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Autor: Stevie Huppenbauer | 06.06.2016 um 22:52 Uhr | 0 Kommentare

Bestes vom Süßen See - Weingut Born


Das Weingut Born gehört, so sagt man, zu den Urgesteinen der Saale-Unstrut-Weingüter. Der Haken ist, es fühlt sich anders an. Urgestein hat was Althergebrachtes und Langweiliges an sich. Genau das ist dieses Weingut nicht. Wir sollten Urgestein anders definieren.
Natürlich, die Borns sind ein Generationen Betrieb, seit kurzem mit eindeutiger Perspektive in die Zukunft nach Elisabeth und Jochen. Da gehen sie wohl wieder mit mir durch - das macht der Wein, beide Hauptpersonen des Familienweingutes sind so herrlich jung, dass sich das Nachdenken über die nächste Generation noch nicht lohnt? Andererseits: Time is running fast.
Nun gut, vor kurzem hatte ich die Möglichkeit in einer Privataudienz bei Jochen Hinderer, den 2015er Jahrgang zu probieren. Einige Proben noch im Fass bzw. Tank, den Rest der bereits gefüllten Weine habe ich heimlich probiert. Mein globales Urteil: Es ist eine große Freude diese Weine zu trinken. Unkompliziert, geradlinig und sehr präzise. Das gilt für alle Weine. Mit präzise meine ich das, was ich von einem Saale-Unstrut-Wein erwarte (lebendig-elegant, mineralisch, feingliedrig). Alle Weine erfüllen diesen Anspruch. Der Winzer, hin und wieder noch etwas grüblerisch in der eigenen Bewertung seiner Ergebnisse, kann sich ruhig mal auf die Schulter klopfen. Nicht etwa weil er Papa wird, sondern weil beide (Elisabeth Born und Jochen Hinderer) einen, dem Potential des Jahrgangs entsprechenden Wein in die Flaschen bringen. Zu guter Letzt, sozusagen das Sahnehäubchen, einige wenige Flaschen Sauvignon Blanc, der alle Zweifler nach einer Stunde straft. Ein toller Wein, der mit etwas Luft zu einem wirklichen Geschmackserlebnis wird. Ganz am Rande fällt mir ein, dass es seit diesem Jahr eine neue schmucke Vinothek gibt und weitere bauliche Veränderungen mit schwäbischem Geschick in Arbeit sind. Viel Glück der Familie, macht weiter so. 

Impressionen


Die neue Vinothek



Jochen Hinderer und Elisabeth Born


Rainer Albert Huppenbauer 06.06.2016

 
Tags: Weingut Born, Saale-Unstrut-Wein, Höhnstedt
Autor: Stevie Huppenbauer | 27.12.2015 um 19:57 Uhr | 2 Kommentare

Orangerie Seeburg - Restaurantkritik

Irgendwann habe ich gelesen, dass der Betreiber der Orangerie in Seeburg eine Pominentenwand einrichten will. Das machte mich neugierig und trieb mich in seine Arme. Da ich nicht prominent bin, habe ich zum Glück keine Chance mit einem schlecht gemachten Selfie, da aufgehängt zu werden.
Sei es drum, die Kulisse des "Süßen Sees" macht etwas her, die Burg ebenso, das Restaurant ist architektonisch eingepasst. Alles sehr modern, eher im Stil einer Bar eingerichtet, der elektrische Kamin ist Geschmacksache, das darüber hängende, überdimensionale Besteck sollte man überdenken. Die Karte verspricht  einiges, hält jedoch nicht alles. Meine Wildterrine hatte schon bessere Tage, der Cranberryschaum war flockig (ranzig) und musste weg, gleichsam die Terrine. Über das gereichte Früchtebrot möchte ich mich nicht äußern. Die von meiner Partnerin gewählte Wildconsommè war passabel, ein wenig zu stark einreduziert und in einem strapaziösen Einwegglas serviert. Der fischig riechende Kaisergranat am Stück hinterließ Rätsel. Alles zu anstrengend.
Die Hauptgänge, Tafelspitz und Lammkrone, entsprachen dem, was man sich darunter vorstellt. Die von mir gewählte Lammkrone war  in Ordnung. Allerdings ließ sich die englisch bereitete und medium bestellte Krone mit dem gelieferten Messer nicht bewältigen. Aber es war geschmacklich besser, als ich nach der Vorspeise vermuten durfte.
Die Weinkarte wirklich sehr umfangreich, jedoch ohne Überraschungen. Das übliche Allerlei, das je nach Getränkeliferanten mal in diese mal in jene Richtung wechselt. Das bei den Weinen keine Jahrgangsangaben gemacht werden wurde damit begründet, dass man ja nicht jedes Jahr eine neue Karte schreiben kann. Mein Tipp an die Geschäftsleitung, konzentrieren Sie sich auf die Region in der sie leben und dort auf die Betriebe die wirklich gute Weine machen. Mit dem Schlossgut Seeburg, dem Weingut Böhme&Töchter (noch als Weingut Böhme ausgewiesen) und dem
Weingut Born gibt es gute Ansätze, die man ausbauen sollte. Um es kurz zu machen, die umfängliche Weinkarte belastet das Budget, da man ja alles vorhalten muss. Weniger ist hier mehr. 
Wir haben uns für den
2014er Gutedel von Born entschieden, weil wir wissen, dass dieser Wein ein idealer Speisenbegleiter ist.
Der Wein war sehr gut temperiert, die Gläser waren klassisch und entsprachen dem was ich von einem Weißweinglas erwarte.
Die Bedienung war freundlich und bemüht, dem geneigten Gast einen schönen Abend zu bereiten.  
Der selbstgewählte Anspruch auf der
Web-Seite des Restaurants nach "Regionalität"  und "hoher Schule der Kochkunst" wurde nur im ersten Teil, der Regionalität, erfüllt. Hohe Schule der Kochkunst ist anders. Kochen ist zunächst einmal Handwerk, das sollte man beherrschen, will man Kunst machen. Anders geht es nicht. 
Alles in allem kein runder, aber auch dank der Bedienung, kein ganz schlechter Abend. 

