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Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Weinbaupräsident

Autor: Stevie Huppenbauer | 30.08.2017 um 14:13 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2017 Versuch einer Prognose

Die letzten Tage und die Aussichten nähren die Hoffnung, dass ein sehr gutes Jahr möglich sein wird. Die Bemühungen der Winzer in den letzten, nicht einfachen Wochen könnten sich lohnen. Sehr gutes Jahr heißt für die Einen viel Wein, für mich bedeutet es etwas anderes. Ich denke dass eine gesunde Mischung aus Qualität und Quantität im Mittelpunkt der Bemühungen der Winzer stehen sollte. Die Mischung macht es und da müssen die Winzer bereit sein, im Lagen - und Ortsweinbereich auf größere Mengen zu verzichten. Natürlich bedeutet das auch, dass die Preise in diesem Bereich (Orts -und Lagenweine) auf hohem Niveau stabil gehalten werden können. Durch die Zunahme der Rebfläche könnte hier auf lange Sicht ein Problem auftreten. Dieses lautet, der deutlich höhere Aufwand der Winzer in den Steillagen fordert ein höheres Niveau der Preise. Wachsen die Fläche und damit die Menge, vor allem in den ebenen, maschinell zu bearbeitenden Rebgärten, dann wird der Gegenwind langfristig zunehmen. Man muss dann erklären, warum der eine einen Weißburgunder, zum Beispiel vom Steinmeister,  für 7,00 Euro und der andere für 14,00 Euro anbietet.
Auch hier wird wieder die Unsinnigkeit der vom Weinbauverband trotzig verteidigten Großlagen und der noch unnützeren Verallgemeinerung der Einzellagen über mehrere Kilometer deutlich. Mit der bevorstehenden Beschilderung der Weinberge bekommt der Lagenklamauk dann den Hut mit einem Kran aufgesetzt. Das ist nicht mal mehr Zirkus.
Aber zurück zum Jahrgang. Auch der noch amtierende Weinbaupräsident hat sich im Naumburger Tageblatt zu Wort gemeldet. Wie immer kein Wort über Qualitäten, die Tonnen zählen, weil sie zählbares bringen, vor allem seiner Gleinaer Agrargenossenschaft. In dem Artikel wird Herr Boy zitiert und setzt folgende Prämisse:
„Der Weinbauverband geht erneut von einer guten Ernte aus, machte Boy gestern in einem Pressegespräch im Freyburger Edelacker-Hotel deutlich. Er rechnet mit 5,3 Millionen Litern im Anbaugebiet.“ Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/28139548 ©2017
Seine zweite Äußerung galt dem Beginn der Weinlese:
"Die reguläre Lese jedenfalls, davon geht Siegfried Boy, der Präsident des Weinbauverbandes aus, wird in diesem Jahr schon am ersten Septemberwochenende beginnen, "  Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/28139548 ©2017

Das Beste an diesem Artikel von Herrn Stöckel ist, der würde in der Türkei und in Nord Korea große Chancen haben, die Zensur zu überstehen. Alles ist schön, nichts kann man besser machen. Es zählt was der König sagt und Punkt.
Redet man aber nun mit Leuten die ihr Handwerk verstehen und nicht der Tonnenphilosophie des Weinbaupräsidenten folgen, dann ergibt sich folgendes Bild:
Frühestens in der zweiten Septemberwoche beginnt die Lese und die möglichen großen Mengen sollten im Interesse der Qualität in den besten Lagen deutlich reduziert werden. So sehen es jedenfalls Matthias Hey und Andre Gussek.
Aber es wird wohl so wie in jedem Jahr, die Teilung der Qualität setzt sich auch in 2017 fort, da kann man reden wie man will. Das beste Beispiel aus dem Jahrgang 2016 ist der Portugieser, bekanntlich eine früh zu lesende Rebsorte. Machen Sie den Test und kaufen Sie sich diesen Wein von der Winzervereinigung Freyburg, den von Klaus Böhme aus Kirchscheidungen oder von Gussek aus Naumburg. Schlagartig wir Ihnen bewusst was ich meine.   
Rainer Albert Huppenbauer 30.08.2017
Tags: Weinbaupräsident
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