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Vina Mundi Online Shop > Blog > www.vinamundi.de > Saale-Unstrut hat fertig (fast), die Moste werden zu Wein…

Autor: Stevie Huppenbauer | 25.10.2017 um 11:56 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut hat fertig (fast), die Moste werden zu Wein…

Weinbau, so habe ich einmal geschrieben, hat viel mit Demut gegenüber der Natur und den Konsumenten zu tun. Der Jahrgang 2017, gerade gelesen, wird schon in wenigen Tagen diese Worte bestätigen, oder eben auch nicht. Bereits in der ersten Novemberwoche wird man die ersten Tropfen der gerade gelesenen Trauben probieren können. Neuer deutscher Rekord. Viel mit Demut hat das zwar nicht zu tun, aber was sollen sie machen? Keine Gutsweine von 2016 mehr im Lager, das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür, nein keine Besinnung, volles Rohr ohne Pause? Oder wartet brav bis April und trinkt so lange Winzervereinigung?  Wer nicht mitmacht hat den Zonk? Es ist ein zweischneidiges Schwert, das nach mehr Menge ruft, damit nach mehr Anbaufläche und langfristig fallender Preise und Qualität?
 
„Herr und Meister! hör mich rufen! - 
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.“
Johann Wolfgang von Goethe
 
Ich will mich hier gar nicht als Gewissen aufspielen, denn auch wir sind dabei. Der Meister, im Fall der Weine ist es die Natur, hat es in den letzten drei Jahrgängen sehr gut gemeint und die Keller gefüllt. Der 2017er Jahrgang, dass stellt sich nun heraus, wird dem Ganzen wohl die Krone aufsetzen. Das ständige Auf und Ab von Sonne und Regen, kalten und warmen Temperaturen und einem Traumfinale im Oktober werden uns Weine bescheren, die vermutlich so schnell nicht wiederkommen. Die Winzer ertrinken im Zuckergehalt ihrer Moste, was auf alkoholreiche Weine bei den Rieslingen und Burgundern, so sie trocken sind, hindeutet. Ich vermute aber auch jede Menge halbtrockene Weine in den Gutsweinbereichen, da niemand einen Müller Thurgau mit 13 Vol % Alkohol möchte. Hier war der gut beraten, der möglichst früh gelesen hat. Für Gutsweine aus Burgundersorten und Rieslingen könnte es eng werden mit trocken. Da neben dem hohen Zuckerwerten auch relativ hohe Säurewerte anzutreffen sind werden die Spitzenbetriebe wohl einen der besten Jahrgänge vorlegen, den die Region jemals gesehen hat. Natürlich geht das nicht per se, es bleibt Winzerkunst und da spielt das Vermögen und Gefühl des Winzers eine enorm große Rolle.
Wie wir in jedem Jahr beobachten dürfen, driftet das Gebiet immer weiter auseinander. Auf der einen Seite die „Tonnenmacher“ auf der anderen Seite die „Philosophen“. Der eine oder andere Philosoph denkt gerade darüber nach, die eine oder andere „Tonne“ mehr zu machen. Ich rufe Euch zu, die ihr daran Gedanken verschwendet: Es geht nur schwanger oder nicht schwanger, ein bisschen schwanger gibt es nicht. Das Fazit: Es erwartet uns ein spannender Jahrgang mit tollen, nie dagewesenen Qualitäten und hoffentlich auch bei den Großproduzenten mit steigender Qualität.

Rainer Albert Huppenbeuer
 
Tags: Jahrgang 2017

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