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Autor: Stevie Huppenbauer | 29.11.2015 um 16:20 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Supreme erfolgreicher Beginn der Reise!

Die am 28.11.2015 veranstaltete Weinpräsentation in der Orangerie Großjena darf man getrost als gelungen bezeichnen. Die gebotene Qualität der gereichten Weine von Saale-Unstrut, der Pfalz, dem Rheingau und der Mosel war für alle Gäste beeindruckend. Leider konnten einige Gäste auf Grund der Witterungsunbilden in Süddeutschland nicht anreisen und kurzfristige Absagen der Veranstaltung schmälern lediglich die betriebswirtschaftliche Seite, nicht die Qualität.

Die teilnehmenden Winzer von Saale-Unstrut fanden sich bestätigt, dass ihre Weine auf Augenhöhe mit deutschen Spitzenerzeugern liegen.Das und gerade im viel gescholtenen Jahr 2014, dem der Generalverdacht ausgsprochen wurde, ein schlechter zu sein. Die in der Orangerie verkosteten Weine belegten, dass sowohl Gault Millau als auch Paula Bosch in ihren neusten Buch nicht genügend differenzieren und so eine Wahrheit, die des komplizierten Jahrgangs - was ja stimmt, zur Unwahrheit wird. Und nur sich aufeinander zu beziehen, reicht eben nicht aus. Da müssen sowohl die von mir hoch geschätzten Paula Bosch und Herr Datan vom Gault Millau noch etwas üben. 

Folgende Weine standen dann den Gästen zur Probe bereit:
Verein Breitengrad 51
 
Weingut Born
Müller-Thurgau trocken, 2014
Weißburgunder Höhnstedter Kreisberg  trocken BG 51, 2014

Weingut Böhme&Töchter
Chardonnay Freyburger Edelacker trocken, 2014
Weißburgunder Freyburger Edelacker trocken  BG 51, 2014

Weingut Frölich Hake
Riesling Freyburger Edelacker trocken 2014
Grauburgunder Naumburger Steinmeister trocken BG 51, 2014
Spätburgunder Dorndorfer Rappental trocken BG 51, 2013

Winzerhof Gussek
Riesling Naumburger Steinmeister  trocken, 2014
Grauburgunder Kaatschener Dachsberg trocken, BG 51, 2014
Spätburgunder Kaatschener Dachsberg trocken BG 51, 2013

Weingut Hey
Weißburgunder Naumburger Ortswein trocken, 2014
Weiße Cuvée Naumburger Steinmeister trocken BG 51, 2014
Spätburgunder Naumburger Steinmeister trocken BG 51, 2011

Landesweingut Kloster Pforta
Weißer Burgunder Saalhäuser trocken BG 51, 2014
Blauer Zweigelt Saalhäuser trocken BG 51, 2012
Blauer Zweigelt Saalhäuser trocken BG 51, 2013    


Weingut Uwe Lützkendorf  VDP Saale-Unstrut 
Riesling Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014 
Traminer Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014 
Weißburgunder Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014 
Silvaner Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014
 
Weingut Klaus Böhme Saale-Unstrut
Riesling Dorndorfer Rappental Bergstern trocken, 2014
Weißburgunder Dorndorfer Rappental Bergstern trocken, 2014
 
Weingut Rings VDP  Pfalz
Freinsheimer Weißer Burgunder  trocken, 2014
Ungstein Nussriegel Riesling trocken, 2014
Spätburgunder Gutswein trocken, 2014
Freinsheimer Spätburgunder trocken, 2014
Kallstadt Steinacker Spätburgunder trocken, 2012
 
Weingut Kirchner Pfalz
Freinsheimer Merlot trocken, 2013
Freinsheimer Cabernet Sauvignon trocken, 2013
 
Weingut Heymann Löwenstein VDP Mosel
Stolzenberg Riesling Großes Gewächs VDP, 2014
 
Kloster Eberbach VDP Rheingau
Assmanshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken  1.Lage VDP, 2013 

