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Autor: Stevie Huppenbauer | 01.08.2017 um 14:56 Uhr | 0 Kommentare

Der Gault Millau stellt sich neu auf…. Gut so!?

Na dann mal los, ein solcher Schritt bleibt nicht ohne Konsequenzen und die abgewählten Tester machen dann den Vinum Wein Guide. Noch einer der uns sagt, was wir zukünftig zu trinken haben.
Aber mal langsam, der ZS Verlag hat sich vor kurzem vom bisherigen Geschäftsführer und Herausgeber des Gault Millau, Joel B. Payne, getrennt.
Mit ihm verlassen alle angestammten Verkoster das Boot. Wow möchte man sagen, dass das nicht ohne Schmerzen abging ist wohl verständlich. Aber, so ist meine Einschätzung, es wurde Zeit. Vermutlich war es auch teuer. Die Zielstellung des Verlages, der die Lizenz für den Gault Millau Weinguide übernommen hat, ist es nach eigenen Worten, den Verkostungsprozess zu professionalisieren. Im Umkehrschluss, ließ dies die bisherige Praxis vermissen?
Egal, es wurde Zeit etwas zu verändern, es gründlich zu tun ist das Beste, was dieser Publikation (Gault Millau) passieren konnte.  Heute nun am 01.08.2017 wurde das Verkosterteam vorgestellt.  Hier die Namen, der „Carreer“  und die Anbaugebiete:
 
Das Verkosterteam des Gault & Millau Weinguides
 
Jochen Benz
Sommelier des mit drei Kochmützen und zwei Sternen ausgezeichneten Restaurants «Atelier» im «Bayerischen Hof» in München. Dozent an der IHK Akademie München. Zu seinen früheren beruflichen Stationen zählen «Thurnher’s Alpenhof» in Lech, «Geisels Werneckhof» in München und das «Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe». Schwerpunkt: Baden
 
Felix Bodmann
Gründer und Moderator der Webweinschule (webweinschule.de). Begann seine Karriere als Autor und Redakteur in einem Fachzeitschriftenverlag. Dann 15 Jahre im digitalen Marketing. Preisgekrönter Weinblogger (schnutentunker.de) und Autor des Buchs «Weinschule 2.0». Schwerpunkte: Nahe, Ahr
 
Cordula Eich
Schrieb und verlegte sieben Jahre lang den «Super Schoppen Shopper», einen Einkaufsführer für Supermarktwein, für den sie über 14'000 Weine verkostete (supershoppen.com). Lieferte zwei Jahre lang Beiträge für die stern.de-Weinschule. Regelmäßige Auftritte als Weinexpertin beim WDR. Lehrbeauftragte an der University Geisenheim im Bereich «Wein und die Neuen Medien». WSET Zertifikat in Wines & Spirits Level 3. Betreibt seit 2016 ein eigenes Weingut in den Niederlanden. Schwerpunkte: Mittelrhein, Hessische Bergstraße, Rheingau
 
Otto Geisel
Erster öffentlich bestellter und vereidigter Weinsachverständiger Deutschlands. Initiierte zusammen mit Eckart Witzigmann den Bachelor-Studiengang «Food Management» an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Gründete 2011 das Münchner Institut für Lebensmittelkultur (ottogeisel.de) und engagiert sich für die Initiative Food & Health (food-and-health.org). Schwerpunkte: Baden, Pfalz, Altweinproben
 
Jossi Loibl Freier
Weinautor für Magazine wie «Lust auf Genuss», «Meine Familie & Ich» sowie Chefredakteur des Münchner Restaurantführers «DelikatEssen». Lehrbeauftragter für das Thema «Kulinarische Rhetorik» im Studiengang «Food Management» an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Mitglied in diversen Weinjurys und Dozent der Weinschule «einfach genießen». Schwerpunkt: Pfalz
 
Natalie Lumpp
Mit ihrem Unternehmen «Wein erleben!» organisiert sie Weinseminare und Reisen und ist als Weinberaterin und Autorin tätig. Regelmäßig sieht man sie als Weinexpertin im Fernsehen. Zu ihren beruflichen Stationen gehören die «Traube Tonbach», das Restaurant «Bareiss» in Baiersbronn sowie das «Imperial» des Schlosshotels Bühlerhöhe. Schwerpunkt: Württemberg
 
