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Autor: Stevie Huppenbauer | 03.04.2012 um 07:53 Uhr | 0 Kommentare

Es wird kalt zu Ostern, aber es gibt ja Wein und Schokolade

Die uns bekannten Geschichten beider Genussmittel können unterschiedlicher nicht sein. Schokolade (Kakao) wurde überhaupt erst am Anfang des 16.JH von den Spaniern nach Europa gebracht. Erst weitere 250 Jahre später, durch die Entwicklung von Rudolph Lindt aus Bern, wurde die erste Milchschokolade hergestellt. Wein hingegen, war zu dieser Zeit schon ein paar tausend Jahre in "vieler Munde".

So ist es also auch nicht verwunderlich, das zaghafte Versuche Wein und Schokolade geneinsam zu genießen, wohl in der Mitte des letzten Jahrhunderts begannen und erst um die Jahrtausenwende, zum Thema der Weinfreaks wurden.

Und für alle die es noch nicht wissen, bietet Ostern den perfekten Anlaß es doch mal zu versuchen. Für wirklichen Genuß sollte man folgende Regeln beachten:

Rotweine die Rebsortenrein ausgebaut werden, etwa Merlot, Tempranillo, Garnacha und Zweigelt  enthalten neben beerigen Aromen oftmals auch Düfte von zartbitter Schokoladen. Zu diesen Weinen bieten sich also dunkle Schokoladen an, um einen harmonischen Geschmack zu erreichen.

Zu Schokoladen mit sehr hohem Kakaoanteil (90-99%) empfehlen sich Eisweine und Auslesen aus roten Trauben oder Weine aus sehr warmen Regionen, die sehr taninhaltig sind.  

Bei Schokoladen mit wenig Kakao, also etwa eine normale Vollmilchschokolade, empfehle ich eine Liason mit edelsüßen Weißweinen.

Schokoladen des heutigen Trends, etwa 60% Kakaoanteil können sehr gut zu fruchtbetonten Rotweinen etwa von der Rhone oder aus dem Burgund und natürlich aus Italien und Spanien  passen.

Dazwischen gibt es natürlich viele Grauzonen, die es zu erkunden gilt.

Viel Spaß dabei und fröhliche Ostern



Tags: Kakao, Schokolade, Rudolph Lindt, Rotwein, edelsüße Weine
Autor: Stevie Huppenbauer | 31.03.2012 um 09:24 Uhr | 0 Kommentare

Bordeaux 2009 kommt in die Regale

Der 2009 Jahrgang an der Gironde ist nach Auffassung aller Weinpäpstinnen und Weinpäpste das vermutlich Beste, was es seit dem 1982 Jahrgang gegeben hat. Die logische Konsequenz dieser Einschätzungen ist, die Weine dieses Jahrgangs werden rar und teuer sein.

Immerhin, 19 Weine wurden mit 100 Parker Punkten bewertet, und so quasi noch vor der S Klasse aus Sindelfingen, zum Importstar Nummer 1für China und Indien.

Aber liebe Freunde, für uns bleiben ja noch die vermeintlich "Kleinen", mit deren Preisen zwischen 10 und 50€ man vermutlich die zahlungskräftige, 400 Mio. große Mittelschicht beider Länder, wohl beleidigen würde.

Das schöne daran ist, dass auch diese Weine, ob nun links oder rechts der Gironde etwas von dem haben, was man gemein hin als "Großen Wein" bezeichnet. Freuen wir uns also auf diesen Jahrgang und genießen wir ihn so, wie es Europäer immer taten, in Demut und Freude und nicht in der Badewanne. Und wer die Möglichkeit hat, sich die eine oder andere Flasche mehr zu leisten, sollte es tun, man kann Weine steuerfrei vererben, oder ? Sei es drum, wir werden uns auf maximal 10 -15 Weine dieses Jahrgangs beschränken und ausführliche Angaben zur Lagerung etc. machen.

Tags: Parker, 100 Punkte, Gironde, Jahrgang 1982, Jahrgang 2009
Autor: Stevie Huppenbauer | 29.03.2012 um 12:42 Uhr | 0 Kommentare

Kork,Kunstoff, Glas oder Schraubverschluß?

Wer hat es nicht schon erlebt, Weihnachten, Gänsebraten und Papi öffnet den 1954  Château Petrus, ein Erbstück und dann der Aufschrei:"Hilde, der Wein hat Kork!".  Weihnachten gelaufen, in dem Fall, äußerst dumm.

