Glückwunsch an Bernard Pawis und sein Team für diese aufregenden Weine.
 Tags: Pawis Jungweinprobe, Riesling Quarz, Riesling Muschelkalk
Autor: Stevie Huppenbauer | 16.03.2014 um 20:10 Uhr | 0 Kommentare

Klaus Böhme Bergstern, ein großer deutscher Riesling!

Die Rieslinggala 2014  von Vinamundi ist Geschichte. Es gab nur Gewinner. Eine großartige Veranstaltung mit einer Rieslingvielfalt die in Deutschlands Weinlandschaft ohnegleichen ist. Für uns als Veranstalter ist der Abend Geschichte, für die teilnehmenden Winzer ebenso.  Was bleibt ist der Eindruck, dass einige Saale Unstrut Rieslinge in einer Liga mitspielen, die zur deutschen Spitzenklasse gehört. Meine Entdeckung des Abends, Bergstern Auslese trocken 2011/2012 von  Klaus Böhme aus Kirchscheidungen. Wir machen weiter, die Rieslinge dieses Abends sind nur mit Mozarts "Serail" zu vergleichen. Wucht,  Eleganz, Erotic, Lebensfreude und Zeitgeist. Thats it.
 Tags: Mozart, Riesling, Böhme, Bergstern
Autor: Stevie Huppenbauer | 22.02.2014 um 17:00 Uhr | 0 Kommentare

Müller Thurgau 2013 von Böhme und Töchter

Wenn ich mal gerade nicht zu Hause bin und etwas von Müller Thurgau erzähle, habe ich es schwer. Alle haben diese langweiligen badischen Breitbandweine dortiger Winzergenossenschaften auf der Zunge. Das man Müller Thurgau auch trinken kann, ist den meisten Südost-, Nord - und Westdeutschen neu. 
Das Frank Böhme einen  ausgezeichneten Müller Thurgau macht ist hier in der Gegend bekannt.  Er und seine Töchter bereichern gerade die Saale Unstrut Weinwelt und sind im Gespräch. Der erste 2013 Wein den ich vor kurzem getrunken habe ist der Müller Thurgau des Weingutes. Und ich muß schon sagen, wenn ich einen Kreuzug für Saale Unstrut Wein machen würde, wäre dieser Wein mit dabei. Ob es nun am Herbst 2013, Frank Böhmes Sinn für Balance und Bodenständigkeit oder am Feingefühl von Winzertochter Marika liegt, habe ich noch nicht ergründet. Vermutlich von allem etwas. Auf alle Fälle ist dieser Müller Thurgau eine echte Wucht.  Feine gelbe Frühlingsfarbe fürs Auge, ob der Farbe dachte ich eigentlich, hoffentlich nicht so breit. Weit gefehlt, spitz und filigran (mineralisch) mit  Schmelz am Gaumen, gute Balance aus gelber Frucht, weißen Beeren, etwas tropisches und Länge. Freuen Sie sich mit mir über diesen schönen Wein. Vergessen Sie den letzten Satz, trinken Sie diesen Wein.
 Tags: Weingut Böhme & Töchter, Frank Böhme, Marika Böhme, Müller Thurgau
Autor: Stevie Huppenbauer | 22.02.2014 um 13:16 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Born startet durch!

Man kann zu keiner Zeit der letzten 24 Jahre über die Weine des Höhnstedter Weingutes negatives berichten. Sie gehörten zum festen Bestandteil der Saale Unstrut Weinkultur. Solide, fast immer früh ausverkauft und bescheiden geblieben. Der Generationswechsel  im Gut ist vollzogen, Günter Born ein sorgsam genießender Patriarch lässt die Jugend machen. Ich kenne die Weine seit dem Beginn, die Geschichte des 1996 Portugiesers ist legendär, es war im Sommer darauf mein erfolgreichster Rosé aller Zeiten. Der nun vorliegende 2013 Jahrgang zeigt, dass Wein und Philosophie keine hohlen Floskeln sind.  Für mich, ist diese Herangehensweise an einen Weinstil , der regionale - und Gutsidentität und aktuellen Verbrauchergeschmack vereint schon Philosophie. Meine philosophische Lieblingskategorie lautet: Aufheben. Ich erkenne, den 3 - Fachen Sinn in diesem Jahrgang 2013. Aufheben im Sinne von:  Abschaffen was nicht so gut war , bewahren des Besten  und höher heben guter Seiten. Herzlichen Glückwunsch zum, für meinen Geschmack, bisher besten Jahrgang in der Geschichte des sympatischen Familienweingutes.Tags: Weingut Born, Saale Unstrut,
Autor: Stevie Huppenbauer | 22.02.2014 um 11:36 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Pawis erregt Aufsehen

Dazu ist eigentlich nur zu sagen: "Das wird aber auch Zeit." Die die das Weingut und den Werdegang der Saale Unstrut Enklave Kloster Zscheiplitz mitverfolgen durften wie ich, denen war klar, irgendwann wird es die Weinrepublik Deutschland auch merken. Pawis macht fern von Pathos und wirrer Aufgeregtheit Wein, der zur deutschen Spitzenklasse gehört. Bescheiden, mittlerweile im Besitz einer Waschmaschine - Siehe Handelsblatt "Die 100 besten Weingüter Dutschlands" und Vinum 10/2013, erzeugt Bernard Pawis eine Kollektion, die in der Spitze (Große Gewächse, Lagenweine) und in der Breite (Guts,- Orts,- und Terroirweine) nicht von vielen Weinbaubetrieben Deutschlands angeboten wird. Spontan fallen mir da nur die Brüder Rings und Jochen Dreissigacker ein. Sicher gibt es noch viele mehr. Die nun darauf folgende Nominierung durch den Falstaff (die Zeitschrift, nicht die Verdi Oper) zum Winzer des Jahres ist da nur konsequent. Und in der Tat, bislang haben nur die Verbraucher, also der eigentliche Gradmesser für Qualität entschieden, dass Pawis zur deutschen Spitze gehört. Die schreibende Zunft ist nur Zweiter. Es gibt nicht viele Weingüter dieser Größe,14 Hektar, die Jahr für Jahr im Dezember ausverkauft sind.  Geht man danach, und welchen Gradmesser willl man sonst nehmen, dann ist diese Nominierung und die Aufnahme in die Liste des Pit Falkenstein nur logisch. Bei Pawis, da bin ich mir ganz sicher, wird sich nichts ändern. Für die Region, die seit kurzen um Fördermittel der UNO streitet (Weltkulturerbe), bedeudet es eine Menge. Es macht nähmlich deutlich, dass Qualität im Weinbau keine Frage der Region ist, sondern durch Persönlichkeiten entschieden wird. Im Grunde könnte das jeder leisten. Aber es ist eben nun mal keine Frage der  Sonnenstunden, der  Niederschlagsmenge und der Böden, sondern die eines Leitbildes, die Beschränkung auf das wesentliche der Weinerzeugung, schmeckbare Qualität im Glas. Die Grate sind schmal zwischen Allerweltsgeschmack und Identität. Geschmack zu treffen ist keine Glücksache, es ist eine Fertigkeit. Sie verlangt, aus vorhandenen Umständen, dem über den Dingen stehen - was passiert und warum -, etwas Glück und eigner Lebensfreude Wein zu erzeugen, der Identität besitzt die nicht austauschbar ist. Pawis zeichnet eben das aus.          Tags: Weingut Pawis, Rings, Dreissigacker, Falstaff, Pit Falkenstein,