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Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Weißburgunder

Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2014 um 16:21 Uhr | 1 Kommentar

Weingut Born Weiss - Cuvée aus Riesling und Weißburgunder

Eigentlich sollte der spontan vergorene "Weiss" ein Breitengrad 51 Wein werden, aber wie das mit Spontanität halt so ist, sie macht was sie will. Und so wurde der Gärprozeß beendet noch bevor er trocken genenannt werden durfte. Respektive erreichte er nicht den Punkt unter 9 Gramm Restzucker pro Liter und fiel durch, bzw wurde gar nicht erst eingereicht. 
Was ist nun aus diesem 2012 Wein geworden? Ich will es Ihnen sagen, eine Granate. Ein Spätzünder ala boneur. Und nun kommt das Beste, er ist auch alle. Das heißt noch nicht ganz, aber den Rest trinke ich allein, na gut mit meiner Frau. Nicht mal mein Freund Blasl kriegt was ab.  Was ich heute vorgefunden habe, ist oberstes Niveau von Saale Unstrut. Komplex und weich, süße und zugleich würzige Tertiäraromen haben die Primäraromatik verdrängt. Ein Wein wie aus einem Guß,  der sich erst richtig im letzten Sommer  entwickelt hat. Feinste mineralische Noten mit noch unglaublicher Frische am Gaumen. Das Bouquet nach weißen Blüten  und Gelbfruchtaromen. Wirklich eine Wucht. Liebe Elisabeth, lieber Jochen Hinderer macht genau da weiter, und wenn die Natur es eben will, dann ist es eben nicht trocken, aber die spontane Vergärung scheint Eurem Reb - und Lagenpotential wohlgesonnen.
Es müssen ja nicht viele Flaschen sein, aber ein solcher Spitzenwein muß fortgesetzt werden.Tags: Weingut Born, Weiss, Riesling, Weißburgunder
Autor: Stevie Huppenbauer | 05.08.2014 um 14:01 Uhr | 0 Kommentare

Tement - Weine aus der Südsteiermark

Die Südsteiermark ist eine an der Grenze zu Slowenien klimatisch bevorteilte Berglandschaft. Das milde Klima, besonders im Herbst, ist auf Einflüsse des Mittelmeeres, speziell der Adria zurückzuführen. Diese milde Klima und die wunderschöne hügelige Landschaft laden geradezu zum Weinbau ein. Dominiert wird der Weinbau durch den Sauvignon Blanc, aber auch der Morillon (Chardonnay), Weißburgunder und Muskateller  bringen bei den Weißweinen erstaunliches hervor. Im Rotweinbereich, der allerdings eine deutlich geringere Bedeutung - zumindest in meiner Warnehmung als Händler - aufweist, werden mit Zweigelt und bisweilen aus Cabernet Sauvignon und  Merlot passable Ergebnisse erreicht.
Wirkliche Spitzenweine bringt aber vorallem der Sauvignon Blanc hervor. Diese Weine stammen aus Einzellagen wie der Lage Zieregg und Graßnitzberg. Aus beiden Lagen vinifiziert u.a. die Familie Tement, weltklasse Sauvignon Blanc. Dabei spielt Zieregg nach meiner Auffassung die erste Geige, dann kommt der Rest. Ebenfalls interessante Weine keltert das Weingut SKOFF Original und Erwin Sabathi. Bei Sabathi stammen die besten Weine aus dem Jägerberg und dem Pössnitzberg. Der Pössnitzberg ist als Große, - und der Jägerberg als Erste Lage klassifiziert.
Überhaupt ist die Ordnung in den Bezeichnungen auffallend. Die Große Lage und die erste Lage ist deutlich abgegrenzt und kann von jedem geführt werden der dort Wein anbaut und nicht nur von der Elite. Der Rest vergleichbar mit dem deutschen Qualitätswein, heißt Steirische Klassik und dann, ich nenne sie mal gutklassige Marketingweine, mit Namen wie Temento Green, Skoffignon oder Sabathini, runden den Weinbau ab. Hier sollten sich die deutschen Weinerzeuger, die Weinbauverbände und vorallem die Politik mal umschauen, wie man transparente, für den Konsumente überschaubare Weinklassifizierung gestalten kann. Diese Herangehensweise in der Südsteiermark ist für mich unbedingt ein Vorbild für deutsche Regionen, besonders für die kleinen Anbaugebiete. Und noch etwas, ich war dort schon 3 mal zu verschiedenen Weinfesten, ähnlich dem Winzerfest in Freyburg und doch was völlig anderes. Niemand verkaufte Teppiche,Gartengeräte und schmiedeeiserne, geschnitzte oder geklöppelte Kunstgegenstände.
Natürlich gab es Kürbiskernöl und traditionelle Speisen der Südsteiermark. Es fehlten Bierwagen, Fischbrätereien von der Nordsee und Bratwürstchen aus der Metro. Es gab Wurst, auch gebraten aber eben vom Metzger. Also meine Damen und Herren vom lokalen Weinbauverband, fahren Sie mal hin, es geht auch anders. Im übrigen, das Gedränge gab es auch, aber getrunken wurde aus richtigen Gläsern. Es war sehr zivilisiert, vermutlich wegen der vielen Gäste aus Deutschland, denen die  hiesigen Weinfestflohmärkte auf den Wecker gehen.  
Zurück zur Südsteiermark. Die Weine haben ein vernünftiges Preisniveau entsprechend Ihrer Klassifizierung, dass dabei die Weine der Großen Lagen schon mal die 40,00€ schrammen, ist bei der vorgelegten Qualität nur normal. Alle anderen Weine liegen irgendwo zwischen 8,00 € und 30,00€ und die Leute zahlen es gern.
Zur Zeit bei Vinamundi. de neu im Programm: Das Familienweingut Tement zu dem sich in den nächsten Tagen dann noch das Skoff Original gesellen wird. Wir freuen uns darauf, Ihnen diese Weine verkaufen zu können.
Für alle die von der Steiermark den Genußweg nach Tirol suchen, finden sicher beim Almgourmet einen geeigneten Wegweiser.



