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Autor: Stevie Huppenbauer | 08.03.2013 um 12:34 Uhr | 0 Kommentare

Wein von Jolie und Pitt ab sofort im Handel

Zunächst mal 100000 Flaschen Rosé, dann ein Weißwein und im nächsten Jahr ein Roter. Die Weine stammen vom Sommerquartier der Familie in Südfrankreich. Gemacht hat die Weine die Familie Perrin, der Rhônewinzer ist laut eigenen Angaben mit der Familie Pitt & Jolie befreundet. Der Rose ist ein Cuvée und hört auf den schönen Namen Miraval. Der Verkaufspreis der ersten Flaschen lag bei  ca. 16 €. Für eienen Wein aus Südfrankreich ein durchaus stolzer Preis. Warten wir ab was daraus wird, und wann Victoria und David Beckham nachziehen. Übrigens einer der erste "Kulturwinzer " dieser Region heißt Gingher Backer. Backer war der Schlagzeuger der Cream. Für die jungen unter uns, so etwas wie heute Red Hot Chilli Peppers. Auch soll der Fleisch gewordene französische Emigrant und Putinfreund Gerard Depardieu dort gesehen worden sein.
Um sich einen Eindruck über die Qualität der Region zu verschaffen, empfehlen wir Weine von Gerard Bertrand, das  machen wir, weil der einfach der Beste ist.


 
Tags: Rosé, Angelina Jolie, Brad Pitt, Gingher Backer, Cream, Gerard Bertrand, Red Hot Chilli Peppers
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.03.2013 um 21:07 Uhr | 0 Kommentare

Lunae, Etichetta Grigia, Vermentino 2012

Wein zum rein beißen, mein Freund Blasl würde sagen, schön das es so etwes gibt. Und in der Tat, unter 10 € ist so ein Wein eher selten. Die Frische ist buchstäblich, endloser Abgang eines klasse Vermentinos, wie es nur wenige gibt. Der Wein überrascht und macht glücklich. Trinkt ihn bis zum Ende des Herbstes und wartet auf den neuen Jahrgang. Darin liegt sein Reiz. Seine Jugend. Und wir alten Säcke freuen uns doch auch auf den Frühling. Ich kann Euch sagen nicht nur wegen dem Spargel und der Sonne, nein, auch wegen der Röcke. Natürlich nur nebensächlich. Ach so, der Wein der ist frisch eingetroffen und kann bestellt werden. Los geht es, für schöne 9,85.
Tags: Lunae, Colli di Luni, Vermentino, Herbst, Frühling
Autor: Stevie Huppenbauer | 06.03.2013 um 14:12 Uhr | 0 Kommentare

