Aktuell

Neue Jahrgänge eingetroffen!
Jetzt die neuen Weine 
günstig online bestellen!

 




 



 

Warenkorb
Ihr Warenkorb ist noch leer.
Korb leeren zur Kasse gehen

Vina Mundi Online Shop > Blog > Tags > Pawis

Autor: Stevie Huppenbauer | 27.09.2017 um 14:52 Uhr | 0 Kommentare

Weinlese an Saale-Unstrut, ein Erfolg zeichnet sich ab!

Die Lese an Saale-Unstrut ist im vollen Gange, es gibt zufriedene Mienen und hin und wieder auch das Gegenteil. Die Gründe sind für beide seelischen Zustände im letzten Sommer entstanden. Pflanzenschutz war das A und O. Es zeichnet sich ab, dass Quantitativ etwa das Vorjahresniveau, mit Schwankungen nach unten und oben, erreicht wird. 
Qualitativ war wie zu erwarten manches möglich. Die die ihr Handwerk beherrschen, können nun auch bei den Burgundern und den Rieslingen, anfangen zu zaubern.
Jetzt bin ich überzeugt, dass der eine oder andere Spitzenwein drin ist und die Basisqualität den beiden Vorjahrgängen in nichts nachstehen wird. Das klingt einfach, war und ist es aber nicht. Die ersten Kostproben konnte ich nehmen und obwohl ich kein allzu großer Bacchus- Fan bin, der bei Bernard Pawis probierte Bacchus, mineralisch, trocken, tolle Frucht zeigt, dass ein Bacchus nicht langweilig sein muss. Wichtig ist dabei den Bacchus trocken auszubauen, das entscheidet der Kellermeister und die Hefe. Durch seine fruchtige Stilistik ist dieser Wein nämlich besser, wenn der Zucker nicht zu dominant ist, weil sich dadurch die Mineralität verabschiedet. Bacchus verträgt und verdient trocken meine Herren Winzer.
Das erste Fazit nach zwei Wochen Lese lautet: Saale-Unstrut hat im Gegensatz zu fast allen deutschen Weinanbaugebieten eine erfolgreiche Lese gestartet. Die Ursachen hängen natürlich mit den klimatischen Bedingungen zusammen. Durch die spätere Reife im Vergleich zum Süden, hielten sich die Frostschäden in Grenzen.
Im Vergleich dazu, Baden und Württemberg mit dramatischen Verlusten von bis zu vierzig Prozent. Hier wird deutlich, dass das Klima an Saale-Unstrut, auch als Kontinentalklima bezeichnet, enorme Vorteile auf die Rebkulturen im Weißweinbereich haben kann. So lange der Frost im April kommt kann es uns hier im Norden noch relativ egal sein. Verluste ja, aber im kaum spürbaren Bereich.      
Rainer Albert Huppenbauer

27.09.2017
Tags: Bernar Pawis, Bacchus, Saale-Unstrut-Wein
Autor: Stevie Huppenbauer | 28.03.2016 um 11:44 Uhr | 0 Kommentare

Jungweinprobe Weingut Pawis 19.03.2016

Wie in jedem Jahr beginnen im Frühjahr die Jungweinproben in den Winzerbetrieben. Meist macht der den Anfang, der auch zu erst den neuen Jahrgang gefüllt hat. Das ist auch logisch. Da es beim 2015er Jahrgang alle ein wenig eiliger mit dem Füllen hatten als sonst, begann der, der immer vorn ist. Bernard Pawis hat den inoffiziellen Anfang gemacht und verblüffte, zumindest die, die etwas schmecken.  Da ich zu Letzteren zähle war die Freude groß. Von der Gutsweinriege bis zu den „Großen Gewächsen“ eine durchweg sehr hohe Qualität, die der Geschwindigkeitsfanatiker da vorlegt. Die Rieslinge sind in diesem Jahr eine Klasse für sich, bei Pawis zwar immer gut, ich kann mich jedoch seit 2005 an keinen Jahrgang erinnern, der das so eindeutig demonstriert hat. Gleichsam die Burgunder in Grau und Weiß.  Als schreibender Händler habe ich es nicht leicht, zwei Herzen schlagen in meiner Brust. Ich verkaufe die Weine und soll sie bewerten. In den letzten Jahren fiel mir das beim regionalen Musterknaben Bernard Pawis nicht immer leicht, es unter einen Hut zu bringen. Kompromisse mussten her. Der 2015er Jahrgang ist frei von Zweifeln und Fragen, seine großen Weine sind zurück und waren doch nie weg.
Eine Bemerkung noch zu den Grauburgundern. Diese Domaine von Pawis  hat ihren Ursprung in den Anfangsjahren des kleinen Weingutes der Eltern in den Ehraubergen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der erste Wein den ich der Familie um 1993 abgekauft habe, ein Grauburgunder war.  Vater Herbert Pawis war einer der ersten Winzer, der auch auf Grauburgunder setzte. In diesem Jahr legt Bernard Pawis drei Grauburgunder vor. Es ist  auch das Jahr des Abschiedes von Herbert Pawis. Er verstarb im März 2016. Diese Grauburgunder sind sein Denkmal.
Grauburgunder Muschelkalk als Gutswein, Grauburgunder Zscheiplitzer Himmelreich , 1. Lage VdP und ein zu erwartendes „Großes Gewächs“ vom Freyburger Edelacker aus den Ehraubergen. Alle drei sind begeisternde Geschöpfe und markieren eindeutig den Anspruch, deutscher Spitzenwein zu sein. 
Tags: Weingut Pawis, Grauburgunder, Herbert Pawis
Autor: Stevie Huppenbauer | 08.09.2015 um 12:43 Uhr | 0 Kommentare

