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Autor: Stevie Huppenbauer | 06.05.2013 um 13:07 Uhr | 0 Kommentare

Die Säfte steigen, Spargelweine

Der lange Winter hat seine Ankunft etwas verzögert, aber jetzt, da sich die Erde langsem erwärmt, dringt er mit Macht ans Licht. Der Spargel des Jahrgang 2013 ist da. Wie im jeden Jahr stellte sich so auch in diesem die Frage nach dem Wein zum königlichen Gemüse. Die Spargelbauer selbst bieten ihn auf ihren Höfen an, meist Abfüller aus Baden mit lustigem Etikett. Wie der schmeckt weiß ich nicht und werde es wohl auch nie erfahren. Meinen Spargelwein habe ich sorgsam ausgewählt und bin zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Das wichtigste Ergebnis lautet, keine Experimente. Ganz vorn in meiner Liste stehen 3 Saale - Unstrut Betriebe.
Da ist zunächst das Weingut Pawis. Der vorgelegte und in kürze lieferbare Riesling Bundsanstein belebt jedes Spargelgericht durch seine Finesse und Ausgeglichenheit. Bestens dazu zu genießen der Klassiker, Spargel mit Kartoffeln und geklärter Butter, oder wie hier in Sachsen Anhalt mit brauner Butter oder auch Hollandaise. 
Für den intensiveren Geschmack, Spargel eventuell mit einer Morchelsauce oder mit Pata Negra Schinken haben wir einen Gutedel vom Weingut Hey an Bord. Gutedel, ja leider durch die badische Überproduktion als Langweiler abgetan, ist hier frisch und lang anhaltend und gut schmeckend. Ein wirklicher Genuß, mit glänzender Mineralität und belebender Fruchtigkeit.
Der 3. im Bunde sind eigentlich 2 Weine vom Gleinaer Weingut Böhme. Der feinherbe Weißburgunder   und sein ebenfalls feinherber Bacchus.
Beide Weine sind gut im Rennen, wenn Spargel mit Meeresfrüchten oder weißem Fisch ins Spiel gebracht wird.
Allen viel Spaß beim probieren und eine schöne Spargelzeit!   
Tags: Weingut Pawis, Weingut Hey, Gleinaer Weingut Böhme
Autor: Stevie Huppenbauer | 03.05.2013 um 11:41 Uhr | 0 Kommentare

Überraschendes vom Weingut Hey

Das Matthias Hey etwas vom Wein versteht ist hinreichend bekannt. Seine Anstrengungen als Spitzenbetrieb von Saale - Unstrut - Weinen werden dabei von mannigfaltigen kulinarischen und kulturellen Höhepunkten begleitet und wunderbar ergänzt. Es lohnt sich einfach, diesen wunderbaren Ort  samt seiner  "Bewohner" zu besuchen.
Am gestrigen Tag hatte ich das Glück, einer vorbereitenden Veranstaltung beiwohnen zu dürfen. Das am 31.05.13 stattfindende Kräutermenü wurde verkostet und passende Weine des Winzers dazu ausgewählt. Ich möchte hier nicht zu viel vorweg nehmen, aber alle die diese Veranstaltung gebucht haben, können sich auf ein wahres Festival des guten Geschmacks freuen. Anspruchsvolle Speisen mit sorgfältig ausgewählten Zutaten, vorallem die Kräuter, machten es nicht leicht, auf Anhieb den passenden Wein zu finden. Gelungen ist es dennoch und somit steht diese Veranstaltung ganz oben auf der Liste wirklicher kulinarischer Höhepunkte der Region. Dieses kulinarische Kleinod, hat die Chance Kult zu werden.
Das Weingut an sich, ist schon Kult. Derlei Kulinarium ist hier zu Lande doch eher selten. Man möchte Ihnen zu rufen: Nicht nachlassen.
Ein Frage zur Köchin, die sich brav zurückhielt, sei noch gestattet . Wo kocht sie denn außerdem noch? Ich werde mal fragen.
Tags: Weingut Hey, Saale Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 01.05.2013 um 15:06 Uhr | 0 Kommentare

Tio Pepe en Rama 2. Jahrgang

Pünktlich zum Frühlingsstart ist er wieder da. Tio Pepe en Rama, ein ungefilterter frischer Sherry von Gonzalez Bayass in zweiter Auflage. Erfrischend unglaublich trocken,  mit immerhin 15 Vol. % Alkohol,  einer der besten Aperitifs die man im Sommer trinken kann. Er sollte jung getrunken werden und wird von uns nur bis zum Ende des Sommers angeboten. Nur in dieser Zeit garantiert er den vollen Genuß, wenn leicht gekühlt konsumiert wird. Wir meinen, man muß sich auch noch auf etwas freuen können. Wer will schon das ganze Jahr Spargel,  Steinpilze oder Morcheln vorgesetzt bekommen. Eigentlich sollte man auch Tomaten sagen, denn nicht alles was so heißt und rot ist, schmeckt auch so. Leider haben wir diesen Kampf verloren gegen Holland und Spanien, aber dafür sind wir im Fußball besser. Die Sache mit dem Tio Pepe en Rama ziehen wir so durch wie angekündigt, natürlich geht es auch unterm Weihnachtsbaum, man könnte es einrichten, aber wie gesagt, wer will das schon? 
Tags: Tio Pepe en Rama
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.04.2013 um 16:47 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi und der Bordeaux 2012

