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Autor: Stevie Huppenbauer | 23.10.2016 um 17:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Menü

Wenn man einen sehr guten Koch zum Freund hat, hat man es nicht leicht. Sie können alles besser und nörgeln an allem und jedem rum. Mach das mal so, siehst Du, so geht das, pass auf deine Finger auf, dass Messer ist scharf, soll das klein gehackt sein? Oder, das ist Fleisch und kein Beton, wenn dass Schwein wüsste wie Du mit seinem Filet umgehst na und so weiter.
All das trifft auf meinen Freund zu. Aber und das ist das Entscheidende, er kann es einfach.
Und so machen wir eben einfach Arbeitsteilung. Er macht das Essen und ich den Wein, denn davon (Wein) hat er keinen Dunst, wohl aber Geschmack und er weiß was gut ist. So gesehen sind wir ein ideales Team, da auch ich weiß was gut schmeckt, aber bei weitem nicht so gut kochen kann.
Seine Idee, über die ich hier schreibe ist einfach und sehr gut. Er sagte: Ich mache ein regionales Menü mit möglicht vielen Zutaten aus der Region und Du alte Pflaume, so hat er gesagt, suchst dazu Weine aus die passen. Und zwar zügig. Das habe ich gemacht und unser erstes Menü mit samt Weinen steht. Im Monat Dezember können Sie Daniel Dittmar und mich dann in die Pflicht nehmen, mit Herrn Dittmar kochen und mit mir Saale-Unstrut-Wein trinken. Und da Herr Dittmar eine hochfeine, große Küche hat und ich die besten Weine von Saale-Unstrut, dann melden Sie sich an und wenn möglich mit ein paar Freunden. Sie können auch jedem erzählen, dass Sie uns (Herrn Dittmar und mich gut kennen). Das macht Eindruck.

Dittmar Kooperation
 
Das Menü siehe Foto, die Weine kommen jetzt:
 
1. Gang Entenbrust auf Graupenrisotto                    Hey - Weißer Hey
2. Gang Sellerie Espuma Kartoffel + Riesengarnele  Böhme & Töchter - Chardonnay
3. Gang Sous Vide gegartes Rinderfilet                   Gussek - Blauer Zweigelt
4. Stollenmouse                                                    Lützkendorf Weißburgunder Spätlese



Rainer Albert Huppenbauer
 

 
Autor: Stevie Huppenbauer | 05.07.2016 um 20:38 Uhr | 0 Kommentare

Restaurantkritik Gasthaus und Hotel zur Henne in Naumburg

Ich hatte Hunger. Es war Dienstag der 05.07.2016, und dieses Gefühl der Leere im Magen trieb mich in die Hände eines Gastronomen, von dem ich eigentlich erwartet hatte, dass er weiß was er tut. Vermutlich weiß er das auch, aber der Abend endete ohne Happy End.
Die Moral von der Geschichte: Geh niemals hungrig in ein Wirtshaus was du nicht kennst. Fahr zehn Kilometer weiter und du kriegst was Gutes. Aber von vorn und kurz und bündig. Sehr schönes Ambiente, lauer Sommerabend, wirklich bemühtes Personal. Und schon ist Schluss mit lustig. Da ich immer ohne Vorurteile in eine Gaststätte gehe, fangen alle bei null an.  Der erste Blick in die Karte gilt immer den Weinen. Gepriesen und über den grünen Klee gelobt wurden Weine des Weingutes Herzer. Eigentlich ein Grund zu gehen, weil dieses Weingut seit einiger Zeit nicht mehr hält was es verspricht. Dann ging es weiter, zunächst alle Weine ohne Jahrgangsangaben, so dass man sich genötigt fühlt, auch ob der verlangten Preise ein Bier zu trinken. Da ich ungefähr weiß was der Gastronom bei den Winzern bezahlt, auch ich kaufe da ein, kann ich die geforderten Preise nicht nachvollziehen. Und wenn es dann schon so ist, dann sollte wenigstens die Weinkarte keine Fehler enthalten. Der Winzerhof Gussek wird mit „ck“ geschrieben und als Weinhof bezeichnet. Es stehen Weine in der Karte, die es schon Jahre lang nicht mehr gibt: Riesling Kabinett vom Weingut Pawis zum Beispiel. Diese Karte wird seit Jahren, ohne auch nur einmal überarbeitet zu werden, den Gästen vorgelegt. Für mich heißt das, die Gäste sind dem Inhaber egal. Über die Schreibweise des einen oder anderen internationalen Weines möchte ich mich nicht äußern. Zum Essen: Bestellt wurde ein „Feines Pfifferling Rahmsüppchen mit Kartoffel“  für 6,50 Euro. Gekommen ist eine Kartoffelsuppe mit ganzen und vor allem labbrigen Pilzen.
Zum Hauptgang einmal ein Omelett mit Pfifferlingen für 13,90 Euro und da ich gern gebackenen Leberkäse esse, und so bei mir dachte, da kann der Koch nicht so viel falsch machen, bestellte ich das.
Zum Omelett muss ich sagen es war eine Zumutung. Die Zutaten kamen aus dem Tetrapack (Rührei), die Pilze waren unzerkleinert, ohne jeglichen Pfiff lieblos beigegeben. Der angefügte Gurkensalat, da sollte man dem Koch mal sagen, das man eine Gurkenscheibe auch dünn schneiden kann. Mein Leberkäse war nicht aus dem Ofen sondern aus der Bratpfanne. Jeder der so was schon mal gemacht kennt das Resultat. Und zu Leberkäse gehört ein süßer Senf, wenn man denn schon so etwas anbietet, sollte man es auch richtig machen.
Das Bier war gut. Eine kleine Beobachtung habe ich noch gemacht. Naumburg ist eine Weinstadt. Das Lokal war gut besucht, gegen 19.00 Uhr etwa 30 Gäste. Davon tranken drei Wein. Eine Dame bekam in einem HO Ballonglas vom Rummel den Rotwein serviert, dazu fällt mir  im Jahre 2016 nichts mehr ein.  

