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Autor: Stevie Huppenbauer | 08.12.2012 um 12:14 Uhr | 0 Kommentare

Château Teyssier 2009, kleiner Preis - ganz großes Kino

Château Teyssier 2009 - Saint Emilion Grand Cru - ist das Beste   was ich jemals in dieser Preisklasse getrunken habe. Aber selbst das ist nur die halbe Wahrheit, es ist auch besser als manch hochgelobter  Grand Cru Classé, wo man zufrieden sein muß, nicht den 5 fachen Preis  bezahlen zu müssen. Wenn man im vermutlich besten Jahrgang der letzten 30 Jahre im Bordelaise   Schnäppchen sucht, wird es schwer. Und wenn es überhaupt welche gibt, dann ist Château Teyssier ein Anwärter auf die Top DREI.
Das Barometer steht klar auf Kaufen, nicht um damit Geld zu verdienen, sondern um ein Geschmachserlebnis zu bekommen, dass üblicher Weise ein 5 - 10- faches kostet.  Tags: Château Teyssier 2009, Bordelaise, Saint Emilion Grand Cru, Grand Cru Classé
Autor: Stevie Huppenbauer | 04.12.2012 um 13:23 Uhr | 0 Kommentare

Der Jahrgang 2012 in Europa

Des einen Freud sagt man, ist des anderen Leid. In Sachen Wein gilt dies für den Jahrgang 2012 nicht. Alle europäischen Winzer haben haben wenig Wein mit zum Teil  ausgezeichneten Qualitäten. Extreme Witterungsverhältnisse ließen die Erträge schrumpfen und die Qualität wachsen. Es bleibt abzuwarten, wie die Preisgestaltung dieses Jahrgangs ausgehen wird. Wir gehen davon aus, dass die Preise relativ stabil, wenn auch auf hohem Niveau bleiben. In Italien, Venetien und Ligurien mal ausgenommen,  in Spanien  und Südfrakreich ist man unter vorgehaltener Hand auch nicht so traurig, denn die Keller sind mit älteren  Jahrgängen voll und so wird mal wieder Licht im Keller. Der andere Effekt ist der, dass die Preise, die in einigen Regionen im Sinkflug waren, sich stabilisieren. Das freut die Winzer nicht den Konsumenten. Besonders betroffen das Chianti Classico und Montalcino. Es gibt die Aussage, das sich niemand an eine so kleine Ernte erinnern kann.  Gerade als man Anfing uber die Preisgestaltung nachzudenken, kommt eine Mißernte und das Jammern. Kein Gedanke mehr an kleinere Preise, es gibt ja China und Indien.  Andererseits hat es für den Konsumenten auch gute Auswirkungen. Der qualitativ hochwertige 2012 wird kaum im Preis steigen. Wetten würde ich darauf aber nicht. Was bleibt, wir werden mit unseren Winzern wohl handeln und versuchen, ältere Jahrgänge günstiger zu gestalten. Na mal sehen was passiert.
Eine Gruppe haben wir vergessen, die deutschen Winzer. Bei den besten Betrieben ist der 2011 schon wieder alle, 2010 hat eh keiner mehr, also dann freuen wir uns auf den 2012- er. Man sagt die Roten und die Rieslinge werden ein Qualitätsniveau erreichen, das es lange nicht mehr gab!
Tags: Jahrgang 2012, Chianti Classico, Spanien, Südfrankreich
Autor: Stevie Huppenbauer | 29.11.2012 um 21:19 Uhr | 0 Kommentare

Brainwashed for Switzerland

Als ich heute das europäische Weinmagazin eines  schweizer Verlages  in den Händen hielt, musste ich bei der durchaus informativen Tabelle über Erntemengen und Qualität des 2012 Jahrgangs an einen meiner Lieblingsmusiker denken. Der heißt Gegorge Harrison und starb kurz vor der Veröffentlichung seines Albums Brainwashed im Jahre 2001. 
Im gleichnamigen Titelsong des im Jahre 2002 erschienenen Albums fordert Harrison alle zu Umdenken auf. Kirche, IBM, Hollywood, Könige und Regierungen. In der Reihe der letztgenannten forderte er Hirnwäsche für London, Paris, ..... Washington und Bonn. Das war ca. 10 Jahre nach dem Umzug der Regierung nach Berlin. Heute nun, in Europas Weinmagazin Vinum  wurden zwei Weinbauregionen  Deutschlands mit  Ostdeutschland zusammengefasst.  Man fragt sich manchmal wirklich, was geht in solchen Redaktionen vor? Es gibt zwei Möglichkeiten die ich sehe: 1. Ignoranz gepaart mit Dummheit oder 2. Ignoranz gepaart mit Faulheit.
Anders ist das nicht zu erklären.
Tags: Vinum, Georg Harrison, Berlin, Bonn
Autor: Stevie Huppenbauer | 24.11.2012 um 13:25 Uhr | 0 Kommentare