VdP Premiere der Großen Gewächse 2014

Die Premiere der Großen Gewächse der VdP Winzer ist in jedem Jahr eine Besonderheit. In konzentrierter Form ist es möglich, die besten Weine einiger deutscher Winzer zu verkosten. Die Winzer dann wie in jedem Jahr nach Anbaugebieten sortiert und auf den Ansturm gespannt. Weinkritiker, Sommeliers, Gastronomen und jede Menge ewig Suchende fragen  den Winzern, Kellemeistern, beauftragten Freunden und zeitlos lächelnden Mitarbeitern Löcher in den Bauch. Schwerpunkt: Lesezeitpunkt, welches Holz wird verwendet, wie das Wetter war, welche Böden und was der Winzer selbst von den Weinen hält. Letztere Frage wurde meist mit dem Satz beantwortet: Die Weine brauchen Zeit.  
Tja das war es dann eigentlich auch schon,  wäre da nicht  diese verdammte Kluft zwischen den wirklich großen Weinen und denen, die zwar so heißen, denen aber  eigentlich  das dazu Potential fehlt. Der 2014er Jahrgang zeigte dieses Verhältnis noch deutlicher als der 2010er Jahrgang auf. Und so trennte sich für meinen Geschmack die Spreu vom Weizen. 
Ich bin gespannt wie die anwesenden journalistischen Meinungsmacher (mit Decken behangen und wichtig dreinblickend) und wirklich großen Zungen, wie zum Beispiel  Markus Del Monego, diesen Jahrgang bewerten. Die mit den Decken werden vermutlich das tun was sie immer tun: Klientelpolitik für Ihre Freunde. Insofern interessiert mich deren Meinung weniger. Bei Del Monego würde ich gern mal zuhören, leider weiß ich nicht wo ich da was finde.
Auch egal. Jetzt zu dem was ich vorfand. In jedem Fall ein Rieslingjahr, aber eben nicht überall.Gerade dort wo es eigentlich nichts anderes gibt im Rheingau, bis auf Kloster Eberbach, Domdechant Werner`ersches Weingut und Josef Spreitzer gab es für mich wenig überzeugende Qualitäten. Die größten Entäuschungen sind für mich bei Robert Weil und Balthasar Ress. Einfach unfertige Weine die in ein Korsett gezwägt wurden das viel zu eng war. 
Mosel-Saar-Ruwer insgesamt besser als Rheingau mit großen Spitzen, natürlich auch mit Säure, die fast überall zu finden war, aber nicht langweilig, spritzig verspielt insgesamt besser als 2013. Kein Ausfall wenngleich mit qualitativen Unterschieden. Hoch oben Heymann-Löwenstein (Mosel). An der Saar etwas geteilt: Von Hövel na ja, muß man abwarten - viel Mystik, Günter Jauch`s Othegraven hatte ich 2013 stärker in Erinnerung. Van Volxem konstant gutes Niveau, allerdings ohne GG auf den Spuren von Reinhard Löwenstein vor 2011 angetreten.
Mittelrhein: Klare Dominanz von Toni Jost. Rheinhessen: Da hätten einige besser verzichten sollen. Grün, extrem ungefällig und wenige große GG in meinen Augen. Das es auch anders geht beweisen Battenfeld Spanier, Wagner-Stempel, Gutzler und Wittmann.
Die Pfalz etwas glücklicher mit einer breiteren Qualitätsspitze. Groß Ökonomierat Rebholz, der auch 2014 seiner Linie treubleibt, durchgegoren, knochen trocken, langlebig. Auf der anderen Seite Philipp Kuhn mit Kraft und Finesse und meinen Rotwein des Tages: Pinot Noir GG vom Steinbuckel. Die Rieslinge und der Pinot Blanc in gewohnter Stärke mit viel Zeit. Bei der Spätburgunder-Instanz Friedrich Becker mußte ich passen. Ich weiß nicht ob mir noch so viel Zeit auf der Erde bleibt, und mitnehmen kann man ja bekanntlich nichts. Ein Wein für die junge Generation. Bernhart,  Christmann, Kranz, Bassserman-Jordan hohes Niveau bei den Rieslingen, und Burgundern. Die Nahe sehr konstant und vorn weg Schäfer-Fröhlich und Emrich-Schönleber. Bei Schlossgut Diel bin ich eher unentschlossen, kommt aber auf keinen Fall an das Niveau von Fröhlich und Schönleber heran.  Bei Döhnhoff, Riesling Dellchen GG am besten. 
Baden & Württemberg: Burgunder stärker als die Rieslinge hat schon Tradition und war auch in diesem Jahr der Unterschied zum großen Rest. Schnaitmann mit respektablem Spätburgunder, der seine Freunde finden wird. Überzeugend auch Karl Aldinger mit Riesling und Spätburgunder. Bei den Badensern gut aufgestellt und Potential bei Salwey, Dr Heger und Stigler.
An der Ahr die unendliche Geschichte des Spätburgunders im Stil des französischen Nachbarn oder eben nicht. Stodden souverän frankophil der Antipol von  J.J. Adeneur, der Rest dazwischen mit weniger Profil. Franken habe ich nicht geschafft, 4 Stunden sind echt zu knapp.
Das Beste zum Schluß?: Nicht  nur weil ich hier lebe. Saale-Unstrut und Sachsen weiter auf gutem Weg. Pawis mit Riesling und Weißburgunder. Lützkendorf ebenfalls, dazu Traminer und Silvaner. Den Pawis Riesling würde ich in einer Blindprobe, auf Grund seiner Aromendichte, eher der Nahe zu ordnen, sehr viel Annanas. Der Weißburgunder etwas protzig, mit der einen oder anderen Kante, die sich, so hoffe ich, im laufe der Zeit abschleifen wird? 
Bei Uwe Lützkendorf überzeugte mich am meisten der Silvaner. Der Weißburgunder und Riesling noch zu unentschlossen, wobei ich glaube, dass deren Potential bereits an der Oberkannte ist. Auf den Traminer hätte ich als GG verzichtet. Zweifelsfrei, für den Jahrgang das beste was man machen konnte, aber ein GG?

