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Autor: Stevie Huppenbauer | 19.04.2016 um 19:12 Uhr | 2 Kommentare

Der VdP fordert von der Politik Reformen im deutschen Weinbau

Der VDP (Verband deutscher Prädikatsweingüter) fordert vor dem Hintergrund der Märzwahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg eine Neuordnung der Weingesetze nach dem Grundsatz: Je enger die angegebene Herkunft – umso höher die Qualitätsanforderungen. Im Klartext, wenn ich es richtig verstehe, möchte der VDP sein eigenes System der Land auf, Land ab vor sich hinwurstelnden Winzerschaft überhelfen. Im Grunde ist es auch richtig, dass engste geografische Bezeichnungen die Bereichs- und Großlagenbezeichnungen ablösen sollen. Aber genau hier liegt der "Catch 22" * in der deutschen Weinlandschaft. Das ist bei weitem nicht die Lösung des Problems. Wem nutzt es denn, wenn die Politik nun per Gesetz vorschreibt, welche Bezeichnungen erlaubt sind und welche nicht. Es nutzt nur denen, die zwar Weine aus einer bestimmten Lage produzieren, die dann auf dem Etikett steht, die aber keinen definierten Qualitätsstandard besitzt. 
Eine Lösung muss deutlich tiefer gehen. Wer eine bestimmte Lagenbezeichnung nutzen will, muss sich bestimmten Qualitätsanforderungen im gesamten Prozess des Weinausbaus unterwerfen. Das fängt mit der Lesemenge und der Arbeit im Weinberg an und hört mit dem Ausbau im Keller bei bestimmten Weinen auf. Diese Anforderungen werden mehrheitlich bestimmt. Und wer sich diesem Anforderungen nicht beugt, kann die geografischen Bezeichnungen eben nicht tragen.  Und damit nun niemand denkt, ich habe es vollends an der Waffel, dem sei gesagt, das ist ein weltweiter Standard. Nur eben nicht in Old Germany. Oder eben nur ein bischen. Das heißt für Saale-Unstrut, will ein Erzeuger Saale-Unstrut-Wein auf das Etikett schreiben, was ja bereits eine geografische Bezeichnung ist, dann reicht eben nicht mehr aus, dass der Wein in der geografisch definierten Region wächst und soundsoviel Grad Oechsle hat. Qualitätsanforderungen müssten her. Und je enger die geografische Region ist, umso höher die Anforderungen. Also wer zum Beispiel die Bezeichnung Naumburger Riesling verwenden will, hat sich bestimmten  Regeln zu beugen, oder er darf die Bezeichnung nicht verwenden. Die Einzellagen, je kleiner gefasst umso besser, setzen dann den Schlusspunkt mit den höchsten Anforderungen. Dieses, leider nicht von mir erfundene System, ist für einen Konsumenten die sicherste Möglichkeit zu überprüfen, was ist Qualität und was ist Fusel. Vermutlich werde ich es aber nicht mehr erleben, dass so ein einfaches und vernünftiges System an der Saale hellem Strande Einzug hält. So etwas bräuchte eine Mehrheit unter den Winzern und jemanden der es voran bringt. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer, zu viele Interessen werden berührt und die wenigsten sind bereit, sich dem Prinzip der demokratischen Mehrheit und dem Qualitätsgedanken zu unterwerfen. Schade eigentlich. Genau hier sehe ich die Notwendigkeit, dass Vereine wie der Weinbauverband, der Weinbruderschaft und anderer Meinungsträger Zeichen setzten und sich nicht nur damit befassen, wer beim Umzug zum Winzerfest vorn weg läuft (stark übertrieben aber irgendwo habe ich mal gelesen, in der Übertreibung liegt die Verdeutlichung).   

* Catch 22 ist ein Roman des Amerikaners Joseph Heller, der zwar über den zweiten Weltkrieg handelt, aber durchaus auf die Situation in der Weinbranche in Deutschland anwendbar ist. Catch 22 ist im Buch eine Regel, die strengenommen nicht existiert, dennoch glauben alle daran und sie wird zur letzten Instanz. 
Das Buch ist sehr zu empfehlen.

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: VDP, Saale-Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 15.09.2013 um 12:12 Uhr | 0 Kommentare

Alles Spätlese, oder was?

Ja man hat es nicht einfach mit dem deutschen Wein. Gerade hatte sich der geneigte Weintrinker an eine trockene Spätlese gewöhnt, da muß er sich wieder umgewöhnen. Aber von vorn. Lange Zeit galt in deutschen Landen die Regel Spätlese - wenig Alkohol - süß.
Daraus wurde dann Spätlese - hoher Alkoholgehalt - trocken. Um Letzteres in die Köpfe zu bekommen, wurden eine Menge Verkäufer und Winzer notbehandelt, weil sie schier durchdrehten vor lauter Erklärung. Nun der Schock, der VdP, also das Beste  vom Besten in Deutschland, schafft die mühseelig eingehämmerte trockene Spätlese ab. An Ihre Stelle tritt eine Lagenbezeichnung, oder das Prädikat Ortswein und Gutswein. Was hat sich verändert? Eigentlich nichts, nur die Bezeichnung Spätlese trocken gibt`s bei VdP Weingütern nicht mehr.
Spätlese trocken schon. Sie heißt jetzt nur anders. Zum Beispiel: Riesling Edelacker  trocken, DQW.
Oder, Ortswein Grauburgunder Muschelkalk  DQW.
Der Grund für das WIRRWARR ist leicht erklärt. Der Preis für eine trockene Spätlese war bei den VdP Winzern höher als bei anderen Erzeugern, und dem Kunden nicht mehr zu vermitteln.  Trockene Spätlesen als Bezeichnung gibt es nach wie vor, nur eben nicht bei den Weingütern, die den Adler mit der Traube auf dem Flaschenhals tragen.

