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Autor: Stevie Huppenbauer | 15.10.2012 um 13:34 Uhr | 0 Kommentare

Grüne an die Macht - Wein für Schulkinder?

Also entweder habe ich mich verhört, oder ein lang ersehnter Traum wird wahr. Im derzeit noch geheimen Wahlpapier der Grünen soll stehen, man denke im Fall eines deutlichen Wahlsieges darüber nach, Schulkindern ab der 5 Klasse täglich 0,2l deutschen Rotweins kostenlos zu verabreichen. Der Sinn dieser Maßnahme begünde sich wie folgt: 1. bessere Ergebnisse bei den Pisa Studien mit dem Verweis auf Baden Würtemberg, wo erste erfolgreiche Versuche bei Sechstklässlern vorgenommen wurden. 2. Ankurbelung der deutschen Rotweinproduktion als Konjunkturmotor durch die  Schaffung von Arbeitsplätzen. 3. Verseuchte Schulspeisung kann durch die Reichung  tanninreicher  Weine besser verdaut werden. 4. Senkung von Heizkosten ( die Kinder frieren nicht so leicht),  damit Schonung natürlicher Ressourcen. 5. Alle Kids sind immer gut drauf,  so können aus dem Ruder laufende Facebookpartys verhindert werden.
Es folgen im Strategiepapier noch weitere 5 Punkte die aber unser Informant nicht lesen konnte, da sie verdekt waren. Für uns als Händler ist dieser Schritt ohnehin längst fällig gewesen von daher untestützen wir die Bemühungen der Grünen ohne Vorbehalt. Die "Wein für Alle Wahlen"  im nächsten Jahr werden zeigen, ob mein Traum von gestern wahr wird.

Tags: Wein für alle, Rotwein Tannine, Baden Würtemberg, Grüne
Autor: Stevie Huppenbauer | 10.10.2012 um 11:34 Uhr | 0 Kommentare

Die Preise der Weine

Es gibt immer was zu ningeln. Was dem einen zu teuer ist, ist dem anderen zu billig. Meine Vermutung, würde  Mouton Rotschild,  Château Petrus und wie sie alle so heißen um die 200 € das Fläschchen kosten,  müssten einige reiche Russen und Chinesen vermutlich was anderes in die Cola mixen. Nein mal im Ernst, immer wieder trifft man Leute die da sagen, diese Spinnerei mache ich nicht mit. Eine Kiste aktueller Jahrgang Premier Grand Cru Bordeaux  für schöne 7500 €. Nein, nicht 12 Flaschen, 6 sind gemeint. Natürlich fragt sich da jeder, sind die noch ganz dicht? Ich bin der Meinung, ja sie sind es. Sie sind es deshalb, weil der Wein zu diesem Preis nunmal verkauft wird und so lange das so ist, müssen wir halt was anderes trinken. Es hat ja schließlich auch nicht jeder einen Bentley, eine Lange & Söhne oder eine Loge in der Royal Albert Hall. Im Unterschied zu den letzten 3 Beispielen, hat man aber die Chance im Leben, einmal einen solchen Wein zu trinken. Für einen Bentley hilft vermutlich nur ein 6 er im Lotto. Und für die Loge ein Onkel im Oberhaus.
Und wenn man ein bischen aufpasst, dann können andere großartige Bordeaux einen über die Zeit retten. Wir empfehlen Weine aus dem 95 er und 96er Jahr des letzten Jahrhunderts, aber auch schon der eine oder andere Wein des neuen Jahrtausends. Prächtig dabei Château Ramafort aus dem Jahr 2000, ebenso die Margauxweine Dauzac 2006 und Domaine Zede 2005. Und natürlich der 2009 Jahrgang, hier gibt es Weine zu entdecken, die im Bereich unter 20 € höchsten Genuß bieten. Wir empfehlen Château du Moulin Rouge, Château Rozier, Château Castera, Château Haut Ballet, Domain du Grand Ormeau, Château Murac, Château Haut Pontet und Château Teyssier.  

Tags: Bordeaux, Royal Albert Hall,
Autor: Stevie Huppenbauer | 04.10.2012 um 10:34 Uhr | 0 Kommentare

