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Autor: Stevie Huppenbauer | 28.01.2016 um 19:47 Uhr | 0 Kommentare

Naturwein: Keine Antworten nur Fragen.

Da ich in den letzten Tagen jede Menge anonyme Meinungsäußerungen erhalten habe, möchte ich  ein wenig nachlegen.
Diesen Newsletter habe ich am 28.01.2016 erhalten:

"Ende November fand in Berlin die Weinmesse RAW statt. RAW heißt übersetzt ja »rau« oder »unbearbeitet« und genau solche Weine wurden dort präsentiert. Es gibt heute viele Begriffe, für diese Art Wein zu machen. Manche sprechen von Naturwein, purem Wein, lebendigem Wein, raw wine oder vin naturel. Fest steht, es geht um Weine mit minimaler Intervention, die so natürlich wie möglich im Weinberg und im Keller entstehen. Fest steht auch, dass diese Weine gerade sehr populär werden. Sie werden spontan mit wilden Hefen vergoren, normalerweise nicht filtriert, kaum oder gar nicht geschwefelt und auch sonst wird nichts hinzugefügt, was den ursprünglichen Geschmack verändern würde. Viele der Winzer experimentieren damit, weiße Trauben länger auf der Maische zu belassen um Weißweine zu erhalten, die ähnlich viele Gerbstoffe beinhalten wie Rotweine. Diese Weine werden auf Grund ihrer Farbe dann meist Orange-Weine genannt. Andere bauen ihre Weine in Amphoren aus, was die älteste Form des Weinmachens ist. Es gibt also eine große Bandbreite unterschiedlichster Ausbauarten, doch es gibt auch eine Gemeinsamkeit: Anders zu sein, natürlich zu sein und etwas mehr Ecken und Kanten zu bieten. 
Wir haben so manchen Wein bei der RAW neu entdeckt, andere hatten wir schon im Programm. Heute bieten wir Dir alle diese Weine wie den Little Buteo und Flora von Michael Gindl aus dem österreichischen Weinviertel, Les Escures und La Roque von Fabien Jouves aus dem Cahors und den Merlot von Roche Audran. Mit den Paketen kannst Du am besten selbst erfahren, was Naturweine eigentlich sind: Weine mit unverfälschtem Charakter."

Dieser Text spricht Bände und im Grunde gibt mir dieser Weinhändler recht. So ganz genau weiß auch er nicht, was denn das nun eigentlich ist. Naturwein, ja, der eine macht es so der andere macht es so. Ganz wichtig, spontane Vergärung mit wilden Hefen. Hat ja auch noch niemand gemacht. Mal erhrlich zwei Drittel der ernstzunehmenden deutschen Winzer machen das seit Jahren so. Nicht filtern, steht schon unter "normalerweise".  Aber auch das wird, ich behaupte mal, seit Jahrzehnten vorallem mit Spätburgundern, weltweit von vielen Winzern gemacht. Kaum oder gar nicht geschwefelt, na was denn nun?
Also um es kurz zu machen, jeder macht was er will und alle machen mit.
Händler die sich noch vor Jahren über spontan vergorene Rieslinge von Reinhard Löwenstein lustig gemacht haben, entdecken den neuen Menschen, äh Wein. Wie soll er sein? Anders sagt man, aber so der Händler weiter: "Fest steht auch, diese Weine sind gerade sehr populär." Und nun soll ich kaufen. Ja Freunde, das ist die Quintessenz. Die Berliner Macher der RAW lachen sich einen Ast. Fehltöne in den Weinen werden mit den Begriffen wie anders sein und Ecken und Kanten abgetan. Wer es nicht glaubt ist ein Depp. Dann setzt der Gruppenzwang ein, wer will schon als Depp dastehen und die Weinbranche schreit befreit auf. Ein bischen erinnert mich das an steinewerfende Jusos in den Sechzigern, die heute ihre Staatsrente in der Toskana durchbringen. An Beispielen mangelt es nicht. Also Freunde mein Fazit: Ich bin ein Depp. Im Übrigen, trinke ich auch keinen Federweisen egal wo her, Beaujolais Primeur, den es als Novello oder "Spring Harvest Wine" das ganze Jahr über gibt, kann mir gestohlen bleiben, ich verzichte auf alles was im Trend zu sein scheint aus nur einem einzigen Grund - es schmeckt und gefällt mir nicht. Da kann ich machen was ich will und etwas schönreden, nur weil ich zu den ganz Schlauen dazu gehören möchte , ist wider meiner Natur.           
Rainer Albert Huppenbauer