Die Gäste die sich mit ausschließlich positiv über die Veranstaltung äußerten hatte auch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.
Diese bestand darin die besten Weine Premiumweine von Saale-Unstrut zu küren. Dabei habe ich mein persönliches Bewertungssystem erstmals preisgegeben. Natürlich sujektiv aber ohne Spinnerei. Ich lehne niemals einen Wein ab, egal wie schlecht ich ihn finde, hat er doch eine Geschichte.
Das System ist einfach und wie ich finde ehrlich. Alle Gäste wurden gebeten nach folgenden Kriterien zu berwerten:
Bitte bewerten Sie von 1-5 
1  kann man trinken, würde ich nicht unbedingt kaufen
2  ja ein passabler Wein, würde schon mal  ich kaufen
3  der Wein macht mir Spaß,  würde ich auf jeden Fall kaufen
4  den Wein würde ich mir in den Keller legen und mit Freunden trinken
5  das ist für mich ein wirklicher Spitzenwein für den besonderen Anlass

Dabei kam folgende Bewertung zu stande:
Weißweine
1. Platz Weingut Hey Weiße Cuvée
2. Platz Weingut Lützkendorf Traminer GG
3. Platz an 4 Weine: Weingut Lützkendorf Riesling GG
                               Winzerhof Gussek Grauburgunder BG 51
                               Landesweingut Kloster Pforta Weißer Burgunder BG 51
                               Weingut Klaus Böhme Riesling Bergstern


Rotweine
1. Platz Landesweingut Kloster Pforta Blauer Zweigelt 2012 BG 51
2. Platz Weingut Frölich Hake Spätburgunder BG 51
3. Platz Landesweingut Kloster Pforta Zweigelt 2013 BG 51 

Die Abstände zwischen den Weinen waren sehr knapp. Durch die Gäste wurden zwei weine die nicht zu Bewertung standen sehr gelobt. Zum einen der Chardonnay vom Weingut Böhme & Töchter zum anderen der Müller-Thurgau von Born. 
Von den Gästeweinen, stachen in der Bewertung der Stolzenberg Riesling Großes Gewächs VDP, 2014 von Heymann Löwenstein und Ungstein Nussriegel Riesling trocken, 2014 von den Brüdern Rings heraus.


Andre Gussek erläutert seine Sicht auf die Dinge  


Matthias Hey und Uwe Lützkendorf


Marika Böhme konzentriert 
 
Wir freuen uns sehr diese Veranstaltung gemacht zu haben und werden die Reise fortsetzen. Wir informieren.

Rainer Albert Huppenbauer und Familie



  

  

    
Tags: Saale-Unstrut-Supreme
Autor: Stevie Huppenbauer | 13.11.2015 um 13:49 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Klaus Böhme präsentiert sich neu

Der Kirchscheidunger Topwinzer Klaus Böhme hat sein komplettes Marketing geändert. Der Betrieb möchte sich erfolgreich auf neue Herausforderungen, die in den nächsten 20 Jahren auf die Region zukommen, einstellen. Die Weinmarke Klaus Böhme soll gestärkt werden. Man kann der sympatischen Familie nur dazu gratulieren. Eine klare Strucktur die auf der, wie es Klaus Böhme nennt: Primärquelle der Rebe basiert, prägt fortan das Gesicht des Weinerzeugers. Klaus Böhme gliedert in Guts - und Lagenweine mit Prädilkat, an deren Spitze die Bezeichnung Bergstern steht. Bergstern ist dem Riesling und dem Weißburgunder vorbehalten. Auf das Segment der Ortsweine verzichtet Klaus Böhme vollständig.


Die neuen Etiketten 

Dass Klaus Böhme zudem zukünftig auf liebgewonnene Bereichs- und Großlagenbezeichnungen verzichtet, ist für mich fast der wichtigste Aspekt. Alles ist klar gegliedert und drückt sich über das Etikett aus. Das der eine oder andere Gastronom und Händler ein kleines Säufzerchen macht, sollte man in Kauf nehmen. Es wird genau das transportiert was einen Wein ausmacht: Rebe, Winzer und bei den Lagenweinen die Herkunft. Ich denke, dass die Entscheidung, zum Beispiel auf die Bereichbezeichnung Schloß Neuenburg zu verzichten, und dafür die Marke Klaus Böhme zu forcieren, eine sehr kluge Entscheidung für die Zukunft ist.  



 

 
Tags: Weingut Klaus Böhme, Bergstern
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2015 um 14:50 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Supreme verlässt die Region!

