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Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2013 um 19:17 Uhr | 0 Kommentare

Bernard Pawis, der erste 2013 Bacchus ist fast fertig

Bernard Pawis wird von einigen seiner Kollegen scherzhaft der Turbowinzer genannt. Und in der Tat, der erste 2013 Wein kommt in ca. 3 Wochen auf den Markt. Es wird der Bacchus sein. Für alle Freunde des Sauvignon Blanc, ein feiner Genuß vom 51 Breitengrad. Ich durfte den noch nicht geklärten Wein heute probieren und war schon ein wenig überrascht. Der mäßige Jahrgang, viel Trockenheit im Juli/ August und der lange Winter stellten Bernard Pawis vor eine nicht leichte Aufgabe. Herausgekommen ist ein wunderbar leichter Wein (11,5 Vol.% )  mit feiner Mineralität, Gelbfruchtnoten und einer dezenten Paprikanote (Grün), eben genau wie ein junger Sauvignon Blanc. Einen anderen Teil des Bacchus gibt er etwas mehr Zeit auf der Hefe und verspricht sich davon etwas mehr Schmelz am Gaumen. 
Außerdem im Werden, der nach Himbeere und reifer roter Johannisbeere schmeckende Rosalie, der aus der Regenttraube gekeltert wurde.

 
Tags: Weingut Pawis, Bacchus, Sauvignon Blanc, Rosalie
Autor: Stevie Huppenbauer | 13.10.2013 um 15:17 Uhr | 0 Kommentare

Pawis Riesling GG Edelacker 2012

Als Weinhändler hat man es nicht leicht. Dies gilt vorallem dann, wenn man einem Winzer sagt, dass seine Rieslinge zu den besten gehören, die Mann/Frau  in Deutschland trinken kann. Sagt das ein Journalist und schreibt es auch noch in einer großen Tageszeitung, dann glaubt man ihm. Ja man müsste Klavier spielen können, denn wer Klavier spielt .... Aber Spaß beiseite,  ich freue mich , dass es nun langsam, wenn  auch nur vereinzelt,  in der schreibenden Zunft erkannt wird, wo die guten herkommen. In dem Fall eine Verkostung, die in der FAZ Sonntagszeitung am 13.10.13 ausgewertet wurde. Höchste Bewertung für den Riesling GG von Bernard Pawis in einer Reihe mit Heymann Löwenstein und Kloster Eberbach, aber vorallem, Längen vor den regelmäßig überbewerteten Gewächsen von Schäfer Fröhlich und Diel von der Nahe. Ebenso deutlich vor Klimeks Liebling Balthasar Ress. Nein keine Schadenfreude, eher Satisfaction, noch nicht zu spät. Ein schöner Versuch gegen den Mainstreamjournalismus in Sachen Wein. Man möchte ihnen zurufen, Schichtwechsel, Büroschlaf beenden. 

Hier mein Text zum Riesling GG vom März 2013: Zum Schluß das Große Gewächs vom Freyburger Edelacker, auch in diesem Jahr wieder ein Wein, der den Namen Grand Cru verdient. Natürlich klassische Rieslingnoten auf deren Genuß wir noch bis September warten müssen, aber bereits jetzt offenbart sich seine ganze Klasse im Bouquet mit reifen Steinobst, Saftigkeit  und mineralischer Dekadenz. Er ist, jawohl das gebe ich zu, unanständig gut. Es ist mein Riesling, wie ich ihn mag.

 
Tags: Pawis, Heymann Löwenstein, GG, Kloster Eberbach, FAZ
Autor: Stevie Huppenbauer | 05.10.2013 um 11:27 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Weine, Jahrgang 2013

