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Autor: Stevie Huppenbauer | 05.06.2015 um 17:00 Uhr | 0 Kommentare

Verkauf Weinhaus zu Weimar - die Reaktion

Wenn man so in der freien und unabhängigen Presse des Landes Sachsen-Anhalt und Thüringen die Kommentare und Artikel zur Wein - Affäre Weimar in Hand nimmt, also liest, dann gibt es zwei Sichten auf die Dinge. Die Frühaufsteher aus Sachsen-Anhalt feiern den Deal, als wäre der Burgenlandkreis so eben als Ausrichter der FIFA WM 2018, statt Rußland, bekannt gegeben wurden. Die Dauergriller und Erfinder der gleichnamigen Grillwurst aus Thüringen bedauern den Deal, als hätte man Ihnen den Pabstsitz - der ja bekanntlich schon längere Zeit in Rom ist, entrissen.  Sei es wie es sei, die Thüringer tun mir nicht leid, denn sie haben an der Vermasselung einer blühenden Landschaft selbst schuld. Die Anhaltiner und ihre Journalisten, sind da aus ganz anderem Holz. Der erste, der sozusagen die Sensation, die keine war, verkündete, verfiel wie immer  in seine Robin Hood Rolle als selbstgerechter Rächer der Ossis, diesmal der Thüringer. Er verbreitete Hohn über den Mann, der versuchte einer gottverlassenen Landschaft  etwas Luft einzuhauchen und scheiterte. Dieser Schreibstil von Schnitzlers Gnaden ist zum kotzen. Aber ich erwähnte es bereits, Fußballer, was soll man weiter sagen.
Der dann folgende zweite Artikel eines etwas reiferen Autors, war vor lauter Freundlichkeit  nicht mehr zu überbieten. Eben jener Autor attestierte mir mal in einer Notiz "Meinungsfreudigkeit". Eine Meinung sollte man auch zu diesem Deal haben und genau die fand ich, auch nach mehrmaligen lesen, nicht. Hofberichterstattung wie zu Ulbrichts Zeiten oder gar noch schlimmer.
Man hat  beim Lesen dieser journalistischen Kosbarkeit den Eindruck, blos nichts Falsches sagen, die Rente ist nah.   
Nun gut, da ich die Zeitung nur in Ausnahmefällen lese, wenn sie mir ein Winzer schenkt, oder es die Einzige ist die noch an der Tanke liegt, gehe ich mal davon aus, dass es sich um Ausnahmen handelt.
Was den Prinzen zur Lippe betrifft glaube ich, dass er nur dieses eine Angebot hatte. Es ist, in Kenntnis der Person und der Entwicklung, nicht nachvolziehbar  ein deutlich höheres Angebot, egal wo her, abzulehen. Niemand macht soetwas, es sei denn,
es gab gar keine weiteren Angebote oder die Landespolitik war dagegen und hatte was in der Hand. Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein chinesischer Weinbaron  einen Bahndamm in Kromsdorf kauft. Anders sieht es da schon mit dem kleinen Schlößchen in Dresden aus. Weltstadt, Schloß und 80 Hektar Rebfläche, edler und ich betone ausgezeichneter Wein mit Adelstitel, da könnte asiatisches Interesse aufflammen. Aber Kromsdorf, waren Sie mal dort? Nichts für China, da bin ich mir sicher. 
Zuletzt die Gleinaer, die sich nun mit den Hessischen Staatsweingütern, besser bekannt als Kloster Eberbach und die sind seit Jahrhunderten die erfolgreichsten deutsche Rieslingerzeuger, vergleichen. Zumindest mal ein Anspruch, ich vermute aber die Qualität war wohl eher nicht gemeint. Na dann, möchte man im Überschwang der Glückshormone ausrufen: Ran die Fußball WM -Bewerbung Burgenlandkreis, eigner Wein für die 1000000 zu erwartenden Gäste ist schon da.  
Autor: Stevie Huppenbauer | 29.05.2015 um 20:36 Uhr | 0 Kommentare