Janek Schumann
MW Erlangte nach einer Karriere in der Finanzbranche 2003 zunächst das WSET Diploma in Wines & Spirits, dann 2015 den Titel Master of Wine. Tätig als Lecturer und Consultant.* Besitzt im sächsischen Freiberg die Weinhandlung «La Vinothèque» sowie die Weinbar «Herder Zehn» mit 1500 Positionen auf der Karte. Schwerpunkte: Sachsen, Saale-Unstrut, Mosel
 
Herbert Stiglmaier
Diplomjournalist und IHK-geprüfter Sommelier. Seit 1991 Fernsehredakteur beim Bayerischen Rundfunk und dort seit 2009 verantwortlich für die Weinfachberichterstattung. Schreibt für die Süddeutsche Zeitung über Wein. Schwerpunkt: Franken
 
Melanie Wagner
Chefsommelière im «Franz Keller Schwarzer Adler» in Oberbergen am Kaiserstuhl. 2010 vom Gault&Millau zur «Sommelière des Jahres» gekürt. 2015 mit dem internationalen Eckart-Witzigmann-Preis in der Sparte Lebenskultur ausgezeichnet. Ausgebildete Winzerin, absolvierte ihre Lehre im Weingut Bercher in Baden. Schwerpunkt: Rheinhessen, Altweinproben
 
Britta Wiegelmann
Journalistin und Weinexpertin. War neun Jahre für die Zeitschrift «Vinum» in Bordeaux tätig und drei Jahre als Chefredakteurin in Zürich. Abschluss eines einjährigen Diplomstudiengangs an der Fakultät für Önologie der Universität Bordeaux. Lehrbeauftragte für das Thema Wein im Studiengang «Food Management» an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Autorin für die Zeitschriften «Beef!» und «Marmite». Schwerpunkte: Mosel, Rheingau, Rheinhessen, Altweinproben
 
Astrid Zieglmeier
Leitet seit 14 Jahren die Fachabteilung zur Weiterbildung Sommelier IHK und seit 2012 den Fachbereich Gastronomie & Genuss der IHK Akademie München, welcher Weiterbildungsmaßnahmen für Branchenprofis anbietet. Schwerpunkt: Logistik.
 
Es bleibt zu hoffen, dass die Konsequenz des eingeleiten  Prozesses sich tatsächlich auch im Gault Millau wiederfindet. Es ist nicht damit getan, über Jahre falsch verwendete Inhalte neu zu formulieren oder Bildmaterial auszutauschen. Eine wirkliche, vermutlich auch angestrebte Unabhängigkeit ist in der Weinbranche schwer durchzusetzen. Wo das Prinzip jeder kennt jeden existiert, hat vermutlich jeder der neuen Tester auch so seine Lieblingswinzer. Da ist eben Selbstdisziplin oder Blindbewertung angesagt. Ich jedenfalls begrüße den Neuanfang, die Zeit wird zeigen, ob er einer war.   

Rainer Albert Huppenbauer  
Tags: Gault Millau
Autor: Stevie Huppenbauer | 20.07.2017 um 13:11 Uhr | 1 Kommentar

Breitengrad 51, die Weine sind gekürt!

Die Winzer des Vereins haben unter Beteiligung von fünf Gastjuroren ihre Spitzenweine gekürt. Mit dabei auch die beiden „NEUZUGÄNGE“ Andre Zahn und Wolfram Proppe der beiden gleichnamigen Weingüter, wenngleich in diesem Jahr noch nicht mit Weinen, die zu bewerten waren, dabei .


v.li.n.re.: Volker Frölich, Jochen Hinderer (Born) Andre Gussek, Christoph Lindner (LWG), Matthias Hey,
Wolfram Proppe, Andre Zahn,

Was herauskam ist ein in vielen Teilen überraschendes Ergebnis und zeigt, dass jung gefüllte Weine selbst die Winzer die sie eingestellt und „gemacht“ hatten, vor das Problem stellten, ihren eigenen Wein zu erkennen. Und ich muss zugeben, so anstrengend wie in diesem Jahr, war es noch nie. Aber die Kehrseite: Ich habe viel dazu gelernt.
Das lag zum einen an der Kürze der Zeit in der die 24 Weine, inklusive Piraten (Weine die nicht von den Winzern des Vereins stammen) zu probieren waren. Alles wie immer in Blindprobe, bei der die Weine in neutrale Flaschen gefüllt, nur mit einer Nummer versehen wurden. Da ich selbst Mitglied der „Jury“ bin, erlaube ich mir die nun folgende Anmerkung:
Das wichtigste Ergebnis ist, dass es eine handvoll Weine auf Anhieb geschafft haben, zwei weitere nach kontroverser Diskussion, das begerhrte Siegel tragen zu dürfen. Wie viele und welche davon nun am 12.08.2017 in Pforte präsentiert werden, ist den Winzern überlassen. Eines möchte ich schon verraten, zwei glatte Durchläufer (prämierte Weine) bei Weiß- und Rotwein diesmal nur vom Weingut Böhme & Töchter aus Gleina. 