PS und wer seinen Namen sagt und eine e-mail Adresse angibt, dessen Kommentar wird auch veröffentlicht. Maskiert sein ist out, auch im Netz. Zumindest in meinem.


 
Autor: Stevie Huppenbauer | 22.01.2016 um 19:44 Uhr | 0 Kommentare

Naturweine, ein Widerspruch in sich!

Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht äußern, aber wenn ich denn schon danach gefragt werde, was ich davon halte, dann will ich das weinigstens beantworten. Gar nichts, ist die Antwort. Das wiederum kann man allein so nicht stehen lassen und schon bin ich mitten drin. Naturwein an sich gibt es nicht. Von daher ist die Wortwahl definitiv irreführend. Wein ist und bleibt ein Produkt der Zivilisation, denn die Rebe hat nicht das Ziel zu Wein zu werden. Ihr Ziel ist die Fortpflanzung. Diesen Urtrieb macht sich der Mensch zu nutze. Die Reben werden kultiviert, Rebgärten anlegt und gepflegt. Es ist der gleiche Vorgang wie bei Weizen oder Mais.  Die Früchte der Rebe, ihre Trauben, werden auspresst, der gewonnene Most wird vergoren und als Wein in Flaschen gefüllt. Ja ich weiß, das klingt trivial, aber so ist es nunmal. Im Keller greift der Mensch ebenfalls ein, um aus dem Most Wein zu machen. Da ändert sich nichts dran, auch wenn das die Heerscharen der unsäglichen Spinner und Weintrend jagende Metropolenbewohner Berlins, so nicht wahrhaben wollen.
Nehmen wir den europäischen Weinbau, von den Naturreben ist nichts mehr übrig, da der gesamte Weinbau des old Europe auf reblausresistenten Stecklingen aus Amerika basiert. Und wer will bitte behaupten, dass das die Rebe allein gemacht hat. Unzählige neue Rebsorten sind durch das Eingreifen des Menschen entstanden. Auch diese Reben, so kann man beobachten, werden für den so genannten Naturwein verwendet.   
Eine Definition was Naturwein denn nun sein soll gibt es auch, aber die ist so schwammig, das es nicht lohnt, sie weiter unter die Lupe zu nehmen. Viele der dort geforderten Bestimmungen können sein, müssen aber nicht. Nur in der Hardcore Variante soll der Winzer auf Schwefeln verzichten und den Wein in Betoneiern oder Amphoren in der Erde vergraben. Was in den meisten Fällen herauskommt ist ungenießbare Brühe. Und da "Naturwein" noch nicht avantgardistisch genug ist, verwendet die Fanbrigade die Bezeichnung Orange Wines. Der kann aber auch weiß sein, völlig Wurst. Für mich ist diese ganze Bewegung nicht im Geringsten fortschrittlich sondern genau das Gegenteil. Der Weinyuppie feiert sich, hält sich für hip und  für die Avantgarde. Dabei ist er doch nur einer kleingeistigen Posse zum Opfer gefallen. Zugeben kann man das nicht. Denn die meisten dieser Weine sind oxydativ und schmecken wie alte Bohnensuppe. Fehltöne sind der Urknall. so muss Wein sein. Was ist das nur für ein Blödsinn? 

Warum Wein und nicht Auto? 
 