Supertoskaner eine Erfindung des Weinjournalismus

Er ist ein Held von Gestern, der  Supertoskaner. So steht es jedenfalls  in der neuen Vinum. Man fragt sich manchmal, wenn man die Artikel eines Großteils der Weinjournalisten liest, was die den ganzen Tag machen. In der März - Ausgabe der Vinum ist mal wieder so ein Kracher.  Der dort schreibende Kumpel und sein Fotograf berichteten über die, die den Supertoskaner erfunden haben sollen. Brav mit Foto, ja ja wir werden empfangen!  Das Problem ist nur, dass die dort Genannten die Wortschöpfung Supertoskaner nicht in die Welt gesetzt haben. Das waren Kritiker, Journalisten und sonstige mit allerlei Komplexen behaftete Weinkenner. Ich gebe zu, das Wort an sich erleichterte das Verkaufen des damit bezeichneten Weins. Aus Bequemlickeit wurde die Worthülse von Managern der Weinindustrie, Sommeliers und Weinliebhabern gleichsam zu einem Begriff gemacht. Alles was aus der Toskana kam und damals mehr als  30 Mark und  heute 50€ kostete, wurde da hinein gefercht.
Was war vor 45 Jahren passiert. Einige Blaublüter um die Antinoribrüder  und der Familie Incisa della Rocchetta machte einen Landstrich populär, der bis dato nur den durch die Toskana radelnden Beamten und Lehrern vorbehalten war. Kein Mensch kannte Bolgheri. Aus dem Chianti kam einer der misserabelsten Massenproduktionen, abgefüllt in Bastflaschen, die über den Brenner gekarrt, im leeren Zustand zu Nachttischlampen umfunktioniert wurden. Vom Inhalt dieser Flaschen hatten die Macher, der heute als Supertoskaner bezeichneten Weine, die Nase voll. Sassicaia, Tignanello, Solaia, Masseto und Ornelliaia setzten etwas in Gang, was in der Geschichte der Weinerzeugung einmalig ist. Sie veränderten den Qualitätsanspruch von Weinerzeugern und Weinkonsumenten gleichermaßen. Was dann einsetzte und bis heute anhält, man denke nur an das jüngste Projekt der Brüder Antinori - Biserno- hat den Weinbau, nicht nur der Toskana in völlig neue Dimensionen erhoben. Nicht zuletzt werden heute im Bordelaise Weine erzeugt, die genau diesen Charakter tragen. Die einstigen Vorbilder aus dem Bordeaux veränderten ihren Charakter. Die meisten sind heute jung trinkbar. Der Artikelschreiber in der Vinum ignoriert, dass diese toskanische Weinrevolution vor 50 Jahren das gesamte Qualitätsverständnis einer ganzen Branche beinflusst hat. Erst dann kamen die Kritiker. Sie griffen genau diesen Weinstil auf. Danach folgten die Kopien. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Nicht darin, dass die Weine teuer sind und  unglaublich viel Geld investiert wurde. Seien wir froh, dass dieses viele Geld in Wein   und nicht in Waffen investiert wurde. Wer sich, wie der Schreiberling in der Vinum, daran reibt, ist in meinen Augen ein dummer Neidhammel. Noch dümmer wird es, wenn man den Winzern und Weinmachern vorwirft, dass sie statt Sangiovese, Cabernet und Merlot ausbauen. Wenn man das durchzieht, dann ist der moderne Weinbau am Ende. Da kann man in der Pfalz und Argentinien Flächen von der Größe Berlins roden. Und noch etwas möchte ich Herrn Enders ins Stammbuch schreiben: Den Erfolg von Tignanello und Co auf  die "Marketingmaschine" der Familie Antinori zu reduzieren, ist einfach nur einseitig. Und weiter, das Beispiel mit Michel Rolland als Önologe, der für seinen opulenten Weinstil bekannt ist , ist ebenfalls Käse. Rolland kam 2002, da existierten die meisten Weine bereits lange Zeit. Und wer gar nicht in diese Reihe passt, ist Maurizio Castelli. Ich bin fast geneigt dem Autor in der Vinum, Weine von Boscarelli oder Sada zu schicken, aber vermutlich  merkt er es eh nicht. 
Um es kurz zu machen, der Artikel in der Vinum über die Supertoskaner und ihr angeblich leidvolles Ende ist prätentiöser Unfug. Allein mir fehlt die Zeit, diesen hingeschmierten Artikel völlig zu demontieren.
Tags: Tignanello, Sassicaia, Masseto, Vinum, Sada, Boscarelli
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.02.2013 um 10:22 Uhr | 0 Kommentare

