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Vina Mundi Online Shop > Blog > www.vinamundi.de > Jahrgang 2017 - 14 Tage später, was soll das?

Autor: Stevie Huppenbauer | 14.09.2017 um 11:58 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2017 - 14 Tage später, was soll das?

Die Lese 2017 bleibt spannend, da das Wetter bekannter Maßen nur schwer zu beeinflussen ist. Es zeigt sich nun, dass die Voraussetzungen für ein großes Jahr, zumindest bei den frühen Sorten, weggespült werden könnten. Zu nass zu kalt. Dabei haben wir an Saale-Unstrut noch Glück. An der Mosel beginnen einige Top- Rieslingerzeuger mit einer Art Vorlese. Reinhard Löwenstein schrieb mir am 11.09.17: „Kaum zu glauben, wir beginnen mit der Lese, herausschneiden fauler Beeren.“
An der Mosel kann man sich damit, zumindest im Spitzensegment, wohl von einem normalen Jahr verabschieden. Von einem großen Jahr wagt ohnehin niemand zu sprechen. Erträge wohl deutlich unterdurchschnittlich, Qualität des "Wenigen" wird man sehen. In DE „SÜD-WEST“ droht nach 2010 wieder mal ein Jahr mit großen Schwankungen.

An Saale-Unstrut war bis vor 3 Wochen noch alles sehr hoffnungsvoll, nun droht es zu kippen. Sie müssen sich dass wie einen Marathonlauf vorstellen.  Der wird meist ab dem Kilometer 35 entschieden. Da kommt der Mann mit dem Hammer sagt man.
Und genau an diesem sind wir jetzt. In den nächsten zwei Wochen wird sich das alles entscheiden. 
Was steht bisher an Saale-Unstrut fest?
1. Relativ normale  Quantitäten bei frühen Sorten, wer nur auf Menge setzt, oder zu lange wartet, wird wohl wieder gelben Wein beim Müller, wie 2014 präsentieren.
2. Das Rennen bei den Burgundern und vor allem beim Riesling ist noch offen. Es könnten, abhängig vom Wetter und regelmäßiger Selektion, noch tolle Qualitäten entstehen.
3. Die frühen Rotweine (Portugieser, Frühburgunder) kämpfen derzeit mit der Kirschessigfliege. Allerdings nicht flächendeckend. Da sollten die Winzer nun doch schnell machen. Gesundes Lesegut steht vor ° Oechsle, die Möglichkeit der Chaptalisierung, bei unselbstständigen Mosten, die Grenze zur Selbständigkeit liegt bei WW zwischen 70-75°OE, bei Rotweinen um die 80 °, sollte genutzt werden.Hilft man bei geringeren Mostgewichten nicht nach, werden die Weine alkoholarm und säurelastig.
Für Chaptalisierung muss man sich nicht schämen, die großen Burgunderweine leben es vor. Und schließlich geht es hier auch um Existenzen.
Mein Fazit: Lieber früher und gesund, als auf ein Wunder warten. Sicher kann es passieren, aber die Prognosen tendieren eher nicht zum Wunder. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt.
Rainer Albert Huppenbauer
14.09.2017

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