     Tags: Südsteiermark, Tement, Sabathi, Skoff Original, sauvignon Blanc, Morillon, Weißburgunder, Zieregg
Autor: Stevie Huppenbauer | 07.04.2014 um 19:09 Uhr | 1 Kommentar

Menüabend auf Weingut Pawis am 05.04.2014



In regelmäßigen Abständen ( 2mal im Jahr ) veranstaltet das Weingut Pawis erstklassige Menüabende. So auch am 05.04.2014.
Zu Gast war der Eventkoch Daniel Dittmar aus Halle. Fangen wir mal hinten an. Die Gäste feierten den Mann und die Winzerfamilie wie Popstars. Sie bedankten sich so, für einen wirklich gelungenen Abend. Die musikalische Umrahmung mit der Leipziger Band Spanish Mode ( in kleiner Besetzung, Gesang und Klavier) war ebenfalls ein Treffer.
Das Menü, von Herrn Dittmar kreiert und  gekocht, bot im Zusammenspiel mit den Pawis Weinen Einiges.  

                  

                  

Die von Familie Pawis vorgenommene Weinauswahl wertete die ohnehin hochwertige Speisenfolge noch auf.
Begonnen hat es mit einem Tatar von Thunfisch, Apfel, Sellerie und Avokadocreme, der dazu gereichte Pawisklassiker Müller Thurgau erfüllte alle Erwartungen. Das rosa Schaumsüppchen mit fein würzigen Aromen wurde vom himbeerigen Rosali perfekt in Szene gesetzt. Dann Spargel, Erdbeeren und Jacobsmuschel im Parmesankörbchen. Der gewählte Riesling Muschelkalk glänzte bei so viel Frucht und Vielfalt. Das im Vakuum bereite Rinderfilet auf Zwiebelmarmelade und einer wunderbar bissfesten Kartoffelpraline brillierte mit dem 2011 Spätburgunder Barrique. Den Schlußpunkt setzte warmes Mousse au Chocolat mit Vanilleeis und Früchten. Die gereichte Weißburgunder Auslese machte den Sack zu.
In den Abräumpausen brillierte die Band Spanish Mode mit glasklarem Gesang. Die Weine wurden von Kerstin und Bernard Pawis  charmant, mit Witz und Überzeugtheit von der eigenen Qualität moderiert.

                   

Daniel Dittmar leitete den gelungenen Abend mit einer feinen Rede ein: "Ich sag dann mal Prost" verschwand in der Küche und legte los. An alle Beteiligten ein Dankeschön, für einen wirklich wunderbaren  Abend.


