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Autor: Stevie Huppenbauer | 25.10.2013 um 12:09 Uhr | 0 Kommentare

DLG Preisverleihung beim Wein

Da ich auf Grund des gestrigen Blog´s den einen oder anderen Hinweis bekam, habe ich mich mal auf die DLG Seite gewagt und nachgezählt.
Laut DLG wurden 4700 Weine von 300 Winzern eingereicht. 3655 erhielten eine Medaille. Es ist also davon auszugehen, dass jeder teilnehmende Winzer mindestens 3-5 Medaillen bekommen hat. Große Genossenschaften meistens noch mehr. Nimmt man den einfachen Durchschnitt, sind es für jeden 12 Medaillen. Gut sagte ich mir, mal sehen wer da alles mitmacht. Von den Top 100 Weingütern kannte ich eins. Von Saale Unstrut nahmen von ca. 35 Betrieben gerade mal 8 teil. Von den teilnehmenden Moselweingütern waren mir alle unbekannt. Nun kann es ja sein, dass es an mir liegt, da ich Wein sehr selten beim Lebensmittelhandel, Discounter, an der Tankstelle oder im Baumarkt Wein kaufe und sich nun Lücken auftun.
Ich bleibe also dabei, die vergebenen Medaillen sagen nichts über die Qualitäten der Weine aus, es sind reine Marketinginstrumente die es ermöglichen sollen, dass Wein ohne geschultes Personal verkauft werden kann. Und noch schlimmer, es vernebelt dem unerfahrenen Weinkonsumenten die Sicht auf wirklich gute Weine. Ich will damit nicht sagen, dass die prämierten Weine ungenießbar oder gar schlecht gemacht sind, das wäre falsch. Aber auf der anderen Seite so zu tun und es in die Welt postulieren, dass es die besten Weine sind, ist einfach nur Käse. Und wenn dann auch heroisch (LTI läßt grüßen, aber manchmal muß man es benutzen, selbst wenn man nicht will) über den  selbsternannten Winzerkönig  in der Zeitung geschrieben wird, muß man Flagge zeigen.
Tags: DLG,
Autor: Stevie Huppenbauer | 24.10.2013 um 19:30 Uhr | 0 Kommentare

DLG Ehrenpreis für Weingut Schulze in Döschwitz

Die Preisverleihung der DLG (Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft) ist schlicht und ergreifend ein Witz. In diesem Fall ein Döschwitz. Hat doch der figelante Zeitzer Überflieger Marcel Schulze wieder, nun schon zum zweiten mal, den DLG Sonderpreis erhalten. In der Zeitung steht, er wünsche sich mehr Westbesucher auf seinem Gut... Vermutlich haben die Ossis zu viel Geschmack ?
Na egal, die Preisverleihung jedenfalls zeigt, Herr Schulze ist der Beste. Er ist es vermutlich deshalb, weil keiner der Spitzenwinzer mehr Weine hat, die er einreichen könnte, oder gar nicht teilnehmen will. Herr Schulze hat noch genügend Weine und wird promt Erster. Bleibt die Frage, warum hat Herr Schulze noch Weine und die anderen nicht?
Machen wir es ganz deutlich und zwar an meiner Person. Ich habe Übergewicht und Beipässe, trinke jede Menge Wein. Meine Harnsäurewerte sind eine Katastrophe, der Gamma GT der Leber ebenfalls und über Zucker will ich nicht reden. Dennoch habe ich die Möglichkeit bei der nächsten Olympiade Olympiasieger über 100m zu werden. Es gibt nur eine Voraussetzung, ich bin der einzige Starter.
Tags: Weingut Schulze, DLG, DLG Sonderpreis
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2013 um 20:12 Uhr | 0 Kommentare

