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Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Breitengrad 51

Autor: Stevie Huppenbauer | 20.07.2017 um 13:11 Uhr | 0 Kommentare

Breitengrad 51, die Weine sind gekürt!

Die Winzer des Vereins haben unter Beteiligung von fünf Gastjuroren ihre Spitzenweine gekürt. Mit dabei auch die beiden „NEUZUGÄNGE“ Andre Zahn und Wolfram Proppe der beiden gleichnamigen Weingüter, wenngleich in diesem Jahr noch nicht mit Weinen, die zu bewerten waren, dabei .


v.li.n.re.: Volker Frölich, Jochen Hinderer (Born) Andre Gussek, Christoph Lindner (LWG), Matthias Hey,
Wolfram Proppe, Andre Zahn,

Was herauskam ist ein in vielen Teilen überraschendes Ergebnis und zeigt, dass jung gefüllte Weine selbst die Winzer die sie eingestellt und „gemacht“ hatten, vor das Problem stellten, ihren eigenen Wein zu erkennen. Und ich muss zugeben, so anstrengend wie in diesem Jahr, war es noch nie. Aber die Kehrseite: Ich habe viel dazu gelernt.
Das lag zum einen an der Kürze der Zeit in der die 24 Weine, inklusive Piraten (Weine die nicht von den Winzern des Vereins stammen) zu probieren waren. Alles wie immer in Blindprobe, bei der die Weine in neutrale Flaschen gefüllt, nur mit einer Nummer versehen wurden. Da ich selbst Mitglied der „Jury“ bin, erlaube ich mir die nun folgende Anmerkung:
Das wichtigste Ergebnis ist, dass es eine handvoll Weine auf Anhieb geschafft haben, zwei weitere nach kontroverser Diskussion, das begerhrte Siegel tragen zu dürfen. Wie viele und welche davon nun am 12.08.2017 in Pforte präsentiert werden, ist den Winzern überlassen. Eines möchte ich schon verraten, zwei glatte Durchläufer (prämierte Weine) bei Weiß- und Rotwein diesmal nur vom Weingut Böhme & Töchter aus Gleina. 


 
Ich hatte den Eindruck, dass sich dieser wichtige Tag für die teilnehmenden Winzer zwischen Tür und Angel abspielte. „In einer Stunde müssen wir mit der Probe durch sein“ so die Aufgabenstellung.  Dann die Auswertung und eine Auflösung der „Versammlung“ mit Schallgeschwindigkeit, so dass man Annehmen musste, der eine oder andere hatte Angst, dass Donald Trump Hand in Hand mit Angela Merkel in Roßbach auftaucht. Und das will nun wirklich keiner sehen, außer Putin eventuell, aber der kam auch nicht.  
Und so bot mir Volker Frölich eine Havanna Zigarre an, wir tranken den ein oder anderen wirklich guten Wein und genossen den milden Abend in Roßbach. 
Schade dass sich niemand mehr Zeit nimmt, mal was in Ruhe zu machen. Das war auch an diesem Abend sehr auffallend.
Zu den Weinen ist zu sagen, dass das vorgelegte Niveau dem Anspruch gerecht wurde. Eine Überraschung für mich war ein Wein der von Wolfgang Proppe vorgelegt wurde. Eine Cuvée aus Chardonnay und Pinot Blanc, der, geht es nach der Satzung des Vereins, wohl kein Breitengradwein werden kann, da Chardonnay vom Verein als nicht gebietstypisch eingestuft wird. Man sollte aus meiner Sicht darüber und über den Bewertungsmodus mal reden. Es geht nur schwanger oder nicht schwanger, ein bisschen schwanger, so sagt der Volksmund, gibt es nicht.
Nun gut der Rede, freuen wir uns auf die Präsentation am 12.08.2017 in Pforte, die neben den prämierten Weinen einiges bereit hält. Unter anderem die erstmalige Einbindung der neuen Vereinsmitglieder. Die Palette ist breiter, die Schlacht offen. 
 
Rainer Albert Huppenbauer, Juli 2017 
Tags: Breitengrad 51,
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.07.2016 um 14:16 Uhr | 0 Kommentare

Das große Finale - Breitengrad 51- die Gekürten stehen fest.