Nun gut, das Fazit lautet: Einige extrem gute Weine, sehr viele bereits gut trinkbare Weine, aber dennoch einige GG, die eigentlich keine sind. Und nur weil die Oechslegrade stimmen und die Weine trocken sind, sind es noch lange keine Großen Gewächse. Meiner Meinung nach tut sich der VdP mit der Handhabung der Auswahl der Weine keinen Gefallen.
Da die Grabenkämpfe um das neue Outfit wohl beendet sind, sollte man mal über das Prozedere der Weinnominierung sprechen, der 2014er Jahrgang legt es nahe. 
Rainer Albert Huppenbauer

 

VdP Große Gewächse 2014 in Alt Moabit, Bolles Molkerei, Berlin  (Foto Sophie Stumpf)Tags: Heymann Löwenstein, Pawis, GG, Große Lage,
Autor: Stevie Huppenbauer | 09.12.2014 um 15:27 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi.de Riesling Gala 2015


Nun schon die zweite Riesling Gala, die Vinamundi.de veranstaltet. Diesmal im Raubtierhaus des Zoologischen Gartens der Stadt Halle Saale. Um es vorweg zu nehmen, die Location ist erstklassig und es riecht auch nicht wie in einer Bärenhöhle. 
Frische Luft ist garantiert und kalt ist es auch nicht. Damit sollte die Frage eines durchaus experimentierfreudigen Winzers beantwortet sein. Was Sie neben frischer Luft erwartet? Riesling vom Feinsten. Die zur absoluten deutschen Spitzenklasse zählenden Betriebe  Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel und andere, treffen auf die bel étache der Saale Unstrut Erzeuger. Mit dabei die Weingüter Hey, Gussek, Born, Klaus Böhme, Böhme & Töchter, Frölich Hake, Thüringer Weingut Zahn und das Thüringer Weingut Bad Sulza. Umrahmt wird die Veranstaltung von einem erstklassigen 7 Gang Menü des Eventkochs Daniel Dittmar.
Was die Löwen und Tiger betrifft, die sind hinter Panzerglas und gefüttert.
Bei  frühlingshaftenTemperaturen werden wir auch das Terrassenensemble des Raubtierhauses  nutzen, um Ihnen einen unvergesslichen Abend zu bereiten.Tags: Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel
Autor: Stevie Huppenbauer | 18.10.2014 um 14:14 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2014 von Saale Unstrut gärt in den Tanks und Fässern

Rebarchitektur im Steinmeister Weingut Hey                             der Steimeister Ende September 2014

Den Jahrgang 2014 könnte man gemein hin als Achterbahnfahrt bezeichenen. Die frohe Erwartungshaltung der Winzerschaft noch im Juli, wurde im August und  in der  37. KW weggespült. Aber mal ehrlich Jungs, was hättet Ihr mit soviel Wein gemacht?
