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Autor: Stevie Huppenbauer | 10.11.2013 um 15:08 Uhr | 0 Kommentare

Von einem der immer Recht haben will und der trotzdem irrt!

Eigentlich gibt es nicht viele Fotografen, denen man demagogische Züge zuordnen kann. Bei einem ist das anders. Er ist durch und durch ein demagogischer Agitator und nebenbei auch noch Fotograf. Seine Schrift  vom heutigen Tage  ist wieder so ein Beispiel. Jahrgang 2010, außer "rund hundert Weine" deutscher Winzer waren trinkbar, der Rest war sauer.  Er, der Robin Hood der Weine hat es erkannt und nur das zählt. Dann das herumgehacke auf Leuten, die er 20 Zeilen weiter zitiert. Er nennt sie Elitetrinker und sagt nicht wen er meint. Das Volk jubelt bei so viel Erleuchtung. Aber die Klarstellung, dass er Recht hat, braucht der Demagoge für die nächste Wahrheit. Er das Orakel  an der Wand sagt, wer macht den besten Wein im Land?  Dann erscheint er,  sein neuer bester deutscher Winzer überhaubt, der mit der Spontangärung und dem Terroirgedanken.  Er gerät  wie  folgt in Verzückung : "In der Nase etwas Pfirsich, mehr noch Zitrusfrüchte, kandierte Frucht, nasse Tupperware, dann Distel, blühende Minze, ein wenig Johannisbeere, Zeitungspapier. Auf Zunge und Gaumen neben dem Steinobst etwas Birne und eine das Korsett eng schnürende Mineralität. " Mit Ausnahme der nassen Tupperware, dem Zeitungspapier und der Distel, alles gängige Rieslingbeschreibungen, wie sie zum Beispiel von Pascal Dautel gebraucht werden. Da liegt man richtig und spinnt noch was dazu, um den pöbelnden Weinyuppies Land auf Land ab, neue Argumente zu verpassen.
Und ganz so nebenbei, wird dann noch erwähnt, nicht nur der Fotograf mit dem Wiener Schmäh sieht das so, nein, auch völlig zu Recht der Gault Millau. Allerdings nach ihm, er war der Erste. Dumm nur, das die Pressemitteilung des Gault Millau schon am 08.11.2013 veröffentlicht wurde. Die hat der fotografierende, selbsternannte  Weinessayist vermutlich auch bekommen, bei Wittman angerufen, gefragt wie die Eltern heißen und los geht es. Das er mit dem Gault Millau übereinstimmt,  ist reiner Zufall, wenn auch ein komischer.

Autor: Stevie Huppenbauer | 10.02.2013 um 13:43 Uhr | 0 Kommentare

Maritimer Drahtzieher verkündet Nonsens!