Es hatte nichts vom Gelage im großen Filmklassiker "Das große Fressen"  mit Marcello Mastroianni, Phillippe Noiret und Michel Piccoli. Dennoch wird es Geschichte schreiben. Erstmals traute man sich die Rieslinge zu. Vor gut drei Jahren habe ich die Frage gestellt: Liebt Riesling Saale-Unstrut?  Dass nun in der Breitengrad 51 Verkostung 2016 erstmals Rieslinge im Mittelpunkt standen sollte als Indiz gelten, dass es so ist. In aller gebotener Kürze werde ich nun aber nichts mehr verraten. Mit einer Ausnahme, dass alle Gäste und Freunde des Vereins Breitengrad 51 bei der Vorstellung der prämierten Weine am 13.08.2016, auf ihre Kosten kommen werden. Die finale Verkostung am 14.07.2016 fand diesmal im Weingut Frölich-Hake statt. Die anwesenden Winzer und Gäste hatten ein hartes Programm zu absolvieren, waren doch 22 Weine zu bewerten. Neben den von den Winzern eingestellten Weinen zur Prämierung wurden wieder deutsche Spitzenweine eingeschleust, die selbst einen hohen Anspruch haben. Die Jury bestehend aus den Winzern des Vereins und einer „kritischen Masse“ bestehend aus Weinexperten wie Klaus Böhme vom gleichnamigen Saale-Unstrut-Weingut, Theresa Stenzel von der Sommelier Union, Christian Wilhelm - Sommelier im Leipziger Restaurant Falco, Matthias Dathan – Sommelier und Gault Millau Tester, Alexander Lehwald – Weinbeisserei in Markkleeberg, Sabine Thomalla – Weinhandel Cuvée in Halle und meine Person.
Es war nun schon die dritte Prämierung an der ich teilnehmen durfte und es war fast wie immer. Bis zu letzt wurde vorbereitet und das blieb auch diesmal nicht ohne Folgen. Der eine oder andere Wein wollte nicht zur Ruhe kommen und hatte es schwer. Zum Glück entschied sich die Runde auf eine Diskussion der einzelnen Weine bevor das Ergebnis bekanntgegeben wurde. Dabei konnten Missverständnisse ausgeräumt werden. Niemand kann den Winzern das abnehmen. Sie bestimmen den Füllzeitpunkt und der war bei dem einen oder anderen Wein einfach zu spät. Die Irritationen, waren auch für geübte Verkoster nicht vollends zu bewältigen. Aber und das zeichnete die Runde aus, sie war  in der Lage und professionell genug, Klarheit zu schaffen. Schön wäre es, wenn man zukünftig dem wirklich großen Anlass mehr Vorbereitungszeit widmen würde.
Die Ergebnisse sind für alle Betriebe vorzeigbar, auch wenn nicht alle Träume aufgingen. Bei den Weißweinen, diesmal, und ich sage endlich, ein großer Rieslingabend. Überzeugen konnte aber auch der eine oder andere  Burgunder und Traminer. Bei den Rotweinen wurde deutlich, dass zwei Winzer und ihre Stile, vor allem beim Zweigelt, große Dominanz aufweisen. Dies sind: konservativ, zeitlos, frankophil (Gussek) und norditalienisch, verspielt, Trend setzend (Hey).  Die leisen, obwohl mir gefallenden Zwischentöne, hatten es schwer. Da half auch mein Wohlwollen nichts. Freuen wir uns auf die Weine, die dann ab August in den Handel kommen und auch auf die Gewächse, denen die ganz große „Ehre“ nicht zuteil wurde.
 
Rainer Albert Huppenbauer, Juli 2016

Impressionen

Matthias Hey, Marika Böhme, Christoph Lindner (LWG), Jochen Hinderer (WG Born), Andre Gussek, Volker Frölich


Klaus Böhme, Andre Gussek, Josephine Markwitz (LWG)


Christian Wilhelm und Theresa Stenzel 


Kim Le Than bei der Auswertung


Christian Wilhelm, Theresa Stenzel und Matthias Dathan


Spannung

 




 
Tags: Breitengrad 51, Finale Verkostung
Autor: Stevie Huppenbauer | 17.08.2014 um 00:33 Uhr | 0 Kommentare

Breitengrad 51 - 3. Jahrgang "It`s Showtime ...."

