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Autor: Stevie Huppenbauer | 15.01.2014 um 17:31 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Winzer vor der Gretchen Frage?

Nach dem mich einige meiner treuesten Leser, immerhin 3, gefragt haben ob ich keine Lust mehr zum Schreiben habe, geht es nun wieder los. 
Und da hier an der Unstrut rege Aufregung herrscht, gebe ich eben meinen Senf dazu. Nein ich meine nicht Dr. Langes ungewöhnlichen Abgang, nein es geht um das Marketing der Region. Kurz  zur Lage, in Naumburg, der heimlichen Weinlandeshauptstadt steht ein Haus neben dem Dom leer und harrt der Sanierung. Der Burgenlandkreis will mit etlichen Botschaftern Weltkulturerbe werden. Da macht sich so eine unsanierte Bruchbude in direkter Nähe zum Dom der Uta nicht gut. Was liegt also  näher, als das Haus zu sanieren. Das kostet aber nunmal Geld, was niemand hat. An Berlin -Flughafen und Hamburg - Oper will sich niemand ein Beispiel nehmen, also bauen ohne Geld ist nicht drin. Der Finanzminister des Landes ist nur Fußballstadien gegenüber aufgeschlossen und scheidet damit aus. 
Irgendwer hatte dann die zündende Idee mit einer Gebietsvinothek am Dom. Da werden alle Touristen hingeführt und die sollen kaufen. An sich nichts ehrrühriges, wäre da nicht das Problem, das die Touristen erst kaufen können, wenn das Haus fertig ist.  Damit es fertig wird, gab es einen heißen Abend im Weingut Zahn, wo man die, deren Weine dort verkauft werden sollen, die Winzerbetriebe, mit der Idee bekannt machte.
Nun die Idee: Die Winzerbetriebe machen eine Einlage, die Höhe kenne ich nicht. Die Weine sollen in der Vinothek zu Hofpreisen verkauft werden.  Die Nachlässe der Winzer für die Vinothek sollen über 30% betragen. Mit anderen Worten, die Winzer sollen die Vinothek subventionieren. Für mich stellt sich, außer der Frage ob das zulässig ist, auch noch eine andere. Was wird mit den anderen Händlern in Naumburg? Ich finde das schon bedenklich.
Da das Marketing der Region eine dringende Neuorientierung braucht, ist es mit dieser Vinothek ohnehin nicht getan. Damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht um die Wahrnehmung als Saale Unstrut Region, nicht um die Qualität der Masse der Weine. Die Region schmort im eigenen Saft und strahlt nicht aus. Da hilft auch eine subventionierte Vinothek nicht. Tragfähige Konzepte braucht das Land /Saale Unstrut und keinen politischen Aktionismus. Und wenn schon so eine Vinothek, dann in Freyburg. Denn nicht Naumburg, sondern Freyburg wird als Weinstadt wahrgenommen.

Unser Ansatz ist der,  wir sind von der Qualität der hiesigen Weine überzeugt und befördern das  ohne Subventionen. Unsere Rieslinggala auf dem Edelacker ist der Anfang, der eine baldige Fortführung finden wird. Das wir Spitzenwinzer anderer Regionen dazu einladen, soll den Vergleich möglich machen und die Region aufwerten. Wir sind Saale Unstrut ist unser Motto, wenn wir Newsletter mit Weinen aus der Region verschicken. Dies sollte eigentlich das Motto der Winzer werden. Nur so eine Idee. Und damit jeder weiß was ich meine, woran denken Sie wenn Sie folgende Namen  hören: Mosel, Pfalz, Reinhessen, Rheingau, Baden, Bordeaux, Rhone, Burgund, Champagne, Saale Unstrut? Sie kriegen die Antwort prommt. Aber Fragen Sie das mal in Köln oder Frankfurt. Da gibt es bei einem Namen geeiere.
Tags: Saale Unstrut, Weinbau, Freyburg
Autor: Stevie Huppenbauer | 14.09.2012 um 16:30 Uhr | 0 Kommentare

Saale - Unstrut, eine Reise durch eine Weinbauregion. Teil 3 Gastronomie


"Es kommt ganz darauf an, was man erwartet." Das war die Antwort auf meine Frage, wo man  zwischen Weimar und Halle Saale gut essen kann.
Der`s sprach ist Professor an der Bauhaus - Uni in Weimar.
"Was erwarte ich eigentlich", dachte ich so bei mir, na klar: Bodenständig, regional mit einem Schuß fröhlicher Ideen. Wir suchten solide Gastronomie und  Köche, die ihr Handwerk verstehen. 

Mit diesem Vorsatz zogen wir los und fanden das.  

