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Autor: Stevie Huppenbauer | 24.07.2013 um 17:36 Uhr | 0 Kommentare

Klimawandel und Wein

Bereits das zweite Jahr in Folge beklagen die Winzer des Burgund große Verluste durch schwere Unwetter. Besonders betroffen ist die Gegend um Beaune und Pommard. Hier sind die Ausfälle besonders hoch. Bei einigen Betrieben liegen die absehbaren Ernteverluste bei 80-90%. Auf Grund dieser Situation werden die ohnehin hohen Preise des Burgund auf Grund der Verknappung wohl weiter steigen.
Autor: Stevie Huppenbauer | 16.07.2013 um 10:23 Uhr | 0 Kommentare

Breitengrad 51, Finalprobe, Vinamundi war dabei

Zur finalen Probe der neuen Breitengradweine, wurde durch den gleichnamigen Verein ins Landesweingut Kloster Pforta geladen. Zum Kreis der Breitengradwinzer gesellten sich noch vier  weitere Juroren.   Dabei waren  Pascal Dautel von der Deutschwein Classics, vermutlich der Mann in Deutschland, mit dem größten Überblick über die Entwicklung der  deutschen Weinanbaugebiete und Weine. Bernard Pawis, der erfolgreichste Winzer des Anbaugebietes Saale Unstrut, Alexander Lehwald vom Restaurant Weinbeisser in Leipzig und Rainer Huppenbauer  von Vinamundi.de.
Gemeinsam mit den Winzern wurde in einer Blindverkostung die diesjährigen Breitengradweine gekührt. Es wurden  für folgende Kriterien: Geruch, Geschmack und Harmonie Punkte zwischen 0 und 5 vergeben. Das Siegel Breitengrad 51 wird nur an jene Weine vergeben, die im Schnitt 3,5 Punkte erzielen. Das hieß, bei 11 Juroren müssen mindestens 6 von ihnen 3,5 Punkte vergeben. Unter die eingestellten Weine, wurden erschwerend, so genannte Piraten mit verkostet. Dabei auch sehr namhafte Erzeuger anderer Anbaugebiete.
Am Ende der Verkostung gab es nur eine Auflösung der Piratenweine. Die Ergebnisse der Breitengradweine erhalten die Jurymitglieder in den nächsten Tagen. Wir können erst dann über die neuen Weine  der Marke Breitengrad 51 berichten.
Unser Resümee: Eine sehr professionelle Veranstaltung, die den Qualitätsbestrebungen der Saale Unstrut Winzer neuen Auftrieb geben wird.
Tags: Breitengrad 51, Winzerhof Gussek, Bernard Pawis, Saale Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 20.06.2013 um 10:48 Uhr | 0 Kommentare

Klimawandel und Wein, Winzer aller Länder leistet Widerstand!

Große Weingüter der Champagne sind verzweifelt, es ist zu warm in der Champagne. Die Mineralik geht flöten, zuviel Zucker, sagt man und überlegt, wie man das in den Griff bekommen kann. Irgendwo auf der Prowein habe ich dann auch gehört, Dänemark, eher nicht als Weinland bekannt, weist ein ähnliches Klima auf, wie es im letzten Jahrhundert in der Champagne vorherrschte. Kaum vorstellbar, aber wahr. Es gibt ernsthafte Überlegungen, in Dänemark Trauben für unser liebstes Sprudelgetränk anzubauen. 