Wie bereits im vergangenen Jahr fand die 3.Präsentation der gekührten Breitengrad 51 Weine im Naumburger Nietzsche Zentrum statt. Der erste Eindruck meiner Verkostung waren 5 nicht prämierte Weine, die  das Qualitätssiegel Breitengrad 51 verdient hätten.
Dabei 3 mal Weißburgunder und zweimal Riesling. Im Detail waren das der  Riesling Kaatschener Dachsberg von Andre Gussek und  der Riesling Ortswein von Matthias Hey.  Bei den Weißburgundern wiederum Hey aus der Steillage Naumburger Steinmeister, Böhme & Töchter vom Freyburger Edelacker und der Weißburgunder vom Weingut Born. Fragen Sie mich bloß nicht warum, aber das waren die Weine des Abends für mich, leider  außerhalb der Konkurenz. Im Breitengradsegment bin ich mir unschlüssig, substantiell erste Klasse mit einer Ausnahme dem Silvaner von Rene Schwalbe, zweifellos ein sehr guter Wein, aber im Vergleich mit den vorgelegten anderen Weinen fehlte etwas die Substanz.
Bei den Breitengrad 51 Weinen ein Ranking zu treffen, ist  extrem schwierig. Alle sind für sich genommen große Weine von denen ich glaube, dass der Qualitätsvergleich mit GG der VdP Winzer  erlaubt ist. Es ist Augenhöhe.  Bei den Rotweinen dominierten drei Zweigelt Gewächse, die, so muß man betonen, sortentypisches Charisma trugen und durch die Handschrift der Winzer in 3 genußreiche individuelle Weingeschöpfe aufgespalten wurden.  André Gussek, Matthias Hey und Jochren Hinderer vom Weingut Born zerstören den  Nimbus, dass Zweigelt nur in Österreich große Weine hervorbringt. Ein Wein der mir besonders am Herzen liegt hat das strenge Prozedere der Auswahl nicht überstanden und war dennoch sehr präsent.  Die Rede ist vom Spätburgunder von Böhme & Töchter, deutlich zugänglicher als im vorigen Jahr, nur diesmal kein Breitengrad Siegel. 
Weiterhin erwähnenswert, die straffe Kollektion des Landesweingutes Kloster Pforta, mit einem ausgezeichnetem Bacchus und Traminer.
Alles in allem, eine gelungene Veranstaltung, mit intensivem Charakter und großartigen Weinen, die keinen Vergleich mit deutscher Spitzenklasse zu scheuen brauchen.
Natürlich, besser geht immer möchte ich sagen und so gesehen freue ich mich auf 2015. Und auch die Kritik wird nicht zu kurz kommen, aber da sollte ich erst mal drüber schlafen.

 Tags: Breitengrad 51, Böhme und Töchter, Hey, Gussek, Born, Hinderer,
Autor: Stevie Huppenbauer | 16.05.2014 um 20:18 Uhr | 0 Kommentare

An der Saale hellem Strande - ein Wein erregt die Gemüter!

Und dann auch noch ein Spätburgunder Breitengrad 51von Böhme & Töchter. Nun ja, dann will ich auch mal was dazu sagen. Ein Berliner Weinführer, die Herren der Saale Unstrut Weinbruderschaft, ich selbst und sogar der Winzer selber zweifelt, ob des Gegenwindes, an seinem Produkt. Zur Geschichte, 25°C im Schatten, ein frisch gefüllter Spätburgunder kommt kurz vor seiner wichtigsten Verprobung sofort nach dem Autotransport auf den Tisch. Das Ergebnis er wurde Breitengradwein 51. Warum habe ich damals nicht verstanden. Für mich war es keiner. Gut ein Jahr danach geht das Getuschel los, Wein gekippt, Winzer beharrt auf seinem Standpunkt - nicht gekippt - , der muß den zurück ziehen und so weiter. Viele "gute" Ratschläge an den Winzer von seinen Kollegen. Also hin zum Winzer, eine Flasche geholt, einen Tag gewartet, aufgezogen und tatsächlich Aceton in der Nase. Dann die Farbe kein bischen Braun zu entdecken, im Gegenteil extrem jugendlich. Der erste Schluck etwas kratzig, rote Kirsche kurz vor der Vollreife, vielmehr nicht. 2 Stunden später, immer noch ein bischen, aber weit weniger Kleber - für Winzer sind das oxydative Noten, die Farbe gleich, der Geschmack geht über zu dunklen Früchten, auf den benetzten Lippen viel süße Aromen, schon jetzt eine beachtliche Länge. Das gleiche Glas 6 Stunden nach dem einschenken. Die Nase vollkommen klar nach Pflaumenkompott und Gewürze, kein Kleber nicht mal im Ansatz. Farbe gleich, keinerlei Brauntöne, der Geschmack wie die Nase dazu dunkle Beeren - etwa Brombeeren.
Flasche verstöpselt, einen Tag später. Der Spätburgunder ist erwacht, dunkle Aromen, man spürt das Holz, und den Alkohol (14%) in der Nase, Gewürze und eine pfeffrige Note am Gaumen umgarnen den Gaumen. Alls wirkt straff und komplex. Sehr langer Abgang.
Meine Empfehlung an den Konsumenten, Wein kaufen  und weg legen in 5 Jahren diesen Wein öffnen und genießen.
Meine Empfehlung an den Winzer, Käufer über den Umstand informieren, oder noch besser, wenn die Ökonomie es zulässt, weglegen und ab Ende  2015 verkaufen.
Meine Empfehlung an die Kritiker des Weins, einer hat das hier gerade geschrieben, gebt dem Wein Zeit, er hat sie verdient.
Für mich nunmehr ein ein wirklich guter Spätburgunder, ein würdiger Breitengrad 51 Wein.


