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Autor: Stevie Huppenbauer | 06.07.2012 um 13:41 Uhr | 0 Kommentare

Weinerlebnis, 2006 er Grauer Burgunder Trockenbeerenauslese vom Weingut Pawis

Es gibt so Tage im Leben, da braucht man einfach am Abend etwas Gutes auf der Zunge. Gestern war so ein Tag. Die Suche nach diesem Genußbereiter gestaltete sich  ob der großen Auswahl schwierig. Da fiel im Halbdunkel des Kellers mein Blick auf eine eher unscheinbare kleine Flasche. Staub beiseite gewischt und gedacht, na mal sehen. Was dann ins Glas kam war so unglaublich, dass ich Bernard Pawis anrief,  ob er sich mit der Rebsorte nicht vertan hatte. Dieser sagte: "nein, der war so dicht und dickflüssig". Eine kleine Besprechung begann, ich bedankte mich im Stil  der Rolling Stones, ohne es zu singen. Danke für den Wein Bernard, und trank die Pulle aus. Da, wie Bernard Pawis sagte, nur 90 kg Leesegut verfügbar waren, werde ich diesen Geschmack wohl kompensieren müssen.

Der Wein nun dunkel und doch am Rand noch jugendlich mit schimmernden rotbraunen Reflexen. Ölig. Der Nase boten sich Rosinen und Bitterschokolade ebenso wie Backpflaumen. 

Geschmacklich dann eine Offenbarung, perfekte Balance zwischen Süße und  Säure. Natürlich Zucker, aber dennoch gefühlt trocken. Zu den Rosinen gesellten sich getrocknete schwarze Beeren und hochprozentiger Kakao.  Ich versuchte dann zu vergleichen und näherte mich an Nectar, einen Sherry von Gonzales Byass. Es trifft es aber nur zum Teil, der Pawis Grauburgunder wirkte wesentlich eleganter, fruchtiger, filigraner und  vielschichtiger.

Jetzt wo ich das schreibe, könnte ich mich schwarz ärgern, dass es die einzige und letzte Flasche war.  Ich nehme diese kleine Flasche in meine Sammlung auf. Der Name der Sammlung lautet:: Weine die man getruken haben sollte, bevor man abtritt.   Unter dieser Rubrik werden wir in der nächsten Zeit die eine oder andere Besprechung veröffentlichen. 

Tags: Bernard Pawis, Grauburgunder Trockenbeerenauslese, Rolling Stones, Bitterschokolade, Backpflaumen, Rosinen, Gonzalas Byass
Autor: Stevie Huppenbauer | 29.06.2012 um 09:33 Uhr | 0 Kommentare

Ich werde wohl den Bäcker wechseln müssen, da waren es nur noch 2

Italien hat es also geschafft, die Lieblinge meines ehemaligen Bäckers nach Hause zu schicken. Im Finale warten nun die etwas lustlos wirkenden  Spanier. Kein Wunder, denn die haben schon alles. Also diesmal gleich zu Beginn unser Tip. Italien wird gewinnen.

Nun zum Schönen. Wir laden uns Gäste ein und haben eigentlich vom vielen kochen die Nase voll. Wir werden Grillen. Bei einem Großhändler habe  ich einen 4,5 kg schweren Steinbutt geordert. Nach dem Auslösen der 4 Filets werden diese auf einer Seite mit Butter bestrichen, gesalzen und gepfeffert. Beide Seiten werden mit einer Mischung aus Ei  und rohen geriebenen Kartoffeln belegt. Kurz in einer Pfanne anbraten, so dass eine schöne Farbe entsteht. Die Filets dann in Grillfolie einschlagen und ca. 15 Minuten auf den heißen Grill legen. Es geht natürlich auch im Ofen. Dazu gibt es Risotto Milanese und frisches in Salzbutter angebratenes Gemüse. Der Wein ist  ebenso einfach wie gut. Wir haben uns für Mas Rabell blanco von Torres und einen Antinori Sauvignon Blanc ( Mount Nelson) aus Neuseeland entschieden. Nach dem Spiel, je nach Sieger, entweder Chianti Classico von Bindi Sergardi oder eien feinen Wein von Vega Enix. Allen Viel Spaß beim Finale, die Olympiade naht und erfordert volle Aufmerksamkeit. Mal sehen ob wir dann noch mit Euro bezahlen. Also mir ist es egal. Schönes Wochenende.

