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Autor: Stevie Huppenbauer | 12.06.2017 um 22:01 Uhr | 0 Kommentare

Hotel zur alten Schmiede - Restaurantkritik Teil 2 ein Jahr später!

Irgendwie hatte ich es im Blut, einer Menge Menschen habe ich die "Alte Schmiede" in Naumburg empfohlen. Als meine Nichte dann im März ihre Geschichte von total zähen Ochsenbäckchen erzählte, wurde ich mißtrauisch.
Eine Leipziger Touristengruppe, der ich ebenfalls im letzten Jahr die Schmiede empfahl, fühlte sich gar verscheissert. Also ging ich heute, 12.06.2017 selber hin.
Zunächst wie gewohnt das Positive: Die Weinkarte hat sich geändert. Das Weingut Herzer findet nicht mehr statt. Bravo möchte man rufen. Aber es ist wie immer, so eine richtige Weinkarte ist es nach wie vor nicht. Keiner der wirklich wichtigen, und guten Erzeuger aus Naumburg ist zu finden. Weder Gussek noch Hey oder Lützkendorf. Das Landesweingut als Alibi, der Rest zweite und dritte Reihe aus Zeitz und Bad Sulza. Dass die Winzervereinigung präsent ist, versteht sich in dieser Gemengelage von selbst. ( GEIZ IS"S"T und TRINKT GEIL)
Zum Essen: Nichts ist vom letzten Jahr übrig geblieben. Keine Handschrift mehr. Naumburger Allerlei. Vermutlich hat der Koch gewechselt, oder er war im Urlaub. Die Suppe, Kartoffel - Apfelrahmsuppe eine schöne Idee, die Umsetzung zu Sauer. Die Rinderroulade war trocken und hatte genau den Biss, den man sich nicht wünscht.  Die Sauce passabel, die extra bestellten Kartoffelspeckplätzchen hatten zu viel Öl gesehen und waren fettig. Die zweite gewählte Beilage (Bohnen und Tomaten) waren das Beste am Gericht.
Das Personal war flink, freundlich und sehr bemüht, es behaglich zu machen. Angesprochene Mängel wurden entschuldigt. 
Alles in allem, mal abgesehen von den Ansprüchen des Hoteleigners und dem wirklich sehr bemühten, aber verunsichert wirkenden Service, ist die vier Sterne  Ausweisung  für die Gastronomie des Hauses in keiner Weise mehr gerechtfertigt.  
Warum sich in einer so kurzen Zeit eine solche Entwicklung ereignet hat, sollte der, der an der Spitze des Hauses steht mal hinterfragen. Im Übrigen, nur einhundert Meter weiter im Steinweg befindet sich der Gasthof Zufriedenheit. Da finden Sie all dass, was die Schmiede nicht bietet. Einfach mal hingehen. Alles auf den Punkt, auch ohne Stern.
Ein altes Sprichwort sagt: Der Fisch .... und so weiter. Ich glaube das Küchenpersonal der Schmiede will und kann besser. Aber was soll es, wenn es der Kopf sparen will. Das Haus könnte eine dringend nötige Bereicherung der Szene in Naumburg sein. Wie gesagt es könnte und auch finanziell wäre es möglich. Doch es ist neues Geld und kein konservatives, es fehlt an Geschmack in der Chefetage. Schade, im letzten Jahr dachte ich der Knoten ist geplatzt. Tja und da die obere Etage auch noch beratungsresistent ist, wird der untere Durchschnitt wohl bleiben. Hat auch sein Gutes, da gibt es dann im Lindenring neben der "Auspsanne zum Alten Krug" und der kurdischen Pizzeria gleich nebenan, drei mal Gastronomie auf Augenhöhe. 

