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Autor: Stevie Huppenbauer | 07.01.2012 um 16:19 Uhr | 0 Kommentare

Wein aus der Steinwüste - VEGA ENIX-

 

Die Geschichte und Philosophie von VEGA ENIX

Anfang der 90 - er Jahre wurde durch einen deutschen  Unternehmer  und seine  Lebensgefährtin eine Stelle gesucht, an der sich ein Traum, den viele  Menschen in sich tragen, verwirklichen lässt: Unter mediterranem Himmel Wein zu erzeugen. Sie fanden schließlich in der Sierra Gador, unweit der kleinen maurischen Stadt Enix, ein Tal, das alles mitbrachte, was man für die Erzeugung qualitativ hochwertiger Weine benötigt. Dieser Platz in 750 m Höhe und in nur 4 km Entfernung zum Mittelmeer wurde innerhalb von ca. 10 Jahren zu einer Oase ausgebaut. Straßen, ein System von Wasserspeichern, Weinterrassen mit unglaublichen Mauern, 10ha Rebbepflanzung, Teiche  und alle Anlagen und Gebäude, die zur Weinerzeugung notwendig sind, wurden erbaut.

Die wichtigste Frage, die geklärt werden musste, war die Frage der Bewässerung. Zum einen wurde ein System des Wasserauffangens in den Regenmonaten Januar und Februar entwickelt und zum anderen ein 650m tiefer Brunnen genutzt, der auch der Gemeinde Enix zu Gute kommt.

            

An jeder  Reben befindet sich ein Tropf, der je nach  Wasserbedarf der Reben in Gang gesetzt werden kann. Von Anbeginn wurde darauf geachtet, dass jede  Rebensorte auf jedem der 3 vorhandenen Terroir* angebaut wurde. So gedeihen alle Reben unter unterschiedlichen Bedingungen und gewährleisten dadurch eine optimale Weinerzeugung. Großen Wert wurde auf biologische Reifung gelegt. Durch die klimatischen Bedingungen, am Tag  sehr heiß und in der Nacht relativ kühl, kann vollständig auf den Einsatz von Chemie im Weinberg verzichtet werden. Dies gilt im Übrigen auch für den weiteren Prozess der Lese und schonenden Verarbeitung der Trauben. Durch die hohen Temperaturen am Tag, bis zu 40°C, findet der größte Teil der Lese nachts und in den frühen Morgenstunden statt. Der Transport der Trauben ist sehr kurz, er beträgt nur wenige 100 m. Die weitere Verarbeitung folgt  dem Gesetz der Schwerkraft, ohne den Einsatz von Pumpen. Der Ausbau erfolgt in  französischen Barrique und mehrere Jahre auf der Flasche.  Zurzeit werden jährlich ca. 35.000 –  40.000 Flaschen Wein abgefüllt.

 

* Terroir ist die Qualitätsphilosophie der Europäer, die von den Franzosen entwickelt wurde. Der Besitzer von Château Cos d` Estournel hat es so formuliert:

„Eine unendliche Anzahl von Faktoren beeinflusst den Wein: Tag - und  Nachttemperaturen, Verteilung der Niederschläge auf das Jahr, Anzahl der Sonnenstunden, Tiefgründigkeit des Bodens, sein pH Wert, sein Wasserrückhaltevermögen, seine mineralische Zusammensetzung, die Oberflächengestalt der Landschaft, die Sonnenausrichtung, um nur einige dieser Faktoren zu nennen. Das Wirkungsgefüge all dieser Faktoren zusammen nennen wir in Frankreich terroir.“   

Die angebauten Reben

Merlot: Merlot ist eine ertragsstarke Rebe, die bei Maßnahmen der Mengenbegrenzung ein paar der besten Rotweine der Welt hervorbringt. Merlot kann gut mit anderen Reben verschnitten werden und reift etwas früher als zum Beispiel Cabernet Sauvignon. Sie kann daher problemlos ausreifen. Die Traube ist relativ anspruchslos was die klimatischen Bedingungen betrifft. Das Südspanische Wüstenklima zaubert aus dieser Rebe einen unglaublich komplexen Wein.

Cabernet Sauvignon: Wegen seiner relativ geringen Erträge und seines hohen Gerbstoffgehalts bringt diese Rebe sehr langlebige und erstklassige Weine hervor.  Das Klima der Sierra Gador, welches ohnehin ertragsarm ist, kommt gerade den Qualitätsmerkmalen des Cabernet entgegen, ja befördert diese.

Monastrell: Eine tanninreiche aus Spanien stammende Rebe, die sich hervorragend als Verschnitt mit anderen Reben eignet.