Was also tun,   der Trick mit der Frischhaltefolie vertreibt zwar den Korkton, aber eben auch jeglichen anderen Geschmack. Brief an Petrus schreiben und um Tausch bitten? Eher wohl ein Leben lang ärgern und auf Demenz hoffen, so dass der schrecklichste Augenblick im Leben eines Weinfreaks, schnell vergessen wird?

Nun ist die Sache eigentlich klar, es müssen andere Verschlüsse her, die den Weihnachtsabend retten und die Sehnsucht nach Demenz vertreiben.

Die Angebote sind reichhaltig und zu weilen auch optisch gut gelöst. Den größten Fortschritt in Punkto Optik hat der Dreh - oder auch Schraubverschluß gemacht. Wäre da nicht dieses "Knack" sondern der fast lautlose "KWIETSCHBLUPPP", wäre alles schön.

Nun aber mal im Ernst liebe Puristen des Eröffnungstons, der Inhalt zeigt den Meister, und all dass was jung getrunken werden soll, kann auch mal KNACK machen. Reinhard Löwenstein ist, vermutlich aus Ärger über Korkschmecker, teilweise zum  Drehverschluß übergegangen. Spätestens jetzt ist diese Verschlußart salonfähig. Der Glasverschluß mit Silikondichtung ist bei den besten Weinmachern Österreichs schon lang kein Thema mehr und der Star von Saale - Unstrut, Bernhard Pawis,  verwendet zum Teil Kunststoff, wie viele andere auch.

Hier nun unsere durchaus anzuzweifelnde Regel:

Große, lang lagerfähige Rotweine und Weißweine ; KORK, dieser ist Sauerstoff durchlässig und ermöglicht eine optimale Reifung.

Weine für mittlere Reifung (bis 6 Jahre), Chianti Classico, Rhône, Südfrankreich, Norditalien; von Kork über Glas-und Schraubverschluß bis Kunstoff, alles möglich.

Jung zu trinkende Rot - und Weißweine;  Kunstoff- und Drehverschluß.

Es wird immer Ausnahmen geben. Der Grund dafür ist, dass zum Beispiel kleine Winzerbetriebe sich neue Maschinen für Drehverschlüsse nicht leisten können. Aber auch hier ist eine Entwicklung zu erkennen, dass durch Innovation und neue Technologie  auch diesen Winzern der Schraubverschluß zugänglich gemacht wird.

Was Château Petrus betrifft wird alles so bleiben wie es war. KORK. Daher unserer Empfehlung, kaufen Sie sich lieber 600 Flaschen Müller Thurgau von Pawis oder Böhme, als eine Flasche Petrus. Sie haben das ganze Jahr Spaß, schonen die Korkeichen und keinen Ärger an Weihnachten. Wir wünschen fröhliche Ostern.

Tags: Château Petrus, Weingut Pawis, Schraubverschluß, Kork, Glasverschluß
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.03.2012 um 19:52 Uhr | 0 Kommentare

Besuch bei Weingut Born in Höhnstedt (Saale - Unstrut)

Es muss schon mehr als einen Grund geben, wenn ein gebürtiger Schwabe freiwillig nach Mitteldeutschland  wechselt. Einer dieser Gründe dürfte die derzeitige deutsche Weinprizessin Elisabeth Born sein, die den jungen Mann auf das  elterliche Weingut ins Mansfeldische mitnahm. Der Grund dann auch zu bleiben, ist mit Sicherheit auch die Möglichkeit, gemeinsam mit der Familie Born Weine zu erzeugen, die mit zur Spitze des Anbaugebietes zwischen Bad Kösen und Seeburg gehören. Der junge Mann heißt Jochen Hinderer und ist studierter Geisenheimer. An diesem Ort lernte er vermutlich auch seine Prinzessin kennen.

Das was er auf dem Weingut Born leistet hat Hand und Fuß und setzt das fort, was Günther Born zu Beginn der 90 - iger Jahre aufgebaut hat. Unser Eindruck, der am heutigen Tag präsentierten Weine, ist überaus positiv. Hervorzuheben ist, das gelungene Bestreben, authentische, auf Sandsteinböden gewachsene Weine zu erzeugen.

Und auch hier, erste gelungene Versuche, Weine spontan zu vergären. Aus den probierten Weinen, die alle in sich stimmig waren, ragten die Weißburgunder, zum Teil noch auf der Hefe und zum Teil im großen Holzfass, heraus. Aber auch der bereits auf der Flasche liegende Weißburgunder Kabinett mit 0,1g/l Restzucker, sehr trockene  Wein, ist ein mutig zu nennedes, jedoch gelungenes  Beispiel dafür, was alles möglich ist. Ohnehin fiel mir auf, dass mit wenigen Ausnahmen, der Kerner etwa, dem Zucker etwas "misstrauisch" begegnet wird. Aber man sollte nicht vergessen, dass die Weine eben gerade durch ihre feine Säure und den geringen Zucker das widerspiegeln, was man gemeinhin als Saale - Unstrut Wein bezeichnet.