Gleicher Kontinent nur etwas südlicher. Bei meinem letzten Besuch in der Maremma fiel die Emsigkeit auf, mit der große Erzeuger den Niederschlagsmangel ausgleichen wollen. Man legt Bewässerungsleitungen in den Rebgärten. Da so etwas teuer ist, macht das keiner freiwillig. Was hier also gerade passiert ist im Grunde folgendes, das Klima im Mittelmeerraum, das so genannte mediterrane Klima, wird trockner und die Feuchtigkeit wandert zu uns nach Mitteleuropa. Für die Winzer heißt das, entweder Du stellst dich dieser Tatsache und leitest Gegenmaßnahmen ein, also im Süden bewässern, im Norden und der Mitte muß man sich auf  zu  viel Wasser einrichten und die Reben vor Schimmel bewahren. Dagegen hilft Chemie, oder die Aufgabe von Flächen  in denen das Wasser steht. Da das auch gleichzeitg die Flächen sind, in denen die erlebte Kälte einiger Wintertage der letzten Jahre verharrte, wäre ein Umdenken hin zur klassischen Steillage der klügste Schritt. Gerade in der Saale Unstrut Region , gibt es genügend brachliegende Steillagen die wieder der Weinerzeugung zugeführt werden könnten. Gemessen an dem Aufwand in anderen Regionen eigentlich ein Klax.
Resümee, der Klimawandel stellt die Winzer in Europa vor neue Herausforderungen. Es wird viele Betriebe geben, die sich dem, wenn auch  unter Schmerzen, stellen. Andere, die es sich finanziell und organisatorisch nicht leisten können, werden aufgeben. Wiederum andere werden es nicht wahrhaben wollen, und verschlafen die Zeichen der Zeit. Die Gefahr die sich daraus ergibt, ist bereits im vollen Gange. Es entstehen Riesenunternehmen der Weinbranche, die Kapitalverwertungsmöglichkeiten suchen. Wein als Mittel zum Zweck, nicht als Genuß - und Kulturgut. Winzer dieser Welt, lasst nicht zu, dass eure Handwerkskunst  von der Börse vereinnahmt wird.
Wie bin ich darauf gekommen? Ach ja, Klimawandel! Aber was hat die Börse damit zu tun?
Tags: Winzer, Champagne, Maremma, Klimawandel, Mitteleuropa, Prowein
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.06.2013 um 17:40 Uhr | 0 Kommentare

Sommerweine von Saale - Unstrut

Verkostet wurden, die unserer Meinung nach beiden besten Grauburgunder von Saale und Unstrut von Bernard Pawis und Andre Gussek. Beide Weine, um die auffälligen  Gemeinsamkeiten hervor zu heben, haben mit kaum wahrnehmbaren Nuancen im Farbton, vorallem eines gemeinsam, es sind großartige Produkte mitteldeutscher Weinkunst. 
Der Grauburgunder von Bernard Pawis ist ein außerordentlich eleganter Wein, mit viel Charm und Fruchtigkeit. Andre Gussek` s Grauer Burgunder ist klassischer, mit ein wenig mehr schmeckbarer Säure und begleitender Fruchtigkeit. Ein langes Finale ist bei beiden sicher. Die typischen Noten von Butter, Ananas und Birne haben beide aufzuweisen. Gussek geht etwas mehr in gemüsige Noten, etwa Paprika und begleitende Zitrustöne. Der Pawis Burgunder betont mehr die Zitrusnoten ohne auf gemüsige Noten zu verzichten.
Beide Weine sind zwei großartige Beispiele für Möglichkeiten einiger weniger Winzer,  einer Traubensorte Individualität zu verleihen und doch  das zu treffen, was die Trauben ausmacht. Einer sieht es traditioneller und der andere moderner. Wichtig ist, man schmeckt den Grauen Burgunder. 
Tags: Grauer Burgunder, Winzerhof Gussek, Bernard Pawis
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.06.2013 um 12:31 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi Weinreise, Biserno und Fattoria Carpoli - Sada


Blick von Biserno auf Bolgheri

Biserno ist ein Gemeinschaftsprojekt der Antinoribrüder. Es wurde von Lodovico Antinori angeschoben und wird weit mehr werden als ein Ornelliaersatz. Das Land, inklusive der darauf befindlichen Gebäude wurde für 99 Jahre von Umberto Mannoni gepachtet. Das 1995 gestartete Projekt war als Ergänzung der Tenuta Ornellaia gedacht. Durch den Verkauf von Ornellaia verselbstständigte sich das Projekt und ist nun das vermutlich letzte Vorhaben eines großen Weinmachers.




Die Ebene von Bolgheri gesehen von Biserno

Der Ankunft in der Residenz Biserno ging eine 10 minütige Fahrt durch das Anwesen Biserno voraus. Durch dichtes Waldgebiet, Olivenhaine und Rebanlagen gelangte man, nach dem durchqueren eines kleinen Baches, schließlich zu einem Punkt,  der den Atem kurz stocken lies. Es war der Blick auf eines der berühmtesten Weinanbaugebiete der Welt und den dazu gehörigen Ort, Namens Bolgheri. Der Empfang auch hier herzlich und familiär, ohne Pathos und aufgesetzte Freundlichkeit. Vittorio Mazetti, ein langjähriger Freund der Antinoris führte durch das Gut, erzählte die Geschichte der Entstehung von Biserno und begleitete die Weinprobe.



