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Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Riesling

Autor: Stevie Huppenbauer | 26.07.2016 um 23:18 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Rieslinge vorgestellt:

Klaus Böhme Riesling Bergstern 2011
Wir schreiben den 26.07.2016, im Briefkasten fand ich einen Brief mit der Mitteilung, dass ein guter Freund und Weinkenner in den Weinhimmel gekommen ist. Hans Latza ein weinverrückter und bekennender Gourmet, Dreibandspieler und Schöngeist hat sich verabschiedet. Seiner Lebenspartnerin Juliane habe ich geschrieben, dass ich Hans zu Ehren eine wirklich gute Flasche Wein trinken werde, die auch Hans in Verzückung versetzt hätte. Mach es gut Hans, wir kommen nach.
Ich begab mich in den Keller und suchte, und suchte und fand einen Riesling von Saale-Unstrut aus dem Jahr 2011. Klaus Böhmes Riesling Bergstern aus diesem Jahr, ich glaube der erste Jahrgang unter dieser Bezeichnung,  den ich für mich wahrgenommen habe,  war mein Gruß an Hans. Musikalisch gab es Thick as a Brick von Jethro Tull als Vinyl .
Der Wein war dem Anlass angemessen, mehr als großartig. Mein Hans hätte viel Spaß gehabt. Ich stelle mir in solchen Momenten immer die deutschen Weinjournalisten bei einer Blindverkostung vor. Wo die, die alles über Wein ohnehin schon Wissenden, diesen Riesling wohl eingeordnet hätten. Keiner der selbsternannten Weinwisser hätte es erraten. Ich vermutlich auch nicht. Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Dicht, kein bisschen müde, feste Struktur glänzende Frucht und extrem langer Nachhall. Zu Beginn etwas Honig, dann feingliedrige Zitrusaromen mit Schwerpunkt Ananas. Im Nachhall dann karamellisierte gelbe Früchte, etwa Birne Clapps Liebling, sehr reif.
So viel zum Genuss, zurück zum Leben. Vermutlich hat wohl niemand mehr diesen Wein. Wer ihn noch hat, sollte ihn gut behüten und hin und wieder ein Fläschchen öffnen. Es ist ein großer Wein, er wurde einfach nur zu früh getrunken. Chapeau Klaus Böhme. 

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Riesling Bergstern, Hans Latza
Autor: Stevie Huppenbauer | 26.08.2015 um 16:39 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein unplugged by KIM!

Unplugged kommt aus der modernen Unterhaltung. Vorzugsweise im Rock. MTV hat es  transportiert und bekannt gemacht. Unter dem Strich ist es handgemachte akustische Musik ohne Plug (Stecker). Man verzichtet zu gunsten der Musik auf den Einsatz der Verstärker. 
Der erste "unplugged" Wein  an Saale-Unstrut, ist ein Riesling vom Winzerhof Gussek aus Naumburg. Getreu seinem Namen "UNPLUGGED", wurde auf alles verzichtet, was den Riesling verfälschen könnte. Kim ließ den Wein machen.  Spontane Vergärung und keine sonst übliche Schönung mit Gelantine oder anderen Mitteln. Das Resultat ist ein authentischer, spielerischer und frischer Saale-Unstrut-Riesling. Er ist leicht zu trinken und hat einen sehr ausgeglichenen Charakter.

  
Kim Le Thanh, Wein und Nehle 

Das Etikett weist neben dem Wörtchen unplugged auch noch "by KIM" aus. Kim Le Thanh hat, wie man vermuten kann asiatische Wurzeln und ist mit Thomas Gussek, dem Sohn des Meisters liiert. Als ehemalige Bad Kösener Weinprinzessin und Geisenheim Absolventin für "Internationale Weinwirtschaft" liegt es natürlich nahe, an der Saale hellem Strande zu arbeiten. Der Winzerhof Gussek bietet neben dem Freund aber auch noch so manches, was man nicht überall findet. Der Patron zeigt sich offen für Innovation und das eine oder andere Experiment. Und so rannte Kim mit ihrer Idee offene Türen ein. Daraus wurde der "Riesling UNPLUGGED by KIM".
 

