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Autor: Stevie Huppenbauer | 27.04.2015 um 15:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Hey am 25.04.2015

Das Erstaunlichste ist, dass dieser Jahrgang unglaublich viele Facetten hervorbringt. Da ich seit Februar regelmäßig die Weine von Matthias Hey probiere erlaube ich mir folgenden Kommentar: In den von Matthias Hey vorgelegten Weinen wird deutlich, dass das erreichte qualitative Maß in eine Sphäre eindringt die man erklären muss. Diese Weine sind qualitativ der Region entwachsen, ohne die Region verlassen zu haben. Die Jungweinprobe bei Matthias Hey und seinen Eltern stärkt meinen Glauben daran, dass es auf Grund der klimatischen Bedingungen und der Bodenverhältnisse möglich ist, absolute deutsche Spitzenweine im Weißweinbereich - und hier vorallem beim Riesling und Weißburgunder zu erzeugen. Hey beschreitet diesen Weg sehr konsequent, er lässt sich nicht irritieren von Zwischenrufen der Hinterbänkler und er lässt sich vorallem nicht treiben. Alles zu seiner Zeit, der Wein bestimmt den Takt, nicht der Handel.
Nicht jeder ist offen für diesen Stil, vorallem dann nicht, wenn der oft zitierte Saale-Unstrut-Klassiker (furztrocken) bemüht wird. Den Weinen merkt man an, dass in Ruhe und so lange gearbeitet wird, bis Hey selbst zufrieden ist. Dann muss er sich, seine Idee und seinen Wein verkaufen, darauf verzichtet die große Menge seiner Kollegen. Allein das Wort Verkäufer treibt einigen Kollegen von Hey den Angstschweiß ins Gesicht, weil sie das nicht müssen, es wird ja bestellt und abgeholt, und daher wollen sie darüber auch nicht nachdenken. Nur wenige schließen sich Hey an. Es macht dennoch Mut, dass es  Mitstreiter gibt, wenn auch wenige.
Ja, Hey macht seinen Wein, wie dereinst große deutsche Winzer am Beginn ihrer Karriere. Winzer vom Schlage des Reinhard Löwenstein bis zu Hansjörg Rebholz sind seine Brüder im Geiste, jedoch niemals im Stil, er ist dabei seinen Stil zu kreieren und der wird bleiben . Das ihm dabei auch manches nicht 100% zufrieden stellt, ist nur normal. 
Freuen Sie sich also auf eine wunderbare Kollektion von Weiß- und Rotweinen, die sicher nicht unumstritten ist, für mich gehören die Weine jedoch mit zum Besten, was ich an der Saale und der Unstrut bislang probieren durfte.   
Autor: Stevie Huppenbauer | 26.04.2015 um 21:07 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Frölich-Hake am 11.04.2015

Holger Frölich ist ein eher nicht auf kurzweiligen Erfolg tendierender Winzer. Ein bischen am Rande agierend, das große Licht meidend ist er mit seinen Weinen eher ein unscheinbares Pflänzchen der hiesigen Weinlandschaft. Aber er und sein Familienweingut gehört zum Besten der Region. Grund solide und stabil präsentiert er dann auch den 2014er Jahrgang. Es ist nicht so als hätte der Jahrgang Herrn Frölich keine Probleme bereitet, aber er geht damit um und beweist das er es kann.
Bei den Gutsweinen ein deutlich vor den Kollegen liegender Müller-Thurgau und Silvaner. Schön auch der Weißburgunde, die Scheurebe und der Riesling, sehr rund und geschliffen. Bei den Terroirweinen (Volker Fröhlich war meines Wissens einer der ersten Winzer der Region der Bodentypen den Weinen zuordnete) kein Ausfall, über dem Durchschnitt der Region bis in die Spitze ragent der Weißburgunder Buntsandstein sowie die  Rieslinge Muschelkalk und Roter Ton. Bei den Lagenweinen hervorstechend der Riesling Freyburger Edelacker, bei den beiden Grauburgundern (Edelacker und Steinmeister) ist mein Favorit eindeutig der Grauburgunder Steinmeister. Der vermutlich einzige Rose der Region aus einer Einzellage, ist ein ausgezeichneter Spätburgunder aus dem Dorndorfer Rappental. Alles in allem eine sehr gelungenen Kollektion des Roßbacher Weinmachers. 
Der vorgelegte "Schönburger Roter Ton" für mich eine Premiere, eine außerhalb von Rheinhessen kaum bekannte Rebsorte und auch dort nur ca. 16 Hektar, macht eine "bella Figura" und  ob seiner Resistenz gegen Schimmel und Fäule durchaus als ein gelungenes Experiment zu bezeichnenter Wein. Leicht an Traminer erinnernder Wein.     
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.04.2015 um 12:59 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Saale-Unstrut Weingut Grober Feetz am 11.04.2015