1. Station Weimar, die Stadt der Klassik und des Ettersberg.

Gastronomisch eher eine auf den Massentourismus eingestellte Stadt hat  gemessen an der Vielzahl nur wenige gute Adressen. Da wäre das Hotel Elephant mit seinen beiden Restaurant`s,  Anna Amalia, das  unter der Regie des italieners Marcello Fabbri einen Michelin Stern erkocht hat.  Und da ist der auf bestem Niveau arbeitende Elephanten Keller. Angeschlossen an das Hotel ist der Weiße Schwan, eine traditionsreiche Gastronomie mit  gutem Niveau. Ebenfalls zu empfehlen, ist das Restaurant Anno 1900 am Goetheplatz. Gefallen hat auch ein kleines spanisches Restaurant Namens BonGusto. Das Köstritzer Schwarzbierhaus bietet nichts Umwerfendes, ist aber von den Rouladengastronomen noch die beste Adresse.  Gesucht aber leider nicht gefunden haben wir einen Koch Namens Bertagnoli. Der Rest der fröhlichen Gastronomen - Gemeinde beschränkt sich auf  Roulade, jede Menge Pizza und Pasta. Darunter mischen sich dann noch einige ambitionierte Jungköche, bei denen die Besitzer aber andere Ziele, als gute Küche haben. Schade eigentlich. Und für alle Ostromantiker noch ein Tipp, wir nennen es mal Essen gehen bei der HO. Wer das mag, ist im Sächsischen Hof oder auch in der "Scharfen Ecke" gut aufgehoben.

2. Station, Dom Stadt Naumburg
Die Stadt Naumburg hat Besseres verdient. Dabei könnte man es belassen. Die vorgefundenen Qualitäten sind leider nur mittelmäßig. Das viel gelobte Bocks macht einen überforderten Eindruck, ist aber gemeinsam mit den Restaurants der prägenden Hotelkette  " ck Domstadthotels" noch das beste was man finden kann.  Wir haben den Eindruck, dass mit  Zunahme des Tourismus im letzten Jahr, die Gastronomen offensichtlich andere Schwerpunkte setzen.

3. Station, Weinstadt  Freyburg an der Unstrut
Zu empfehlen sind in der malerischen Innenstadt von Freyburg 2 Adressen. Beide liegen am  Marktplatz. Der Ratskeller Freyburg heißt hier Trattoria Gallo Nero und ist im größerem Umkreis, das beste italienische Restaurant. Der Koch Antonio ist waschechter Sizillianer und eine Frohnatur. Wenn Sie dort einkehren fragen Sie nach ihm, er hat immer was Besonderes zu bieten. Erwähnenswert die regionalen Weine von Pawis und Böhme und das immer mal wechselnde Angebot italienischer Gewächse.
Die zweite Empfehlung ist das Hotel Unstruttal. Es bietet einen gelungenem  MIx aus badischer und mitteldeutscher Küche. Die Karte wird je nach Saison angepasst. Sehr zu empfehlen ist der Zwiebelrostbraten. Im Weinbereich  könnte man durchaus etwas nachlegen. 

Im nächste Beitrag gehen wir ins Umland der Weinregion und nach Halle - Saale


Tags: Saale Unstrut, Freyburg; Naumburg, Weimar, Elephant, Gallo Nero, Klassik
Autor: Stevie Huppenbauer | 12.09.2012 um 18:46 Uhr | 0 Kommentare

Freyburger Winzerfest 07.09. - 10.09.2012

Eigentlich waren die Vorzeichen nie besser wie in diesm Jahr: Großer Jahrgang 2011, tolles Wetter, schöne Stadt und doch verflacht da etwas. Kann natürlich sein, dass es einem nur so vorkommt, weil einfach immer das Gleiche  passiert  wie in jedem Jahr. Erschreckend avantgardistisch war es noch nie. In einem Weinbauverband sitzen nun mal keine Revolutionäre, aber eine solche Tristesse (mit wenigen Ausnahmen, z.B. die Winzerjugendecke) ist beängstigend. Noch mal 5 Jahre hin, dann gibt es nur noch Teppich-, Gartenzwerg- und Bierhändler. Großes Kino auch auf der Bühne, immerhin Andreas Holm & Thomas Lück, (ich dachte die wären mit Heinz Quermann abgetreten, aber nein sie leben) hatten ihre besten Zeiten  in den 70-er Jahren, aber die kannte man wenigstens. Vor der Bühne, ein auf gemütlich getrimmtes, kampftrinkbereites Weinvolk. Also mal ehrlich, diese Fest verdient seinen Namen nur noch zu 30%. Einige der besten Winzer (Pawis, Hey, Böhme Kirchscheidungen) glänzten durch Abwesentheit, was aus meiner Sicht durchaus verständlich ist.  Andere sollten nachziehen, wenn die Veranstaltung ihren Charakter weiter in Richtung grobes Volksfest verändert. . Die Konzentration der besten Weine war ohnehin in der Jugendkurve, bei der völlig auf sich gestellten Winzerjugend. Dort gab es dann Hey und Pawis und die beste Bratwurst in der ganzen Stadt.
Wenn man dieses Fest seiner ursprünglichen Bedeutung wieder zuführen möchte, dann sollte man schleunigst den Wein wieder in den Mittelpunkt stellen. Der Trödelmarkt mit überdimensionierten Imbissbuden von der Nordsee bis zum Baltikum und im Süden nach Marokko muß verschwinden. Die Fläche wird dadurch kleiner,  handhabbarer und vorallem effizienter. Weniger ist auch hier mehr. Die Winzervereinigung sollte sich generell einschränken. Jeder zweite Stand, egal ob Knöpfe, Schmuck, Bratfisch oder Waffeln , verkauften obendrein auch noch warmen Wein von der Winzervereinigung.
Rotkäppchen, das angebliche Aushängeschild der Region, ist dieser schon längst entwachsen und füllt bestenfalls Weine aus Rheinhessen und Baden ab. Darauf kann man verzichten.  Was also tun? Wir empfehlen dem Weinbauverband, die Fläche auf rund um den Markt zu konzentrieren. Das Wort Winzerfest ist auszufüllen, sonst wird der Trödelmarkt immer größer. Ich bin gern  bereit, jede Menge neue Ideen in ein würdiges Winzerfest einzubringen.

