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Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Burgunder

Autor: Stevie Huppenbauer | 06.05.2017 um 14:54 Uhr | 0 Kommentare

Der Burgunder - König

Genau weiß ich nicht ob ihm diese Wertung gefällt, wohl eher nicht. Dennoch fällt mir nichts Besseres ein. König und nicht Papst, denn Päpste wechseln, Könige eher nicht. Und da der einzige Feind der Monarchen die Revolution ist, sollte man, da keine in Sichtweite ist, davon ausgehen: Der König bleibt, stürzen kann ihn keiner.
Jedenfalls nicht in der Sparte der Burgunder. Und ich glaube zu wissen, wie Kollegen seine Arbeit beurteilen und schätzen.
 
Ein Weingut mit ca. 10 Hektar Rebfläche und einer für hiesige Verhältnisse kaum zu überschauenden Vielfalt an Burgundern. Straff, ja fast preußisch und doch frankophil gegliedert, werden Lagenweine mit unglaublichem Potential erzeugt.
Konkret gibt es, alles in allem aktuell siebzehn verschiedene Burgunderweine.
Weißburgunder sind es fünf, Grauburgunder ebenso fünf Weine.
Ein Frühburgunder vom Naumburger Göttersitz und fünf Spätburgunder. Alle Weine unterscheiden sich von einander nicht nur durch ihre Herkunft, sondern auch durch ihren Ausbau. Gussek und seine Kellermeisterin Hella Päger behalten die Übersicht, ja ich gebe es zu, mir fällt es manchmal schwer. Aber wenn ich dann die langsam gereiften Lagenweine trinke, fällt jeder Zweifel nach dem ersten Schluck ab.
Derzeit verkauft Gussek seine 2015er Weine. Bei den Burgundern ist noch kein einziger 2016er auf dem Markt. Die Weine fangen jetzt an sich zu öffnen und ihre volle Kraft und Eleganz zu entfalten. Beim Spätburgunder sind noch einige 2013er zu haben, die noch eine lohneswerte Zeit vor sich haben. Zehn bis fünfzehn Jahre ohne Probleme. Ich werde mich disziplinieren müssen. Die Weißen, also Grau- und  Weißburgunder sind in allen Segmenten, sei es bei den Ortsweinen oder den Lagenweinen gerade dabei, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Aber auch hier gilt, gut Ding will Weile haben. Besonders die Weine mit Holzkontakt haben noch einiges an Leben und Geschmack vor sich.
Man kann Andre Gussek nur gratulieren. Umso mehr, da wir in einer Zeit arbeiten und leben, in der jeder alles sofort will. Es ist schön, dass mal was alle ist. Gusseks System der Lagentreue und Vielfalt fördert genau das. 
Tags: Burgunder, Gussek
Autor: Stevie Huppenbauer | 21.07.2014 um 14:11 Uhr | 2 Kommentare

Weingut Pawis Saale Unstrut Wein Jahrgang 2013

         
Die Liste hervorragender Weine des Weingutes Pawis ist verdammt lang. Der Jahrgang 2013 wird in dieser Liste wohl eine besondere Rolle spielen. Zunächst große Skepsis bei fast allen  Winzern, die derzeit schon etwas in vorsichtige Euphorie umschlägt. Auch die Weine von Bernard Pawis, von denen schon einige etwas verunsicherten, sind jetzt auf einem Weg   zu wirklich hochklassigen Weinen. Frisch mit animierender Mineralität und Fruchtigkeit ohne jegliche Langeweile. Dies betrifft alle Rieslinge und den Silvaner.  Der Müller Thurgau, der Bacchus,die Weißen Burgunder und der Grauburgunder 1.Lage Mühlberg zeigten schon etwas eher was in Ihnen steckt. Alles in allem, stehen wir vor einer grandiosen Kollektion von Weißweinen, bei der es sich lohnt etwas zu warten, damit die immer noch etwas versteckte Mineralität,  im komplexen Vergnügen mit dem Fruchtaromen hervortreten kann.


Blick Weingut Pawis in ZscheiplitzTags: Weingut Pawis, Saale Unstrut, Riesling Quarz, Grauer Burgunder Freyburger Mühlberg
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.06.2013 um 17:40 Uhr | 0 Kommentare

Sommerweine von Saale - Unstrut

Verkostet wurden, die unserer Meinung nach beiden besten Grauburgunder von Saale und Unstrut von Bernard Pawis und Andre Gussek. Beide Weine, um die auffälligen  Gemeinsamkeiten hervor zu heben, haben mit kaum wahrnehmbaren Nuancen im Farbton, vorallem eines gemeinsam, es sind großartige Produkte mitteldeutscher Weinkunst. 
Der Grauburgunder von Bernard Pawis ist ein außerordentlich eleganter Wein, mit viel Charm und Fruchtigkeit. Andre Gussek` s Grauer Burgunder ist klassischer, mit ein wenig mehr schmeckbarer Säure und begleitender Fruchtigkeit. Ein langes Finale ist bei beiden sicher. Die typischen Noten von Butter, Ananas und Birne haben beide aufzuweisen. Gussek geht etwas mehr in gemüsige Noten, etwa Paprika und begleitende Zitrustöne. Der Pawis Burgunder betont mehr die Zitrusnoten ohne auf gemüsige Noten zu verzichten.
Beide Weine sind zwei großartige Beispiele für Möglichkeiten einiger weniger Winzer,  einer Traubensorte Individualität zu verleihen und doch  das zu treffen, was die Trauben ausmacht. Einer sieht es traditioneller und der andere moderner. Wichtig ist, man schmeckt den Grauen Burgunder. 
Tags: Grauer Burgunder, Winzerhof Gussek, Bernard Pawis
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.05.2013 um 18:05 Uhr | 0 Kommentare