Größter Genossenschafter der Winzervereinigung Freyburg kauft Weinhaus Weimar

Irgendein Präsident (natürlich weiß ich wer) eines Fußballvereins hat mal zu mir gesagt: "Rainer,da bin ich machtlos, Fußballer sind einfach blöde, auch die, die sich mehrheitlich für die Schlauen halten." Ein Exfußballer  schreibt nun in einer Regionalzeitung über Wein und den Verkauf vom Weinhaus Weimar. Natürlich hält er sich für schlau.  Aber im Grunde weiß er nichts. Die genannten Verkaufsgründe sind nicht die im Artikel genannten, sie sind bestenfalls Begleiterscheinungen. 
Und eventuell ist es ja auch ein gutes Geschäft gewesen, denn immerhin wurden jetzt knapp 8€ pro m² bezahlt, gekostet hat es nur einen Bruchteil und subventioniert war es wohl auch noch. Aber das ist völlig Wurst. Es wird wohl nie vollständig ans Licht kommen. Und die paar Leute die die wahren Gründe kennen, werden den Mund halten, so wie ich jetzt.
Bleibt die Frage, was sind die Gründe der Gleinaer im 50km entfernten Kromsdorf eine Weinfläche zu kaufen?
Rebrechte? Bessere Auslastung der Winzervereinigung? Oder steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten? Wie fast alle Agrargenossenschaften, arbeiten auch die Gleinaer zum Glück sehr effizient und zahlen sicher nicht wenig Steuern. Gut für die Region. Ob es so bleibt? Wer kann das schon sagen. 
Jedenfalls kündigte sich der Deal  sich seit langem an. Die Gleinaer Agrar Genossenschaft, als größter Genossenschafter der Freyburger Winzervereinigung, wollte auch andere Winzer teilhaben lassen, aber die winkten ab. Der Kauf der rund 50 Hektar Rebfläche, die ohnehin zu Saale-Unstrut gehört, passt gut in den Agrar-Gemischtwarenhandel und wenn`s mit Wein nichts wird, dann  kann man ja immer noch in Rüben machen. Wie die Anlage zukünftig bewirtschaftet wird, werden wir sehen, das Konzept des Prinzen zur Lippe wird aber langfristig wohl keine Rolle mehr spielen, denn die Weine werden nun in Freyburg verarbeitet. Eventuell kriegt ja Rotkäppchen, dass wohl involviert war?, was für Sekt ab. Aber das war es dann auch schon. 
"Schauen wir mal, dann werden wir schon sehen", sagte dereinst ein Fußballer Namens Beckenbauer. Ich schließe mich dem an und beuge mich dieser umwerfenden Logik.   
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.05.2015 um 16:36 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe bei Andre Gussek am 01.05.2015 und Schlußbemerkungen!

