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Autor: Stevie Huppenbauer | 21.09.2012 um 10:44 Uhr | 0 Kommentare

Der Traum des Sassicaia Eigentümers ist großartig!

Weißer Sassicaia ist natürlich Unfug, aber was will man machen, wenn man von einem Wein überzeugt ist, den keiner kennt. Allein das magische Wort Sassicaia ist eine Legende der Weinwelt. Wir finden es legitim, es im Zusammenhang mit dem vorliegenden Wein zu verwenden.  Und genau 44 Jahre nach dem Erscheinen dieser Legende, schafft der begnadete Weinfürst Marchese Incisa della Rocchetta eine neue Sensation. Einer der wenigen Sangioveseweine, die weiß gekeltert wurden. Einen bekannten Vorläufer gibt es von Teruzzi und Puthod. Dieser Wein heißt Carmen und ist ebenfalls ein ausgezeichneter Wein.
Beim Droppello, so der eigentliche Name  des Weins, ist uns aufgefallen, dass er ein fantastischer Menübegleiter ist. Er wirkt sanft und abrundend. Natürlich ist er grandios zu nicht zu schweren Sachen, aber durch seine süße Frucht  ist durchaus auch ein Wildgericht denkbar. Für den Herbst, der nun ja bereits den Sommer langsam ablöst,  ist der Droppello zu typischen Gerichte wie Kürbisgemüse, Pilze und Trüffel eine echte Bereicherung.
Der Wein sollte stets gut gekühlt sein, eine erfrischende Wirkung ist so garantiert. Wir empfehlen beim Solokonsum 8-10°C und zur Begleitung 10-12°C Trinktemperatur.

Tags: Sassicaia, Droppello, Terruzi &Puthod, Sangiovese, Trinktemperatur, Carmen
Autor: Stevie Huppenbauer | 20.09.2012 um 12:13 Uhr | 0 Kommentare

Wein als Geldanlage?

Man kann über die Briten sagen was man will, eines kann man Ihnen nicht nehmen, ihren Konservatismus. In letzter Zeit erkennen wir immer mehr, dass Briten, die es sich leisten können, in Wein inverstieren. Firmen, die Wein als Anlage anbieten,  schießen wie Pilze aus dem Boden. Das System ist denkbar einfach. Mit dem Geld der Anlager werden weltweit  gefragte Weine eingekauft und eine jährliche Rendite von 8-10% garantiert. Als Sicherheit sind die Weine gegenständlich vorhanden. Aus den Verkäufen werden die Zinsen, die laufenden Kosten der Anbieterfirmen und neue Weine geordert. Der Verkauf der Weine geht über das Internet problemlos. Die Abnehmer sitzen in China, Rußland und Indien. Hong Kong spielt als Umschlagplatz eine sehr große Rolle. Transportkosten haben im wesentlichen keine Bedeutung, da die Preise der Weine pro Flasche zwischen 200€ und 1500€ liegen.
Wie läuft das nun ab? Ein Händler kauft also irgendeinen der gefragten Weine beim Produzenten oder aus anderen Quellen. Wir schätzen, dass es ungefähr 300 verschiedene  Weine gibt,  die für derartige Spekulationen in Frage kommen. Man könnte sagen,es geht etwa jedes Jahr um 20 Mio. bis 30 Mio. Flaschen Wein und Champagner. Gemessen an der Weltweinproduktion quasi nichts.
Nehmen wir einen der führenden bordelaiser Weine, das Château Margaux. Ein geschickter Händler konnte den 2009 Jahrgang (99 PP) mit guten Kontakten in der Subskretion bei entsprechender Abnahme für ca. 500€ erwerben. Weltweiter Angebotsdurchschnitt ist heute  etwa 900€. Wenn man berücksichtigt, dass der Wein erst vor knapp einem Jahr auf den Markt gekommen ist, hat dieser Händler im Verkaufsfall ca. 80% Gewinn gemacht. Da Wein eines Jahrgangs endlich ist, seine weltweite Verfügbarkeit durch Genuß abnimmt, besteht keine Inflationsgefahr. Im Gegenteil, der Preis wächst durch Verknappung. Für eine Kiste 1990 Château Petrus  hätten Sie  1993 ca 15TDM bezahlt. Die gleiche Kiste bekommen Sie heute nicht unter 45T€.
Nun unser Tipp, kaufen Sie Wein in der Krise, das schützt Ihr Vermögen und im Gegensatz zu Gold, Immobilien oder Aktien, können Sie den wenigstens trinken. Wenn Sie eine Beratung wünschen, natürlich nicht im Sinne einer Anlagenberatung, dann setzten Sie sich einfach mit uns in Verbindung. 