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Restaurant zur Henne
Autor: Stevie Huppenbauer | 01.10.2016 um 22:58 Uhr | 0 Kommentare

Große Rieslinge von Saale-Unstrut BIN 60, 2006

Andre Gussek ist nicht dafür bekannt, dass er sich in punkto Wein um Kompromisse bemüht. Bei den Rieslingen wird das Ganze auf die Spitze getrieben. In diesem Moment trinke ich einen Gussekwein, der  in einer Liga spielt, die keiner der auf irgendeiner Liste hat. Gussek ist ein Weinpunk und als solcher immer überraschend. Um es kurz zu machen, ich hatte heute einen guten Tag und wollte mich belohnen. Da fiel mir ein, dass mir Andre Gussek anlässlich meines sechzigsten Geburtstages einen Wein schenkte, auf dessen Etikett stand: Riesling BIN 60, 2006 trocken.
Was nun folgt, ist eine Reise in die unergründlichen Weiten großer gereifter Weine. Was ich hier gerade in mich einfülle ist eine Sensation, die dazu führen wird, dass ich dem Winzer Tauschgeschäfte anbieten werde. Montrachet 1. Grand Cru  gegen seinen Riesling. Der Riesling steht voll im Saft. Karamellisierte Ananas mit Grapefruit gepaart in endloser Länge umgarnt von Kräuterwürze, die einem die Sinne verkleistert. Ein Quantum Mineralität macht den Wein exzentrisch und komplex. Dazu kein bisschen müde, etwas chaotisch, unberechenbar was gleich passiert, ein großer Wein. Und an alle die, die so etwas nicht für möglich halten, sei gesagt, besuchen Sie mich, ich führe es Ihnen vor. Wenn Sie in der glücklichen Lage sind diesen Wein noch zu besitzen, dann legen Sie sich eine Platte von Atlantis oder Colosseum ein, machen Sie die Augen zu und heben Sie ab.
Danke lieber Andre.

Rainer Albert Huppenbauer
  

Autor: Stevie Huppenbauer | 23.09.2016 um 12:08 Uhr | 0 Kommentare

Die Lese läuft auf Hochtouren

Seit etwa 10 Tagen wird an Saale-Unstrut ein gelesen. Der Hitzestress im August und Anfang September hat keine größeren Auswirkungen auf das Lesegut gehabt.Die Masse der Trauben ist gesund und auch mit der Menge sind die Winzer zu frieden.
Ein Problem gibt es allerdings doch, vor allem bei den Weißweinen hat die lange Trockenheit für viel Zuckereinlagerung und Säurearmut gesorgt. Das führt nun dazu, dass den Winzern erlaubt wurde die Weine, wenn notwendig, nachträglich zu säuern.
1,5 Gramm pro Liter sind erlaubt, allerdings ist jetzt schon erkennbar, dass es oft nicht reichen wird. Der Müller-Thurgau zum Beispiel wurde mancherorts mit Spätlesecharakter und darüber gelesen. Man kann also davon ausgehen, dass es im nächsten Jahr  viele halbtrockene Weine geben wird. Jetzt sind die Kellermeister gefordert das Beste daraus zu machen, wer trinkt schon gern süßen Müller-Thurgau? Aber auch Rieslinge und Burgunder könnten geschmacklich leiden. Und es wird wohl wieder wie in jedem Jahr so kommen: Der Eine kann es, der Andere übt noch und der Dritte presst viele Trauben und freut sich auch.
Bei den Rotweinen hingegen  ist zu erwarten, dass es ein Jahrhundertjahrgang werden könnte.
Erstklassiges Lesegut, für Saale-Unstrut Verhältnisse mit viel Zucker, dass mir schon jetzt das Wasser im Munde zusammenläuft. Aber auch hier ist nun der Winzer gefragt, diese gelesenen Qualitäten zu erstklassigen Weinen werden zu lassen. Nicht jedem wird das gelingen. Ich sehe sie schon vor mir, die Dornfelder der Mengenphilosophen, 14.5 Vol%  und mehr wie auf Mallorca. Die Anderen, die mit Zweigelt und Spätburgunder arbeiten, werden uns sicher viel Freude bereiten.

Rainer Albert Huppenbauer      

Autor: Stevie Huppenbauer | 30.08.2016 um 13:42 Uhr | 0 Kommentare

Die extreme Hitze - Auswirkung auf die Reben

Die extreme Hitze der letzten Tage verursachte bei den Reben extremen Stress. Besonders in hohen Sonnenlagen verbrannten die Beeren regelrecht. Nach der Hitze dann zum „Glück“ nur leichter Hagel, der nicht allzu viel Schaden angerichtet hat. Dennoch ist es bitter, aber die Winzer leben damit (Wetter) seit es Wein gibt. Und um ehrlich zu sein, gerade dieser Umstand macht aber eben Wein so besonders. Und ich kann nur immer wieder vor denen den Hut ziehen, die kein großes Palaver entfachen, sondern damit umgehen. Natürlich freut sich kein Winzer über derlei Ausfälle,  aber wirklich ändern kann man es nicht. Ich jedenfalls drücke allen die Daumen, dass sie vor weiteren Schäden verschont werden und eine gute Lese eingebracht wird. Trotz der erwähnten Einschnitte sieht es immer noch gut aus, ein bisschen kühler wäre nicht schlecht und hin und wieder etwas Wasser auch.

Rainer Albert Huppenbauer
30.08.2016