 
Tags: Spätlese trocken, VdP, Grauburgunder Muschelkalk,
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.04.2013 um 14:29 Uhr | 0 Kommentare

Jungweinprobe bei Bernard Pawis 06.04.2013

Es war eigentlich wie immer und doch war alles anders. Dies lag vor allem, wie kann es anders sein, an den  vom Winzer präsentierten Weinen. Irgedwie habe ich  den Eindruck, dass sich der Primus von Saale - Unstrut rappelt, etwas zu verändern. Nach Aussen sichtbar an einigen neuen  Etiketten. Angeregt durch die neue Unterteilung der Weine im VdP  in Guts,- Orts und  Lagenweine ( Erste Lage/ Grosse Lage), vollzieht Bernard Pawis den Schritt hin zum romanischen Weinsystem. Ein bischen unsicher noch, die alten Zöpfe des deutschen Weinsystems müssen erst mal weggeräumt werden, aber doch konsequent. Der Ortswein wird im Moment noch ausgespart, er bedarf wohl noch etwas Zeit zum Nachdenken über Weinbergstruckturen des unsäglichen Großlagensystems, welches ja noch existiert. 
Zu den Weinen ist eigentlich nicht viel zu sagen. Sie bestimmen aus meiner Sicht,  ohne wenn und aber, das Qualitätsniveau im Anbaugebiet mit. Deutlich die Handschrift des Winzers und sein gelungenes Bestreben, höchsten Ansprüchen zu genügen. Die geladenen Gäste geraten,  ob der Vielfalt und den gebotenen Qualitäten, an die Grenzen ihrer Bewertungsfähigkeit im Einzelnen. Sie nehmen aber einen umwerfenden Gesamteindruck mit, der schwer zu toppen ist.  
Mein Wein des Abends ein Riesling, ein Neuankömmling im Sortiment des Winzers, der Riesling Bundsandstein. Die Anpachtung der Fläche in Naumburg, genannt Glocke, ist ein voller Erfolg. In einem voran gegangenen Blog hatte ich den Wein bereits beschrieben. Die erfolgte Namensänderung  und seine "Degradierung" vom Lagenwein zum Gutswein ist mir noch nicht ganz klar, aber ich kann ja fragen. Auf alle Fälle hat sich ehemals Naumburger Sonneck, nun Riesling Bundsandstein, noch einmal leicht verändert. Er wirkte auf mich noch eleganter und geschliffener als noch vor einem Monat. Dieser Riesling besitzt  für mich ein gewaltiges Potential und ich glaube, dass hier neben dem Edelacker eine Lage vorliegt, die deutlich größeres Potential besitzt.
Der Abend endete mit einer neverendig Story über objektive Tatsachen und ihre subjektive Wahrnehmung, wie auf dem Sofa von Maybrit Illner kurz vor der Bundestagswahl. Alle redeten, keiner hörte zu. Alle Genies unter den Diskutierenden fühlten sich mißverstanden. Der Satz des Abends dann von einem Gastronomen: " Die Leute merken eh nicht was sie trinken, Hauptsache es ist aus der Region und bezahlbar". Dieser Satz war die Antwort auf die Feststellung, dass es mehr unterdurchschnittliche Qualitäten von der Unstrut als Topweine gibt. Na dann Prost.
Tags: Weingut Pawis, Jungweinprobe, VdP, Riesling, Naumburg, Saale-Unstrut
Autor: Stevie Huppenbauer | 29.01.2013 um 12:45 Uhr | 0 Kommentare