Nichts ist auf dieser Welt einfacher, als eine Flasche 2010er Mouton Rothschild zu verkaufen. Sie kostet um die 1000 Euro und ist trotzdem schwer zu bekommen. Dieser Wein, obwohl es noch deutlich teurere gibt, ist der Inbegriff für exclusiv, teuer und rar. Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum Weintrinker so viel Geld für eine Flasche Wein ausgeben. Vieles, auch Anlagespekulation spielt da mit Sicherheit eine große Rolle. Der wichtigste Aspekt aber scheint mir die Tatsache zu sein, dass es immer wieder, seit mehr als 150 Jahren gelingt, große Weine hervorzubringen. Die Nachfrage kann selten befriedigt werden und das, oder gerade wegen dem hohen Preis. Es gibt aus meiner Sicht nur ein einziges Produkt in der Welt, dass diesen  Wein noch topt. Dieses Luxusgut stammt aus dem sonnigen, sozialistischen Kuba und ist ein Sammlerstück in Buchform mit 20 hochwertigen Zigarren für etwa 1300 Euro. Man braucht Glück und wirklich sehr gute Beziehungen, um ein solches "Buch" zu ergattern. Eines aber haben all diesen guten Stücke gemeinsam, sie werben mit ihrer Qualität für sich selbst und und werden so zum KULT. Dieser Kult nutzt nicht nur dem speziellen Produkt an sich, sondern verlagert sich auf ganze Regionen und sogar Länder. Niemand würde heute ernsthaft behaupten, Bordeauxwein oder kubanische Zigarren sind von schlechter Qualität. Dennoch, auch noch so teure Luxusgüter, man kann über deren Sinn sicher trefflich streiten, kommen ohne Botschafter, die für sie und mit ihnen werben aus.

Als Weinhändler und Buchautor beschäftige ich mich sehr umfänglich mit Saale-Unstrut-Wein. Ich habe lange darüber nachgedacht, mit welchen Mechanismen man arbeiten muss,  um qualitativ hochwertige Weine aus der Saale-Unstrut-Region in Deutschland bekannt zu machen.  Irgendwann kam mir dann der Gedanke, die Saale-Unstrut-Weine von denen ich überzeugt bin, aus der Region herauszutragen. Ein erster Schritt war mein Buch Saale Unstrut / vina mediterranea.  Der zweite Schritt, der nun logisch folgt heißt: Saale-Unstrut-Supreme. Es steht für eine Veranstaltungsreihe mit den hochwertigsten Weinen der Saale-Unstrut-Region. Der Start erfolgt in der Region selbst, die die Weine hervorbringt. Die Fortsetzung soll dort erfolgen, wo niemand auch nur eine Ahnung davon hat, was ihn bei diesen Weinen erwartet. Dafür muss ich mit Partnern reden, die auch ein hartes Leben für Qualität führen. Der Weg, so glaube ich, wird dann erfolgeich sein, wenn ich Köche, Sommeliers  oder Restaurantbesitzer in Hamburg, Stuttgart oder München, die sich ausschließlich an Qualität messen lassen wollen, für diese Weine begeistere. Es wird mit Sicherheit nicht leicht, aber  gemessen an den anderen Herausforderungen die auf uns zukommen, ist es geradezu ein Kinderspiel. 
Natürlich, einfacher wäre es teure Bordeauxweine zu verkaufen. Aber es wäre auch langweilig. Wenn es irgendetwas gibt, was ich nicht brauche, dann ist es Langeweile. Also hier meine Bitte, folgen Sie Saale-Unstrut-Suprem zunächst mal in die Orangerie nach Großjena. Die Lafer`s, Hennsler`s und Raue`s müssen sich noch etwas gedulden. 
Tags: Saale-Unstrut-Supreme
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.10.2015 um 10:12 Uhr | 0 Kommentare

Der 2015er Jahrgang wird sehr gut!

