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Vina Mundi Online Shop > Blog > www.vinamundi.de

Autor: Stevie Huppenbauer | 27.04.2013 um 16:47 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi und der Bordeaux 2012

Die ersten Jubelattacken kommen gerade aus dem Ticker. Eigentlich ein Jahrgang zum vergessen. Etwa wie 1993 oder 1997. Aber halt, der geneigte Weintrinker hatte sich gerade an 3 große Jahrgänge hintereinander gewöhnt, da kackt der Golfstrom ab und von der Gironde kommt nur noch Mittelklasse? Das darf nicht sein. Die ersten Subskretionsangebote flattern schüchtern ein und suggerierern, natürlich nicht wie 2009 und 2010 aber doch ein großes Jahr.  Ausdünnen und Osmose machen es möglich, dass sich Parkers Herz erfreuen wird und die Preise bleiben hoch.
Aber Vorsicht ist geboten, wir von Vinamundi gehen davon aus, dass die Subskretionspreise das erste Jahr nicht überstehen. Zurückhaltung und abwarten ist besser. 2009 und 2010 ist noch nicht ausverkauft, auch bei den ganz Großen 10  - Château Margaux, Haut Brion, Lafite Rothschild, Latur, Mouton Rothschild, Le Pin, Petrus, Cheval Blanc, Ausone und  Yquem gibt es noch immer Ausschläge in beide Richtungen. Letzteres (Château Yquem) wird 2012 gar nicht erst produzieren.  
Es ist also Skepsis angesagt, all zu schnelle Kaufentscheidungen können sehr teuer werden. Wir raten definitiv von der 2012 Subskretion ab. Das bringt die Preise mal wieder ein bischen durcheinander, sprich, in den lohnenden Bereich. Den Jahrgang zu meiden, ist damit nicht gemeint. Es wird sicher sehr gute und jung trinkbare Weine geben, denen  das fehlen wird, was man gemein hin mit einem großen Bordeaux verbindet, das lange Leben.
Tags: Château Margaux, Haut Brion, Lafite Rothschild, Latur, Mouton Rothschild, Le Pin, Petrus, Cheval Blanc, Ausone, Yquem
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.04.2013 um 18:53 Uhr | 0 Kommentare

Philosophie und Wein

Oft, wenn ich Leute über Wein reden höre, fällt folgender Satz: "Das ist ja schließlich Geschmackssache  und subjektiv". Objektive Kriterien, also Gegebenheiten die nur schwer zu verändern sind, kommen in dieser Denke nicht vor. Im Prinzip soll mit Geschmachssache in Verbindung mit subjektiv suggeriert werden, Bewertungen von Wein sind ungültig, weil sie nicht objektiv sind. Die Tragik liegt im Detail. Es sind einfach zu viele Unwissende unterwegs, die der Meinunug sind, etwas von Wein zu verstehen. Meistens Journalisten oder wie im Falle von  DLG Preisen  Bauern. Objektive Fakten, zu denen auch ein ausgeprägter Geschmack zählt werden ausgeblendet. Es schmeckt, dann gibt es Gold, es schmeckt nicht so, dann gibt es Bronze. Jeder kriegt was ab. Trauben,  FFF, Großer deutscher Rieslingpreis in 6 Varianten mit 6 Siegern. Oft findet der Sieger des einen Preises, beim anderen Preis nicht mal Erwähnung. Was sagt also so ein Preis über die Qualität eines Winzers und seines Weines aus? Nichts. Es geht nur um Marketing und Verkauf. Es wird ein Klientel bedient, wie in der Strombranche.

Aber zurück zu objektiv und subjektiv. Was ist am Weingeschmack eigentlich objektiv? Nichts? Falsch! Wie wäre es mit den Bodenverhältnissen, dem Wetter, der Rebsorte, Kellertechnik, der Jahrgang, all das und vieles mehr sind objektive Kriterien zur Beurteilung von Weinen. Daran ist nichts subjektiv. Danach schmeckt der Wein.