Tja das ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann in unserer Überfluß- und Überdrussgesellschaft der nächste Hype losgetreten wird und vermutlich die gleichen Personen dann den Teslaroadster als Naturauto feiern. Oder war das schon?   
Der Wein ist dran, weil er das Getränk der Zeit ist. Das Auto muss noch warten. Können Sie sich noch an die Molekularküche erinnenern?  Oder nehmen Sie mal die Musik ein Trend jagt den nächsten. Die Nachkommen von Madonna kann man schon gar nicht mehr zählen und an Sie erinnern? Wie hieß die noch mal? Man vergißt es, weil es Leute sind die einfach nichts zu sagen haben. Aber Mozart, Bach, Dylan und die Beatles sind immer da.
Bisher ist Wein ohne Spinner im großen Maße ausgekommen. Der Winzer machte Wein, der sollte schmecken und sauber sein. Das reicht den selbsternannten, dogmatischen und ins esoterische abgleitenden Erneuerern der Weinkultur nicht. Sie halten sich für  provokannt, lutschen ihr Thema Orange Wines den ganzen Tag aus, und sind doch angepasster als Sie und ich.  

Rainer Albert Huppenbauer
   
           
Tags: Naturwein, Orange Wines
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.12.2015 um 19:57 Uhr | 2 Kommentare

Orangerie Seeburg - Restaurantkritik

Irgendwann habe ich gelesen, dass der Betreiber der Orangerie in Seeburg eine Pominentenwand einrichten will. Das machte mich neugierig und trieb mich in seine Arme. Da ich nicht prominent bin, habe ich zum Glück keine Chance mit einem schlecht gemachten Selfie, da aufgehängt zu werden.
Sei es drum, die Kulisse des "Süßen Sees" macht etwas her, die Burg ebenso, das Restaurant ist architektonisch eingepasst. Alles sehr modern, eher im Stil einer Bar eingerichtet, der elektrische Kamin ist Geschmacksache, das darüber hängende, überdimensionale Besteck sollte man überdenken. Die Karte verspricht  einiges, hält jedoch nicht alles. Meine Wildterrine hatte schon bessere Tage, der Cranberryschaum war flockig (ranzig) und musste weg, gleichsam die Terrine. Über das gereichte Früchtebrot möchte ich mich nicht äußern. Die von meiner Partnerin gewählte Wildconsommè war passabel, ein wenig zu stark einreduziert und in einem strapaziösen Einwegglas serviert. Der fischig riechende Kaisergranat am Stück hinterließ Rätsel. Alles zu anstrengend.
Die Hauptgänge, Tafelspitz und Lammkrone, entsprachen dem, was man sich darunter vorstellt. Die von mir gewählte Lammkrone war  in Ordnung. Allerdings ließ sich die englisch bereitete und medium bestellte Krone mit dem gelieferten Messer nicht bewältigen. Aber es war geschmacklich besser, als ich nach der Vorspeise vermuten durfte.
Die Weinkarte wirklich sehr umfangreich, jedoch ohne Überraschungen. Das übliche Allerlei, das je nach Getränkeliferanten mal in diese mal in jene Richtung wechselt. Das bei den Weinen keine Jahrgangsangaben gemacht werden wurde damit begründet, dass man ja nicht jedes Jahr eine neue Karte schreiben kann. Mein Tipp an die Geschäftsleitung, konzentrieren Sie sich auf die Region in der sie leben und dort auf die Betriebe die wirklich gute Weine machen. Mit dem Schlossgut Seeburg, dem Weingut Böhme&Töchter (noch als Weingut Böhme ausgewiesen) und dem
Weingut Born gibt es gute Ansätze, die man ausbauen sollte. Um es kurz zu machen, die umfängliche Weinkarte belastet das Budget, da man ja alles vorhalten muss. Weniger ist hier mehr. 
Wir haben uns für den
2014er Gutedel von Born entschieden, weil wir wissen, dass dieser Wein ein idealer Speisenbegleiter ist.
Der Wein war sehr gut temperiert, die Gläser waren klassisch und entsprachen dem was ich von einem Weißweinglas erwarte.
Die Bedienung war freundlich und bemüht, dem geneigten Gast einen schönen Abend zu bereiten.  
Der selbstgewählte Anspruch auf der
Web-Seite des Restaurants nach "Regionalität"  und "hoher Schule der Kochkunst" wurde nur im ersten Teil, der Regionalität, erfüllt. Hohe Schule der Kochkunst ist anders. Kochen ist zunächst einmal Handwerk, das sollte man beherrschen, will man Kunst machen. Anders geht es nicht. 
Alles in allem kein runder, aber auch dank der Bedienung, kein ganz schlechter Abend. 