 

Tags: Château Margaux, Château Petrus, China, Hong Long, Indien, Rußland, Champagner
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.09.2012 um 11:03 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut, was bringt derJahrgang 2012?

Die Weinleese an der Unstrut hat begonnen. Die Gemütszustände der Winzer sind zweigeteilt. Bei den frühreifen Sorten Müller Thurgau und Silvaner wird das Ergebnis nicht berauschend sein. Wenig Masse und es fehlt wohl etwas an Säure. Beim Riesling und andere späte Sorten, etwa Burgunder sieht es derweilen nicht so schlecht aus. Natürlich kein Vergleich mit dem Jahrgang 2011, aber  es werden wohl ansprechende Qualitäten.  Und auch in diesem Jahr wird es so sein, dass die Winzer, die am besten im Weinberg gearbeitet haben, auch die besten Weine erzeugen werden. Der Vegitationsverlauf könnte durch den nächtlichen Regen vom 18.09.-19.09. und der angekündigten Sonne der nächsten Tage, noch einen kleinen Kick bekommen. Lassen wir uns überraschen und freuen uns auf den kommenden Jahrgang. 

Tags: Unstrut, Saale Unstrut Weine, Riesling, Müller Thurgau, , Silvaner, Burgunder, Jahrgang 2011
Autor: Stevie Huppenbauer | 18.09.2012 um 11:13 Uhr | 0 Kommentare

Prohibition in Tschechien - gepanschter Alkohol

Wir trinken bis es dunkel wird, so oder so ähnlich habe ich einen Witz über Methanol vergellten Alkohol im Ohr. Immer mal wieder tauchen am Himmel der Spirituosen und Weinerzeuger gepanschte Getränke auf. In Tschechien sind bereits 20 Menschen an der Brühe gestorben und etliche erblindet. Die Reaktion der Regierung ist für mich nachvollziebar und passt aber andererseits nicht in mein Bild von Europa. Mal angenommen so etwas wäre in Frankreich,  Holland oder nicht auszudenken, in Deutschland passiert. Wie sähe die Reaktion der EU Kommission aus?   Ich könnte mir vorstellen, dass ein generelles Verbot wie in Tschechien nicht in Frage käme, zu groß ist die Lobby. Aber ein schwarzer Aufdruck auf allen Flaschen mit der Aufschrift: "Dieses Getränk kann Sie töten" oder "Der Genuß dieser Flasche  kann zur Erblindung führen" wären angemessene Reaktionen unserer Volksvertreter in Brüssel. Das Problem dabei ist eben nur, dass die EU Kommission immer zur Überreaktion neigt und man irgendwann eine Flasche besten Rotweins öffnet und sich ein Totenkopf auf dem Etiket  befindet. Wollen wir also hoffen, dass die  unzähligen Schwarzbrenner der EU den Methanol als Beigabe meiden. Im übrigen kann  derartiges bei uns ohnehin nicht passieren, weil wir unseren Skandal schon hatten. Eventuell erinnern Sie sich ja noch an Elmar Pieroth oder an Experimente österreichischer Winzer mit Frostschutzmitteln.

Zurück zur tschechischen Seele, rufen wir Ihnen zu:" Trinkt  Euer wunderbares Bier und meidet hochprozentigen Alkohol ".  Oder ein kleiner Reim:

Kater


Trink Alkohol in Maßen
Nimm Flaschen keine Vasen
Auch Kanister lasse sein
Dann kommst Du sicher Heim.

Und graut der Morgen noch so sehr
Der Kopf er schmerzt, die Nacht war kurz, die Sonne blinzelt leise
Der Spiegel grinst brutal zurück
Dass Du das siehst ist großes Glück!