Die ersten Jubelattacken kommen gerade aus dem Ticker. Eigentlich ein Jahrgang zum vergessen. Etwa wie 1993 oder 1997. Aber halt, der geneigte Weintrinker hatte sich gerade an 3 große Jahrgänge hintereinander gewöhnt, da kackt der Golfstrom ab und von der Gironde kommt nur noch Mittelklasse? Das darf nicht sein. Die ersten Subskretionsangebote flattern schüchtern ein und suggerierern, natürlich nicht wie 2009 und 2010 aber doch ein großes Jahr.  Ausdünnen und Osmose machen es möglich, dass sich Parkers Herz erfreuen wird und die Preise bleiben hoch.
Aber Vorsicht ist geboten, wir von Vinamundi gehen davon aus, dass die Subskretionspreise das erste Jahr nicht überstehen. Zurückhaltung und abwarten ist besser. 2009 und 2010 ist noch nicht ausverkauft, auch bei den ganz Großen 10  - Château Margaux, Haut Brion, Lafite Rothschild, Latur, Mouton Rothschild, Le Pin, Petrus, Cheval Blanc, Ausone und  Yquem gibt es noch immer Ausschläge in beide Richtungen. Letzteres (Château Yquem) wird 2012 gar nicht erst produzieren.  
Es ist also Skepsis angesagt, all zu schnelle Kaufentscheidungen können sehr teuer werden. Wir raten definitiv von der 2012 Subskretion ab. Das bringt die Preise mal wieder ein bischen durcheinander, sprich, in den lohnenden Bereich. Den Jahrgang zu meiden, ist damit nicht gemeint. Es wird sicher sehr gute und jung trinkbare Weine geben, denen  das fehlen wird, was man gemein hin mit einem großen Bordeaux verbindet, das lange Leben.
Tags: Château Margaux, Haut Brion, Lafite Rothschild, Latur, Mouton Rothschild, Le Pin, Petrus, Cheval Blanc, Ausone, Yquem
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.04.2013 um 18:53 Uhr | 0 Kommentare

Philosophie und Wein

Oft, wenn ich Leute über Wein reden höre, fällt folgender Satz: "Das ist ja schließlich Geschmackssache  und subjektiv". Objektive Kriterien, also Gegebenheiten die nur schwer zu verändern sind, kommen in dieser Denke nicht vor. Im Prinzip soll mit Geschmachssache in Verbindung mit subjektiv suggeriert werden, Bewertungen von Wein sind ungültig, weil sie nicht objektiv sind. Die Tragik liegt im Detail. Es sind einfach zu viele Unwissende unterwegs, die der Meinunug sind, etwas von Wein zu verstehen. Meistens Journalisten oder wie im Falle von  DLG Preisen  Bauern. Objektive Fakten, zu denen auch ein ausgeprägter Geschmack zählt werden ausgeblendet. Es schmeckt, dann gibt es Gold, es schmeckt nicht so, dann gibt es Bronze. Jeder kriegt was ab. Trauben,  FFF, Großer deutscher Rieslingpreis in 6 Varianten mit 6 Siegern. Oft findet der Sieger des einen Preises, beim anderen Preis nicht mal Erwähnung. Was sagt also so ein Preis über die Qualität eines Winzers und seines Weines aus? Nichts. Es geht nur um Marketing und Verkauf. Es wird ein Klientel bedient, wie in der Strombranche.

Aber zurück zu objektiv und subjektiv. Was ist am Weingeschmack eigentlich objektiv? Nichts? Falsch! Wie wäre es mit den Bodenverhältnissen, dem Wetter, der Rebsorte, Kellertechnik, der Jahrgang, all das und vieles mehr sind objektive Kriterien zur Beurteilung von Weinen. Daran ist nichts subjektiv. Danach schmeckt der Wein.

Was nun folgt ist der Geschmack des Menschen. Ich habe erlebt, das Gastronomen einen trinkreifen Mouton Rothschild einfach nicht verstanden haben. "Schmeckt nicht. Da schmeckt ein einfacher Wein viel besser". Noch komplizierter wird es bei großen roten Burgundern. Wo liegt die Ursache dafür?  Im Grunde ist es ganz einfach. Unser Geschmack unterliegt Schwankungen und entwickelt sich ständig. Mal in diese, mal in die andere Richtung.  Die wichtigste Voraussetzung dafür, große Weine zu schätzen ist, sich zu öffnen.  Das ist wie mit Mozart und Dieter Bohlen, wie Reinhard Löwenstein mal formulierte.  Am besten wird es wohl klar, wenn man sich in die Kindheit und Jugend zurück denkt. Bohnenkaffee, Bier einfach nur bitter empfunden. Schmecken muß und kann man lernen, genau wie Lesen, Schreiben und Lieben. Am Anfang steht die Bereitschaft es auch zu wollen, sich zu öffnen ohne dabei den Preis zu betrachten.

Um es abzuschließen, Geschmack ist, das weiß ein jeder, subjektiv. Geht ein Tester eines Weins nur nach seinen subjektiven Empfindungen, dann sollte er das besser sein lassen. Da auch noch Lobbyarbeit und in den meisten Fällen persönliche Ressentiments eine große Rolle spielen, ist die von großen Verlagen vorgenommene Bewertungsarbeit im Grunde grober Unfug. Viele reden über Terroir  wie seiner Zeit Erich Honecker und Helmut Kohl über Perestroika. Beide haben es nie begriffen. Es ist daher so, dass die getroffenen Bewertungen, die meistens auf rein subjektiver Beurteilung entstehen, eigentlich nur Verkaufshilfen im besten Fall darstellen.

Meine Quintessenz: Eine Bewertung eines Weins ist immer auf objektive Umstände angewiesen. Dazu zählt auch der subjektive Geschmack weil es möglich ist, den Geschmack zu entwickeln. Sollte einer Lust verspühren dem nicht  zuzustimmen, würde ich mich auf eine Diskussion freuen.  
Tags: subjektiv, objektiv, Wein, Mouton Rothschild, Reinhard Löwenstein