Erste Lage TOUR Grosses Gewächs

Der VdP veranstaltete am 27.01.13 eine feine Präsentation Grosser Gewächse. Die Veranstaltung in Berlin war eingebunden in die so genannte Nordtour und gab VdP Winzerbetrieben von  Mosel - Saar - Ruwer, der Nahe, der Pfalz und Rheinhessen die Möglichkeit ihre besten Tropfen Gastronomen und Händlern zu präsentieren. Alles in allem, ein gelungener Tag, mit, mal abgesehen vom Wetter, sagen wir mal, kleinen Unannehmlichkeiten. Die wesentlichste zu erst, es war einfach zu voll. Das würde sich dadurch relativieren, wenn man einen kleinen Unkostenbeitrag kassieren würde, dafür könnte man etwas zu essen reichen. Letzteres die Unanehmlichkeit No. 2.
Aber wir wollen nicht meckern, was man feststellen musste, wenn man es noch nicht gemerkt hat, die deutschen Weine sind Weltklasse. Am überzeugendsten für mich die Mosel, dicht gefolgt von Rheinhessen. Die Nahe gut,  jedoch blieb die Filigranität hinter Dichte und Breite der Rieslinge etwas zurück. Mit anderen Worten es haut einen nicht um. Die Pfalz für mich  zerissen. Um ehrlich zu sein, das Groh der Weißweine ist mir einfach zu fett und zu breit. Bei den Roten  dagegen, eine unglaubliche Dichte von weltklasse Spätburgundern, die sich mit aller größten Burgundern messen können.
Die Moselwinzer des VdP überzeugen schon länger  mit einem erfüllten Anspruch, es sind die besten Rieslinge der Welt. Um es klar zu sagen, es geht nicht nur um den einen oder anderen Winzer, die Breite dieser Spitze ist einfach beindruckend. Was man außerdem merkt, wenn man sich mit Busch  oder Prüm und all den anderen unterhält, sie leben das. Und weil das so ist, stehen sie selber da und gießen ein. Bei nicht allen großen Namen war das so. Das negativste Erlebnis in dieser Beziehung war für mich Schlossgut Diel von der Nahe. Viel Schiki Miki gequake und für mich wenig überzeugende Weine.  Der angetreten Juniorchef Diel war mit sich und seinem Weinglas beschäftigt,  es lag eine Art Arroganz in der Luft, die durch die Qualität der Weine keinesfalls gerechtfertigt wurde. 
Die große Überraschung des Nachmittags waren die VdP Winzer aus Rheinhessen. Alle probierten Weine waren überdurchschnittlich. Dabei auch zwei Spätburgunder vom Weingut Gutzler.  Die Rheinhessenwinzer haben, ob man will oder nicht, immer noch ein Image, das sie nicht mehr verdienen. An diesem Nachmittag wurde mir das schlagartig bewußt. Großartige  filligrane  und mineralisch auftrumpfende Rieslinge, die einen Standart erreicht haben, der einzigartig ist.
Was bleibt? Vorallem die Gewissheit für einen Händler, etwas  tun zu müssen, dass diese Weine einem breiten Publikum zugänglich werden.  


 
Tags: Prüm, VdP, Grosses Gewächs, Diel, Gutzler, Busch
Autor: Stevie Huppenbauer | 23.09.2012 um 14:28 Uhr | 0 Kommentare

Ist ein Hochwassergeschädigter ein "Wein - Quacksalber"?

Das ist schwer zu beantworten, aber liest man seine neuste Kolumne, ensteht schon ein derartiger Eindruck. Die neuerliche Kolumne in der Zeitung berichtet über die großen Gewächse deutscher VdP Weingüter. Es sind  immerhin 350 Weine aus allen Anbaugebieten Deutschlands. Journalisten und Händler haben kurz vor dem Verkaufsstart die Möglichkeit, diese Weine zu probieren. Der Besserwisserdirektor war vermutlich eingeladen, ist nicht hingegeangen, aber weiß genau Bescheid. Er kürt die beste Moselkollektion (vermutlich kennt er nur die), er nennt den besten Rheingauerzeuger und  ein paar der üblichen Verdächtigen.  Im gleichen Absatz, nachdem er festgelegt hat was zu kaufen ist, tritt er den Rückzug an. Er ist halt kein "verläßlicher Auskunftspartner", weil er über etwas schreibt, woran er gar nicht  teilnahm. Darauf muß man erstmal kommen. Hut ab. Echt beängstigend dann wie er in ein paar Tagen genau weiß, welche Weine die besten sind. Der Anspruch des Schiffahrtpatentamtes aus Wien war "Schluß mit dem Weingeschwätz". Diese Kolumne ist nicht mal das. Der Gipfel der Oberflächlichkeit nun liegt in diesem Artikel. Alle genannten Winzer werden von ihm seit langem hoffiert, seine angebliche und viel gepriesene Unabhänigkeit gibt es nicht.
Was ich nicht verstehe ist, dass die Zeitung diese hingeschmierte Kolumne nicht hinterfragt. So etwas kann man nicht ernst nehmen. Schon die Arroganz, wie er mit der Veranstaltung an sich umgeht. Er lässt sich halt ein paar Weine schicken, er trinkt die 350 Weine zu Hause in seiner Küche. Mit der Kolumne will er sein Säumnis wiedergutmachen und die besten deutschen Weine würdigen. Offensichtlich hat ihn jemand vermisst. Und natürlich ist er es, der den Jahrgang 2011 gegen jegliche Anfeindungen verteidigt. 
Um nun das Woche für Woche nicht mehr lesen zu müssen, bestelle ich diese Zeitung ab. Mach es gut Du Kackwurst. Ein kleiner Tritt noch, vermutlich ist die Toleranzschwelle der Redaktion so hoch, weil sie wissen, dass die deutschen Kleinbürger das Schifffahrtpatentamt  lieben. Sein Direktor  ist schließlich nicht der Erste, der uns Deutsche an der Nase herumführt. Da war doch mal was.

 

Tags: Große Gewächse, VdP, Mosel
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