Tag der Deutschen Weineinheit

Ein Tag voller Sonne lockte viele Menschen in die Natur. Da Natur in unserer Region auch immer etwas mit Wein zu tuen hat, versammelten sich die Feiernden bei den Winzern. Bei einem meiner Lieblingswinzer war geschlossen, da der Feiertag nun mal mitten in die Lese fällt. Und für ein kleines Familienweingut wie das der Familie Hey ist das durchaus nachvollziehbar. Dennoch ein kleiner Plausch mit dem Winzer war für uns drin. Matthias Hey lobt die zu erwartenden Qualitäten, besonders der Rotweine, und machte sich wieder an die Arbeit. Danach ein Besuch beim Primus der Saale - Unstrut - Region, dem Weingut Pawis.  Der Parkplatz und die Zuwegung ließ erkennen, dass das Weingut Pawis in Deutschland angekommen ist. Aus allen Landesteilen kamen die Besucher. Man hatte den Eindruck, dass es in Deutschland verboten ist, ein Auto unter 5-BMW, E-Klasse von Mercedes oder Audi A 6 zu fahren. Das Team des Weingutes Pawis leistete Schwerstarbeit und alle waren zu frieden. Ein mir bekannter Immobilienmakler aus Leipzig  lobte dann auch das Gut, aber wie die S-Klasse fahrenden Sachsen nun mal sind: "nu, nu aber teuer. In Rheinhessen kriegt man für`s gleiche Geld das Doppelte, nu, nu". Warum, so fragt man sich, fährt er dann nicht nach Rheinhessen?
Nach dem Abschwellen des Besucherstroms ging Bernard Pawis dann in den Keller und öffnete zum Jahrestag seinen ersten abgefüllten Riesling. Der Jahrgang dann auch symbolträchtig, ein 1990-er. Danach noch einen kleinen Schluck
1998 - er Riesling. Beide Weine waren, nach dem der Sauerstoff den muffigen Flaschton verjagte, noch gut im Saft und selbst der 1990 - er noch als Riesling zu erkennen. Der 1998 öffnete sich langsam und offenbarte sich als klasse Wein.  Dazu erzählte Bernard Pawis eine wunderbare Geschichte, die alle Politikerreden zum Tag der deutschen Einheit  unwichtig erscheinen ließ. Bernhard Pawis erklärte, wie er in Ermanglung einer Presse mit dem Wagenheber seines Trabbis an das Pressen der Trauben ging. Ich habe herzhaft gelacht und mich sehr gefreut, dass  Bernard Pawis, als einer der besten deutschen Winzer, nicht vergessen hat, wie alles anfing.   Die junge Geschichte seines Weingutes wäre ohne die deutsche Einheit nicht denkbar, aber sie zeigt auch,dass diese Einheit  eben durch die einfachen Menschen gemacht wurde. Die Politiker waren nur zu Gast und hätten es beinah versemmelt. Die Kanzlerin würde in ihrer unnachahmlichen Art es etwa so ausdrücken: "Ohne die Menschen da Draußen, ihren Mut und ihre Leidenschaft ....." Ich frage mich manchmal, was sie wohl mit "da Draußen!" meint? 

Tags: Weingut Hey, weingut Pawis, Riesling, Saale - Unstrut,
Autor: Stevie Huppenbauer | 30.09.2012 um 19:25 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Pawis und ein wunderschöner Sonntag

Was war das für ein Tag. Die Sonne blinzelte die Augen wach, Frühstück mit Marlene Dietrich - Rührei, Spaziergang am Geiseltalsee und am Nachmittag auf dem Gut Zscheiplitz von Bernard Pawis. Die Straußenwirtschaft lockt jede Menge Besucher,die Sonne war gut aufgelegt, der Winzer war am arbeieten und die Weingenießer kamen auf ihre Kosten. Wir dachten uns, keine Kompromisse und orderten einen Grauburgunder Großes Gewächs. Feines, zartes Rotgold im Glas, Aromen, die sich grazil entfalteten, wurden minütlich besser wahrnehmbar. Man schmeckte den Grauburgunder, das Holz blieb bedeckt aber ahnbar. Dazwischen dann immer mal der Winzer mit einer kleinen Kostprobe Zweigelt Barrique und Dornfelder Barrique 2011. Beide Weine großartig mit den sortentypischen Merkmalen ohne zu verfälschen. Der Dornfelder mit Schattenmorelle, der Zweigelt mit reifer Pflaume. Dann gab es einen kurzen Abstecher in den Keller und den Winzer über die Schulter geschaut. Zum Schluß dann Riesling Auslese 2011. Finesse im Spiel zwischen Zucker und Säure. Beste Balance, Pfirsich und Zitrus lang hin. Die Nase schwimmt in Aromen filligraner Kräuter und etwas Süßem. Der Tag gelungen und unter den Besseren verbucht. Unsere Empfehlung, noch einen Monat Straußenwirtschaft bei Familie Pawis, nichts wie hin.

Tags: Weingut Pawis, Grauburgunder Großes Gewächs, Geiseltalsee, Dornfelder, Zweigelt
Autor: Stevie Huppenbauer | 22.09.2012 um 12:51 Uhr | 0 Kommentare

Weine Kaufen aber wo?