Tags: Winzerfest, Freyburg, Pawis, Böhme Hey,
Autor: Stevie Huppenbauer | 04.09.2012 um 10:07 Uhr | 0 Kommentare

Saale - Unstrut, eine Reise durch eine Weinbauregion. Teil 2



Betrachtet man die Terrassenlagen rund um Freyburg etwas genauer, kann man unglaubliche Entdeckungen machen. Gemeint sind die in den Weinhängen eingebauten kleinen Häuschen. Viele davon wurden in den letzten Jahren aufwendig saniert. Das Besondere an denen ist, dass sich in diesen Kleinoden die 1000-jährige Geschichte des Weinanbaus der Region wiederspiegelt. An so manchem Haus kann man Baustoffe und Stile mehrerer Jahrhunderte finden. Natürlich, auch hier fehlt es an allen Ecken und Kanten noch an Geld. Die Politik ist gefordet, gemeinsam mit den Winzern und den Eigentümern der Steillagen Lösungen anzubahnen und in den nächsten 20 Jahren umzusetzen.  
Dass es  geht, ja gehen muß, beweisen einige der besten Winzer und inovative kleine Agrarbetriebe an der Unstrut und umliegenden Länderein. 
Eines dieser kleinen Wunder ist die alte Klosteranlage in Zscheiplitz, wo heute das Weingut Pawis seinen Mittelpunkt hat. Kommt man auf den Hof, meint man, dass sieht hier schon immer so aus. Natürlich ein Trugschluß. Die Dokumentation über Bau, Verfall und Wiederaufbau spricht eine deutliche Sprache. Zu sehen ist sie in den oberen Räumen des Weingutes, die üblicher Weise der Kunst vorbehalten sind. 
Das Weingut selbst hat mit diesem mutigen Schritt eine Vorreiterrolle für die gesamte Region übernommen. Und in der Tat ist es so, dass das  Familienweingut Pawis der einzige Erzeuger von Saale - Unstrut - Weinen ist, der es in einige  Weinkarten renomierter Gasthäuser in Deutschland geschafft hat. Weitere empfehlenswerte Winzer sind das Gleinaer Weingut Böhme, Weingut Hey in Roßbach bei Naumburg, Winzerhof Gussek in Naumburg, Weingut Böhme in Kirchscheidungen und das Weingut Born in Höhnstedt. 
Empfehlenswerte Agrarbetriebe sind der Langeneichstädter Spargelhof der Familie Hindorf oder ein kleiner Produzent von Kürbis in Freyburg.
Wenn man dann in Freyburg nächtigen möchte, hat man leider nicht die Qual der Wahl. Empfehlen möchten wir das Fahrradhotel in Freyburg, das Hotel Unstruttal, wo man auch sehr gut essen kann, einzig die Weinkarte ist etwas langweilig und stupide. Eine weitere Empfehlung, das Hotel Edelacker mit seinem fantastischen Blick über Freyburg. In der Nähe sind dann noch etwa 40 Autominuten von Freyburg das Schloßhotel in Schkopau oder Merseburg mit dem Radisson Blu Hotel. In Naumburg gibt es im wesentlichen 3 empfehlenswerte Hotels, die  dem ehemaligen Besitzer der Leißlinger Mineralwasser GmbH, Christian Künzer gehören. Das beste davon ist das Hotel Stadt Naumburg direkt an der Vogelwiese. Dr. Christian Künzer ist eine der wichtigen, nicht unumstrittenen Personen dieser Region. Er ist es vorallem deshalb, weil er mit dem erzielten Erlös aus dem Verkauf der Minaralwasserfabrik eigentlich, so sagt man, "ausgesorgt" haben sollte. Er hat dieses Geld in der Region belassen und hier kräftig investiert. Mit seiner Stiftung unterstützt er viele Vorhaben unterschiedlicher Natur in Kunst, Bildung und Landschaftsgestaltung.

Fortsetzung folgt. Beim nächsten mal erfahren Sie etwas über die Gastronomie

Tags: Freyburg, Pawis, Gussek, Zscheiplitz, Gleinaer Weingut Böhme, Dr. Christian Künzer, Leißlinger Mineralwasser, Hotel Unstruttal, Hotel Edelacker, Fahrradhotel alter Speicher, Radisson blu Merseburg - Halle,
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