                 






 Tags: Weingut Pawis, Daniel Dittmar, Riesling Muschelkalk, Müller Thurgau, Weißburgunder Auslese, Spätburgunder
Autor: Stevie Huppenbauer | 01.04.2014 um 13:14 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut 2013 - Die Weißburgunder

Ich habe so den Eindruck, dass der 2013 Jahrgang an Saale Unstrut in so gar kein Schema der letzten Jahre passt. Im Grunde zeigt sich bei allen Weinen vom Riesling bis zum Müller Thurgau eine gewisse Säurelastigkeit. Und ich muß sagen, dass dieser Wesenszug der 2013 selbst beim Traminer, eher als säurearm bekannt,  eine gewisse Finesse hervorbringt, die ich schon verloren glaubte. Und nun plötzlich dieses Ergebnis. Mancher Winzer ist so gar nicht glücklich damit, andere loben gerade diese Geschmacksausbildung.
Bei den bisher von mir probierten Weißburgundern merkt man deutlich, dass die Winzer versucht haben gegenzusteuern. Was herauskam ist,  dass seit langem beste Weißburgunderergebnis von Saale Unstrut.  Leichte verspielte mineralische Weine mit nicht zu dominaten, aber dennoch präsenten Fruchtnoten. Bei den Gutsweinen von Hey, Pawis, Klaus Böhme und Born (mehr habe ich noch nicht probiert) spürt man deutlich diese Geschmachsrichtung. Natürlich, jeder Winzer hat seine Handschrift, aber der Gesamteindruck ist genau dieser. Diese Weine eignen sich als hervorragende Speisbegleiter, zum Spargel sowieso aber auch zum nicht durchgegarten Rinderfilet ebenso, wie zum Zander.
Die nächsten Proben stehen an und ich werde sehen ob sich der Trend bestätigt.Ich berichteTags: Weißburgunder, Hey, Pawis, Weißwein, Klaus Böhme
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.08.2012 um 09:55 Uhr | 0 Kommentare

Menüabend auf Weingut Pawis in Zscheiplitz bei Freyburg



Ein bis zweimal im Jahr erhalten Köche und Restaurants aus verschiedensten Regionen die Möglichkeit, ihre Kunst einem ca. 80 köpfigen Publikum auf dem Familienweingut Pawis zu präsentieren. So geschehen auch am 25.08.2012. Diesmal war das Schloßrestaurant Droyßig mit Küchenchef Ralf Kannegießer vertreten. Kannegießer, ein Koch der im Leben steht und der regionale Küche mit verspielten Einflüssen anderer Landschaften bereichernd verknüpft. Die große Langeweile der restlichen regionalen Anbieter der Saale - Unstrut - Region wird man bei ihm nicht  finden. Also Worte wie Spargelwochen, Schnitzelwochen, Pfifferlingswochen, Gänsewochen und so weiter sind in seinem Restaurant tabu. Natürlich gibt es das alles auch bei ihm, es ist aber nie langweilig. Wer es geschafft hat mal eine seiner Suppenkreationen, seine Droyßiger Landente oder im Februar norwegischen Winterkabeljau "Skrei" zu genießen, nimmt Weg nach Droyßig gern in kauf. Bei ihm regiert nicht Einfallt sondern Einfall und zwar auf bestem Niveau.



Über den Gastgeber des Abends, besser die Gastgeber, die Familie Pawis etwas zu schreiben, ist im Grunde nicht schwer.   Das Problem dabei ist nur, dass man immer meint, es ist schon alles gesagt. Was die erstaunte Gemeinde dann aber geboten bekam, ist aus Weintrinker`s Sicht schon unglaublich. Einzig der Sprung vom tadellosen Weißherbst zum grandiosen  Weißburgunder vom Edelacker war etwas groß. Der vermeintliche Rückzug nach dem Weißburgunder auf den Riesling "Selektion",  war für alle mit Geschmacksnerven ausgerüsteten Gäste eine  schwer zu toppende Offenbarung. Der Anspruch war sehr hoch und für mich die Überraschung des Abends. Der zum Hauptgang gereichte Zweigelt aus dem Jahr 2011 straft alle die Lügen, mich eingenommen, die einen solchen Rotwein hier im Norden für unmöglich halten. Der Abschluß dann, eine wirklich ausgezeichnete Auslese vom  blauen Silvaner. Die Kombination dieses Weines mit dem Dessert war aus meiner Sicht nicht ganz glücklich. Das Spiel des Silvaners, zwischen Süße  und Säure, kam dabei etwas unter die Räder.

Das Menü von Ralf Kannegießer war aus meiner Sicht gelungen und da ich weiß was es heißt ein 5 Gang Menü für 80 Menschlein auf 15 m² zu zubereiten, verzeiht man gern, wenn mal ein kleines Fehlerchen zu erkennen war. Eine Idee in Geschmack zu verwandeln, ist eine seltene Gabe, Ralf Kannegießer verfügt über diese.

Der Abend war einer der besseren die ich erleben durfte, auch und gerade wegen der Winzerfamilie,  ihrem Personal und einem Gastkoch, der es verdient hat, als bester Koch der Region bezeichnet zu werden.


Tags: Pawis, Weißburgunder, Riesling S, Schloßrestaurant Droyßig, Ralf Kannegießer
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