 
Ich hatte den Eindruck, dass sich dieser wichtige Tag für die teilnehmenden Winzer zwischen Tür und Angel abspielte. „In einer Stunde müssen wir mit der Probe durch sein“ so die Aufgabenstellung.  Dann die Auswertung und eine Auflösung der „Versammlung“ mit Schallgeschwindigkeit, so dass man Annehmen musste, der eine oder andere hatte Angst, dass Donald Trump Hand in Hand mit Angela Merkel in Roßbach auftaucht. Und das will nun wirklich keiner sehen, außer Putin eventuell, aber der kam auch nicht.  
Und so bot mir Volker Frölich eine Havanna Zigarre an, wir tranken den ein oder anderen wirklich guten Wein und genossen den milden Abend in Roßbach. 
Schade dass sich niemand mehr Zeit nimmt, mal was in Ruhe zu machen. Das war auch an diesem Abend sehr auffallend.
Zu den Weinen ist zu sagen, dass das vorgelegte Niveau dem Anspruch gerecht wurde. Eine Überraschung für mich war ein Wein der von Wolfgang Proppe vorgelegt wurde. Eine Cuvée aus Chardonnay und Pinot Blanc, der, geht es nach der Satzung des Vereins, wohl kein Breitengradwein werden kann, da Chardonnay vom Verein als nicht gebietstypisch eingestuft wird. Man sollte aus meiner Sicht darüber und über den Bewertungsmodus mal reden. Es geht nur schwanger oder nicht schwanger, ein bisschen schwanger, so sagt der Volksmund, gibt es nicht.
Nun gut der Rede, freuen wir uns auf die Präsentation am 12.08.2017 in Pforte, die neben den prämierten Weinen einiges bereit hält. Unter anderem die erstmalige Einbindung der neuen Vereinsmitglieder. Die Palette ist breiter, die Schlacht offen. 
 
Rainer Albert Huppenbauer, Juli 2017 
Tags: Breitengrad 51,
Autor: Stevie Huppenbauer | 03.07.2017 um 22:59 Uhr | 0 Kommentare

Restaurantkritik Ratskeller Naumburg

Wie es sich für einen Ratskeller gehört, befindet sich der Naumburger im Rathauskomplex. Direkt am wunderschönen Marktplatz der Stadt, ist das Lokal zu finden.  Einige Außenplätze und natürlich der langgezogene Gewölberaum bieten eine gastliche Atmosphäre, sieht man mal von der gewählten Beleuchtung ab.
Der Ratskeller bietet eine wirkliche Besonderheit, beherbergt er doch in seinen Räumen eine eigene Brauerei. Entsprechend schmackhaft ist das Bier. Das restliche gastronomische Konzept lautet: Gut bürgerlich und geht davon aus, dass neunzig Prozent der Gäste vermutlich nur einmal im Leben dort einkehren. In der Tat ist es wie bei allen derartigen Häusern weltweit, der Tourist ist König, der Gast muss warten. Da auch der Tourist Gast ist, wartet der natürlich auch. Für alle, die die warteten, gab es heute für die Wartezeit auf das Essen einen Kümmerling oder wahlweise einen Kaffee aufs Haus.  
Der Koch wäre neu und kennt sich noch nicht so aus, so die Begründung. Da ich nun aber schon dreimal dort zu Gange war, muss der Koch ganz schön oft wechseln. Nun gut, ich bekam nach rund fünfzig Minuten das bestellte Essen. Da außer mir noch etwa fünfundzwanzig Personen anwesend waren, stellte sich mir die Frage: Wie lange muss man wohl warten, wenn es hier voll ist. Vorsichtige Schätzung 150 Plätze.
Nun gut der Kritik zum Warten, zum Essen. Ich hatte eine Grillhaxe, die war in Ordnung, das Kraut ebenfalls. Bei den Knödeln war der „Kautschukanteil“ ein wenig hoch. Für die optische Hygiene auf dem Teller wäre sehr zu empfehlen, dass der Senfbehälter nicht in der Sauce schwimmt. Das gab es nicht mal bei der HO.  Lobenswert, der Wirt gibt kleineren Winzern, wie Roland Bähler aus Freyburg eine Möglichkeit, Weine zu präsentieren. Nebenbei bemerkt, Bählers Weine sind ein Geheimtipp. Sehr gut, aber sehr rar. Das Servicepersonal im Salzburger Dirndl ist sehr bemüht die Wartezeit zu erleichtern. Stellt sich die Frage, muss es denn ein Alpendirndl sein?  Wir leben doch in Mitteldeutschland, wie wäre es mit thüringer Trachten, das ist nicht ganz so weit hergeholt.  Der Koch war, so wie es an dem Abend aussah, Einzelkämpfer und damit nicht unmittelbar fürs Warten verantwortlich. Er war sichtlich bemüht und unterstützte den etwas überforderten Service beim servieren der Speisen. Ach ja die Preise, die sind wohl eher dem Eingangs genannten Konzept geschuldet. Die wenigsten sind öfter zu Gast, sie wohnen einfach zu weit weg. 