2012 Neuer Jahrgang bem Gleinaer Frank Böhme mit viel Temprament

Unter Berücksichtigung der ungünstigen Vegetationsverläufe, kann Frank Böhme mit seinem neuen Jahrgang  sehr zu frieden sein. Das Wichtigste, die Qualität, stimmt und besonders bei dem regional sehr beliebten Müller Thurgau, kann man von einem Spitzenwein sprechen. Wir wissen welchen Ruf Müller Thurgau im allgemeinen hat, in Bezug auf die Saale Unstrut Weine der Topwinzer, muß man sich nun endlich mal davon verabschieden.  Das es jedoch noch immer Winzer gibt die Müller Thurgau Filzpantoffelwein abfüllen, liegt nicht am Gebiet und der Rebsorte , es liegt an der Einstellung zu Qualität und Quantität. Zwischen Müller Thurgau von Pawis, Böhme, Gussek, Hey, Böhme Kirchscheidungen, Born und auch Triebe und das sich verbessert zeigende Landesweingut, liegen zum großen Rest  Welten.
Aber zurück zu Frank Böhme, sehr überzeugend, eigentlich wie in jedem Jahr der Weißburgunder. Mineralität und ausgewogener  Säure - Zuckerbilanz  und viel frische Fruchtaromen. Der Gutedel  ist ein grundsolider Wein, er schmeckt sehr ausgeglichen und weich.
Beim Bachus bleibt Frank Böhme seiner  Linie der letzten Jahre treu, feinherb mit etwa 15g Restzucker und einer angenehmen Säure (ca 8g), ein ausgezeichneter Speisenbegleiter. Alles in allem erwartet den Weinfreund ein qualitativ hochwertiger Jahrgang des Gleinaer Erzeugers. Allerdings durch Trockenheit und Waschbär in  kleineren Mengen als im Vorjahr verfügbar. Man sollte sich also  beim Kaufen beeilen.
Tags: Müller Thurgau, SaaleUnstrut, Frank Böhme, Gutedel, Bachus, Waschbär, Pawis, Gussek, Hey, Born y
Autor: Stevie Huppenbauer | 13.11.2012 um 13:45 Uhr | 0 Kommentare

Gault Millau 2013 - die Winzer von der Saale und der Unstrut

Wenn man die Pressemitteilung des Gault Millau gelesen hat, kann man sich den Rest sparen. In einem stimme ich dem Gault&Millau zu, dass ist die Auswahl der Winzerbetriebe von der Saale. Ob nun 1 oder 3 Trauben, dass ist völlig wurscht. Es sind tatsächlich die besten Betriebe. Da ich nicht weiß ob Weingut Lützkendorf noch was abbekommen hat , wäre das die einzige Ausnahme. 
Warum nun der Gault Millau aber eine Provinzposse in seiner Pressemittteilung befördert bleibt sein Rätsel.
Da heißt es doch in etwa  :  es bahnt sich ein Machtwechsel an und der neue "König" heißt jetzt nicht mehr Pawis sondern Gussek. Da ich vermute, dass das beiden am .... vorbeigeht,  ist es eigentlich unwichtig, würde es nicht  ein deutliches Licht auf die ignorante Behandlung der hiesigen Weingüter in den letzten Jahren werfen. Andre Gussek, das weiß auch Bernard Pawis, ist seit langer Zeit auf Augenhöhe  mit dem Freyburger. Das Problem ist, ihr habt es nur nicht gemerkt und vermutlich so manche andere Veränderung auch nicht.  Ist aber auch schlecht, dass die nächste Autobahnauffahrt 20 km weg ist. 
Dennoch sei es erlaubt darauf zu verweisen, dass die beiden Könige an der Spitze Pawis / Gussek auch schon lange nicht mehr allein auf dem Gipfel sind. Es gibt keinen Grund, Matthias Hey und seine Weine in eine andere Kathegorie einzuordnen. Er gehört genau in diese Reihe, kann ja sein, dass die Filzzungen des Gault Millau irgendwann den Staub bei Seite wischen und es dann merken. Eine Autobahnabfahrt in der Nähe wird es nicht geben. Und wenn wir schon mal dabei sind, versucht doch einfach mal in Eurem Verlag Klarheit darüber zu schaffen, dass Weine von der Saale und der Unstrut eben ein bisschen anders sind als der durchschnittliche Wein der deutschen Oberklasse. Klar, es gibt einen Haufen unterirdischen Mist, aber liebe Freunde des guten Geschmacks, nennt mir einen Traminer, Riesling, Silvaner, Müller Thurgau  oder Weißburgunder Deutschlands in dieser  Qualitätsstufe der von Euch bewerteten Winzer, die eine derartige regionale Spezifik haben (die Mosel Mittelrhein und Rheingau möchte ich hier, in den mir bekannten Fällen  eindeutig ausklammern) . Kein Resultat? Na dann sucht mal weiter. Ich jedenfalls vermisse in vielen hochgelobten Weinen aus der Pfalz, aus Baden, Franken oder sonst wo her Charaktere. Es sind tolle Weine und natürlich gibt es Ausnahmen auch in den genannten Gebieten, aber wenn ein Frankenwein wie ein Wein aus Umbrien und ein Pfälzerwein nach  Australien schmeckt,  läuft was schief. Die 5 Topwinzer von der Saale machen eben Weine, die nicht in diesen - von Journalisten und selbsternannten Testern mit Anschluß an befreundete Weingüter - Einheitsbrei passen und genau deshalb sind sie  ausverkauft.   Wir erleben im Versand täglich positive Reaktionen auf gerade diesen Unterschied.  Na dann Prost.

Tags: Gussek, Pawis, Hey, Gault Millau