(für Milan S.)


Tags: Elmar Pieroth, Alkohol, Methanol, Schwarzbrenner, Frostschutzmittel, Prohibition, Tschechien
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.09.2012 um 16:30 Uhr | 0 Kommentare

Saale - Unstrut, eine Reise durch eine Weinbauregion. Teil 3 Gastronomie


"Es kommt ganz darauf an, was man erwartet." Das war die Antwort auf meine Frage, wo man  zwischen Weimar und Halle Saale gut essen kann.
Der`s sprach ist Professor an der Bauhaus - Uni in Weimar.
"Was erwarte ich eigentlich", dachte ich so bei mir, na klar: Bodenständig, regional mit einem Schuß fröhlicher Ideen. Wir suchten solide Gastronomie und  Köche, die ihr Handwerk verstehen. 

Mit diesem Vorsatz zogen wir los und fanden das.  

1. Station Weimar, die Stadt der Klassik und des Ettersberg.

Gastronomisch eher eine auf den Massentourismus eingestellte Stadt hat  gemessen an der Vielzahl nur wenige gute Adressen. Da wäre das Hotel Elephant mit seinen beiden Restaurant`s,  Anna Amalia, das  unter der Regie des italieners Marcello Fabbri einen Michelin Stern erkocht hat.  Und da ist der auf bestem Niveau arbeitende Elephanten Keller. Angeschlossen an das Hotel ist der Weiße Schwan, eine traditionsreiche Gastronomie mit  gutem Niveau. Ebenfalls zu empfehlen, ist das Restaurant Anno 1900 am Goetheplatz. Gefallen hat auch ein kleines spanisches Restaurant Namens BonGusto. Das Köstritzer Schwarzbierhaus bietet nichts Umwerfendes, ist aber von den Rouladengastronomen noch die beste Adresse.  Gesucht aber leider nicht gefunden haben wir einen Koch Namens Bertagnoli. Der Rest der fröhlichen Gastronomen - Gemeinde beschränkt sich auf  Roulade, jede Menge Pizza und Pasta. Darunter mischen sich dann noch einige ambitionierte Jungköche, bei denen die Besitzer aber andere Ziele, als gute Küche haben. Schade eigentlich. Und für alle Ostromantiker noch ein Tipp, wir nennen es mal Essen gehen bei der HO. Wer das mag, ist im Sächsischen Hof oder auch in der "Scharfen Ecke" gut aufgehoben.

2. Station, Dom Stadt Naumburg
Die Stadt Naumburg hat Besseres verdient. Dabei könnte man es belassen. Die vorgefundenen Qualitäten sind leider nur mittelmäßig. Das viel gelobte Bocks macht einen überforderten Eindruck, ist aber gemeinsam mit den Restaurants der prägenden Hotelkette  " ck Domstadthotels" noch das beste was man finden kann.  Wir haben den Eindruck, dass mit  Zunahme des Tourismus im letzten Jahr, die Gastronomen offensichtlich andere Schwerpunkte setzen.

3. Station, Weinstadt  Freyburg an der Unstrut
Zu empfehlen sind in der malerischen Innenstadt von Freyburg 2 Adressen. Beide liegen am  Marktplatz. Der Ratskeller Freyburg heißt hier Trattoria Gallo Nero und ist im größerem Umkreis, das beste italienische Restaurant. Der Koch Antonio ist waschechter Sizillianer und eine Frohnatur. Wenn Sie dort einkehren fragen Sie nach ihm, er hat immer was Besonderes zu bieten. Erwähnenswert die regionalen Weine von Pawis und Böhme und das immer mal wechselnde Angebot italienischer Gewächse.
Die zweite Empfehlung ist das Hotel Unstruttal. Es bietet einen gelungenem  MIx aus badischer und mitteldeutscher Küche. Die Karte wird je nach Saison angepasst. Sehr zu empfehlen ist der Zwiebelrostbraten. Im Weinbereich  könnte man durchaus etwas nachlegen. 

Im nächste Beitrag gehen wir ins Umland der Weinregion und nach Halle - Saale


Tags: Saale Unstrut, Freyburg; Naumburg, Weimar, Elephant, Gallo Nero, Klassik