Dicke Rotweine in den Koalitionsverhandlungen

Irgendwo habe ich mal gelesen, unser aller Kanzlerin trinkt gern Burgunderwein von Jadot. Jedenfalls will das Herr Klimek auf einem Foto erkannt haben, welches Angie mit dem Einkaufskörbchen zeigte. Ich habe damals bereits dagegen polemisiert und behauptete, die Kanzlerin mag dicken Rotwein, diese Marmeladentöpfe aus Nordamerika. Das ist auch leicht erklärt, schließlich ist sie in der so genannten Zone aufgewachsen und da gab es keine Marmelade. Und einen Wein, der auch noch danach schmeckte, gleich gar nicht.  Also Rot ist die erste Wahl der Kanzlerin. Auch in den Koalitionsgesprächen. Ihr Verhandlungspartner, so zu sagen ein dicker Roter, liegt ihr also. Auch der, und das weiß ich mit Sicherheit, liebt dicke Rotweine und das gute Leben. Ich tippe mal, er hat die selben Blutwerte wie ich, alles im Grenzbereich.   Für alle SPD Fans bleibt die Erkenntnis von Tucholsky: SPD wählen hat was beruhigendes, man tut was für die Revolution, und weiß genau, mit der Partei kommt sie ganz bestimmt nicht. Na dann Prost, lassen wir uns die dicken Roten schmecken.
Tags: Jadot, Rotwein, Kanzlerin, Klimek
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2013 um 19:17 Uhr | 0 Kommentare

Bernard Pawis, der erste 2013 Bacchus ist fast fertig

Bernard Pawis wird von einigen seiner Kollegen scherzhaft der Turbowinzer genannt. Und in der Tat, der erste 2013 Wein kommt in ca. 3 Wochen auf den Markt. Es wird der Bacchus sein. Für alle Freunde des Sauvignon Blanc, ein feiner Genuß vom 51 Breitengrad. Ich durfte den noch nicht geklärten Wein heute probieren und war schon ein wenig überrascht. Der mäßige Jahrgang, viel Trockenheit im Juli/ August und der lange Winter stellten Bernard Pawis vor eine nicht leichte Aufgabe. Herausgekommen ist ein wunderbar leichter Wein (11,5 Vol.% )  mit feiner Mineralität, Gelbfruchtnoten und einer dezenten Paprikanote (Grün), eben genau wie ein junger Sauvignon Blanc. Einen anderen Teil des Bacchus gibt er etwas mehr Zeit auf der Hefe und verspricht sich davon etwas mehr Schmelz am Gaumen. 
Außerdem im Werden, der nach Himbeere und reifer roter Johannisbeere schmeckende Rosalie, der aus der Regenttraube gekeltert wurde.

 
Tags: Weingut Pawis, Bacchus, Sauvignon Blanc, Rosalie
Autor: Stevie Huppenbauer | 13.10.2013 um 15:17 Uhr | 0 Kommentare

Pawis Riesling GG Edelacker 2012

Als Weinhändler hat man es nicht leicht. Dies gilt vorallem dann, wenn man einem Winzer sagt, dass seine Rieslinge zu den besten gehören, die Mann/Frau  in Deutschland trinken kann. Sagt das ein Journalist und schreibt es auch noch in einer großen Tageszeitung, dann glaubt man ihm. Ja man müsste Klavier spielen können, denn wer Klavier spielt .... Aber Spaß beiseite,  ich freue mich , dass es nun langsam, wenn  auch nur vereinzelt,  in der schreibenden Zunft erkannt wird, wo die guten herkommen. In dem Fall eine Verkostung, die in der FAZ Sonntagszeitung am 13.10.13 ausgewertet wurde. Höchste Bewertung für den Riesling GG von Bernard Pawis in einer Reihe mit Heymann Löwenstein und Kloster Eberbach, aber vorallem, Längen vor den regelmäßig überbewerteten Gewächsen von Schäfer Fröhlich und Diel von der Nahe. Ebenso deutlich vor Klimeks Liebling Balthasar Ress. Nein keine Schadenfreude, eher Satisfaction, noch nicht zu spät. Ein schöner Versuch gegen den Mainstreamjournalismus in Sachen Wein. Man möchte ihnen zurufen, Schichtwechsel, Büroschlaf beenden. 

Hier mein Text zum Riesling GG vom März 2013: Zum Schluß das Große Gewächs vom Freyburger Edelacker, auch in diesem Jahr wieder ein Wein, der den Namen Grand Cru verdient. Natürlich klassische Rieslingnoten auf deren Genuß wir noch bis September warten müssen, aber bereits jetzt offenbart sich seine ganze Klasse im Bouquet mit reifen Steinobst, Saftigkeit  und mineralischer Dekadenz. Er ist, jawohl das gebe ich zu, unanständig gut. Es ist mein Riesling, wie ich ihn mag.

 
Tags: Pawis, Heymann Löwenstein, GG, Kloster Eberbach, FAZ