Rainer Albert Huppenbauer, 28.12.2015
    




       
Tags: Orangerie Seeburg, Weingut Born
Autor: Stevie Huppenbauer | 19.10.2014 um 16:21 Uhr | 1 Kommentar

Weingut Born Weiss - Cuvée aus Riesling und Weißburgunder

Eigentlich sollte der spontan vergorene "Weiss" ein Breitengrad 51 Wein werden, aber wie das mit Spontanität halt so ist, sie macht was sie will. Und so wurde der Gärprozeß beendet noch bevor er trocken genenannt werden durfte. Respektive erreichte er nicht den Punkt unter 9 Gramm Restzucker pro Liter und fiel durch, bzw wurde gar nicht erst eingereicht. 
Was ist nun aus diesem 2012 Wein geworden? Ich will es Ihnen sagen, eine Granate. Ein Spätzünder ala boneur. Und nun kommt das Beste, er ist auch alle. Das heißt noch nicht ganz, aber den Rest trinke ich allein, na gut mit meiner Frau. Nicht mal mein Freund Blasl kriegt was ab.  Was ich heute vorgefunden habe, ist oberstes Niveau von Saale Unstrut. Komplex und weich, süße und zugleich würzige Tertiäraromen haben die Primäraromatik verdrängt. Ein Wein wie aus einem Guß,  der sich erst richtig im letzten Sommer  entwickelt hat. Feinste mineralische Noten mit noch unglaublicher Frische am Gaumen. Das Bouquet nach weißen Blüten  und Gelbfruchtaromen. Wirklich eine Wucht. Liebe Elisabeth, lieber Jochen Hinderer macht genau da weiter, und wenn die Natur es eben will, dann ist es eben nicht trocken, aber die spontane Vergärung scheint Eurem Reb - und Lagenpotential wohlgesonnen.
Es müssen ja nicht viele Flaschen sein, aber ein solcher Spitzenwein muß fortgesetzt werden.Tags: Weingut Born, Weiss, Riesling, Weißburgunder
Autor: Stevie Huppenbauer | 18.10.2014 um 14:14 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2014 von Saale Unstrut gärt in den Tanks und Fässern

Rebarchitektur im Steinmeister Weingut Hey                             der Steimeister Ende September 2014