Die Varianten sind geradezu unglaublich vielschichtig. Ich glaube, dass  kein Produkt existiert, bei dem es derart viele Kaufmöglichkeiten gibt wie beim Wein. Zu nennen wären, der kleine und große Fachhandel. Also der Weinhändler an der Ecke oder die Weinabteilungen von Kaufhof und Karstadt. Der Großhandel wie Metro, Selgros und Mios. Hier erwartet Sie ein Mix aus einfachsten Abfüllerqualitäten wie Rotkäppchen, bis hin zu hochpreiseigen Angeboten großer Weinerzeuger wie Rothschild oder Antinori. Wobei die Metro hier wohl am überzeugendsten agiert. Der Weinhandel im Internet ist einer der am schnellsten wachsenden Vertriebswege für Wein. Denkbar einfach und sicher werden Weine zum Kauf angeboten. In den meisten Fällen, so wie bei Vinamundi.de sind die Weine exakt beschrieben und enthalten Aussagen zu den Produktionsmethoden und dem Erzeuger selbst. Die vorgenannten Vertriebskanäle sind mit wenigen Ausnahmen damit oftmals überfordert. Im Netz existiert darüber hinaus die größte Angebotsvielfalt und für den Konsumenten die Möglichkeit über Weinsuchmaschinen, quasi auf Knopfdruck, Preise zu vergleichen. Beim Händler müssen Sie nehmen was da ist, den Preis kann man aktzeptieren oder nicht und man muß es selbst nach Hause schleppen. Der Internertversand liefert an.
Aber das ist noch nicht alles, da wären noch die Supermärkte mit relativ einfachen Qualitäten, die größtenteils von Abfüllbetrieben für den jeweiligen Discounter unter einer Fantasiemarke angeboten werden. Das gilt ausdrücklich auch für die meisten ALDI Marken. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, bei Edeka oder Real steht auch schon mal Antinori oder Torres im Regal. Ein weiterer Vertriebsweg, die Tankstelle, ja auch hier gibt es Wein, der aber in der Regel nichts mit dem zu tun hat, was normale Menschen unter Wein verstehen. Und außerdem ist die Plörre auch noch teuer, jedenfalls  im Vergleich zum Inhalt anderer Produkte.
Ein weiterer Verkaufskanal ist der Direktkauf beim Erzeuger (Winzer) selbst. Viele Winzer haben eigne Shopbereiche und versenden im Prinzip wie ein Internethandel. Die Hürden bei den Winzern liegen in Punkto Versandkostenfreiheit etwas höher, als beispielsweise bei Vinamundi.de. 
Natürlich werden Weine auch direkt auf den Weingütern verkauft, das ist auch normal, denn hier hat der Winzer immerhin den besten Ertrag. Dies gilt international.  Für den Konsumenten ist es, betrachtet man mal die klassischen Urlaubsländer der Deutschen wie Italien oder Spanien, oftmals teurer den Wein z.B. im Chianti direkt zu kaufen. Mir sagte mal ein Kunde, er habe den Eindruck, je nördlicher man einen Chianti einkauft, um so günstiger wird er. Man kann ihm eigentlich nur Recht geben.  Die Ursache ist ganz einfach, die Weine die gefragt sind, werden den Winzern in großen Mengen von Importeuren abgekauft. Die Betriebe haben im Prinzip keine zusätzliche Arbeit  und sichere sich Einnahmen über Jahre. Der Verkauf auf dem Hof oder dem Weingut erfordert zusätzliches Personal und das verursacht Kosten. Diese muß letztlich der Käufer tragen. Im Prinzip gilt die Regel, je größer der Betrieb, um so unerwünschter der Weintourist. Vergessen Sie also die Schnäppchenjagt auf Weine die Sie  in Deutschland auch bekommen. Zu Entdecken gibt es aber immer was, aber man muß suchen oder wissen, und das kann dauern.

Hier nun unser Einkaufsranking:

1. Internethandel
2. Fachhandel
3. Winzer direkt

4. Großhandel (wenn man dort Kunde ist)
5. Lebensmittelhandel, Discounter

6. Weinclubs, etwa von großen Tageszeitungen, hier ist oftmals Vorsicht geboten - 6 gute Weine, 6 Nieten, das mitgelieferte Kellnermesser nicht  zu gebrauchen. Insgesamt oftmals überteuert trotz gigantischer Rabatte

7. Autohaus gesehen bei dem Großanbieter PS Union in der Zentrale. Die befragten Mitarbeiter konnten über den Wein keine Aussage treffen, die  Reaktionen reichten von Abwinken über Schulterzucken und Kopfschütteln. Hier will jemand Klasse zeigen, Prost.

8. Tankstellen
9. Südländischer Spätverkauf
an der Ecke
10..Baumärkte, ja auch die verkaufen Wein







Tags: Rothschild, Antinori, Metro, Rotkäppchen, Vinamundi.de, Torres, PS Union, Chianti,