Winzer aus Leidenschaft ist das Motto des jüngsten Weingutes in Freyburg. Die Leidenschaft prägt dann auch die Kollektion. Da ist ein kleines Weingut mit zwei Protagonisten denen man abnimmt was machen. Längst nicht alles perfekt, aber es menschelt und irgendwie habe ich den Eindruck, soetwas gesucht zu haben. Die Weine sind charaktervolle Geschöpfe, auch hier nicht alles vollkommen, aber man schmeckt mit jedem Glas den ehrlichen Umgang mit dem Wein. Die Strucktur ist in Guts-, Orts- und Lagenweine gegliedert und ungeschönt. Wo Freyburger Schweigenberg draufsteht ist auch welcher drin.
Nun zu den Weinen: Bei den Gutsweinen finde ich den 2014 Regent Rose ausgezeichnet, feingliedrig und  ausgewogen nicht zu fruchtlastig. Es ist ein  zu empfehlender Sommerwein, der seine Stärken in der Jugend hat. 
Bei den Ortsweinen favorisiere ich den 2014 Bacchus (halbtrocken) aus der Ortslage Freyburg. Der Ausbau folgt der Stilistik die die Rebe anbietet und ist somit wirklich gut getroffen. Dem Freyburger Weißburgunder hätten das eine oder andere Gramm Säure gut getan, dennoch ein angenehmer Wein. Bei den Lagenweinen dann ein sehr gelungener Weißburgunder  aus dem Freyburger Mühlberg, der als  Spätlese trocken angeboten wird. Der ebenfalls trocken ausgebaute Silvaner "alte Reben" aus dem Freyburger Schweigenberg ist für mich einer der besten Silvaner des Gebietes und damit der Höhepunkt einer sauberen Weinkollektion die hoffen lässt, dass dieser liebevoll geführte Betrieb die Region bereichern wird.
Sollten Sie in Freyburg sein, dann empfielt sich ein Besuch in dem kleinen Betrieb in der Mühlenstraße 32. Weitere Informationen über den Betrieb unter:www.grober-feetz.de.      
Ein Besuch ist auch insofern lohnenswert, da man außer Gastrfeundschaft und anständigen Weinen auch noch den schönsten Weinkeller der Region bewundern kann.  Tags: Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Saale-Unstrut Weingut Grober Feetz am 11.04.2015
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.04.2015 um 17:10 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weinbauverband Saale-Unstrut am 10.04.2015