Gerd Müller ist an Alzheimer erkrankt. Glück gehabt möchte man hinzufügen. Mal im Ernst, von dem was gerade in unserer Welt passiert unverschuldet  nichts mitzubekommen, ist wie ein Volltreffer im Lotto. Auf der anderen Seite aber eben auch nicht, denn man verpasst auch einen der vermutlich (?) besten Weinjahrgänge des 21. Jahrhunderts. Von Portugal bis Moldawien und  von Sizilien bis an Saale und Unstrut meinte es der Klimawandel gut mit den Winzern. So gesehen, in Erwartung des 2015er Jahrgangs, ist Gerd Müller eben doch beschissen dran. Zum Glück merkt er es nicht. Alles Gute Gerd im Reich des Nichts. Wünsch Dir einen Omnibus mit Fahrer, ich bin sicher der Rummenigge macht das. 
Zurück an Saale und Unstrut, die Lese, manche sagen auch Ernte, ist im vollen Gange, die Qualität des Lesegutes ist hoch, die Quantität ebenso. Beste Voraussetzungen also für einen tollen Jahrgang. In Erwartung dessen was wir im nächsten Jahr an Wein trinken dürfen, hatte ich an den Weinbauverband von Saale-Unstrut eine Anfrage gesendet. Ich fragte ob es nicht möglich ist, von jeder zu verkaufenden Flasche 2 Cent für die Flüchtlingsproblematik zu spenden. Symbolisch einen Cent auf die Käufer und einen Cent auf den Erzeuger umzulegen. Man kann darüber denken wie man will, also die Menschen zu begrüßen die zu uns kommen, oder auch nicht. Das muß jeder mit sich ausmachen. Natürlich löst der Cent  das Problem nicht. Weil nämlich nicht die Flüchtlinge das Problem sind, sondern wir. Unser Lebensstandard gründet sich maßgeblich auf der Benutzung der Armut anderer Länder in anderen Erdteilen.  Wir haben das verursacht und man kann mich jetzt für naiv oder unrealistisch halten, wir werden es bezahlen müssen, so oder so. Wir wissen, oder wollen es nur noch nicht wissen. Und so gesehen ist es das Beste, wenn wir freiwillig anfangen zu teilen. Das ist die Symbolik, diese beiden Cent sollten uns zum Nachdenken anregen.  In vielen Gesprächen mit Winzern die ich in den letzten Tagen geführt habe, gab es nur Zustimmung, bis auf eine Ausnahme, der Vorstandsvorsitzende der Winzervereinigung Siegfried Boy, sagte deutlich nein. Und damit war die Sache für ihn gegessen. 
Warum, hat er nicht gesagt. Eventuell geht es ja nur um folgende Maxime:
Das haben wir noch nie gemacht. ....Alles soll so bleiben wie es war.....Veränderungen bringen Unruhe....Na dann bauen wir eben eine Mauer. 
Ich freue mich sehr auf den kommenden Jahrgang, wenn auch die Freude getrübt ist, es bleibt die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zu letzt.

Ihr Rainer Albert Huppenbauer 
        Tags: Saale_unstrut_wein 2015
Autor: Stevie Huppenbauer | 11.09.2014 um 15:52 Uhr | 0 Kommentare

Rebi - aus der Flasche

Rebi noch nie gehört, jedenfalls bis zum 06.09.2014. Es war  Weinfest beim Weingut Böhme & Töchter es gab auch Rebi, keine Angst, nicht noch eine neue Rebzüchtung von der keiner mehr weiß, wie es eigentlich dazu kam.Es gibt ja auch genug. Rebi ist, wie der Name schon etwas verrät, ein Produkt das mit der Rebe, also dem Wein zu tun hat.Rebi gibt es auch im Netz zu kaufen. 
Bester Ansprechpartner ist hier die saale-unstrut-vinothek.de.  Was es damit auf sich hat ist leicht erklärt, Rebi ist ein weinhaltiges Getränk, das mittels eines Grundweines, der Zugabe von 25% Wasser  und angereichert mit Kohlensäure , durchaus das Zeug zum lustigen Unterhalter  hat. Das Wasser hat primär die Aufgabe den Alkohohlgehalt des Grundweines zu senken, und so,  das Getränk gefälliger zu machen. Der dahinter steckende Geist ist einfach. Trink was Gutes und bleib lange wach.
Erdacht haben sich die 3 Macher Marika Böhme, Sandro Sperk und Christian Figueras, im übrigen alle drei studierte Geisenheimer die Sache so: Der Grundwein sollte ein authentischer Wein einer bestimmten Region sein. Es soll in jedem Jahr ein anderes Anbaugebiet/Winzer ausgewählt werden und ein, das ist nur logisch, anderer Wein verwendet werden. Soll heißen, Rebi zieht durch Land, wechselt Winzer und  Anbaugebiet. Die Rebi Macher wollen allerdings den auf den Tisch klopfenden Kümmerling Trinkern nicht den Spaß verderben, das soll so bleiben. Rebi versteht sich viel mehr als hochwertig, frisches und limitiertes Getränk nahe am Wein, weit weg von Weinschorle. Und so habe ich es auch empfunden. Na dann Prost Rebi.
P.S Der nächste Einsatzort von REBI ist vermutlich am kommenden Wochenende ( 12.-14.09.2014) zum Winzerfest in Freyburg in der Jugendkurve.Gleich hinter der Jahnsporthalle.