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Autor: Stevie Huppenbauer | 09.06.2013 um 13:26 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi Weinreise zu Antinori, Morisfarms, Azienda Agricola Sada - Ein Bericht


Eingang zur Tenuta Poggetti

Eine Weinreise ist immer eine schöne Sache. Wenn man aber die Möglichkeit hat, ein paar der bedeutensten Weingüter der Maremma und aus Bolgheri zu besuchen, dann hat man einfach großes Glück gehabt. Ein paar wenige Kunden von Vinamundi.de hatten dieses Glück des Tüchtigen. Sie haben tüchtig gekauft und lernten das Innenleben der Weingüter der Antinorifamilie Guado al Tasso, Le Mortelle und das Gemeinschaftsprojekt von Piero und Lodovico Antinori Tenuta Biserno kennen. Umrahmt wurde dieses Programm von Familienweingut Morisfarms, dem Pionier des Morellino di Scansano und dem Newcomer in Bolgheri dem Mailänder Industriellen Davide Sada und seiner Fattoria Carpoli.



Da die unseren und die Eindrücke unserer Kunden sehr stark waren, möchte ich den Reisebericht in 4 Teile gliedern. Beginnen möchte ich mit meiner großen Weinliebe, dem Weingut Morisfarms. Begibt man sich in die Gegend zwischen Grosseto und Massa Marittima, hat man keine Chance  dem Weingut Morisfarms zu entkommen. Zu klar und geheimnisvoll ist der allgegenwärtige Schriftzug des Avvoltore. Der für uns beste Wein der Upper Maremma wurde 15 mal in Folge mit 3 Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnet und ist das Flaggschiff der Weinkollektion von Morisfarms. Diesen Wein verdanken wir dem großen Weinmacher Adolfo Parentini. Er hat nun die Geschicke des Weingutes an seinen Sohn Julio Parentini übergeben. Unterstützt wird Julio von seinen beiden Cousins. Mit Julio verbrachten wir dann auch den ersten Abend in den Räumen der Tenuta Poggetti bei einem trefflichen  Maremma  Menü und den Weinen  der Familie Moris. Bei dieser Gelegenheit lertnten wir die Frau von Julio und das jüngste Familienmitglied der Parentinis kennen. Das Dinner wurde von der Ehefrau Julios zubereitet. Julio präsentierte die Weine und seine stolze Familie. Der erste Abend in der Toskana endete nach großartigem Essen und tollen Weinen am nächsten Tag und ließ die Erwartungshaltung aller Teilnehmer  anwachsen. Ob Sie enttäuscht wurden oder gar übererfüllt, erfahren Sie im nächsten Bericht am Montag.



Nach einem feinen Maremmaschmaus in den Räumen der Tenuta Poggetti von Morisfarms
Tags: Antinori, Tenuta Biserno, Guado al Tasso, Morisfarms, Adolfo Parentini, Avvoltore, Maremma, Bolgheri
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.05.2013 um 18:05 Uhr | 0 Kommentare

Die Fassprobe, Winzerhof Gussek

Winzer mit Visionen sind rar. Einer von denen ist dieser Andre Gussek. Die Herangehensweise an das Wein machen kommt  bei ihm nicht aus der bäuerlichen Mengenlehre. Der kurze Aufenthalt bei ihm verschaffte mir einen kleinen Blick in sein neues Repertoir.
Der Erste, ein Riesling vom Kaatschener Dachsberg, eine terrasierte Steillage an der Grenze zu Thüringen. Der Wein präsentierte sich klassisch. Fruchtbetonte Zitrusaromen, kühle Mineralik, spritzige Säure, Rieslingtrinker, das ist euer Wein. 
Der Zweite, ein Riesling vom Naumburger Steinmeister wurde spontan vergoren. Der Wein verbrachte bis Ende März auf der Hefe. Gussek gönnt ihm noch etwas Ruhe, will ihn noch runder. Dieser Wein, so meine Einschätzung hat das größte Entwicklungspotential aller durch mich bisher verkosteten Saale Unstrut Rieslinge. Den kann man getrost mal 4-5 Jahre Ruhe gönnen, um sein volles Potential  zu erleben. Aber keine Sorge er ist auch jetzt schon eine Wucht. Trocken ist er und unglaublich schmelzig.
Zum Schluß dann noch der 2011 Graue Burgunder, der auf der Maische vergoren wurde und dann knapp 2 Jahre mit französischer  Eiche Bekanntschaft machte.   Das Ergebnis habe ich noch 14 Stunden später geschmeckt. Karamell und sehr reife Weinbeeren. Die Farbe wie ein halbtrockner Sherry, eine Mischung aus Bernstein und braunem Kandiszucker. Ein großer Wein. Vor kurzem habe ich das noch als Experiment abgetan, es ist mehr, es ist eine Vision von einem einmaligen Wein, den nur Gussek macht.
Tags: Winzerhof Gussek, Riesling, Kaatschener Dachsberg, Grauer Burgunder, Saale Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 06.05.2013 um 13:07 Uhr | 0 Kommentare