Wie in jedem Jahr so auch in diesem, die Lese in Deutschlands nord - östlichsten  Weinanbaugebiet am Breitengrad 51 hat begonnen. Der lange Winter bis Mitte April hat alles ein wenig nach hinten verschoben, aber die Natur holte auf, die lange Trockenheit im Juli und August machte den Reben etwas zu schaffen, die Niederschläge im September retteten die Lese in der Quantität. Da die Niederschläge zu lange andauerten, fingen einige frühe Sorten wie Müller Thurgau und Bacchus schon an zu faulen. Um größere Veluste zuvermeiden, verzichteten die meisten Betriebe auf Mostgewichte und brachten die Lese ein. Je nach Lage schwanken die Mostgewichte zwischen 72 und 76° Öchsle beim Müller Thurgau. Relativ hohe Säurewerte sind die Folge. Das die Mostgewichte überhaupt so hoch sind, ist der Sonne in den letzten Tagen zu verdanken.Nun sind die Winzer gefordert , dennoch ausgewogenen Müller Thurgau und Bacchus zu erzeugen. Ich könnte Ihnen jetzt schon sagen, wer damit umgehen wird und wer nicht, doch das lassen wir mal lieber.
Es wird ein durchwachsener Jahrgang werden,  der mit Sicherheit auch Spitzenweine aus Riesling und Burgunderweinen hervorbringen wird. Bei den Roten Gewächsen vorallem beim Spätburgunder muß man abwarten.     
Tags: Saale Unstrut Jahrgang 2013
Autor: Stevie Huppenbauer | 30.09.2013 um 17:46 Uhr | 0 Kommentare

Die Wahrheit über Saale - Unstrut - Wein

Lieber Weinfreund, kommst Du an die Saale, dann laß es Dir gut gehen. Am besten geht das mit dem hiesigen Wein. Pit Falkensteins Versuch in der Vinum ist aller Ehren wert. Dennoch trifft es nur zum Teil. Das Sandra Frölich 1970 als Kind  deutsche Weinkönigin war kann passieren, auch das der Großmeister des Rotweins von der Saale, Gussek, 2002 seinen ersten Wein abfüllte. Geht alles noch, kann passieren. Aber im Ernst veröffentlichen zu wollen, was die Familie Pawis in Zscheiplitz investiert hat, ist nicht legitim. Und dann diese ewige herumgehacke auf einer längst vergangen Zeit, ist eigentlich nervig und oberflächlich.  Besser wäre gewesen mal zu sagen, hier sind Charakter am Werk die angepackt haben und in kürzester Zeit absolute Spitzenweine auf die Tische gebracht haben.
Die Stärke Falkensteins liegt wohl doch mehr in seinen sensorischen Fähigkeiten. Die Weinauswahl ist in dieser Kürze eine Augenweide und sehr gut getroffen. Sie macht Lust auf mehr, da die Weine auch tadellos beschrieben sind.
Tags: Vinum Wein Paket, Pit Falkenstein,
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.09.2013 um 12:12 Uhr | 0 Kommentare

Alles Spätlese, oder was?

Ja man hat es nicht einfach mit dem deutschen Wein. Gerade hatte sich der geneigte Weintrinker an eine trockene Spätlese gewöhnt, da muß er sich wieder umgewöhnen. Aber von vorn. Lange Zeit galt in deutschen Landen die Regel Spätlese - wenig Alkohol - süß.
Daraus wurde dann Spätlese - hoher Alkoholgehalt - trocken. Um Letzteres in die Köpfe zu bekommen, wurden eine Menge Verkäufer und Winzer notbehandelt, weil sie schier durchdrehten vor lauter Erklärung. Nun der Schock, der VdP, also das Beste  vom Besten in Deutschland, schafft die mühseelig eingehämmerte trockene Spätlese ab. An Ihre Stelle tritt eine Lagenbezeichnung, oder das Prädikat Ortswein und Gutswein. Was hat sich verändert? Eigentlich nichts, nur die Bezeichnung Spätlese trocken gibt`s bei VdP Weingütern nicht mehr.
Spätlese trocken schon. Sie heißt jetzt nur anders. Zum Beispiel: Riesling Edelacker  trocken, DQW.
Oder, Ortswein Grauburgunder Muschelkalk  DQW.
Der Grund für das WIRRWARR ist leicht erklärt. Der Preis für eine trockene Spätlese war bei den VdP Winzern höher als bei anderen Erzeugern, und dem Kunden nicht mehr zu vermitteln.  Trockene Spätlesen als Bezeichnung gibt es nach wie vor, nur eben nicht bei den Weingütern, die den Adler mit der Traube auf dem Flaschenhals tragen.

 
Tags: Spätlese trocken, VdP, Grauburgunder Muschelkalk,