Rainer Albert Huppenbauer, 28.12.2015
    




       
Tags: Orangerie Seeburg, Weingut Born
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.11.2015 um 20:50 Uhr | 0 Kommentare

Hotel Unstruttal: Lasst uns was gutes essen gehen - Restaurant und Weinkritik!

Will man an Saale-Unstrut was feines happern, dann wird es dünn. Warum das so ist, hat vielschichtige Ursachen. Ich jeden Falls kenne keine Weinbauregion weltweit, in der gute Küche so derartig dünn gesät ist wie an Saale-Unstrut.
Eine der wesentlichen Ursachen liegt aus meiner Sicht darin begründet, dass der Gastronomie ein heftiger Wind in das Gesicht bläst. Dieser Wind kommt aus den Weingütern. Fast jedes Weingut der Region betreibt, mal mehr, mal weniger, einen eigenen gastronomischen Betrieb. Menüabende, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern auf bzw. in Weingütern wohin man blickt. Essen im Weingut ist angesagt wie nur was. Das erschwert der Gastronomie das Leben. Von gehobener Gastronomie ganz zu schweigen. Also können nur wenige gute Betriebe existieren, Tourismusfallen davon ausgenommen, weil das einheimische Kundenpotential, verständlicher Weise, auf die große Vielfalt in den Weingütern zurückgreifen kann. Andererseits sehe ich mit wenigen Ausnahmen in der Gastronomie keine Bestrebung auf die Weingüter zuzugehen. In der Regel ist es sogar so, dass die die gute Küche bieten, bei den Weinen nur Wert auf Zweckmäßigkeit legen:"Die Schlegelfraschen von Gussek passen nicht in die Kühlung" habe ich neulich gehört. Um nicht falsch verstanden zu werden, den Gastronomen der Region bleiben genügend Touristen, um gute Geschäfte zu machen und die Touristen kommen nicht wegen der Gastronomie, sondern wegen den Weingütern und dem Dom. Ein Mißverhältnis in der Spitze existiert jedoch. Die Speisekarten ähneln sich fatal und die Weinkarten ebenso. Ich glaube das dieser Knoten eher fester wird, als lockerer. Warum, versuche ich gerade zu ergründen. Für die Weingüter, da bin ich mir sicher, wäre ein absoluter Top Gastronom in der Region wichtig. Ein Michelin Stern zieht deutschlandweit Kunden, die an hochwertigen Weinen interessiert sind. Aber es ist das alte Lied, ein solcher Gastronom bräuchte einen Mäzen außerhalb der Branche, auf die Großbetriebe wie die Winzervereinigung oder Rotkäppchen zu hoffen, ist verlorene Zeit. 
Also hat man, will man nicht nach Leipzig fahren, nicht wirklich viele Möglichkeiten. Dennoch gibt es welche, wo zumindest frisch, wertig und mit Inspiration gekocht wird. Die für mich erste Adresse in Sachen Essen in der Region ist das Hotel Unstruttal am Markt in Freyburg. Die Karte mit feinen Standards und schwäbischen (badischen) Einfluss. Zu den fast immer in der Karte zu findenden Gerichten, wie der extrem leckere Schwäbische Zwiebelrostbraten, gesellen sich je nach Saison rafinierte Kreationen aus Stall, Weide, Fluß und Acker. Derzeit (November) natürlich ein passendes Kürbissüppchen, auf den Punkt gewürtzt. Wildspeiesen sind  ebenfalls auf der Karte. Bei den Getränken muss ich das Bier loben, thüringer Rosenbräu - Kultbier, das wie auch immer die Wende überlebt hat. Nach süddeutscher Tradition nicht unter 0.4l zu bekommen, aber da es schmeckt, kein Problem. Bei meinem letzten Besuch habe ich dann mal ein paar Weine getestet, es werden ausschließlich Saale-Unstrut-Weine angeboten. 
Zu Beginn ein Müller-Thurgau von der Freyburger Winzervereinigung aus dem Jahr 2014, wie auch die folgenden Weine. Der Müller eigentlich mit gefälliger recht aromatischer Duftigkeit, die sich leider im Geschmack nicht wieder fand, eher langweilig nicht spritzig wie ich das von einen Müller-Thurgau erwarte. Aber der darauf folgende Müller-Thurgau vom Weingut Thürkind, war dagegen wie Wasser. Er schmeckte einfach nach nichts, das Bad Liebenwerda`er Wasser war da deutlich aufregender. 
Danach folgte ein Silvaner vom Weingut Herzer, halbtrocken ausgebaut jedoch ohne Charakter. Ich konnte den Wein nicht in der Region einordnen. Ein Weinstil aus der "Gründerzeit", hausbacken und langweilig.
Der letzte Wein im Bunde war dann ein einfacher Weißburgunder vom Weingut Klaus Böhme. Das war der einzige Wein, den wir ausgetrunken haben. Keine Langeweile, perfekt zum Essen, feine Mineralität und frisch. Das erwarte ich von einem Saale-Unstrut-Wein. Ein bisschen spitz, rassig und ausgewogen. 
Da das Unstruttal,sowohl bei den Speisen, als auch beim Wein kundenfreundlich agiert und die Kirche im Dorf lässt, wird jeder Wein mit Ausnahme von 2 oder 3 Spätlesen auch offen angeboten. Ich wünsche diesen wunderbaren Speisen des Restaurants bessere Weine. Ich glaube das geht. Die Bedienung war sehr aufmerksam und überaus freundlich. Der Chef kochte selbst und war, ob der Weinretoure (selbstverständlich bezahlt), ein klein wenig aufgeregt, was schließlich auch normal ist. Alles in allem ein schöner Abend, wenn auch mit Weinhindernissen. Aber das Essen reißt einfach alles raus.  