Rainer Albert Huppenbauer
12.06.2017
     
Tags: Naumburg, Hotel zur alten Schmiede
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.04.2013 um 14:29 Uhr | 0 Kommentare

Jungweinprobe bei Bernard Pawis 06.04.2013

Es war eigentlich wie immer und doch war alles anders. Dies lag vor allem, wie kann es anders sein, an den  vom Winzer präsentierten Weinen. Irgedwie habe ich  den Eindruck, dass sich der Primus von Saale - Unstrut rappelt, etwas zu verändern. Nach Aussen sichtbar an einigen neuen  Etiketten. Angeregt durch die neue Unterteilung der Weine im VdP  in Guts,- Orts und  Lagenweine ( Erste Lage/ Grosse Lage), vollzieht Bernard Pawis den Schritt hin zum romanischen Weinsystem. Ein bischen unsicher noch, die alten Zöpfe des deutschen Weinsystems müssen erst mal weggeräumt werden, aber doch konsequent. Der Ortswein wird im Moment noch ausgespart, er bedarf wohl noch etwas Zeit zum Nachdenken über Weinbergstruckturen des unsäglichen Großlagensystems, welches ja noch existiert. 
Zu den Weinen ist eigentlich nicht viel zu sagen. Sie bestimmen aus meiner Sicht,  ohne wenn und aber, das Qualitätsniveau im Anbaugebiet mit. Deutlich die Handschrift des Winzers und sein gelungenes Bestreben, höchsten Ansprüchen zu genügen. Die geladenen Gäste geraten,  ob der Vielfalt und den gebotenen Qualitäten, an die Grenzen ihrer Bewertungsfähigkeit im Einzelnen. Sie nehmen aber einen umwerfenden Gesamteindruck mit, der schwer zu toppen ist.  
Mein Wein des Abends ein Riesling, ein Neuankömmling im Sortiment des Winzers, der Riesling Bundsandstein. Die Anpachtung der Fläche in Naumburg, genannt Glocke, ist ein voller Erfolg. In einem voran gegangenen Blog hatte ich den Wein bereits beschrieben. Die erfolgte Namensänderung  und seine "Degradierung" vom Lagenwein zum Gutswein ist mir noch nicht ganz klar, aber ich kann ja fragen. Auf alle Fälle hat sich ehemals Naumburger Sonneck, nun Riesling Bundsandstein, noch einmal leicht verändert. Er wirkte auf mich noch eleganter und geschliffener als noch vor einem Monat. Dieser Riesling besitzt  für mich ein gewaltiges Potential und ich glaube, dass hier neben dem Edelacker eine Lage vorliegt, die deutlich größeres Potential besitzt.
Der Abend endete mit einer neverendig Story über objektive Tatsachen und ihre subjektive Wahrnehmung, wie auf dem Sofa von Maybrit Illner kurz vor der Bundestagswahl. Alle redeten, keiner hörte zu. Alle Genies unter den Diskutierenden fühlten sich mißverstanden. Der Satz des Abends dann von einem Gastronomen: " Die Leute merken eh nicht was sie trinken, Hauptsache es ist aus der Region und bezahlbar". Dieser Satz war die Antwort auf die Feststellung, dass es mehr unterdurchschnittliche Qualitäten von der Unstrut als Topweine gibt. Na dann Prost.
Tags: Weingut Pawis, Jungweinprobe, VdP, Riesling, Naumburg, Saale-Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.09.2012 um 16:30 Uhr | 0 Kommentare

Saale - Unstrut, eine Reise durch eine Weinbauregion. Teil 3 Gastronomie


"Es kommt ganz darauf an, was man erwartet." Das war die Antwort auf meine Frage, wo man  zwischen Weimar und Halle Saale gut essen kann.
Der`s sprach ist Professor an der Bauhaus - Uni in Weimar.
"Was erwarte ich eigentlich", dachte ich so bei mir, na klar: Bodenständig, regional mit einem Schuß fröhlicher Ideen. Wir suchten solide Gastronomie und  Köche, die ihr Handwerk verstehen. 

Mit diesem Vorsatz zogen wir los und fanden das.  