Tags: Antinori, Bindi Sergardi, Vega Enix, Neuseeland, Chianti Classico, Mas Rabell, Torres
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.06.2012 um 17:25 Uhr | 0 Kommentare

Heute morgen habe ich beim Bäcker gesagt: "Italien gewinnt", ich wurde nicht bedient!

Ja die Wogen schlagen hoch. Eigentlich ist mir wurscht wer da gewinnt, die Hauptsache es wird schön. Und bei der getroffenen Vorbereitung gehe ich mal davon aus. Wir nehmen von jedem etwas. Vorn weg ein paar leckere Antipasti, Parmaschinken mit Honigmelone, Tomate mit Mozarella und Basilikum, Taggiasche Oliven aus Ligurien und kleine gebratene Champignon mit Zitronensaft und Karpern. Dazu 2 Weißweine. Wir haben uns für Pawis Riesling Spätlese und         Bolla Lugana  DOC entschieden.

Der Hauptgang dann typisch "Deutsch?". Rinderfilet auf Selleriepüree und Marmelade von roten Zwiebeln. Den Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden (etwa 1-2cm). In eine Topf geben und mit Sahne 32% Fett bedecken. Alles so lange kochen, bis fast die gesamte Sahne eingekocht ist. Alles pürieren und beiseite stellen. Für die Zwiebelmarmelade benötigen wir 150g Butter, 1Kg rote Zwiebeln, 60g Rohrzucker, 15cl Himbeeressig, 6cl Cassislikör und Meersalz.

Die Butter in eine Pfanne geben und wenn sie etwas Farbe annimmt die klein gehakten Zwiebeln dazu. Wenn die meiste Flüssigkeit verdampft ist den Rohrzucker zugeben und ständig rühren bis eine marmeladenrtige Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss den Essig zugeben und mit Cassislikör  und Meersalz abschmecken. Das Rinderfilet salzen und pfeffern, von allen Seiten  anbraten (5min) mit   etwas Senf und der Zwiebelmarinade bestreichen und im Ofen kurz (10min) grillen.

Dem Püree etwas frischen, geriebenen Parmesan und 50gr. Butter beifügen und unter ständigem rühren erwärmen. Das Püree auf die Teller und das Filet darauf legen. Und dann guten Appetit. Der dafür vorgesehen Wein sollte relativ kräftig sein. Wir haben uns für einen Barolo Serralunga d` Alba 2001 von Fontanafredda entschieden. Wer keinen Barolo mag, das gibt es, dem empfehlen wir                    Morellino di Scansano Riserva DOCG von Morisfarms.

Wie immer viel Spaß beim Nachempfinden und natürlich beim Fußball. Unser Tip, wenn Deutschland ein schnelles Tor schafft, Sieg Deutschland. Bis zur 70 Minute torlos, Sieg Italien. 

Tags: Barolo Serralunga d`Alba, Morellino di Scansano, Morisfarms, Fontanafredda, Pawis, Riesling Spätlese,
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.06.2012 um 13:34 Uhr | 0 Kommentare

Spaniens Banken sind defacto Pleite und keinen interseiert es bei der Fußball - EM

Wenn ich ganz ehrlich bin, interessiert es mich auch nicht.