Rainer Albert Huppenbauer 19.11.2015

 

     
Tags: Hotel Unstruttal, Kürbissüppchen, Weingut Klaus Böhme
Autor: Stevie Huppenbauer | 09.12.2015 um 15:28 Uhr | 0 Kommentare

Naumburger Göttersitz "Die Wächter"

Der Naumburger Göttersitz war einmal eines der schönsten Ausflugslokale mit einem herrlichen Blick nach Naumburg und Bad Kösen. Den Blick kann man noch nachvollziehen, das Ausflugslokal oberhalb der Saalhäuser lässt sich nur noch erahnen. Der Platz hat  etwas  mystisches für mich. Wenn ich da oben bin, gerade jetzt in dieser Jahreszeit, werde ich  an Filme wie "From the dusk till dawn" oder den Tarkowski Klassiker "Stalker" nach dem Buch der Strugazkibrüder "Picknick am Wegesrand" erinnert. Ganz nebenbei wächst hier natürlich auch Wein. Ab sofort nenne ich den nur noch Wein aus der Grenzzone. Denn auch daran erinnert der Platz. Über das Ausflugslokal findet man nicht viel  bis gar nichts im Internet. Die an der Zuwegung noch vorhandenen Straßenlaternen sind kaputt und leuchten niemanden mehr Heim. Das Grunstück mit den drei Wächtern erinnerte mich den schon wieder an etwas filmisches, diesmal an die Rumpelkammer von Willy Schwabe. Für alle Wessis und unter 40 jährigen -Herr Schwabe stellte alte Filme im DDR Fernsehen vor und betrat dazu unter der Musik von Tschaikowski die Rumpelkammer.
Also Sie sollten sich diesen Platz mal ansehen, zumal hier einige großartige Weine wachsen. Durch den Zaun (Stacheldraht) kann man das aber auch nur erahnen. Auf alle Fälle ist einer meiner Lieblingsweine dabei. Der Riesling unplugged von Kim Le Thanh aus dem Weingut Gussek wächst hier hoch oben über der Saale.

Impressionen vom Lost Place
 
Göttersitz am Grenzzaun

Die Wächter 

Stalker

Der Aussichtsturm?

Verfällt der Göttersitz?

Platz der Geier 

 
Tags: Naumburger Göttersitz