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Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Antinori

Autor: Stevie Huppenbauer | 01.06.2014 um 20:07 Uhr | 0 Kommentare

Villa Antinori Chianti Classico DOCG Riserva

Natürlich kann man sich die Frage stellen, noch einer, muß das denn sein? Ich sage mal ja und glaube, der Wein füllt eine Lücke im Antinoriprogramm. Der Unterschied zum Villa Antinori Rosso liegt natürlich eindeutig in seiner Klassifizierung Chianti Classico. Villa Antinori is ein Toskana IGT und kein Chianti Classico. Den Wein, so wird behauptet hat sich Marchese Piero Antinori schon länger gewünscht, um ein historisches Label der Familie Antinori wieder aufleben zu lassen. Mal anders herum, zuerst war das Etikett, dann kam der Wein. Scherz beiseite, der Wein ist großartig, wird ein schönes Alter erzielen und eine weiter Erfolgsgeschichte des Hauses Antinori schreiben. Jede Wette

. Tags: Villa Antinori Chianti Classico Riserva, Marchese Antinori
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.06.2013 um 12:31 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi Weinreise, Biserno und Fattoria Carpoli - Sada


Blick von Biserno auf Bolgheri

Biserno ist ein Gemeinschaftsprojekt der Antinoribrüder. Es wurde von Lodovico Antinori angeschoben und wird weit mehr werden als ein Ornelliaersatz. Das Land, inklusive der darauf befindlichen Gebäude wurde für 99 Jahre von Umberto Mannoni gepachtet. Das 1995 gestartete Projekt war als Ergänzung der Tenuta Ornellaia gedacht. Durch den Verkauf von Ornellaia verselbstständigte sich das Projekt und ist nun das vermutlich letzte Vorhaben eines großen Weinmachers.




Die Ebene von Bolgheri gesehen von Biserno

Der Ankunft in der Residenz Biserno ging eine 10 minütige Fahrt durch das Anwesen Biserno voraus. Durch dichtes Waldgebiet, Olivenhaine und Rebanlagen gelangte man, nach dem durchqueren eines kleinen Baches, schließlich zu einem Punkt,  der den Atem kurz stocken lies. Es war der Blick auf eines der berühmtesten Weinanbaugebiete der Welt und den dazu gehörigen Ort, Namens Bolgheri. Der Empfang auch hier herzlich und familiär, ohne Pathos und aufgesetzte Freundlichkeit. Vittorio Mazetti, ein langjähriger Freund der Antinoris führte durch das Gut, erzählte die Geschichte der Entstehung von Biserno und begleitete die Weinprobe.



Natürlich gab es feine Kleinigkeiten zu den Weinen und eine Menge Geschichten um den Wein. Den Anfang der Verkostung machten dann, nach dem Satz fühlen Sie sich wie zu Hause, die beiden neuseländischen Gewächse von Lodovico Antinoris Weingut Mount Nelson. Es schloß sich der Insoglio del Cinghiale und der Il Pino di Biserno an. Die beiden Sauvignon Blanc aus Neuseeland waren der perfekte Einstieg, fruchbetont, große Frische und beim Ram´s Hill eine nicht enden wollende Länge. Der Insoglio aus Syrah, Cabernet Franc, Merlot und Pedit Verdot gekältert, ist ein wunderbar ausgeglichener Wein der sein Publikum schnell finden wird. Der Il Pino, ein kraftvolller langanhaltender Wein aus Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Pedit Verdot, schwebt auf einer Höhe, die ganz klar mit einem klassifizierten Medoc gleich zu setzen ist. Sicher ist der Wein kein Schnäppchen, aber von einer Qualität, die jeden Euro wert ist. Zum Schluß dann der Biserno. Was soll man dazu sagen, nehmen Sie den Wein in die Liste der Weine auf, die man getrunken haben sollte, bevor man abtritt. Stellen Sie sich ein Kistchen in den Keller, die Erwartung der Trinkreife legt sich auf Ihr Unterbewußtsein und verlängert Ihr Leben. Versprochen.