Rainer Albert Huppenbauer
03.07.2017
Autor: Stevie Huppenbauer | 28.06.2017 um 21:23 Uhr | 0 Kommentare

Restaurantkritik Gasthof Zufriedenheit in Naumburg

Restaurantkritik  „Gasthof Zufriedenheit“ in Naumburg
 
Wenn ich in ein Restaurant gehe, will ich es schön haben. Andere wollen essen bis sie platzen. Wieder andere wollen sparen. Für alle, die es schön haben wollen, gibt es in der Stadt Naumburg (Saale) kurz vor dem Dom ein Hotel und Restaurant, das nicht nur regionale Maßstäbe setzt. Ich war jetzt drei Mal zu Gast und erlaube mir, meine Meinung darüber kund zu tun.
 
Um es vorweg zu nehmen, es war jedes Mal ein schönes Erlebnis. Aber der Reihe nach. Das Haus wurde im März 2017 nach rund zwei Jahren Bauzeit eröffnet. 
Ein Berliner Unternehmer steht dahinter und wird wohl auch in der nächsten Zeit als Mäzen zur Verfügung stehen müssen. Nicht etwa weil die Qualität nicht stimmt ist das so, sondern gerade weil der Qualitätsanspruch sich in einer Region behaupten muss, die derlei noch nicht kennt, wohl aber dringend nötig hat. Sicher, es gibt manch gute Adresse an den Flüssen der Weinregion und der Kulturlandschaft aber keine hat es bisher weder versucht noch vermocht, einen Anspruch in dieser Güte zu etablieren. Das Zauberwort heißt Sterneküche, wenn auch im Moment noch ohne Stern.
Nun habe ich schon viele Ansprüche erlebt und gehofft, dass in Punkto Qualität eines Restaurants sich etwas tut. Leider verlief das bisher immer im Sande, weil die Besitzer, seien es nun die des Hotels Edelacker oder die der Naumburger Hotels der CK Gruppe, abwinken obwohl sie in der Lage wären, Gleiches zu leisten. Sie wissen und können es eventuell nicht besser. Einzig das Hotel Unstruttal in Freyburg ist gastronomisch, auch ohne Mäzen, nun in guter Gesellschaft. Ein Ansporn, im Weinsegment etwas zu tun, sollte sich rasch bis nach Freyburg herum sprechen.
 
Zum Restaurantbesuch ist mithin nicht viel zu sagen. Gekonnte Kreationen, minimalistisch auf dem Punkt. Die Vorspeisen, wir hatten beim letzten Besuch während des Kirschfestes Jacobsmuscheln auf Thymianpürée an einem Kirschsud.
Sehr deliziös und die Muscheln zergingen am Gaumen. Die Hauptgänge zum einen eine Variation aus Königsberger Klopsen mit Flusskrebsen und einen Klassiker, Kalbsschnitzel mit lauwarmen Kartoffelsalat.  Beides unwiderstehlich und so portioniert, dass wir glücklich nach Hause gehen konnten. 
 