Es war beschaulich und aufregend. Beschaulich, weil zur gleichen Zeit der Freyburger Weinfrühling tobte (ich hatte Platz) und aufregend, weil die Qualität der Weine eine Demonstration Naumburger Winzerkunst offenbarte, die ich diesem Jahrgang niemals zugetraut hätte. Das Gussek und sein familiäres Team Wein machen beherrschen ist nicht neu, dass er sich aber so derartig abhebt, ist ein starkes Zeichen für den qualitätsbewußten Verbraucher. Das Geheimnis ist im Grund keines, falls jemand die Frage stellt wie macht der das denn? Es ist etwas, was für jeden Winzer selbstverständlich sein sollte: Sorgfalt während der Lese. In diesem Jahr war es besonders wichtig und besonders nötig, wollte man qualitativ hochwertige Weine erzeugen. Das wollen ja bekanntermaßen alle, wie ich immer wieder hören durfte, dennoch sind die qualitativen Unterschiede zur Masse der Erzeuger derart deutlich, dass ich auf weitere Kommentare verzichten muss.
Und wenn ich den Schluß meiner Verkostungs(tor)tour jetzt auf einen Nenner bringen möchte, dann ist eben  der Titel "Alles trinkbar und manches Spitze" - oder so ähnlich - von einem der noch viel lernen muss, eine unzulässige Veralgemeinerung der Problematik des Jahrgangs 2014.  Und wenn wir schon mal dabei sind, Spitze kommt mit ganz wenigen Ausnahmen nur von den Winzern, die auch in der Klassifizierung meines Buches Saale-Unstrut / vina mediterranea ganz oben stehen. Auch da hat der eine oder andere mal einen erklärungswürdigen Wein an Deck, aber eben nur einen und nicht die Masse des Sortiments in Herbstlaub gelber Farbe. 
Gussek brauchte mir nichts zu erklären, nur ein Silvaner aus der BIN Reihe, ich glaube 88, war so ein Kandidat. Der Grund, dieser Silvaner war wie von einem anderen Stern. Andre Gusseks zufriedenes Lächeln ließ die Erinnerung an Chaostage während des Winzerfestes wie einen Schneball im Hochofen verdampfen. Und wer weiß, wie Andre Gussek da aus sah, kann es verstehen. Bei der gesamten Kollektion von Gussek wird  sehr präzise die Rebstilistik in den Vordergrund gestellt. Diese in Verbindung mit den Lagen macht eben den Unterschied. Bei den Rieslingen, ich habe schon darüber geschrieben, wird es so derartig deutlich, dass man sich eigentlich nur noch freuen kann. Alles andere in gewohnt höchster Qualität die für sich und damit für Gussek spricht.
Das Andre Gussek auch in diesem Jahr wieder einen Gast hatte, hätte ich fast unterschlagen, allerdings zu Unrecht. Denn das aus Radebeul stammende Weingut "DREI Herren", präsentierte ebenfalls viel Klasse. Es lohnt sich mal wieder in Sachsen einzufallen, bevor es die Potsdamer und Berliner tun.
  
 
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.05.2015 um 16:36 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe bei Andre Gussek am 01.05.2015 und Schlußbemerkungen!

Es war beschaulich und aufregend. Beschaulich, weil zur gleichen Zeit der Freyburger Weinfrühling tobte (ich hatte Platz) und aufregend, weil die Qualität der Weine eine Demonstration Naumburger Winzerkunst offenbarte, die ich diesem Jahrgang niemals zugetraut hätte. Das Gussek und sein familiäres Team Wein machen beherrschen ist nicht neu, dass er sich aber so derartig abhebt, ist ein starkes Zeichen für den qualitätsbewußten Verbraucher. Das Geheimnis ist im Grund keines, falls jemand die Frage stellt wie macht der das denn? Es ist etwas, was für jeden Winzer selbstverständlich sein sollte: Sorgfalt während der Lese. In diesem Jahr war es besonders wichtig und besonders nötig, wollte man qualitativ hochwertige Weine erzeugen. Das wollen ja bekanntermaßen alle, wie ich immer wieder hören durfte, dennoch sind die qualitativen Unterschiede zur Masse der Erzeuger derart deutlich, dass ich auf weitere Kommentare verzichten muss.
Und wenn ich den Schluß meiner Verkostungs(tor)tour jetzt auf einen Nenner bringen möchte, dann ist eben  der Titel "Alles trinkbar und manches Spitze" - oder so ähnlich - von einem der noch viel lernen muss, eine unzulässige Veralgemeinerung der Problematik des Jahrgangs 2014.  Und wenn wir schon mal dabei sind, Spitze kommt mit ganz wenigen Ausnahmen nur von den Winzern, die auch in der Klassifizierung meines Buches Saale-Unstrut / vina mediterranea ganz oben stehen. Auch da hat der eine oder andere mal einen erklärungswürdigen Wein an Deck, aber eben nur einen und nicht die Masse des Sortiments in Herbstlaub gelber Farbe. 
Gussek brauchte mir nichts zu erklären, nur ein Silvaner aus der BIN Reihe, ich glaube 88, war so ein Kandidat. Der Grund, dieser Silvaner war wie von einem anderen Stern. Andre Gusseks zufriedenes Lächeln ließ die Erinnerung an Chaostage während des Winzerfestes wie einen Schneball im Hochofen verdampfen. Und wer weiß, wie Andre Gussek da aus sah, kann es verstehen. Bei der gesamten Kollektion von Gussek wird  sehr präzise die Rebstilistik in den Vordergrund gestellt. Diese in Verbindung mit den Lagen macht eben den Unterschied. Bei den Rieslingen, ich habe schon darüber geschrieben, wird es so derartig deutlich, dass man sich eigentlich nur noch freuen kann. Alles andere in gewohnt höchster Qualität die für sich und damit für Gussek spricht.
Das Andre Gussek auch in diesem Jahr wieder einen Gast hatte, hätte ich fast unterschlagen, allerdings zu Unrecht. Denn das aus Radebeul stammende Weingut "DREI Herren", präsentierte ebenfalls viel Klasse. Es lohnt sich mal wieder in Sachsen einzufallen, bevor es die Potsdamer und Berliner tun.
  