Große Weinkunst, leider leer

Die kurzweiligen 3 Stunden auf Biserno vergingen wie im Fluge, noch ein Eintrag im Gästebuch, vielen Dank an Vittorio Mazetti und weiter ging die Reise zu Davide Sada. 


Der atemberaubende Blick von der Fattoria Carpoli

Die Familie Sada ist mir seit ein paar Jahen bekannt und verbunden. Der Besuch der Fattoria Carpoli war dann der letzte Höhepunkt grandioser Tage. Der Sohn von Davide Sada, Adolfo nahm uns in Empfang und zeigte uns das Anwesen. Natürlich dieser unglaubliche Blick auf eine traumhafte Landschaft. Die Weinprobe zu der dann auch Davide Sada hinzu kam, übertraf dann selbst meine Erwartungen. Davide Sada erinnerte mich an meine Aussage vor 4 Jahren, als wir den ersten seiner Jahrgänge probierten: "Sie hatten Recht und das ist wirklich gut so". Ich sagte ihm damals, als er mich nach meiner Meinung fragte, geben Sie Ihren Reben etwas Zeit, in 10 Jahren gehören Ihre Weine zum Besten was die Toskana zu bieten hat. Dann die Verkostung.


                                                           Im Inneren der Fattori Carpoli, vor der Weinprobe

Der Vermentino machte den Anfang und deutlich, warum dieser Wein nach kurzer Zeit vergriffen ist. Der Integolo ein feiner gut ausgebauter junger Wein, der auch jung getrunken werden sollte. Er ist sehr delikat und erfrischend. Der Baldoro ein ausgesprochen gradliniger Wein mit langem Abgang und sehr gutem Alterungspotential. Zum Schluß dann der Carpoli ein betörender Wein der noch etwas Zeit benötigt, oder lange geöffnet werden sollte. Der Carpoli wird in den nächsten Jahren in die absolute Spitzenklasse toskanischer Weine eingehen. Unser Tip, kaufen und weg legen. Der Abschied von Carpoli fällt immer schwer, vor allem weil man auf Menschen trifft, die verstanden haben was in dieser Welt wichtig ist. Um ehrlich zu sein, die Sadas können sich das leisten. 



Frau T.B. mit Teppich und Flaschen im Hintergrund
Tags: Biserno, Fattoria Carpoli, Carpoli, Davide Sada, Adolfo Sada, Lodovico Antinori, Il Pino di Biserno, Tenuta Biserno,
Autor: Stevie Huppenbauer | 09.06.2013 um 14:58 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi Weinreise, Tenuta Guado al Tasso



Der Ausgangspunkt unserer Tour war Santa Laura, ein von der Familie Moris geführter Tourismusbetrieb für besondere Ansprüche. Santa Laura, südlich von Masssa Marittima gelegen, bietet neben dem stilvollen Ambiente einen wunderbaren Blick auf Elba. Die Nähe zur Tenuta Poggetti komplementiert einen wundervollen Ort der Entspannung. 
Von unserem Quartier bis zur Tenuta Guado al Tasso waren es mit dem Auto nur 35 Minuten. Das was dann folgte, ist schwer zu beschreiben. Einer unserer Kunden fügte es in die Worte: Ich möchte das gerade erlebte in meiner Vita nicht missen. Und in der Tat, die 1000 ha der Tenuta  Guado al Tasso haben es in sich. Nach ca. 5 minütiger Autofahrt durch die Rebanlagen von Guado al Tasso , dann der Empfang durch Luisa Fuschetti im privaten Ambiente der Tenuta. Luisa erklärte die Geschichte von  Guado al Tasso, vom geschenktem Sumpfland bis in die Neuzeit. Heute, ein nicht mehr zu bezahlendes 1000 ha großes Refugium der Wein - und Landschaftskultur.