Der Innenhof der Rotkäppchen Sektkellerei bot der 1. eigenständigen Saale-Unstrut-Jungweinprobe die Kulisse. Und eigentlich war alles wie immer. Aber eben nur eigentlich. Der Jahrgang hat es in sich und die präsentierten Weine widerspiegelten dies deutlich.Wie immer gab es Höhhen und Tiefen, die Mitten fehlten diesmal. Und so ist es nur folgerichtig, dass die Meinungen doch sehr auseinander gingen. Hier nun meine Meinung: Müller-Thurgau insgesamt 12 Weine standen bereit von denen ich 5 probiert habe. Meine Nummer Eins der Wein vom Weingut Bobbe, danach Böhme und Töchter / Hubertus Triebe auf Zwei, Weingut Thürkind auf Drei, Winzervereinigung auf Vier. Insgesamt weist der M-T die größten Jahrgangsprobleme auf. Als frühreife Sorte war halt ob der Witterung Eile geboten, so dass die Mostgewichte nicht besonders üppig ausfielen. Mein Verbrauchertipp: Mit dem Genuss nicht zu lange zu warten, bestens im Sommer 2015 und gut gekühlt.    
Bei den Silvanern sah es dann schon etwas besser aus. Ich habe 3 probiert und konnte mich nicht komplett für ein Ranking entscheiden, da die Spezifik der Weine doch stark auseinander trifftete und jeder Wein seine Berechtigung hat. Ausgezeichnet die trockene Spätlese von Uwe Lützkendorf, vermutlich hat der Winzer zu Gunsten der Qualität auf Menge verzichtet. In der Stilistik völlig anders, dennoch ein großartiger frischer Silvaner Gutswein von Andre Gussek. Dritter im Bunde und wieder im Vergleich zu den anderen beiden vollständig anders, der Silvaner vom Weingut Frölich-Hake.
Bacchus und Gutedel konnte  ich aus Zeitgründen nicht probieren. Bei den Rieslingen habe ich dafür alle eingestellten Weine probiert. Und ich muß sagen, Riesling liebt Dauerregen. Anders kann es nicht sein, da fast alle 7 Rieslinge mit nur einer Ausnahme überzeugten. Im Grunde konnte ich keinen Favoriten ausmachen. Die Rieslinge von Lützkendorf, Born, Hey, Pawis, Gussek alle samt erste Liga. Das Landesweingut mit kleinen Abstrichen in der Spritzigkeit aber auch gut, die Winzervereinigung besser als gedacht, aber dennoch der schwächste Riesling der eingestellten, viel Farbe wenig Geschmack. Die angebotenen Zahlen bei diesem Wein sind sicher ein Druckfehler. Nur 4,2 Gramm Säure sind für einen Riesling der Region zu untypisch und für diesen Jahrgang sowieso.
Die Weißburgunder, auch so ein Glücksfall in diesem Jahrgang. Mit 17 eingestellten Weinen auch mit Abstand der häufigste Wein. Das Spektrum entsprechend. Von den 9 probierten Weinen kein wirklicher Ausfall. Thüringer Weingut Bad Sulza, Lützkendorf, Böhme & Töchter und Klaus Böhmes Auslese  wirkten auf mich  oppulenter als die minimalistischen Weine von Hey, Gussek und Frölich-Hake. Stabil und ausgezeichnete Tischweine die Weißburgunder von Klaus Böhme und vom Weingut Deckert.
Von den 4 eingestellten Grauburgundern habe ich nur Gussek und Herzer probiert. Gussek´s Ortswein Grauburgunder Muschelkalk ein Mustebeispiel was in so einem Jahr möglich ist. Aber auch Stefan Herzers Grauburgunder hat etwas versöhnliches, zwar nicht die Rassigkeit von Gusseks Wein, aber der Wein wird seine Freunde finden.
Abschließend: Da einige Winzer gar nicht teilgenommen haben, andere nur sporadisch mit einem bis drei  Weinen und auch auf der Präsentation nicht anwesend waren, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert der Veranstaltung für den Weinbauverband.
Eventuell reicht ja der bisherige Modus aus, ein Jahr Sachsen, ein Jahr Freyburg, zumal die gemeinsame Gebietsweinprobe noch folgt. Was die Preise der Veranstaltung betrifft, 35,00€ pro Person, da bin ich der Auffassung, dass der gebotene Rahmen (Weine, Speisen, Druckerzeugnisse, Kultur und ein Opernsänger) 50,00€ rechtfertigen. Hinweis für meine Kritiker: Das ist ernst gemeint.      
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.04.2015 um 14:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Böhme & Töchter 2014 Jahrgangs

Das kleine Familienweingut gehört seit einigen Jahren zur Spitze der Weinerzeuger an Saale und Unstrut. Auch im nicht einfachen Jahr 2014 legt das Weingut nun einen charaktervollen Jahrgang vor. Die Gliederung der Weine nach Guts-,Orts,- und Lagenweinen hat Fuß gefasst und wird mit diesem Jahrgang auch sehr deutlich zelibriert. Die Gutsweine sind solide, herausragend die feinherb ausgebauten Bacchus und Weißburgunder.
Die beiden Ortsweine Kerner und Riesling bilden einen ausgezeichneten Übergang zu den Spitzenweinen, die aus dem Freyburger Schweigenberg stammen. Sehr überzeugend der Weißburgunder und der Chardonnay. Aber auch der Silvaner kann gefallen. Wichtig zu erwähnen, weil in diesem Jahr nicht selbstverständlich, ist die erzielte Ausgewogenheit der Weine, die seit Jahren den Stil des Gleinaer Weingutes ausmachen. Insgesamt ein Jahrgang mit vielen Höhen aber auch einigen kleinen Kanten, die die chaotischen Witterungsverhältnisse im September widerspiegeln. Natürlich kann ein Winzer durch moderne Technik und erlaubte Eingriffe im Herstellungsprozeß viel erreichen, aber hexen können auch Frank und Tochter Marika Böhme nicht.
 Tags: Weingut Böhme & Töchter,