Was nun folgt ist der Geschmack des Menschen. Ich habe erlebt, das Gastronomen einen trinkreifen Mouton Rothschild einfach nicht verstanden haben. "Schmeckt nicht. Da schmeckt ein einfacher Wein viel besser". Noch komplizierter wird es bei großen roten Burgundern. Wo liegt die Ursache dafür?  Im Grunde ist es ganz einfach. Unser Geschmack unterliegt Schwankungen und entwickelt sich ständig. Mal in diese, mal in die andere Richtung.  Die wichtigste Voraussetzung dafür, große Weine zu schätzen ist, sich zu öffnen.  Das ist wie mit Mozart und Dieter Bohlen, wie Reinhard Löwenstein mal formulierte.  Am besten wird es wohl klar, wenn man sich in die Kindheit und Jugend zurück denkt. Bohnenkaffee, Bier einfach nur bitter empfunden. Schmecken muß und kann man lernen, genau wie Lesen, Schreiben und Lieben. Am Anfang steht die Bereitschaft es auch zu wollen, sich zu öffnen ohne dabei den Preis zu betrachten.

Um es abzuschließen, Geschmack ist, das weiß ein jeder, subjektiv. Geht ein Tester eines Weins nur nach seinen subjektiven Empfindungen, dann sollte er das besser sein lassen. Da auch noch Lobbyarbeit und in den meisten Fällen persönliche Ressentiments eine große Rolle spielen, ist die von großen Verlagen vorgenommene Bewertungsarbeit im Grunde grober Unfug. Viele reden über Terroir  wie seiner Zeit Erich Honecker und Helmut Kohl über Perestroika. Beide haben es nie begriffen. Es ist daher so, dass die getroffenen Bewertungen, die meistens auf rein subjektiver Beurteilung entstehen, eigentlich nur Verkaufshilfen im besten Fall darstellen.

Meine Quintessenz: Eine Bewertung eines Weins ist immer auf objektive Umstände angewiesen. Dazu zählt auch der subjektive Geschmack weil es möglich ist, den Geschmack zu entwickeln. Sollte einer Lust verspühren dem nicht  zuzustimmen, würde ich mich auf eine Diskussion freuen.  
Tags: subjektiv, objektiv, Wein, Mouton Rothschild, Reinhard Löwenstein
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.04.2013 um 14:29 Uhr | 0 Kommentare

Jungweinprobe bei Bernard Pawis 06.04.2013

Es war eigentlich wie immer und doch war alles anders. Dies lag vor allem, wie kann es anders sein, an den  vom Winzer präsentierten Weinen. Irgedwie habe ich  den Eindruck, dass sich der Primus von Saale - Unstrut rappelt, etwas zu verändern. Nach Aussen sichtbar an einigen neuen  Etiketten. Angeregt durch die neue Unterteilung der Weine im VdP  in Guts,- Orts und  Lagenweine ( Erste Lage/ Grosse Lage), vollzieht Bernard Pawis den Schritt hin zum romanischen Weinsystem. Ein bischen unsicher noch, die alten Zöpfe des deutschen Weinsystems müssen erst mal weggeräumt werden, aber doch konsequent. Der Ortswein wird im Moment noch ausgespart, er bedarf wohl noch etwas Zeit zum Nachdenken über Weinbergstruckturen des unsäglichen Großlagensystems, welches ja noch existiert. 
Zu den Weinen ist eigentlich nicht viel zu sagen. Sie bestimmen aus meiner Sicht,  ohne wenn und aber, das Qualitätsniveau im Anbaugebiet mit. Deutlich die Handschrift des Winzers und sein gelungenes Bestreben, höchsten Ansprüchen zu genügen. Die geladenen Gäste geraten,  ob der Vielfalt und den gebotenen Qualitäten, an die Grenzen ihrer Bewertungsfähigkeit im Einzelnen. Sie nehmen aber einen umwerfenden Gesamteindruck mit, der schwer zu toppen ist.  
Mein Wein des Abends ein Riesling, ein Neuankömmling im Sortiment des Winzers, der Riesling Bundsandstein. Die Anpachtung der Fläche in Naumburg, genannt Glocke, ist ein voller Erfolg. In einem voran gegangenen Blog hatte ich den Wein bereits beschrieben. Die erfolgte Namensänderung  und seine "Degradierung" vom Lagenwein zum Gutswein ist mir noch nicht ganz klar, aber ich kann ja fragen. Auf alle Fälle hat sich ehemals Naumburger Sonneck, nun Riesling Bundsandstein, noch einmal leicht verändert. Er wirkte auf mich noch eleganter und geschliffener als noch vor einem Monat. Dieser Riesling besitzt  für mich ein gewaltiges Potential und ich glaube, dass hier neben dem Edelacker eine Lage vorliegt, die deutlich größeres Potential besitzt.
Der Abend endete mit einer neverendig Story über objektive Tatsachen und ihre subjektive Wahrnehmung, wie auf dem Sofa von Maybrit Illner kurz vor der Bundestagswahl. Alle redeten, keiner hörte zu. Alle Genies unter den Diskutierenden fühlten sich mißverstanden. Der Satz des Abends dann von einem Gastronomen: " Die Leute merken eh nicht was sie trinken, Hauptsache es ist aus der Region und bezahlbar". Dieser Satz war die Antwort auf die Feststellung, dass es mehr unterdurchschnittliche Qualitäten von der Unstrut als Topweine gibt. Na dann Prost.
Tags: Weingut Pawis, Jungweinprobe, VdP, Riesling, Naumburg, Saale-Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.03.2013 um 14:09 Uhr | 0 Kommentare