Da möchte man Schwein sein, Zucht auf Guado al Tasso
 
Die Fahrt durch die Tenuta verdeutlichte die Dimension und machte die Philosophie und unerschöpflichen Möglichkeiten der Antinori Weinkultur deutlich. Der Besichtigung des Kellers mit schätzungsweise 1500 Barriques schloß sich ein kleiner Spatziergang durch das Gartenreich an.



Dann ging es wieder in den privaten Bereich der Familie Antinori. In einem wunderschönen Raum empfing uns dann ein wundervoll gedeckter Tisch   mit vielen kleinen toskanischen und hausgemachten Köstlichkeiten. Die Weinprobe setzte allem dann die Krone auf.  Vom Rose Scalabrone über den Vermentino, dem IL Bruciato und dem Guado al Tasso wurden Weine kredenzt, die zum Besten gehören, was die Region zu bieten hat. Beeindruckend war die familiäre Athmosphäre, die uns durch die Mitarbeiter vermittelt wurde. Mir wurde blitzartig klar, worin ein Teil des Erfolges der Antinori Weine besteht. Man betrachtet uns als Händler und unsere Kunden als Teil dieser Familie. Zugleich fördert dies den Respekt vor einer Dynastie, die seit Jahrhunderten mit der Weinerzeugung befasst ist.  An dieser Stelle sei der Familie Antinori,  dem bescheidenen und unglaublich engagierten Personal herzlich gedankt.


In Erwartung der Weine, einer hatte immer was....

Nach der Verabschiedung ging es wieder in den Bus und das zweite Ziel des Tages, Le Mortelle in der Nähe von Castilgone della Pescia wurde in Angriff genommen. Den Bericht über  Le Mortelle gibts im nächsten Blog.


 
Tags: Santa Laura, Morisfarms, Guado al Tasso, Antinori, Il Bruciato, Scalabrone, Vermentino
Autor: Stevie Huppenbauer | 09.06.2013 um 13:26 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi Weinreise zu Antinori, Morisfarms, Azienda Agricola Sada - Ein Bericht


Eingang zur Tenuta Poggetti

Eine Weinreise ist immer eine schöne Sache. Wenn man aber die Möglichkeit hat, ein paar der bedeutensten Weingüter der Maremma und aus Bolgheri zu besuchen, dann hat man einfach großes Glück gehabt. Ein paar wenige Kunden von Vinamundi.de hatten dieses Glück des Tüchtigen. Sie haben tüchtig gekauft und lernten das Innenleben der Weingüter der Antinorifamilie Guado al Tasso, Le Mortelle und das Gemeinschaftsprojekt von Piero und Lodovico Antinori Tenuta Biserno kennen. Umrahmt wurde dieses Programm von Familienweingut Morisfarms, dem Pionier des Morellino di Scansano und dem Newcomer in Bolgheri dem Mailänder Industriellen Davide Sada und seiner Fattoria Carpoli.



Da die unseren und die Eindrücke unserer Kunden sehr stark waren, möchte ich den Reisebericht in 4 Teile gliedern. Beginnen möchte ich mit meiner großen Weinliebe, dem Weingut Morisfarms. Begibt man sich in die Gegend zwischen Grosseto und Massa Marittima, hat man keine Chance  dem Weingut Morisfarms zu entkommen. Zu klar und geheimnisvoll ist der allgegenwärtige Schriftzug des Avvoltore. Der für uns beste Wein der Upper Maremma wurde 15 mal in Folge mit 3 Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnet und ist das Flaggschiff der Weinkollektion von Morisfarms. Diesen Wein verdanken wir dem großen Weinmacher Adolfo Parentini. Er hat nun die Geschicke des Weingutes an seinen Sohn Julio Parentini übergeben. Unterstützt wird Julio von seinen beiden Cousins. Mit Julio verbrachten wir dann auch den ersten Abend in den Räumen der Tenuta Poggetti bei einem trefflichen  Maremma  Menü und den Weinen  der Familie Moris. Bei dieser Gelegenheit lertnten wir die Frau von Julio und das jüngste Familienmitglied der Parentinis kennen. Das Dinner wurde von der Ehefrau Julios zubereitet. Julio präsentierte die Weine und seine stolze Familie. Der erste Abend in der Toskana endete nach großartigem Essen und tollen Weinen am nächsten Tag und ließ die Erwartungshaltung aller Teilnehmer  anwachsen. Ob Sie enttäuscht wurden oder gar übererfüllt, erfahren Sie im nächsten Bericht am Montag.