Kim Le Thanh und ihr Wein

Der Riesling kommt aus einer kleinen Parzelle oberhalb der Saalhäuser. Gussek nutzt hier die für mich nachvollziehbare Großlagenbezeichnung Naumburger Göttersitz als Einzellagenbezeichnung.
Dieser Riesling stärkt durch seine hohe Qualität die Position, dass spontane Vergärung zumindest bei den Rieslingen an Saale-Unstrut eine alternative Herangehensweise ist. Das vorallem junge Winzer wie Kim Le Thanh oder Matthias Hey damit umgehen, stimmt optimistisch. 
Im Moment gibt es von diesem Wein, er war ja als Experiment gedacht, nur wenige Flaschen. Es bleibt zu hoffen, dass Andre Gussek und "seine Winzerjugend" diesen Weg weiter gehen. Es wäre ein weiterer Schritt heraus aus der "Saale-Unstrut-Zufriedenheit"  in eine spannende deutsche Weinszene, die zunehmend von jungen Winzern bereichert wird.  
Danke für diesen sinnlichen Wein.  Um den Wein  zu probieren, bin ich am 26.08.2015 mit 2 Freunden und meiner Frau nach Naumburg gefahren und habe oberhalb der Saalhäuser, am so genannten Napoleonstein, den Wein probiert. Es stimmte alles, vom Wetter angefangen. Der Wein, es war nur ein Gläschen für jeden, versüsste den Blick auf den sich mühenden Traktor im tiefen, tiefen Tal. Da ich zum Schreiben immer Musik brauche,  läuft es gerade vom Plattenteller, Brayn Adams "summer of 69" natürlich von MTV unplugged.
 


Traktor im Tal bei der Arbeit

Der Napolieonstein oberhalb der Saalhäuser - unweit von hier wächst der Riesling in einer kleinen Parzelle.
Tags: Gussek, Riesling Unplugged, Kim Le Thanh
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2014 um 16:21 Uhr | 1 Kommentar

Weingut Born Weiss - Cuvée aus Riesling und Weißburgunder

Eigentlich sollte der spontan vergorene "Weiss" ein Breitengrad 51 Wein werden, aber wie das mit Spontanität halt so ist, sie macht was sie will. Und so wurde der Gärprozeß beendet noch bevor er trocken genenannt werden durfte. Respektive erreichte er nicht den Punkt unter 9 Gramm Restzucker pro Liter und fiel durch, bzw wurde gar nicht erst eingereicht. 
Was ist nun aus diesem 2012 Wein geworden? Ich will es Ihnen sagen, eine Granate. Ein Spätzünder ala boneur. Und nun kommt das Beste, er ist auch alle. Das heißt noch nicht ganz, aber den Rest trinke ich allein, na gut mit meiner Frau. Nicht mal mein Freund Blasl kriegt was ab.  Was ich heute vorgefunden habe, ist oberstes Niveau von Saale Unstrut. Komplex und weich, süße und zugleich würzige Tertiäraromen haben die Primäraromatik verdrängt. Ein Wein wie aus einem Guß,  der sich erst richtig im letzten Sommer  entwickelt hat. Feinste mineralische Noten mit noch unglaublicher Frische am Gaumen. Das Bouquet nach weißen Blüten  und Gelbfruchtaromen. Wirklich eine Wucht. Liebe Elisabeth, lieber Jochen Hinderer macht genau da weiter, und wenn die Natur es eben will, dann ist es eben nicht trocken, aber die spontane Vergärung scheint Eurem Reb - und Lagenpotential wohlgesonnen.
Es müssen ja nicht viele Flaschen sein, aber ein solcher Spitzenwein muß fortgesetzt werden.Tags: Weingut Born, Weiss, Riesling, Weißburgunder
Autor: Stevie Huppenbauer | 18.10.2014 um 14:14 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2014 von Saale Unstrut gärt in den Tanks und Fässern

Rebarchitektur im Steinmeister Weingut Hey                             der Steimeister Ende September 2014