Insofern haben sich die Wetterkapriolen nicht nur auf die Tagesbräune der Teenager und Sonneanbeter aller Jahrgänge postiv ausgewirkt. Wir wissen, zuviel Sonne schadet der Haut. Und die wenigen Sonnenstunden reichten nicht aus, gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Aber es gibt ja in Punkto Tagesbräune, Solarien und wer nicht an Hautkrebs erkranken möchte, nimmt eine Creme.
Beim Wein ist das ähnlich und doch eher umgekehrt. Viel Sonne lässt den Traubenzucker, der wie wir wissen den späteren Alkohlgehalt bestimmt, auf ein schönes Niveau klettern. Fehlt die Sonne, kann man immer noch  auf den Wissenschaftler und Politiker Antoine Chaptal (1756-1832) zurückgreifen. Die Formel ist einfach und lautet: Um ein Grad Alkohol mehr zu bilden, benötigen 100 Liter Most 2,4kg Zucker der bei der Vergärung beigemischt wird. Das wichtigste, es ist in Der EU außer in Italien und Spanien erlaubt. Am meisten wird es im Burgund angewendet.
Was der Jahrgang 2014 an Saale Unstrut bereithält, wird wie immer sehr differenziert sein. Noch nie gingen die Meinungen so auseinander wie in dieser Vegitationsphase des Jahres 2014. Was tun, frühe Lese war bei den frühen Sorten wie Müller Thurgau und Bacchus angesagt. Wer das so in der 37/38 KW anging, wird damit leben müssen, dass der Alkoholgehalt wohl etwas niedriger (auch mit Chaptalisierung) sein wird. Aber mal ehrlich, niemand braucht Müller Thurgau mit 13%.
Die Burgunder wiesen je nach Lage ( Steil- und terrassierte Lagen deutlich im Vorteil) ordentliche Mostgewichte aus. Das gleiche bei den Rieslingen. Hier handelten alle Top Winzer nach der Devise so viel Quantität wie nötig, so viel Qualität wie möglich. Auch wenn es mal nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.
Es wurde in den besseren Lagen kaum mal an einem Stück gelesen. Bei Matthias Hey zum Beispiel wurde und wird der Riesling über 3 -4 Wochen verteilt gelesen. Man darf gespannt sein, was es bringt. Ich glaube wir können uns bei denen, die nicht nur pressen und warten das es blubbert, auf großartige Weine freuen.
Frank Böhme und Bernard Pawis reden dann auch mit ernster Mine und fröhlichem Herzen. Auch das gehört dazu.
Auch aus Hönstedt von den Borns sehr zuversichtlich klingende Töne, auch hier der Tenor: "es wird gut".
Freuen wir uns also auf diesen Achterbahnwein und so wie es aussieht, können wir in 4 Wochen die ersten Weine auch schon genießen. All das soll nicht den Eindruck erwecken, dass es keine Ausfälle gibt. Portugieser wird wohl knapp sein oder wird Rosé. Na dann, es lebe der Wein und seine Macher.  


Sonnenuntergang am 03.10.2014 gesehen von Müncheroda, bearbeitet
Fotos und Bearbeitung Rainer Huppenbauer

 Tags: Hey, Pawis, Böhme und Töchter, Gussek, Jahrgang 2013, Riesling 2013, Silvaner 2013, Klaus Böhme, Weingut Born