Er hat es tatsächlich geschafft, mit Plattitüden, Kotzen vor laufender Kamera und diesem gewissen österreichischem Schmäh (na, na,  net Dollar, Schilling übertreiben woll mer´s net)*  in der Galeria Kaufhof  tapfer von der Wand zu grinsen. Das soll mich aber nicht abhalten, den selbsternannten NEUPARKER mal wieder was zu schreiben.  
In einer Zeitung vom 10.02.13 steht in seiner Schrift mal wieder unerträglicher Schwachsinn gepaart mit zutreffenden Bemerkungen über den einen oder anderen Wein. Er vekündet also folgende Theorie: "  Die meisten Weintrinker sind seit langer Zeit auf einen Weinstil eingestellt, der in den frühen 90er-Jahren von vornehmlich amerikanischen Weinjournalisten vorgegeben wurde. Blitzsaubere, fruchtige, tanninreiche und meist sehr alkoholische Weine, die auch in unseren Breiten trotz Kritik ("Coca-Cola-Weine") auf viel Gegenliebe stoßen. Diese Weine sind von der technischen Art der Herstellung geprägt sowie von kleinen Holzfässern und dem sogenannten Toasting, das dem Holz die Geschmacksrichtung gibt."
Man kann dieses Gerüst mit einer Frage aushebeln. Diese lautet: was war zuerst da, der Wein oder die Kritik der amerikanischen Weinjournalisten? Natürlich der Wein. Es wurden Weine bewertet und in Kritiken einbezogen, die tatsächlich die beschriebenen Merkmale enthielten. Diese schmeckten dem Kritiker und plötzlich, wie von Geisterhand, machten alle das Gleiche? Der Stand heute ist, 100 Punkte sind noch genau so unsinnig wie vor Zwanzig Jahren. Und doch schmecken diese Weine anders. Es in dem von Reinhard Löwenstein geprägten Begriff  "Coca Cola Wein" münden zu lassen, ist einfach nur dämlich  wie von Kevin Kline in ein Fisch Namens Wanda gespielt. Es trifft nicht, es ist pures Gelaber für  neureiche Yuppies. "Coca Cola Wein" ist  ein Getränk, so versteht es jedenfalls der, der diese Diskussion mal angeschoben hat, dass es möglich wird, dass  sich jeder Wein leisten kann. Im Gegenzug dazu sollte er in Kauf nehmen, dass diese Weine industriell hergestellt werden und überall auf der Welt gleiche Merkmale haben. Da ist noch kein Wort über Qualität und schon gar nicht über Geschmack gefallen. Ein Beispiel: Grange von Penfolds und Château Margaux erhalten immer hohe Bewertungen von Parker und sind doch grundverschieden. Einzig die Methoden der Herstellung, technische Möglichkeiten und Selektion im Weingarten sind ähnlich.  Die von Parker bewerteten Weine, sind (mit wenigen Ausnahmen vermutlich gut zahlender Sponsoren, Handelsmarken oder Handelsketten) in einem preislichen Bereich, der für die meisten Weintrinker eher unerschwinglich ist. 
Die Krönung des Donaukapitäns ist dann im weiteren  eine neue Gegenbewegung zu postulieren, die es schon immer gibt. Reinhard Löwenstein von der Terrassenmosel macht das seit 30 Jahren und wurde am Beginn nur belächelt. Heute legt sich jeder Winzer, der was auf sich hält,  bei Präsentationen einen Stein aus seinem  Weingarten auf den Tisch und erzählt von seinem Terroir. Völlig wurscht ob eine Erntemaschine durch die Reihen raddert oder jemand auf allen Vieren den Berg hoch kraucht. Alle beschwören Terroir und verteufeln den Fortschritt -aber nicht bei uns-, selbst Rotkäppchen und die machen nun wirklich "Coca Cola Wein".
Dafür nun Parker verantwortlich zu machen, ist eben einfach dumm.
Um es ab zu schließen, der Artikel ist wiedermal ein Kunstprodukt, weil mal wieder was geschrieben werden  musste (so der Vertrag ?) und ein guter Freund einen Wein transportieren wollte, von dem er zu viel auf Lager hat. Die Sache mit der Baumpresse macht es rund und dem geneigten Yuppie Weinpuristen läuft der Sabber.

* ist von Falco
Tags: Heymann Löwenstein, Parker, Coca Cola
Autor: Stevie Huppenbauer | 06.04.2014 um 12:50 Uhr | 0 Kommentare

Kein "Arschjahrgang" 2010?

Ist ja beinahe nicht zu glauben, der schlechteste Jahrgang Deutschlands seit der Reblaus hat doch gute Weine. Die Erkenntnis eines gewandelten Direktionsassistenten? Nein, er hat es immer gewußt, nur eben nicht gesagt, es hat ja auch keiner gefragt.  2010, so der Mann aus dem Vorzimmer an der Spree, hat, wenn der Winzer sein Handwerk versteht, durchaus etwas zu bieten. Sagt er. Im Grunde liebe Freunde, ist das immer so. Ich kenne Winzer, die haben ihre Weinparzellen direkt neben einander, der eine macht Wein der andere Kochzutaten - im besten Fall.
Und genau so ist das mit den Jahrgängen, die sind  regional für alle gleich. Und der eine macht eben Wein und der andere .... Und so weiter.   Und wie der Teufel es will, war ich gestern bei Bernard  Pawis zum Menüabend, ein deutscher Spitzenkoch war zu Gange, die Gäste hoch zu frieden, da rückte Berhard Pawis einen 2010 Riesling Mühlberg raus. Leider alle, aber eben eine Wucht. 
Schon dieser Wein widerlegt die blödsinnige Theorie des Arschjahrgangerfinders vom schlechten 2010 Jahrgang. Da es den Pawis Riesling 2010 nicht mehr gibt, empfehle ich den 2010 Riesling Domdechaney - erstes Gewächs- von Kloster Eberbach. Oder den 2010 Riesling Rothlay Reserve von Reinhard Löwenstein. Sollten Sie Glück haben und einen kennen der diese Weine hat, laden Sie ihn zu  sich nach Hause ein, kochen Sie für ihn und bestehen Sie auf einem 2010 Riesling aus deutschen Landen. Sollte er es merken, bieten Sie Geld, dass hilft fast immer. Dann, wenn es geklappt hat, holen Sie sich die 2010 Beschreibung des Vorzimmerassistenten aus dem Netz -  Verriß des 2010er Jahrgangs -  vom "Toni Polster" des Weinjournalismus  und lesen Sie laut vor . Ich verspreche Ihnen, dass Sie viel zu lachen haben.  
Tags: Riesling, Bernard Pawis, Reinhard Löwenstein, Kloster Ebberbach
Autor: Stevie Huppenbauer | 23.09.2012 um 14:28 Uhr | 0 Kommentare

Ist ein Hochwassergeschädigter ein "Wein - Quacksalber"?