Den Jahrgang 2014 könnte man gemein hin als Achterbahnfahrt bezeichenen. Die frohe Erwartungshaltung der Winzerschaft noch im Juli, wurde im August und  in der  37. KW weggespült. Aber mal ehrlich Jungs, was hättet Ihr mit soviel Wein gemacht?
Insofern haben sich die Wetterkapriolen nicht nur auf die Tagesbräune der Teenager und Sonneanbeter aller Jahrgänge postiv ausgewirkt. Wir wissen, zuviel Sonne schadet der Haut. Und die wenigen Sonnenstunden reichten nicht aus, gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Aber es gibt ja in Punkto Tagesbräune, Solarien und wer nicht an Hautkrebs erkranken möchte, nimmt eine Creme.
Beim Wein ist das ähnlich und doch eher umgekehrt. Viel Sonne lässt den Traubenzucker, der wie wir wissen den späteren Alkohlgehalt bestimmt, auf ein schönes Niveau klettern. Fehlt die Sonne, kann man immer noch  auf den Wissenschaftler und Politiker Antoine Chaptal (1756-1832) zurückgreifen. Die Formel ist einfach und lautet: Um ein Grad Alkohol mehr zu bilden, benötigen 100 Liter Most 2,4kg Zucker der bei der Vergärung beigemischt wird. Das wichtigste, es ist in Der EU außer in Italien und Spanien erlaubt. Am meisten wird es im Burgund angewendet.
Was der Jahrgang 2014 an Saale Unstrut bereithält, wird wie immer sehr differenziert sein. Noch nie gingen die Meinungen so auseinander wie in dieser Vegitationsphase des Jahres 2014. Was tun, frühe Lese war bei den frühen Sorten wie Müller Thurgau und Bacchus angesagt. Wer das so in der 37/38 KW anging, wird damit leben müssen, dass der Alkoholgehalt wohl etwas niedriger (auch mit Chaptalisierung) sein wird. Aber mal ehrlich, niemand braucht Müller Thurgau mit 13%.
Die Burgunder wiesen je nach Lage ( Steil- und terrassierte Lagen deutlich im Vorteil) ordentliche Mostgewichte aus. Das gleiche bei den Rieslingen. Hier handelten alle Top Winzer nach der Devise so viel Quantität wie nötig, so viel Qualität wie möglich. Auch wenn es mal nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.
Es wurde in den besseren Lagen kaum mal an einem Stück gelesen. Bei Matthias Hey zum Beispiel wurde und wird der Riesling über 3 -4 Wochen verteilt gelesen. Man darf gespannt sein, was es bringt. Ich glaube wir können uns bei denen, die nicht nur pressen und warten das es blubbert, auf großartige Weine freuen.
Frank Böhme und Bernard Pawis reden dann auch mit ernster Mine und fröhlichem Herzen. Auch das gehört dazu.
Auch aus Hönstedt von den Borns sehr zuversichtlich klingende Töne, auch hier der Tenor: "es wird gut".
Freuen wir uns also auf diesen Achterbahnwein und so wie es aussieht, können wir in 4 Wochen die ersten Weine auch schon genießen. All das soll nicht den Eindruck erwecken, dass es keine Ausfälle gibt. Portugieser wird wohl knapp sein oder wird Rosé. Na dann, es lebe der Wein und seine Macher.  


Sonnenuntergang am 03.10.2014 gesehen von Müncheroda, bearbeitet
Fotos und Bearbeitung Rainer Huppenbauer

 Tags: Hey, Pawis, Böhme und Töchter, Gussek, Jahrgang 2013, Riesling 2013, Silvaner 2013, Klaus Böhme, Weingut Born
Autor: Stevie Huppenbauer | 21.07.2014 um 14:11 Uhr | 2 Kommentare

Weingut Pawis Saale Unstrut Wein Jahrgang 2013

         
Die Liste hervorragender Weine des Weingutes Pawis ist verdammt lang. Der Jahrgang 2013 wird in dieser Liste wohl eine besondere Rolle spielen. Zunächst große Skepsis bei fast allen  Winzern, die derzeit schon etwas in vorsichtige Euphorie umschlägt. Auch die Weine von Bernard Pawis, von denen schon einige etwas verunsicherten, sind jetzt auf einem Weg   zu wirklich hochklassigen Weinen. Frisch mit animierender Mineralität und Fruchtigkeit ohne jegliche Langeweile. Dies betrifft alle Rieslinge und den Silvaner.  Der Müller Thurgau, der Bacchus,die Weißen Burgunder und der Grauburgunder 1.Lage Mühlberg zeigten schon etwas eher was in Ihnen steckt. Alles in allem, stehen wir vor einer grandiosen Kollektion von Weißweinen, bei der es sich lohnt etwas zu warten, damit die immer noch etwas versteckte Mineralität,  im komplexen Vergnügen mit dem Fruchtaromen hervortreten kann.


Blick Weingut Pawis in ZscheiplitzTags: Weingut Pawis, Saale Unstrut, Riesling Quarz, Grauer Burgunder Freyburger Mühlberg