Garnacha: Diese bringen auf den kargen Böden der Sierra Gador  erstaunliche Weine hervor. Im Verschnitt mit Monastrell oder auch mit unseren anderen Reben verfeinert sie die Cuvée der Bodega. Insbesondere dem Calidon verleit sie eine dem Châteauneuf - du – Pape ähnliche Note und Langlebigkeit.

Syrah: Die bittersüße, tanninreiche Rebe erlangt unter den vorliegenden klimatischen Bedingungen ein Qualitätsniveau, welches m. E. nicht einmal von führenden Rhone Weinen erreicht wird. Dabei unterscheidet sie sich von den Vermassungen mit dieser Rebe aus Australien erheblich.

Tags: Rotwein, Weingut, Vega Enix, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Monastrell, Garnacha, Mittelmeer, Terroir,
Autor: Stevie Huppenbauer | 23.01.2012 um 18:00 Uhr | 0 Kommentare

Drink Yello

Für alle die   Ende der 80 - iger Jahre einen Fernseher bedienen konnten und gleichzeitig Muskfans waren, ist die Sendung Formel Eins ein Begriff. Die Titelmelodie dieser Sendung wurde einer schweizer Band, die auf den Namen Yello hörte entliehen. Der Titel hieß Race und passte zum Namen der Sendung. Und ich schwöre Ihnen, jeder kennt dieses Liedchen. Der Mann der es schrieb, produziert heute unter anderem Wein in Argentinien. Der Wein heißt PURO, der Mann Dieter Meier. Ein Universaltalent, mehrfacher Millionär, Filmproduzent, Bio Bauer, Winemaker, Aktionskünstler und Zigarrenraucher.  Die Weine  zeichnet zunächst aus, dass die Etiketten anders aussehen. Schwer zu beschreiben, weil einfach gemacht. Man denkt an Fahrkarten, Passierscheine, Visa und Portwein. Warum, kann ich nicht sagen. Der Wein ist gut balanciert und liegt weit über dem, was man Standart nennt. Für argentinische Weine dieser Preislage, sind alle 4 Weine  Überflieger. Keine Blender, geradlinig und ein wenig konservativ. Ein feiner Gegensatz zum Etikett und doch eine Einheit. Für uns gehört der Wein mit zum Besten, was der Kontinent zu bieten hat. Dieter Meier`s Credo: " es ist nicht das Problem guten Wein zu machen, dass Problem ist ihn zu vermarkten." Aus diesem Grund eröffnete der Mitsechziger in der Schweiz mehrere Restaurants und demnächst eine Bar in Zürich. 

Die Jahresproduktion von 500000 Flaschen deutet darauf hin, dass er irgendwann rar wird. Und für die Öko - Fraktion: es steht BIO auf dem Etikett.  

 

 

Tags: Dieter Meier, Bio, Puro, Yello, Formel Eins, Race, argentinische Weine, Portwein, Bio Bauer, Filmproduzent, Winemaker, Yello, Rotwein
Autor: Stevie Huppenbauer | 31.01.2012 um 18:36 Uhr | 0 Kommentare

Es gibt keinen BIO Wein

Jeder Erzeuger von hochwertigen Weinen versucht möglichst ohne Pestizide und Eingriffe im Keller (Zuckerzusatz, Schwefel, tierische Eiweiße) auszukommen.

Laut EU Recht gibt es keinen BIO Wein.

Und es darf auch nicht auf dem Etikett stehen. Wein aus ökologischen Anbau oder Wein aus biologischer Landwirtschaft schon. Dies ist in der EU Richtlinie 2092/91 verankert und damit Gesetz. Dies wird durch Zertifizierungsorgane streng kontrolliert. Die Zertifizierungsorgane sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Regeln jedoch nicht. 

Biologische Zertifizierung garantiert allerdings nicht, wie der Wein gemacht ist. Zusätze müssen auch hier sein, aber sie müssen mit Ausnahme von mehr als 10g/l Sulfite, nicht deklariert werden. Wein ist derzeit das einzige  Lebensmittel, dass keine  Allergene auf dem Etikett vermerken muß.

Es gibt bald BIO Wein

Nun also doch? Na klar, nach der Festlegung der Kantenlänge vom EU Malzbonbon, nun der Durchbruch zum BIO Wein. Ab dem Jahrgang 2012 dürfen Bio Weinerzeuger das offizielle BIO Logo der EU verwenden. Kaum war es ausgesprochen, beginnen die Diskussionen unter Winzern, Händlern und der Fachpresse von vorn.