Rieslinge von Saale - Unstrut Jahrgang 2012 Matthias Hey

Das Jahr 2012 bescherte den Winzern der Saale - Unstrut Region einen mengenmäßig zwar eher bescheidnen, qualitativ jedoch, einen der besten Rieslingjahrgänge der Geschichte. Den Anfang wollen wir mit Matthias Hey machen. Er wird aus dem Jahrgang 2012 drei spontanvergorene Rieslinge präsentieren. Den Anfang machte der Gutswein Riesling. Seine feinherbe Ausrichtung mit klassischen Rieslingnoten und etwas Steinobstfrüchten wird viele  Liebhaber finden. Im Bouquet überrascht dieser Riesling mit einer feinen Aromafülle von Zitrus und gelben Pfirsich. Dabei assestieren sich gut einordnende Kräutertöne. Er ist vom Alkohol her zrückhaltend und wirkte auf mich  trotz Restzucker über 12 Gramm je Liter eher trocken. Dies spricht für einen runden Sommerwein.
Der zweite Riesling im Bunde, der Ortswein. Ein Klassiker, um es vorweg zu nehmen. Gekennzeichnet von feiner kräftiger Mineralität, Weinbergpfirsich im Duft und im Geschmack  und einer der Ortslage angemessenen Zucker - Säure - Bilanz. Auch hier dem Trend, nach nicht zu üppigem Alkohol folgend, reifte ein Riesling heran, der ganz klar das Terroir es Naumburger Steinmeisters (hier Steillage, nicht zu verwechseln mit der Großlagenbezeichnung) wiederspiegelt.
Der Dritte dann, der Lagenwein. Ein Gesamtkunstwerk aus dem Guts - und dem Ortswein. Der Lagenwein hat das Zeug, zu Größe und Langlebigkeit. Ein, wäre man im Burgund, wirklicher 1er Cru der seinen wahren Geschmack noch versteckt, etwas verschlossen und dennoch auch in diesem Jahr schon ein großer Genuß.

In dieser Reihe folgen Beiträge über die Rieslinge von Bernard Pawis, Frank Böme und Andre Gussek.
Tags: Riesling, Ortswein, Gutswein, Lagenwein, Pawis, Hey, Böhme, Gussek,
Autor: Stevie Huppenbauer | 11.02.2013 um 20:55 Uhr | 0 Kommentare

Neues aus der Weinwelt

Eine der wohl wichtigsten Nachrichten aus der Welt der Weine ging praktisch unter. Im Dezember wurde bekannt, dass Robert Parker jr. nach 35 Jahren seinen Verlag Wine Advocat nach Asien verkauft hat. Parker bleibt jedoch Aufsichtsratsvorsitzender und wird fortan nur noch für den so genannten "Tasting Report" Weine aus dem Bordeaux und der Rhône verkosten und bewerten.
Wir meinen, schlauer Robert, das Imperium beginnt zu etwas zu bröseln, also nichts wie weg damit. Eine Frage bleibt, was machen nun die ganzen Parkerzitierer und noch viel wichtiger, was macht der Antiparker Industriezweig? Worüber wollen die jetzt schreiben? Der neue Herr an der Spitze heißt Soo Hoo Khoon Peng und wird vermutlich das unsinnigste aber anerkannteste Bewertungssystem der allgemeinen inflationären Bewegung anpassen. 1Mrd. Soo Hoo Kohoon Peng Punkte sind das Maß aller Dinge. (ein Scherz)
Eine eher traurige Nachricht kommt aus Italien. Genauer aus Montalcino. Dort hat ein ehemaliger Angestellter des renomierten Brunello Weingutes Case Basse aus Rache 62000 Liter Brunello der Jahre 2007-2012 in den Gulli gelassen. Der Schaden soll sich auf 7 Mio. Euro belaufen. Der Besitzer Gianfranco Soldera, ein strenger Verfechter alter Brunellotradition wird jedoch nicht aufgeben. 
Was gutes ist dagegen aus Deutschland zu hören: das deutsche Weingesetz beginnt zu bröseln und wendet sich dem romanischen Weingeist zu. Als erstes wurde die ohnehin nicht nachvollziehbare Bezeichnug b.A abgeschafft. b.A bedeutete bestimmte Anbaugebiete. Davor wurde noch ein Q gesetzt und fertig war der größte Nonsens deutscher Weingeschichte.

In ein paar Tagen gibts mehr!
Tags: Robert Parker Soo Hoo Khoon Peng, Case Base, Brunello, Montalcino, Bordeaux