1. Station Weimar, die Stadt der Klassik und des Ettersberg.

Gastronomisch eher eine auf den Massentourismus eingestellte Stadt hat  gemessen an der Vielzahl nur wenige gute Adressen. Da wäre das Hotel Elephant mit seinen beiden Restaurant`s,  Anna Amalia, das  unter der Regie des italieners Marcello Fabbri einen Michelin Stern erkocht hat.  Und da ist der auf bestem Niveau arbeitende Elephanten Keller. Angeschlossen an das Hotel ist der Weiße Schwan, eine traditionsreiche Gastronomie mit  gutem Niveau. Ebenfalls zu empfehlen, ist das Restaurant Anno 1900 am Goetheplatz. Gefallen hat auch ein kleines spanisches Restaurant Namens BonGusto. Das Köstritzer Schwarzbierhaus bietet nichts Umwerfendes, ist aber von den Rouladengastronomen noch die beste Adresse.  Gesucht aber leider nicht gefunden haben wir einen Koch Namens Bertagnoli. Der Rest der fröhlichen Gastronomen - Gemeinde beschränkt sich auf  Roulade, jede Menge Pizza und Pasta. Darunter mischen sich dann noch einige ambitionierte Jungköche, bei denen die Besitzer aber andere Ziele, als gute Küche haben. Schade eigentlich. Und für alle Ostromantiker noch ein Tipp, wir nennen es mal Essen gehen bei der HO. Wer das mag, ist im Sächsischen Hof oder auch in der "Scharfen Ecke" gut aufgehoben.

2. Station, Dom Stadt Naumburg
Die Stadt Naumburg hat Besseres verdient. Dabei könnte man es belassen. Die vorgefundenen Qualitäten sind leider nur mittelmäßig. Das viel gelobte Bocks macht einen überforderten Eindruck, ist aber gemeinsam mit den Restaurants der prägenden Hotelkette  " ck Domstadthotels" noch das beste was man finden kann.  Wir haben den Eindruck, dass mit  Zunahme des Tourismus im letzten Jahr, die Gastronomen offensichtlich andere Schwerpunkte setzen.

3. Station, Weinstadt  Freyburg an der Unstrut
Zu empfehlen sind in der malerischen Innenstadt von Freyburg 2 Adressen. Beide liegen am  Marktplatz. Der Ratskeller Freyburg heißt hier Trattoria Gallo Nero und ist im größerem Umkreis, das beste italienische Restaurant. Der Koch Antonio ist waschechter Sizillianer und eine Frohnatur. Wenn Sie dort einkehren fragen Sie nach ihm, er hat immer was Besonderes zu bieten. Erwähnenswert die regionalen Weine von Pawis und Böhme und das immer mal wechselnde Angebot italienischer Gewächse.
Die zweite Empfehlung ist das Hotel Unstruttal. Es bietet einen gelungenem  MIx aus badischer und mitteldeutscher Küche. Die Karte wird je nach Saison angepasst. Sehr zu empfehlen ist der Zwiebelrostbraten. Im Weinbereich  könnte man durchaus etwas nachlegen. 

Im nächste Beitrag gehen wir ins Umland der Weinregion und nach Halle - Saale


Tags: Saale Unstrut, Freyburg; Naumburg, Weimar, Elephant, Gallo Nero, Klassik
Autor: Stevie Huppenbauer | 24.01.2012 um 17:07 Uhr | 0 Kommentare

Besuch beim Weingut Hey in Naumburg

Ein Besuch bei Winzern lohnt sich immer. Besonders wertvoll wird es, wenn man glaubt schon alles zu wissen, und plötzlich da steht wie ein Amateur. So geschehen unlängst auf dem Weingut Hey.

Ein kleines Gespräch, ein noch auf der Hefe liegender Riesling aus Spontangärung als Getränk und ein freundlicher überaus tüchtiger und kluger Kopf als Gegenüber.  Hier macht einer Terroirwein, an dem nichts zu rütteln ist. Lieber Reinhard Löwenstein, die "jungen Klugen" kommen und zwar diesmal von der Saale aus Naumburg. Junge Wilde waren Gestern. Ich weiß, dass sich über solche Ergebnisse kein Mensch mehr freut als Du. Eventuell schaffen wir es ja, dort mal den einen oder andren Schluck zu nehmen. Was den Riesling betrifft, kann man nur empfehlen Geduld zu haben. Es wird sich lohnen. Aber auch seine anderen Weine überzeugen und lassen auf rosige Zeiten für Qualitätsfanatiker hoffen.

Tags: Weingut Hey, Spontangärung, Riesling, Naumburg, Reinhard Löwenstein
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