Die Fassprobe, Winzerhof Gussek

Winzer mit Visionen sind rar. Einer von denen ist dieser Andre Gussek. Die Herangehensweise an das Wein machen kommt  bei ihm nicht aus der bäuerlichen Mengenlehre. Der kurze Aufenthalt bei ihm verschaffte mir einen kleinen Blick in sein neues Repertoir.
Der Erste, ein Riesling vom Kaatschener Dachsberg, eine terrasierte Steillage an der Grenze zu Thüringen. Der Wein präsentierte sich klassisch. Fruchtbetonte Zitrusaromen, kühle Mineralik, spritzige Säure, Rieslingtrinker, das ist euer Wein. 
Der Zweite, ein Riesling vom Naumburger Steinmeister wurde spontan vergoren. Der Wein verbrachte bis Ende März auf der Hefe. Gussek gönnt ihm noch etwas Ruhe, will ihn noch runder. Dieser Wein, so meine Einschätzung hat das größte Entwicklungspotential aller durch mich bisher verkosteten Saale Unstrut Rieslinge. Den kann man getrost mal 4-5 Jahre Ruhe gönnen, um sein volles Potential  zu erleben. Aber keine Sorge er ist auch jetzt schon eine Wucht. Trocken ist er und unglaublich schmelzig.
Zum Schluß dann noch der 2011 Graue Burgunder, der auf der Maische vergoren wurde und dann knapp 2 Jahre mit französischer  Eiche Bekanntschaft machte.   Das Ergebnis habe ich noch 14 Stunden später geschmeckt. Karamell und sehr reife Weinbeeren. Die Farbe wie ein halbtrockner Sherry, eine Mischung aus Bernstein und braunem Kandiszucker. Ein großer Wein. Vor kurzem habe ich das noch als Experiment abgetan, es ist mehr, es ist eine Vision von einem einmaligen Wein, den nur Gussek macht.
Tags: Winzerhof Gussek, Riesling, Kaatschener Dachsberg, Grauer Burgunder, Saale Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 05.05.2013 um 10:46 Uhr | 0 Kommentare

Maritime Spinner und die Experimente

Der Dampferkaptäne haben immer Recht. Nur in dem einen oder anderen Punkt kommt auch noch der Irrtum dazu. So gelesen am heutigen Tag in einer Kolumne  in einer chinesischen Sonntagszeitung. Da wird von Investoren in Ost und West gesprochen, und die sind auch noch die Guten. Logisch ist das schon, denn Sie bezahlen ja den Donauschgiffahrtskapitän für die Angabe Ihrer Telefonnummern. Oder?
Aber egal. Die dann folgende Aneinandereihung von Beispielen derlei Investoren ist dünn. Der eine im Osten wird nich mal erwähnt und die drei im Westen sind so doll nicht in meiner Erinnerung geblieben. Der im Osten ist ein Prinz, der und das muß ich zugeben, mit Schloß Proschwitz eine feine Adresse guter Weine ist. Aber wie das nunmal so ist, das Geld will Geld verdienen. Und so wurde eine bisher landwirtschaftlich genutzte 50ha große Bahndammlage in der Nähe von Weimar, kurzer Hand aufgerebt. Die Trauben werden in das 200km entfernte Dresden gebracht und dort zu Wein. Insider hörte man sagen, der Prinz hat die Nase voll vom Kromsdorfer Rübenacker. Klar, 100 Jahre Gülle machen den Boden sauer. Störrische und man kann es nicht anders sagen dumme Thüringer machen dem Prinzen das Leben schwer. Also der Prinz zweifelt, sagt man. 

Nun zur besten Weißweinrebe die es gibt, dem Riesling. Unser Kaptitän kann den zum Burgunder mutierten Riesling gar nicht genug feiern. Die vorgenommen Experimente, die auch aus meiner Sicht ihre Berechtigung haben, sollten aber das bleiben was sie sind, Experimente. Wenn ich einen Burgunder (Chardonnay)  trinken möchte dann kauf ich mir einen. Warum muß also nun ein Riesling nach Burgund schmecken? Sicher kann man auf Regionalität pfeiffen und den "Hauptsache-es-schmeckt" Karton öffnen. Aber Wein ist doch auch ein Kulturgut und wenn alle nur noch Wein machen, damit die Rendite stimmt, macht es keinen Spaß mehr Wein zu genießen. Im übrigen ist die Idee Riesling in Barriques auszubauen keine Erfindung des im Artikel genannten Kellermeisters, das gibt es in Spanien, Australien, Nordamerika und auch in Neuseeland seit vielen Jahren. Das Problem ist nur, das unser Kolumnist eben ein wenig oberflächlich agiert und eigentlich uns, also den Weintrinkern einen überhelfen will. Das diese Schleichwerbung immer fetteres Ausmaß annimmt ist Sache der Zeitung und des Donaukapitäns  . Offensichtlich will man mit der Veröffentlichung von Telefonummern ja ohnehin nur einen Beitrag zur besseren Verständigung zwischen Erzeuger und Konsumenten leisten. Also ich sehe das so.
Tags: Riesling, Burgunder,
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