Natürlich gab es feine Kleinigkeiten zu den Weinen und eine Menge Geschichten um den Wein. Den Anfang der Verkostung machten dann, nach dem Satz fühlen Sie sich wie zu Hause, die beiden neuseländischen Gewächse von Lodovico Antinoris Weingut Mount Nelson. Es schloß sich der Insoglio del Cinghiale und der Il Pino di Biserno an. Die beiden Sauvignon Blanc aus Neuseeland waren der perfekte Einstieg, fruchbetont, große Frische und beim Ram´s Hill eine nicht enden wollende Länge. Der Insoglio aus Syrah, Cabernet Franc, Merlot und Pedit Verdot gekältert, ist ein wunderbar ausgeglichener Wein der sein Publikum schnell finden wird. Der Il Pino, ein kraftvolller langanhaltender Wein aus Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Pedit Verdot, schwebt auf einer Höhe, die ganz klar mit einem klassifizierten Medoc gleich zu setzen ist. Sicher ist der Wein kein Schnäppchen, aber von einer Qualität, die jeden Euro wert ist. Zum Schluß dann der Biserno. Was soll man dazu sagen, nehmen Sie den Wein in die Liste der Weine auf, die man getrunken haben sollte, bevor man abtritt. Stellen Sie sich ein Kistchen in den Keller, die Erwartung der Trinkreife legt sich auf Ihr Unterbewußtsein und verlängert Ihr Leben. Versprochen.


Große Weinkunst, leider leer

Die kurzweiligen 3 Stunden auf Biserno vergingen wie im Fluge, noch ein Eintrag im Gästebuch, vielen Dank an Vittorio Mazetti und weiter ging die Reise zu Davide Sada. 


Der atemberaubende Blick von der Fattoria Carpoli

Die Familie Sada ist mir seit ein paar Jahen bekannt und verbunden. Der Besuch der Fattoria Carpoli war dann der letzte Höhepunkt grandioser Tage. Der Sohn von Davide Sada, Adolfo nahm uns in Empfang und zeigte uns das Anwesen. Natürlich dieser unglaubliche Blick auf eine traumhafte Landschaft. Die Weinprobe zu der dann auch Davide Sada hinzu kam, übertraf dann selbst meine Erwartungen. Davide Sada erinnerte mich an meine Aussage vor 4 Jahren, als wir den ersten seiner Jahrgänge probierten: "Sie hatten Recht und das ist wirklich gut so". Ich sagte ihm damals, als er mich nach meiner Meinung fragte, geben Sie Ihren Reben etwas Zeit, in 10 Jahren gehören Ihre Weine zum Besten was die Toskana zu bieten hat. Dann die Verkostung.


                                                           Im Inneren der Fattori Carpoli, vor der Weinprobe

Der Vermentino machte den Anfang und deutlich, warum dieser Wein nach kurzer Zeit vergriffen ist. Der Integolo ein feiner gut ausgebauter junger Wein, der auch jung getrunken werden sollte. Er ist sehr delikat und erfrischend. Der Baldoro ein ausgesprochen gradliniger Wein mit langem Abgang und sehr gutem Alterungspotential. Zum Schluß dann der Carpoli ein betörender Wein der noch etwas Zeit benötigt, oder lange geöffnet werden sollte. Der Carpoli wird in den nächsten Jahren in die absolute Spitzenklasse toskanischer Weine eingehen. Unser Tip, kaufen und weg legen. Der Abschied von Carpoli fällt immer schwer, vor allem weil man auf Menschen trifft, die verstanden haben was in dieser Welt wichtig ist. Um ehrlich zu sein, die Sadas können sich das leisten. 



Frau T.B. mit Teppich und Flaschen im Hintergrund
Tags: Biserno, Fattoria Carpoli, Carpoli, Davide Sada, Adolfo Sada, Lodovico Antinori, Il Pino di Biserno, Tenuta Biserno,