Die Pro Wein 2013 ist Geschichte

Die Pro Wein in Düsseldorf ist vorrüber und alle freuen sich auf das nächste Jahr. Mit welcher Währung dann bezahlt wird weiß noch niemand, und so wie die Stimmung in Düsseldorf war, interessiert das auch kaum jemanden. Das Motto: "Gesoffen wird immer"  lies dann auch das Schreckgespenst Inflation gar nicht erst in die Halle.
Was es Neues gibt kann ich gar nicht genau sagen, es war eigentlich wie immer. Volles Haus bei den deutschen Winzern, besonders beim VdP war das Gedränge am größten. Den zweiten Platz in Punkto Besucherzahl würde ich an den besten deutschen Weinimporteur Weinwolf und Weinland Ariane Abayan vergeben. Geruhsame Nachmittage beim großen Rest. Kontaktpflege allenthalben und ein paar Neuentdeckungen hier und da.
Auffallend war die Präsenz der griechischen Produzenten, die man geschickt dort platziert hat, wo die meisten Leute lang musten, wenn sie die VdP Winzer aufgesuchen wollten. Neben den Griechen dann aber ein wirkliches Highlite, Slowenien. Die Weißweine von Dveri Pax sind eine Wucht. Wobei das eigentlich nicht verwunderlich ist, steckt doch eine Menge Kapital aus der Steiermark in diesen Betrieben. Damit ist nicht nur Geld gemeint. Auch das Know How der Weine aus der Südsteiermark war deutlich schmeckbar.
Beim VdP war natürlich ein Besuch bei Reinhard Löwenstein von der Terrassenmosel erste Bürgerpflicht. Die Pflicht wurde wie immer zur Lust. Der Meister eigentlich wie  immer in großer Fahrt, wenn es um die Weinqualität und die Kapitalismuskritik geht. Man kann es nicht beschreiben, es ist ganz einfach, gepaart mit den für mich besten Rieslingen Deutschlands, ein Gesamtkunstwerk was er da macht. Über seine Weine  noch viele Worte zu verlieren ist müßig, sie sind einfach sehr gut und bestimmen den Takt deutscher Weine kräftig mit.
Ein weiterer Höhepunkt dann das Treffen mit Alessandra Casini Bindi Sergardi und Marchese Luca de Ferrari. Gelöster und freundschaftlicher kann man nicht empfangen werden. Die wiederunm beeindruckenden Weine  von der schönsten Weinmacherin Italiens aus dem Chianti Classico und dem bescheidenen Marchese aus Montepulciano helfen einen über so manchen Flopp der Messe gut hinweg.
Wie in jedem Jahr so auch in diesem,  war die angebotene gastronomische Versorgung preislich auf dem Nivieau des Adlon und geschmacklich auf Kioskniveau am Baumarkt. Klar, es sind da viele Leute zu versorgen, aber wenigstens Betriebskantinenniveau sollte angestrebt werden.
Was bleibt ? Es bleibt der Eindruck, dass es mit Ausnahme der großen  Abfüllerkonzerne wie Rotkäppchen oder aus Südfrakreich, kaum noch schlechte Weine gibt. Man muß sie wirklich suchen.
 