Das Personal, noch in einer „Findungsphase“, ist motiviert und wird kleinere Defizite,  betrachtet man es im Zusammenhang mit dem jugendlichen Alter des Restaurants, in Kürze abgelegen, davon bin ich überzeugt.
Bleibt die Weinkarte, ein regionales Novum, in der das wirklich Beste der Region in Reih und Glied mit großen Weinen von deutschen und europäischen Spitzenerzeugern steht. Das Ambiente ist mediterran, der Innenhof römisch und dennoch modern. Kein bisschen zu viel oder zu wenig. Alles im Einklang mit zufriedener Gastlichkeit.
Eine lohnende Adresse für alle, die es schön haben wollen.  

Rainer Albert Huppenbauer, 28.06.2017  

Autor: Stevie Huppenbauer | 12.06.2017 um 22:01 Uhr | 0 Kommentare

Hotel zur alten Schmiede - Restaurantkritik Teil 2 ein Jahr später!

Irgendwie hatte ich es im Blut, einer Menge Menschen habe ich die "Alte Schmiede" in Naumburg empfohlen. Als meine Nichte dann im März ihre Geschichte von total zähen Ochsenbäckchen erzählte, wurde ich mißtrauisch.
Eine Leipziger Touristengruppe, der ich ebenfalls im letzten Jahr die Schmiede empfahl, fühlte sich gar verscheissert. Also ging ich heute, 12.06.2017 selber hin.
Zunächst wie gewohnt das Positive: Die Weinkarte hat sich geändert. Das Weingut Herzer findet nicht mehr statt. Bravo möchte man rufen. Aber es ist wie immer, so eine richtige Weinkarte ist es nach wie vor nicht. Keiner der wirklich wichtigen, und guten Erzeuger aus Naumburg ist zu finden. Weder Gussek noch Hey oder Lützkendorf. Das Landesweingut als Alibi, der Rest zweite und dritte Reihe aus Zeitz und Bad Sulza. Dass die Winzervereinigung präsent ist, versteht sich in dieser Gemengelage von selbst. ( GEIZ IS"S"T und TRINKT GEIL)
Zum Essen: Nichts ist vom letzten Jahr übrig geblieben. Keine Handschrift mehr. Naumburger Allerlei. Vermutlich hat der Koch gewechselt, oder er war im Urlaub. Die Suppe, Kartoffel - Apfelrahmsuppe eine schöne Idee, die Umsetzung zu Sauer. Die Rinderroulade war trocken und hatte genau den Biss, den man sich nicht wünscht.  Die Sauce passabel, die extra bestellten Kartoffelspeckplätzchen hatten zu viel Öl gesehen und waren fettig. Die zweite gewählte Beilage (Bohnen und Tomaten) waren das Beste am Gericht.
Das Personal war flink, freundlich und sehr bemüht, es behaglich zu machen. Angesprochene Mängel wurden entschuldigt. 
Alles in allem, mal abgesehen von den Ansprüchen des Hoteleigners und dem wirklich sehr bemühten, aber verunsichert wirkenden Service, ist die vier Sterne  Ausweisung  für die Gastronomie des Hauses in keiner Weise mehr gerechtfertigt.  
Warum sich in einer so kurzen Zeit eine solche Entwicklung ereignet hat, sollte der, der an der Spitze des Hauses steht mal hinterfragen. Im Übrigen, nur einhundert Meter weiter im Steinweg befindet sich der Gasthof Zufriedenheit. Da finden Sie all dass, was die Schmiede nicht bietet. Einfach mal hingehen. Alles auf den Punkt, auch ohne Stern.
Ein altes Sprichwort sagt: Der Fisch .... und so weiter. Ich glaube das Küchenpersonal der Schmiede will und kann besser. Aber was soll es, wenn es der Kopf sparen will. Das Haus könnte eine dringend nötige Bereicherung der Szene in Naumburg sein. Wie gesagt es könnte und auch finanziell wäre es möglich. Doch es ist neues Geld und kein konservatives, es fehlt an Geschmack in der Chefetage. Schade, im letzten Jahr dachte ich der Knoten ist geplatzt. Tja und da die obere Etage auch noch beratungsresistent ist, wird der untere Durchschnitt wohl bleiben. Hat auch sein Gutes, da gibt es dann im Lindenring neben der "Auspsanne zum Alten Krug" und der kurdischen Pizzeria gleich nebenan, drei mal Gastronomie auf Augenhöhe. 

Rainer Albert Huppenbauer
12.06.2017
     
Tags: Naumburg, Hotel zur alten Schmiede