Das ist schwer zu beantworten, aber liest man seine neuste Kolumne, ensteht schon ein derartiger Eindruck. Die neuerliche Kolumne in der Zeitung berichtet über die großen Gewächse deutscher VdP Weingüter. Es sind  immerhin 350 Weine aus allen Anbaugebieten Deutschlands. Journalisten und Händler haben kurz vor dem Verkaufsstart die Möglichkeit, diese Weine zu probieren. Der Besserwisserdirektor war vermutlich eingeladen, ist nicht hingegeangen, aber weiß genau Bescheid. Er kürt die beste Moselkollektion (vermutlich kennt er nur die), er nennt den besten Rheingauerzeuger und  ein paar der üblichen Verdächtigen.  Im gleichen Absatz, nachdem er festgelegt hat was zu kaufen ist, tritt er den Rückzug an. Er ist halt kein "verläßlicher Auskunftspartner", weil er über etwas schreibt, woran er gar nicht  teilnahm. Darauf muß man erstmal kommen. Hut ab. Echt beängstigend dann wie er in ein paar Tagen genau weiß, welche Weine die besten sind. Der Anspruch des Schiffahrtpatentamtes aus Wien war "Schluß mit dem Weingeschwätz". Diese Kolumne ist nicht mal das. Der Gipfel der Oberflächlichkeit nun liegt in diesem Artikel. Alle genannten Winzer werden von ihm seit langem hoffiert, seine angebliche und viel gepriesene Unabhänigkeit gibt es nicht.
Was ich nicht verstehe ist, dass die Zeitung diese hingeschmierte Kolumne nicht hinterfragt. So etwas kann man nicht ernst nehmen. Schon die Arroganz, wie er mit der Veranstaltung an sich umgeht. Er lässt sich halt ein paar Weine schicken, er trinkt die 350 Weine zu Hause in seiner Küche. Mit der Kolumne will er sein Säumnis wiedergutmachen und die besten deutschen Weine würdigen. Offensichtlich hat ihn jemand vermisst. Und natürlich ist er es, der den Jahrgang 2011 gegen jegliche Anfeindungen verteidigt. 
Um nun das Woche für Woche nicht mehr lesen zu müssen, bestelle ich diese Zeitung ab. Mach es gut Du Kackwurst. Ein kleiner Tritt noch, vermutlich ist die Toleranzschwelle der Redaktion so hoch, weil sie wissen, dass die deutschen Kleinbürger das Schifffahrtpatentamt  lieben. Sein Direktor  ist schließlich nicht der Erste, der uns Deutsche an der Nase herumführt. Da war doch mal was.

 

Tags: Große Gewächse, VdP, Mosel
Autor: Stevie Huppenbauer | 08.10.2012 um 15:12 Uhr | 0 Kommentare

Ein vom Donauhochwasser geschädigter dreht seine Fahne!

Eigentlich wollteich ja nichts mehr über den flatterhaften Jungen schreiben, aber man hat einfach nicht die Wahl. Vor kurzem las ich in einer Zeitung eine Behauptung von ihm über die Weine der Familie Antinori. Er unterstellte Schummel, da die Weine  fast immer gleich schmecken und das geht schlicht weg nicht. Der Name blieb aussen vor, aber jeder, der sich mit Wein befaßt,  wußte wer gemeint war.  Egal eigentlich, weil sich jeder, der diese Weine schon mal getruken hat, die Frage stellt, wie machen die das? Ich habe es abgehakt bis zur letzten Woche, wo der Überläufer seinen liebsten Alltagswein vorstellt. Dreimal darf man raten welcher das ist. Frei nach dem Motto, was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern, wird die Antinoriphilosophie  heruntergebetet, dass es nur so kracht.  Es wird vermutlich gut bezahlt und frei nach Adorfs Glanzrolle im Kir Royal: Für Jeld tu ich alles...... Herr Generaldirektor Haffenloher.
Ich find es erbärmlich. Und eigentlich tut er mir leid.
Und noch eine Bemerkung, immer lamentiert er über Preise und wie teuer die Weine der schlitzohrigen Italiener sind und Petrus können sich nur die richtig Reichen leisten und so weiter. Ein bizarres Gejammer. Aber natürlich es gibt Alternativen. Und darauf kann man zurückgreifen. Auch toll. 
Ich habe mir 1992 meinen ersten Mercedes gekauft. 190/ 1.8. Der kostete knapp 30.000 DM. Dafür kriegt man heute nicht mal mehr einen POLO. Soll ich jetzt jammern?
 

Tags: Antinori, Petrus, Mercedes, Polo, Kir Royal, Mario Adorf