Tags: Pro Wein, Allesandra Cassini, Bindi Sergardi, Luca de Ferrari, Boscarelli, Riesling, Heymann Löwenstein
Autor: Stevie Huppenbauer | 09.03.2013 um 16:03 Uhr | 0 Kommentare

Rieslinge von Saale Unstrut Weingut Pawis

Eine Weinprobe mit Bernard Pawis ist immer etwas Besonderes. Zum einen die familiäre Atmosphäre, das großartige Ambiente und die noch großartigeren Weine.
Zur Verkostung standen die Fünf  2012-er  Rieslinge des Weingutes Pawis. Bernard Pawis ist einer der wenigen Winzer, der dem Riesling vom Neubeginn an große Beachtung schenkte. Das zahlt sich jetzt aus. Riesling ist eine der widerstandsfähigsten Reben und gehörte damit im quantitativ kleinen Jahr 2012 zu den Gewinnern.  Die Rebe hat, anders als die Burgunder, den Kälteschock im Februar und die Trockenheit im Mai  / Juni sehr gut verkraftet. Die nun vorliegenden Ergebnisse sind ein Zeugnis einer großen Weißweinrebe, die beim überzeugten Riesling - Winzer Pawis zur Höchstform  aufläuft.
Nun die Verkostung: Der Riesling Kabinett trocken ist der Basisriesling. Eine kleine Partie wurde spontan vergoren, beide  Teile zeigten sich jugendlich mit gehaltvoller Säure. Ein geradliniger bodenständiger Saale - Unstrut - Wein, der durch seine Jugendlichkeit zu überzeugen weiß. Nr. 2, der Ortswein Riesling Freyburger Muschelkalk, punktet mit Zitrus und bestechender Mineralität, im Moment noch etwas impulsiv wird er in der Flaschenreifung ausgewogener werden.
Die Lagenweine  Freyburger Mühlberg Riesling und Naumburger Sonneck Riesling stifteten bei mir zunächst reichlich Verwirrung, vor allem Sonneck. Aber der Reihe nach. Der trocken ausgebaute Freyburger Mühlberg Riesling erinnert an längst vergangene Zeiten. Die fetten Jahre 2000 bis 2008 brachten diese Rieslinge schon einmal hervor. Getragene saftige Orangenfrucht und würzige Mineralität machen diesen Riesling zu einem echten Geschmachserlebnis. Den  aus dem Naumburger Sonneck stammende Riesling, konnte ich, da wir blind verkosteten, nicht als Lagenwein erkennen. Für mich war es das Große Gewächs, aber es fehlte etwas Charakteristisches vom Edelacker. Dennoch war dieser Riesling für mich das Geschmackserlebnis schlecht hin. Eine unglaubliche Ausgewogenheit, an keiner Stelle zu viel oder gar zu wenig. Dieser Riesling hat alles, was man von einem deutschen Spitzenwein erwartet. Eine Ausnahme macht er doch, und das wird sein Preis sein. 13,50 € für einen Riesling dieser Qualität ist eigentlich ein Witz. Zum Schluß das Große Gewächs vom Freyburger Edelacker, auch in diesem Jahr wieder ein Wein, der den Namen Grand Cru verdient. Natürlich klassische Rieslingnoten auf deren Genuß wir noch bis September warten müssen, aber bereits jetzt offenbart sich seine ganze Klasse im Bouquet mit reifen Steinobst, Saftigkeit  und mineralischer Dekadenz. Er ist, jawohl das gebe ich zu, unanständig gut. Es ist mein Riesling, wie ich ihn mag.
 
Tags: Pawis, Riesling, Mineralität, Großes Gewächs, Freyburger Mühlberg, Naumburger Sonneck,