Nach einem feinen Maremmaschmaus in den Räumen der Tenuta Poggetti von Morisfarms
Tags: Antinori, Tenuta Biserno, Guado al Tasso, Morisfarms, Adolfo Parentini, Avvoltore, Maremma, Bolgheri
Autor: Stevie Huppenbauer | 24.10.2012 um 11:25 Uhr | 0 Kommentare

Die Weine der Maremma

Die Maremma, war ein versumpfter Küstensreifen von Orbetello bis Cecina, südlich von Livorno. Bereits im 18 Jh. wurde mit der Trockenlegung der Sümpfe, wegen der immer wiederkehrenden Malariaepidemien, begonnen. Vollendet wurde das Werk jedoch erst in den 1930 -er Jahren. Noch heute sind die damals gebauten Kanäle sichtbar und notwendig.



Entstanden ist eine der fruchtbarsten Regionen Europas. Reativ spät, erst am Beginn der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts setzte der eigentliche Boom ein. Der Grund ist relativ einfach, es war der anhaltende Erfolg des Weingutes Sassicaia.  Es darauf jedoch zu beschränken ist zu einfach. Viele Komponenten, vorallem die Entdeckung als Urlaubsziel, das milde Klima und das den Weinbau begünstigende Terroir waren ausschlaggebend. Im wesentlichen existieren heute drei Zonen des Weinbaus in denen sich alle großen Weinerzeuger Italiens und  namhafte Industrielle dem Weinanbau widmen. Im Norden die Zone mit  Bolgheri/Bibbona. In der Mitte die Gegend um Massa Maritima und im Süden rund um Grosseto und Scansano. Die Zone sind gleichbedeutend mit DOC Gebieten. Durch den Weinbau wurden unglaubliche Investitionen vollzogen, so dass man heute mit Fug und Recht von einer der modernsten Weinbaugebiete der Welt sprechen kann. Besonders die Familie Antinori hat hier mit Guado al Tasso, Ornellaia und  Biserno in Bolgheri und Bibbona, mit Grillesino in Scansano, Le Mortelle in Castiglione della Pesicaia und Fattoria Aldobrandesca südlich von Grosseto Masstäbe gesetzt.. Zu den Pionieren des Weinbaus in der Maremma muss man aber auch unbedingt die Familie Moris zählen. Lange bevor andere die fantastischen Möglichkeiten erahnten, erzeugte Morisfarms bereits großartige Weine, die heute weltbekannt sind.
Von den vertretenen Industriellen seien die  Mailänder Familie  Sada und der in den schweizer Bertarelli Clan eingeheiratete Sizilianer Claudio Tipa genannt. Sada betreibt das Nachbarweingut von Lodovico Antinori und feiert ebenfalls mit Cabernet Franc große Erfolge. Außerdem erwähnenswert ist sein unglaublicher Vermentino aus der Gegend um Casale Marittimo. Tipa erschuf das Weingut Colle Massari und produziert auf extrem hohen Niveau  Bioweine.

Tags: Bolgheri. Massa marittima, Le Mortelle, Antinori, Ornellaia, Guado al Tasso, Sassicaia, Morisfarms, Sada, Cabernet Franc,