Die neue Regelung der EU stellt nämlich einen Kompromiss dar. Der gerade für deutsche Winzer, in komplizierten Jahrgängen wie 2010, im Prinzip nicht umzusetzen ist. Besonders Rotweine müssen mit Schwefel stabilisiert werden, aber auch bei der Bekämpfung der Botrytis (Grauschimmel), der auf Grund des starken Niederschlags im Sommer 2010 den Reben zusetzte, sind die festgelegten Grenzwerte aus meine Sicht nicht einzuhalten.

Wir werden sehen was daraus wird, auf keinen Fall wird sich etwas ändern. Außer ein kleines Schild auf dem Etiket, von dem man ohnehin glaubt, dass es schon immer BIO hieß, nur eben nicht offiziell.  Hurra.

Tags: Bio Wein, EU Richtlinie, Wein Etikett, Sulfite, Botrytis
Autor: Stevie Huppenbauer | 05.02.2012 um 17:54 Uhr | 0 Kommentare

Eiswein von der Unstrut

Der eine oder andere Winzer haderte mit sich, weil die letzten Trauben eine Woche zu früh gelesen wurden. In der Winzergenossenschaft in Freyburg sprach es dann der Vorstandsvorsitzende auch offen aus. Niemand glaubte mehr an den Frost. Als er dann kam, stand sehr schnell fest, 2 Winzer harrten aus, und wurden belohnt. Zum einen das Weingut Hey aus Naumburg und zum anderen das Weingut Zahn aus Nordthüringen. 

Um es klar zu sagen, Eiswein hat natürlich seinen Preis, aber es nur am Preis fest zu machen ist falsch. Für Winzer, wie zum Beispiel Matthias Hey, der mit 50 Litern Eiswein liebäugelt, ist es einfach das viel beredete Sahnehäubchen auf einen sehr guten Jahrgang. Ökonomisch, spielt es eher keine Rolle.

Ein schönes Ergebnis ist es aber trotzdem. Dazu beiden Winzern unseren herzlichen Glückwunsch.

Im Übrigen habe ich gerade etwas schönes gegessen, Kalbsleber mit Salbeizwiebeln und Selleriepüree ala Douce Steiner*. Dazu gab es einen badischen Riesling Eiswein 2007. Einfach großartig.

 

*Douce Steiner, für mich eine der besten und kreativsten Köchinnen der Welt. Sie kocht im Hirschen in Sulzburg (Baden).

Tags: Eiswein, Weingut Hey, Weingut Zahn, Riesling Eiswein, Douce Steiner, Selleripüree, Hirschen Sulzburg
Autor: Stevie Huppenbauer | 26.02.2012 um 14:41 Uhr | 0 Kommentare

Es sieht aus wie Eierlikör, frohe Ostern

Nicht alles was so aussieht wie Eierlikör, darf auch so heißen. Der weltbekannte Grappaproduzent Jacopo Poli erlaubte sich darüber nachzudenken, wie er der notleidenden Grappagemeinde eine Freude machen könnte. Man erfand Grappa mit Eigelb. Für jeden der dieses gut aussehende und auch zu weilen gut schmeckende Getränk schon mal aus einem Schokobecher zu sich nahm, ist es landläufig Eierlikör.

Doch hier liegt der Hase im Verpoorten, letzter muss sich das Wort wohl geschützt haben, und nun gehört es den Holländern. Nichts anderes gleicher Struktur, darf auch Eierlikör genannt werden. Das steht unter Strafe. Nun gut die Holländer haben sonst nicht  viel, sei es ihnen gegönnt.

Trinken wir eben Grappa mit Ei Dotter, schmekt eh besser als Eierlikör. Ein Problem tritt aber dennoch auf. Meine Schwiegermutter (84) schmeckt der Grappa mit Ei Dotter, aber  sie ließ sich nicht davon überzeugen, dass es kein Eierlikör ist. Ich empfahl ihr, beim aussprechen des Wortes Eierlikör das Fenster zu schließen, da unter  selbigem  ein Wohnanhänger steht.

Nachtrag:

Gerade bin ich belehrt wurden, und zwar eines Besseren.

Verpoorten sitzt in Bonn und der Firmengründer kommt aus Antwerpen. Da haben wir es, nicht mal Eierlikör gehört den Holländern.

Bald ist Ostern, freut Euch auf BOMB 17

(Grappa mit Ei Dotter)

 

Tags: Bomb 17, Grappa, Verpoorten, Holland, Eierlikör, Jacopo Poli, Antwerpen