Fußball ist was Reelles, der Finanzmarkt reine Phantasie. Von daher ohne Bedeutung für das wirkliche Leben.  Nun zum geschäftlichen Teil. Was gibt es zu essen und zu trinken bei Spanien gegen Portugal. Wir haben uns für portugiesisch Essen und spanischen Wein entschieden.  Und nun die große Frage wer kennt typische portugisische Küche? Natürlich, 70% der Portugiesen leben am Meer und die alte Seefahrernation ist klar Meeresspeisen orientiert. Aber auch Lamm, Rind,  Geflügel und Wild sind fester Bestandteil der Küche Portugals. Und wir restlichen Europäer, haben den Portugiesen das ein oder andere Gewürz zu verdanken. So wurden exotische Kräuter und Gewürze wie Zimt, Ingwer, Cayennepfeffer, Chilischoten und Kardamom  früh entdeckt und in die landestypische Küche integriert. Auch Tomaten, Kartoffeln und Paprika wurden in Europa von den Portugiesen eingeführt und sind immer noch in vielen portugiesischen Rezepten zu finden. Wir haben uns für einen portugiesischen Paprikasalat und Tintenfisch (Pulpo) entschieden. Den Pulpo (1,6 Kg)  haben wir in einem Großmarkt erworben. Den Pulpo bitte säübern und 1 Stunden in leicht gesalzenem Wasser kochen und dann zerkleinern. Für den Rest benötigen wir:

2 Zwiebeln, gehackt
1 Zehe/n Knoblauch, gehackt
½ Paprikaschote(n) gehackt
0,3l  Weißwein, nicht zu trocken
2 Tomaten, gehackt
2 EL Öl (Olivenöl)
Salz
Pfeffer
1 dl Wasser

Zubereitung:In einem Topf Öl, Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze erwärmen. Ist der Knoblauch goldbraun, die Tintenfische zugeben. Tomate und Paprika ebenfalls zugeben. Je nach Geschmack salzen und mit Pfeffer würzen. Den Wein und 1 dl Wasser dazu geben. Den Topf zudecken und bei mittlerer Hitze etwas 45 Minuten köcheln lassen. Dazu passt am besten Reis.

Der Wein ist schnell ausgewählt. Seit ein paar Tagen haben wir Rioja Vega im Programm. Wir starten mit einem Rioja Vega Blanco, dann ein Rioja Vega Tempranillo und beim Elfmeterschießen, setze ich jetzt mal voraus, Rioja Vega Reserva. Der wird in Ruhe getrunken. Nach dem Sieg der Portugiesen wird der Fernseher ausgeschaltet. Wie immer viel Spass beim Nachempfinden und beim Fussball.

Tags: Rioja Vega, Pulpo, Portugal, Spanien,
Autor: Stevie Huppenbauer | 24.06.2012 um 10:30 Uhr | 0 Kommentare

Gesucht wird der deutsche Gegner

Na wunderbar, heute mussten wir nicht lange überlegen, welche der spielenden Nationen den Wein und des Essen stellt. Wenn Sie schon einmal in England waren, speziell in London, dann wissen Sie auch warum. Sicherlich gibt es auch in London sehr gute Küche, aber die nun als englisch  zu bezeichnen, halte ich für übertrieben. Fish and Ships ist keine Küche. Also gibts italienisch einfach, wie Herr Lafer gerne sagt. Beim Wein ist eine Entscheidung getroffen worden, die nicht kommentiert werden muß.