Die Säfte steigen, Spargelweine

Der lange Winter hat seine Ankunft etwas verzögert, aber jetzt, da sich die Erde langsem erwärmt, dringt er mit Macht ans Licht. Der Spargel des Jahrgang 2013 ist da. Wie im jeden Jahr stellte sich so auch in diesem die Frage nach dem Wein zum königlichen Gemüse. Die Spargelbauer selbst bieten ihn auf ihren Höfen an, meist Abfüller aus Baden mit lustigem Etikett. Wie der schmeckt weiß ich nicht und werde es wohl auch nie erfahren. Meinen Spargelwein habe ich sorgsam ausgewählt und bin zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Das wichtigste Ergebnis lautet, keine Experimente. Ganz vorn in meiner Liste stehen 3 Saale - Unstrut Betriebe.
Da ist zunächst das Weingut Pawis. Der vorgelegte und in kürze lieferbare Riesling Bundsanstein belebt jedes Spargelgericht durch seine Finesse und Ausgeglichenheit. Bestens dazu zu genießen der Klassiker, Spargel mit Kartoffeln und geklärter Butter, oder wie hier in Sachsen Anhalt mit brauner Butter oder auch Hollandaise. 
Für den intensiveren Geschmack, Spargel eventuell mit einer Morchelsauce oder mit Pata Negra Schinken haben wir einen Gutedel vom Weingut Hey an Bord. Gutedel, ja leider durch die badische Überproduktion als Langweiler abgetan, ist hier frisch und lang anhaltend und gut schmeckend. Ein wirklicher Genuß, mit glänzender Mineralität und belebender Fruchtigkeit.
Der 3. im Bunde sind eigentlich 2 Weine vom Gleinaer Weingut Böhme. Der feinherbe Weißburgunder   und sein ebenfalls feinherber Bacchus.
Beide Weine sind gut im Rennen, wenn Spargel mit Meeresfrüchten oder weißem Fisch ins Spiel gebracht wird.
Allen viel Spaß beim probieren und eine schöne Spargelzeit!   
Tags: Weingut Pawis, Weingut Hey, Gleinaer Weingut Böhme
Autor: Stevie Huppenbauer | 03.05.2013 um 11:41 Uhr | 0 Kommentare

Überraschendes vom Weingut Hey

Das Matthias Hey etwas vom Wein versteht ist hinreichend bekannt. Seine Anstrengungen als Spitzenbetrieb von Saale - Unstrut - Weinen werden dabei von mannigfaltigen kulinarischen und kulturellen Höhepunkten begleitet und wunderbar ergänzt. Es lohnt sich einfach, diesen wunderbaren Ort  samt seiner  "Bewohner" zu besuchen.
Am gestrigen Tag hatte ich das Glück, einer vorbereitenden Veranstaltung beiwohnen zu dürfen. Das am 31.05.13 stattfindende Kräutermenü wurde verkostet und passende Weine des Winzers dazu ausgewählt. Ich möchte hier nicht zu viel vorweg nehmen, aber alle die diese Veranstaltung gebucht haben, können sich auf ein wahres Festival des guten Geschmacks freuen. Anspruchsvolle Speisen mit sorgfältig ausgewählten Zutaten, vorallem die Kräuter, machten es nicht leicht, auf Anhieb den passenden Wein zu finden. Gelungen ist es dennoch und somit steht diese Veranstaltung ganz oben auf der Liste wirklicher kulinarischer Höhepunkte der Region. Dieses kulinarische Kleinod, hat die Chance Kult zu werden.
Das Weingut an sich, ist schon Kult. Derlei Kulinarium ist hier zu Lande doch eher selten. Man möchte Ihnen zu rufen: Nicht nachlassen.
Ein Frage zur Köchin, die sich brav zurückhielt, sei noch gestattet . Wo kocht sie denn außerdem noch? Ich werde mal fragen.
Tags: Weingut Hey, Saale Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 01.05.2013 um 15:06 Uhr | 0 Kommentare

Tio Pepe en Rama 2. Jahrgang

Pünktlich zum Frühlingsstart ist er wieder da. Tio Pepe en Rama, ein ungefilterter frischer Sherry von Gonzalez Bayass in zweiter Auflage. Erfrischend unglaublich trocken,  mit immerhin 15 Vol. % Alkohol,  einer der besten Aperitifs die man im Sommer trinken kann. Er sollte jung getrunken werden und wird von uns nur bis zum Ende des Sommers angeboten. Nur in dieser Zeit garantiert er den vollen Genuß, wenn leicht gekühlt konsumiert wird. Wir meinen, man muß sich auch noch auf etwas freuen können. Wer will schon das ganze Jahr Spargel,  Steinpilze oder Morcheln vorgesetzt bekommen. Eigentlich sollte man auch Tomaten sagen, denn nicht alles was so heißt und rot ist, schmeckt auch so. Leider haben wir diesen Kampf verloren gegen Holland und Spanien, aber dafür sind wir im Fußball besser. Die Sache mit dem Tio Pepe en Rama ziehen wir so durch wie angekündigt, natürlich geht es auch unterm Weihnachtsbaum, man könnte es einrichten, aber wie gesagt, wer will das schon? 
Tags: Tio Pepe en Rama