 Tags: Böhme und Töchter, Farnk Böhme, Spätburgunder Breitengrad 51
Autor: Stevie Huppenbauer | 13.08.2013 um 14:20 Uhr | 0 Kommentare

Breitengrad 51, der zweite Jahrgang

Am 10.08.2013 wurde im Naumburger Nietzsche - Zentrum der zweite Jahrgang der Breitengrad 51 Weine gekürt. Nach einem strengen und langen Verfahren, präsentierten die Vereinsmitglieder Hey, Gussek, Fröhlich-Hake, Born/Hinderer, Schwalbe, Böhme und Töchter und das  Landesweingut Klosterpforta  die frisch gekürten Weine. Premiere hatten in diesem Jahr die Rotweine der Breitengradwinzer. Insgesamt dürfen in diesem Jahr 3 Rotweine (2 Zweigelt und ein Spätburgunder) das Gütesiegel Breitengrad51 tragen.Bei den Weißweinen behaupteten 4 Weine . Im einzelnen erreichten, das Weingut Böhme & Töchter mit dem Roten Traminer und dem Spätburgunder, das Landesweingut Kloster Pforta mit dem Weißburgunder und dem Zweigelt, das Weingut Fröhlich - Hake mit dem Riesling Steinmeister, Weingut Hey mit der Weißweincuvée und Andre Gussek mit seinem Zweigelt, die  begehrte Bezeichnung. Wir von Vinamundi waren ebenfalls vor Ort, und konnten uns so während der gelungenen Veranstaltung ein gutes Bild über die vertretenen Weingüter machen. Neben den gekürten Weinen standen auch weitere Gewächse der teilnehmenden Winzer zur Verkostung. Wir hatten uns mit Reinhard Löwenstein und der seinerseits mit Thomas Reppchen Verstärkung eingeladen. Das erstaunliche war, dass unter uns dreien, die Übereinstimmung über die angebotenen Qualitäten einhellig positiv ausfiel. Reinhard Löwenstein und Thomas Reppchen zeigten sich vom vorliegenden Qualitätsstandard schon überrascht, ohne auf kritische Anmerkungen, beispielsweise zum Holz-, und Schwefelgebrauch,  zu verzichten. In der Kritik von Reinhard Löwenstein,  Thomas Reppchen und Rainer Huppenbauer schnitten die Weingüter Hey, Born und Böhme & Töchter am besten ab. Winzerhof Gussek überzeugte uns mit dem besten Rotwein des Abends. Dieser wurde dann auch das Feierabendgetränk, nach 3 stündiger anstrengender Verkostung.
Alles in allem, eine gelungene Veranstaltung auf gutem Niveau. Der Weg dahin, sollte in den nächsten Jahren (Auswahl der Weine und die Finalverkostung) lanfristiger vorbereitet werden.
Tags: Breitengrad 51, Saale Unstrut, Weingut Hey, Winzerhof Gussek, Böhme und Töchter, reinhard Löwenstein, Jochen Hinderer
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