 
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.04.2015 um 15:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Hey am 25.04.2015

Das Erstaunlichste ist, dass dieser Jahrgang unglaublich viele Facetten hervorbringt. Da ich seit Februar regelmäßig die Weine von Matthias Hey probiere erlaube ich mir folgenden Kommentar: In den von Matthias Hey vorgelegten Weinen wird deutlich, dass das erreichte qualitative Maß in eine Sphäre eindringt die man erklären muss. Diese Weine sind qualitativ der Region entwachsen, ohne die Region verlassen zu haben. Die Jungweinprobe bei Matthias Hey und seinen Eltern stärkt meinen Glauben daran, dass es auf Grund der klimatischen Bedingungen und der Bodenverhältnisse möglich ist, absolute deutsche Spitzenweine im Weißweinbereich - und hier vorallem beim Riesling und Weißburgunder zu erzeugen. Hey beschreitet diesen Weg sehr konsequent, er lässt sich nicht irritieren von Zwischenrufen der Hinterbänkler und er lässt sich vorallem nicht treiben. Alles zu seiner Zeit, der Wein bestimmt den Takt, nicht der Handel.
Nicht jeder ist offen für diesen Stil, vorallem dann nicht, wenn der oft zitierte Saale-Unstrut-Klassiker (furztrocken) bemüht wird. Den Weinen merkt man an, dass in Ruhe und so lange gearbeitet wird, bis Hey selbst zufrieden ist. Dann muss er sich, seine Idee und seinen Wein verkaufen, darauf verzichtet die große Menge seiner Kollegen. Allein das Wort Verkäufer treibt einigen Kollegen von Hey den Angstschweiß ins Gesicht, weil sie das nicht müssen, es wird ja bestellt und abgeholt, und daher wollen sie darüber auch nicht nachdenken. Nur wenige schließen sich Hey an. Es macht dennoch Mut, dass es  Mitstreiter gibt, wenn auch wenige.
Ja, Hey macht seinen Wein, wie dereinst große deutsche Winzer am Beginn ihrer Karriere. Winzer vom Schlage des Reinhard Löwenstein bis zu Hansjörg Rebholz sind seine Brüder im Geiste, jedoch niemals im Stil, er ist dabei seinen Stil zu kreieren und der wird bleiben . Das ihm dabei auch manches nicht 100% zufrieden stellt, ist nur normal. 
Freuen Sie sich also auf eine wunderbare Kollektion von Weiß- und Rotweinen, die sicher nicht unumstritten ist, für mich gehören die Weine jedoch mit zum Besten, was ich an der Saale und der Unstrut bislang probieren durfte.