Den Jahrgang 2014 könnte man gemein hin als Achterbahnfahrt bezeichenen. Die frohe Erwartungshaltung der Winzerschaft noch im Juli, wurde im August und  in der  37. KW weggespült. Aber mal ehrlich Jungs, was hättet Ihr mit soviel Wein gemacht?
Insofern haben sich die Wetterkapriolen nicht nur auf die Tagesbräune der Teenager und Sonneanbeter aller Jahrgänge postiv ausgewirkt. Wir wissen, zuviel Sonne schadet der Haut. Und die wenigen Sonnenstunden reichten nicht aus, gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Aber es gibt ja in Punkto Tagesbräune, Solarien und wer nicht an Hautkrebs erkranken möchte, nimmt eine Creme.
Beim Wein ist das ähnlich und doch eher umgekehrt. Viel Sonne lässt den Traubenzucker, der wie wir wissen den späteren Alkohlgehalt bestimmt, auf ein schönes Niveau klettern. Fehlt die Sonne, kann man immer noch  auf den Wissenschaftler und Politiker Antoine Chaptal (1756-1832) zurückgreifen. Die Formel ist einfach und lautet: Um ein Grad Alkohol mehr zu bilden, benötigen 100 Liter Most 2,4kg Zucker der bei der Vergärung beigemischt wird. Das wichtigste, es ist in Der EU außer in Italien und Spanien erlaubt. Am meisten wird es im Burgund angewendet.
Was der Jahrgang 2014 an Saale Unstrut bereithält, wird wie immer sehr differenziert sein. Noch nie gingen die Meinungen so auseinander wie in dieser Vegitationsphase des Jahres 2014. Was tun, frühe Lese war bei den frühen Sorten wie Müller Thurgau und Bacchus angesagt. Wer das so in der 37/38 KW anging, wird damit leben müssen, dass der Alkoholgehalt wohl etwas niedriger (auch mit Chaptalisierung) sein wird. Aber mal ehrlich, niemand braucht Müller Thurgau mit 13%.
Die Burgunder wiesen je nach Lage ( Steil- und terrassierte Lagen deutlich im Vorteil) ordentliche Mostgewichte aus. Das gleiche bei den Rieslingen. Hier handelten alle Top Winzer nach der Devise so viel Quantität wie nötig, so viel Qualität wie möglich. Auch wenn es mal nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.
Es wurde in den besseren Lagen kaum mal an einem Stück gelesen. Bei Matthias Hey zum Beispiel wurde und wird der Riesling über 3 -4 Wochen verteilt gelesen. Man darf gespannt sein, was es bringt. Ich glaube wir können uns bei denen, die nicht nur pressen und warten das es blubbert, auf großartige Weine freuen.
Frank Böhme und Bernard Pawis reden dann auch mit ernster Mine und fröhlichem Herzen. Auch das gehört dazu.
Auch aus Hönstedt von den Borns sehr zuversichtlich klingende Töne, auch hier der Tenor: "es wird gut".
Freuen wir uns also auf diesen Achterbahnwein und so wie es aussieht, können wir in 4 Wochen die ersten Weine auch schon genießen. All das soll nicht den Eindruck erwecken, dass es keine Ausfälle gibt. Portugieser wird wohl knapp sein oder wird Rosé. Na dann, es lebe der Wein und seine Macher.  


Sonnenuntergang am 03.10.2014 gesehen von Müncheroda, bearbeitet
Fotos und Bearbeitung Rainer Huppenbauer

 Tags: Hey, Pawis, Böhme und Töchter, Gussek, Jahrgang 2013, Riesling 2013, Silvaner 2013, Klaus Böhme, Weingut Born
Autor: Stevie Huppenbauer | 25.08.2014 um 20:42 Uhr | 0 Kommentare

Zweigelt, na was denn sonst!

Ich gebe Ihnen Recht, wer trinkt schon Zweigelt? Zweigelt, eine Kreuzung aus St. Laurent und Blaufränkisch, ist der am meisten angebaute Rotwein Österreichs. Bislang galt (gilt) als unbestritten, dass er dort auch seine besten Weine hervorbringt. Bis Vorgestern möchte man meinen. Irgendwann zu DDR Zeiten, gab es mal eine Freyburger Winzerdelegation in das kapitalistische Österreich und einer der Reisenden brachte ihn mit, den Zweigelt. Mittlerweile zeigt sich, dass die frostunempfindliche Rebe, jedoch mit allerlei anderen Macken, an Saale Unstrut eine neue Heimat gefunden hat. Die Kalksteinböden und die durchschnittlich 1600 Sonnenstunden p.A. bieten der Rebe  einen optimalen Nährboden für kräftige, unglaublich vielschichtige Rotweine. Wenn es dann noch, wie im Glücksfall Saale Unstrut  Winzer gibt, die mit Barrique umgehen können, entstehen Weinschöpfungen der besonderen Art.Derzeit dominieren vier  Zweigeltgewächse   die hiesige und nach meiner Auffassung auch die deutsche Zweigeltlandschaft. Es sind dies der 2011 Zweigelt vom Weingut Hey, die 2012 Zweigelt von Andrè Gussek, dem 2012 Zweigelt vom Weingut Born und der 2013 Zweigelt Barrique von Bernard Pawis. Das Barrique bei Pawis muß man erwähnen, da auch ein 2013 Gutswein existiert. Auch die vorgenannten Zweigelt haben das Barrique geküsst. Ich verspreche Ihnen, bei allen vier, respektive fünf (Zweigelt Gutswein Pawis) Weinen, ein grandioses Geschmackserlebnis. Diese Weine verkörpern einen Stil, den man als Saale Unstrut Rotweinstil bezeichnen darf. Es erwarten Sie körpereiche Weine mit viel Feingefühl, niemals eine totschlagende Holznote, statt dessen Ausgewogenheit und individuelle Finesse. Keine Gleichheit zwischen den Erzeugern, wohl aber spürbare Induvidualität und Klasse. Ich kann Ihnen auch nicht meinen Favoriten nennen, es kommt auf den Zeitpunkt an und meinen eigenen mentalen Zustand. Mal ist es dieser mal jener, aber immer eine ein Geschackserlebnis.    Tags: Zweigelt, Pawis, Hey, Gussek, Born, Rotwein