Aber fangen wir mit dem Essen an. Zunächst aber der Aperitif, den haben wir aus Guiseppe Ciprianis Bar, besser bekannt als Harry´s Bar, ausgewählt. Viele der dort kreierten Mix Geträke, traten die Reise um den Globus an. Die Bar wurde nach einem Amerikaner Namens Harry Pickering benannt. Der Geschichte nach besuchte Pickering fast täglich die Bar im Nobelhotel Europa - Britannia, es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise und irgendwann setzten die Besuche Pickerings aus. Der Barman Ciprianis borgte damals Pickering 10000 Lire, die er für die Eröffnung seiner eigenen Bar zurückgelegt hatte. Pickering bezahlte seine Schulden und verschwand. Nach einigen Montaten kreuzte er wieder in Venedig auf , und gab dem Barman das Geld, plus weitere 30000 Lire zurück. Das war der Beginn von Harry´s Bar. Aus Dank, benannte Guiseppe Cipriani die Bar nach seinem besten Gast. Noch heute ist diese Bar eine der wichtigsten gastronomischen Einrichtungen Italiens und bewirtete alle Schönen und Reichen dieser Welt. Die Liste ist lang, aber ein paar Namen müssen einfach sein: Orson Wells, Ernest Hemmingway, Sommerset Maugham, die Rothschilds, Aristotoles Onassis, Maria Callas, Truman Capote und Charlie Chaplin. Ob Loddar Matthäus dort war ist nicht bekannt, Boris Becker hat es abgelehnt, weil keine Besenkammer, Robert De Niro mit Sicherheit genau so wie Dietmar Blasl.

Nun der Aperitif, wir haben uns für den Bellini entschieden. Für ein Glas benötigt man 5cl gut gekühltes Püree von weißen Pfirsichen und 15cl guten Prosecco. Man sollte ais Glas Champagnerschalen wählen und diese vorher gut kühlen. Die Vorspeise kommt aus der gleichen Bar, ich sage Ihnen, wer dieses Carpacchio einmal gegessen hat, will kein anderes mehr. Sein Name dann auch nach seinem Erfinder: Carpaccio di Capriani. Sie benötigen für 4 Personen etwa 300 g Filet aus dem Mittelstück.  60ml frisch zubereitete Mayonaise, 3 El Sahne, 1Tl milder Senf, 1Tl Worchestersauce,  Tabasco und Salz. Die Mayonaise mit dem Senf, der Sahne und der Worchestersauce zu einer dickflüssigen Creme verarbeiten, mit Tabasco und Salz abschmecken und 20 Minuten ruhen lassen. Das Rinderfilet vorher in der Tiefkühlung anfrosten und in hauchdünne Scheiben schneiden. Letzteres geht mit einer Maschine am besten. Die Scheiben auf dem Teller verteilen und mit der Creme beträufeln. Dazu ein wenig frisches Weißbrot und alles ist perfekt.  Der dazu passende Wein kommt auch aus Venezien. Wir haben Masi´s Masanico, ein 2011-er Cuvée aus  Pinot Grigio & Verduzzo, gewählt.  Der Hauptgang war ein echtes Problem, denn wir konnten uns nicht entscheiden. Die einen wollten Fisch, die anderen Fleisch. Da wir uns nicht einigen konnten gab es einen feinen Kompromiss. Wir einigten uns auf Pasta mit umbrischen Sommertrüffel. Aus alten Restarantzeiten  habe ich noch einen Kontakt zu einem Händler bei Dresden und das Problem war gelöst. 300g Summertrüffel kamen am Samstag mit der Post und werden den Abend voller Höhepunkte abrunden. Auch der dazugehörige Wein kommt aus Umbrien und macht alles Perfekt. Die Wahl viel nicht schwer und wir entschieden uns San Giovanni Orvieto Classico 2011 vom Castello della Sala.

Ach so Fußball ist ja auch noch, also unser Tipp, rein aus kulinarischen Gründen 2:1 für Italien. Damit wären auch im Halbfinale nur noch Wein erzeugende Nationen vertreten. Und mal ehrlich, kann es denn etwas langweiligeres wie Deutschland gegen England geben? Auf alle Fälle allen viel Spaß und macht es Euch schön.

Tags: Orvieto Classico, Castello della Sala, Harrys Bar, Bellini, London, Sommertrüffel, Maria Callas, Onassis, Hemmingway, Orson Wells, Giuseppe Cipriani, Carpacchio, Masi Masicano