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Vina Mundi Online Shop > Blog > www.vinamundi.de > Good Boy ....bad Boy

Autor: Stevie Huppenbauer | 08.06.2017 um 13:26 Uhr | 0 Kommentare

Good Boy ....bad Boy

Man schlägt die Zeitung auf und was sehen die müden Augen? Einen Sprengsatz in Worten, von einem der sich damit rehabilitiert hat, nein er ist nicht tot. Herr Balzereit lebt und schreibt. In dem Fall schrieb er einen Beitrag über das Schicksal  des Landesweingutes Kloster Pforta (Link zum Artikel). Ja es scheint gerettet. Seine verbliebenen Zweifel kann ich verstehen.
Dieser Beitrag im Naumburger Tageblatt ist eigentlich das übliche Gerede wie es seit Jahren geführt wird, wäre da nicht der Text unter der Überschrift:
 
„Gegenwind, Größenwahn oder Sorge ums Allgemeinwohl“.
 
Ganz plötzlich erhält dieser Beitrag eine Wende, die in der Öffentlichmachung der Kaufabsichten des Herrn Boy und seiner Gleinaer AG  liegen. Was Herr Boy kaufen will, ist nicht das Landesweingut, es sind vielmehr die Weinberge des selbigen. Mit anderen Worten, dass Landesweingut soll nach Willen des Herrn Boy zerschlagen werden. Nun wäre das eigentlich auch kein Problem, wenn das irgend jemand fordert. Aber Herr Boy? Der Mann der dass vor hat, ist der Weinbaupräsident, kennt also Interna und hat einen Auftrag. Ich glaube nicht, dass dieser die Zerschlagung von Weingütern in seinem Zuständigkeitsbereich enthält. Weiterhin  ist er der Vorstand der Winzervereinigung und Geschäftsführer des größten Traubenlieferanten der
Winzervereinigung. Hier wird erneut deutlich, dass wirtschaftliche Interessen nicht mit Ämtern in Übereinstimmung sein können. In Boys Person gipfeln gleich mehrere Interessenkonflikte. Das ist nur menschlich. Wer kann macht und mancher macht eben um jeden Preis.  
 
Mehr AMIGO geht nicht.
 
Wenn nun Herr Boy das Landesweingut zerschlagen will, dann hat er drei triftige Gründe:
1. Beseitigung eines Wettbewerbers
2. Durchsetzung eigener wirtschaftlicher Interessen durch die Vergrößerung der eigenen
    Rebfläche.
3. Egoistischer Geltungsdrang, einer der größten Weinerzeuger Deutschlands zu werden.
 
Die von Herr Balzereit mit „Sorge um das Allgemeinwohl“ bezeichnete Frage trifft auf Herrn Boy und seine Funktionen nicht zu. Warum spreche ich Herrn Boy das ab? Weil gerade die Gleinaer AG jährlich mit EU Subventionen (im Jahr 2016 immerhin 1.150.863,80 Euro, davon 47.085,00 Euro für Weinbau) * versorgt wird.
 
Hinzu kommem für sein Vorhaben die Winzervereinigung mit einem Showroom zu erweitern, erhebliche Landesfördermittel, die bei ca. 800.000 Euro liegen sollen. Wenn sich dann genau dieser Mann, der jährlich von EU Subventionen profitiert hinstellt und auf Steuermoralisten macht, dann hört der Spaß auf. Dann ist das ganze Geschwätz und Getue, als Heiland zu erscheinen, unglaubwürdig. 
Dass auch andere Produzenten wie Herr Herzer  in das gleiche Horn blasen und Bundestagsabgeordneten empfehlen ihren Einfluss für die Zerschlagung des Landesweingutes in Magdeburg geltend zu machen, ist bezeichnend.  Eine andere Männerfreundschaft derlei Art, kam beim "heroischen Kampf" gegen Prinz zur Lippe in Weimar zum tragen. Die Posse gipfelte in einer Schrift von Andreas Claus (Chef Thüringer Weingut Bad Sulza), die Boy damals ungelesen unterschrieb und der thüringischen Ministerpräsidenten als Lektüre unterjubelte. Diese reagierte: Sauer wie man vermuten darf.
Boy trat vom Amt des Weinbaupräsidenten zurück, um kurze Zeit später vom Rücktritt zurück zu treten und blieb so im Amt. Es wollte keiner machen, die schlichte Erklärung. Die Frage die sich mir nun stellt ist die: Ist der Mann noch zu retten? Ich hoffe nicht. Und wenn der Staatsminister wirklich will, dass das Landesweingut erhalten bleibt und erstarkt, dann sollte er sich mal fünf Minuten nehmen und Herrn Boy erklären, wo Bartel den Most holt. Und noch etwas ist wichtig. Ich kenne viele Winzer die auch im Wettbewerb mit dem Landesweingut stehen, keiner von denen verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dass es besser für sie wäre, wenn es das Landesweingut nicht mehr gebe. Komischer Weise sind es nur die „alle Trauben Auspresser“ die sich gestört fühlen.
Danke Herr Balzereit. 

Rainer Albert Huppenbauer

PS. Wie ich bereits in meinem kleinen Büchlein (2016) erwähnt habe, versucht Siegfied Boy einen, oder gar beide Füße in die Meissner Winzergenossenschaft zu bekommen. Wollen wir mal hoffen, dass die Sachsen, diese feindliche Übernahme abwehren können.  Seine Besuche in Meißen sollen sich in letzter Zeit häufen, so die Meldungen aus Sachsen.  

* Quelle Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
 
Tags: Siegfried Boy, Weinbauverband Saale - Unstrut

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