Die roten  Gewächse, ich probierte den Portugieser und den Zweigelt als Fasssprobe, lassen auch den Rotweinfreund fündig werden. Auch hier gilt, besser als der geneigte Rotweinfan erwartet. Zum Schluß die Sommerempfehlung aus dem Hause Born: Rosé, der Name Programm. Lachsfarben, feine nicht zu kräftige Erdbeeraromen und geringer Alkohol sind für jede Sommerparty die richtige Wahl.

Kurz vor Ostern sind wir dann soweit und die Weine  können über den Shop Vinamundi ihre Reise an Ihren Gaumen  antreten.

Zum Schluß: In unserem Archiv liegen einige der frühen Weine von Günther Born. Jahrgänge 94/95 und ein Portugieser aus dem Jahr 1996. Letzterer war ein verunglückter Roter und ein fantastischer Rosé - leicht gekühlt. Wir freuen uns darauf, mit dem Weingut Born zusammen arbeiten zu dürfen.  


Autor: Stevie Huppenbauer | 14.03.2012 um 19:15 Uhr | 0 Kommentare

China und der Wein

Es ist ein weites Feld aber eben auch Tatsache, in China wird auf ca. 200.000 ha Wein angebaut. Und wer hätte es gedacht, vorwiegend rote Reben werden bevorzugt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Einheimische Reben gibt es defacto nicht bzw. nur wenige. Insgesamt wurden in den letzten Jahren ziemlich konstant 4 Mio. Hektoliter produziert. Das Know How  kommt  aus Europa und Australien  und die Reben vermutlich auch. Es ist eine ganz einfache Logik, im Bereich mittelklassiger Bordeaux Güter, die derzeit vom chinesischen Staat und geduldeten Privatleuten erworben werden, ist alles da was man braucht. Jüngstes Beispiel ist die Veräußerung des Bömers Weingut Château du Grand Moyes an einen chinesischen Investor.

Dazu kommen erste Schritte großer Weinbautraditionalisten wie Torres, in den chinesische Weinbau. Andere werden folgen. Die Frage, die sich nun stellt, wie soll man damit umgehen? Sicher, China ist ein riesiger Markt einerseits und was man unbedingt beachten sollte, die gesamte Industrie ist auf Export eingestellt, andererseits . Wenn dieser Wein dann in Größenordnungen nach Europa kommt, abgestimmt auf den MC Donald Geschmack der jetzigen Viertklässler, dann guten Nacht.

Wir werden es erleben, wenn die Großen wie Torres, Rothschild, Pernod und andere und die,  die Weinbau auschließlich aus Renditeerwartungen  betreiben (Versicherungen)  den europäischen Markt beliefern, dann ist es irgenwann vorbei mit der Idylle der Château und Weingüter. Der bereits in Gang gesetzte Prozeß, der Verschmelzung großer Anbauflächen, etwa in Südfrankreich, und setzen auf den Discount, wird unüberschaubar für den  Konsumenten.

Daher meine Bitte an die, die etwas dagegen tun können. Nein, nicht die Konsumenten, sie erst zuletzt. Zuerst kommen die, die aus Angst vor Inflation ihrer Reichtümer genau diese vorantreiben. Natürlich kann man in China noch günstiger produzieren als in Chile oder Europa, aber wem nutzt das?  Mister Torres, liebe Pernod Manager, liebe Rothschilds und Antinoris und  viele, viele mehr, macht nicht die gleichen Fehler wie die großen Industriegiganten der Auto- und Stahlbranche, denkt an Eure Urenkel. 

Wein braucht neben guten Böden, gesunden Reben und Idealismus eben auch Tradition. Letztere gibt es in China in Punkto Weinerzeugung (Ausnahme Reiswein) nicht. Nichts ist gewachsen, und wer weiß, wie schwer es ist, Individualität und Regionalität im Wein zu finden, wird mir zustimmen. Da aber nunmal die Zahlen regieren, wird die letzte Chance Europas und Amerikas wohl im Rock n` Roll liegen. Hier wurden noch keine Chinesen beobachtet. Außer Tokyo Hotel, aber das ist ja in Japan und Japan war gestern. Oder?

Tags: China, Torres, Pernod, Tokyo Hotel, Europa, Amerika,