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Etienne Guigal


Etienne Guigal
Seit 1946 erzeugt E. Guigal Wein. Das E. im Namen steht für den Firmengründer Etienne Guigal. 1924 war der damals 14-jährige Etienne nach Ampuis gekommen und hatte hier 1946 die Domaine Guigal gegründet. Ampuis gilt als Wiege der Appellation Côte-Rotie. Der Ort war seit der Altsteinzeit bevölkert, doch erst die Römer begannen hier vor knapp 2400 Jahren den Weinbau, errichteten ausgefeilte Gebäude und nannten diese Siedlungsanlage 'Ampuicius villa'. Insgesamt 67 Jahrgänge hat Etienne Guigal vinifiziert. Als er plötzlich vollkommen erblindet, steht ihm sein Sohn Marcel zur Seite. Trotz seiner jungen Jahre übernimmt Marcel 1961 neben dem Vater die Leitung des Weinguts. Ab 1973 wird er dabei von seiner Frau Bernadette unterstützt. 1975 kommt ihr Sohn Philippe zur Welt. Philippe ist heute Önologe des Hauses und gemeinsam mit seiner Frau Eve die dritte Generation Guigal im Dienst der großen Rhône-Qualitäten.

Mitte der 1980er-Jahre erwirbt Guigal Vidal Fleury, dem man jedoch seine Autonomie belässt. 1995, folgt Château d'Ampuis, eine historische wie önologische Hochburg, deren Geschichte untrennbar mit der Appellation Côte-Rôtie verbunden ist. Im 12. Jahrhundert war es als sogenanntes Festes Haus direkt am Ufer der Rhône erbaut worden. Im 16. Jahrhundert wurde es zu einem Renaissance- Lustschloss aufgehübscht. Guigal macht Château d'Ampuis zu seinem Hauptgeschäftssitz, belässt aber Büros und Keller in den Gebäuden im Dorf. Kurz darauf wird das Chateau ins Zusatzinventar historischer Bauwerke aufgenommen und ein gigantisches Restaurationsprogramm ins Werk gesetzt. Unter der Leitung des Chefarchitekten für historische Baudenkmäler, Gabriel Mortamet, soll das Gebäude den Glanz früherer Zeiten zurückerhalten. Rund elf Jahre dauern die Bauarbeiten, knapp fünf Jahre davon arbeiten mehr als 100 Personen auf der Baustelle. Heute darf dieses Juwel der Renaissance seine glorreiche Vergangenheit neu aufleben lassen und dabei über die Weinberge der Côte-Rotie in eine sonnige Zukunft blicken. 2001 wird der Besitz erneut erweitert. Guigal übernimmt die Domaine Jean-Louis Grippat in Saint- Joseph und Hermitage sowie die Domaine de Vaillot in Côte-Rôtie, Hermitage, Saint-Joseph und Crozes-Hermitage. Alle Weine der Nördlichen Rhône werden in Ampuis vinifiziert und ausgebaut. Auch die großen Appellationen der Südlichen Rhône, wie Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Tavel und Côtes-du-Rhône reifen in den Kellern von Ampuis. Nur einen Katzensprung entfernt von der alten Kellerei, in der einst Etienne Guigal gewirkt hatte, liegen heute die rund drei Hektar Gewölbekeller, in denen sich Eichenfässer, Fuder und Bütten drängen: lebendige Familiengeschichte und Seele des Hauses. Im Jahr 2006 übernimmt Guigal die Domaine de Bonserine, die wiederum unabhängig bleibt, doch von Guigal unterstützt wird. Damit besitzt die Familie Guigal heute rund 60 Hektar Rebland mit Spitzenlagen der Nördlichen Rhône, wie "La Doriane" in Condrieu, "La Mouline", "La Turque", "La Landonne" in der Côte-Rotie sowie Côte-Rôtie "Château d'Ampuis". Aus Hermitage stammt der Kultwein Ermitage "Ex-Voto", der nur in großen Jahrgängen erzeugt wird, aus Saint-Joseph der weiße und rote "Lieu-Dit" sowie der berühmte Saint-Joseph "Vignes de l'Hospice", die zum Maßstab ihrer Appellation wurden.

In seinen Weinbergen arbeitet Guigal nach der integrierten Anbaumethode. Höchster Respekt der Umwelt ist vital für die Qualität der Weine. Nur naturgesunde Trauben können die Komplexität, Kraft und Fülle der verschiedenen Terroirs in sich aufnehmen und in den Weinen zum Ausdruck bringen. Auch im Keller ist minuziöse Selektionsarbeit höchstes Gebot. Damit nicht genug, startete man im Sommer 2003 ein neues Abenteuer: die Küferei. Ein ebenso altes wie wichtiges Handwerk, weil es die feine Kontrolle der Reifeentwicklung erlaubt und außerdem ausnehmend gut in den historischen Rahmen des Hauses passt! In den alten Gebäuden aus dem 15. und 17. Jahrhundert formt, fügt und brennt Guigals Küfer die Eichenfässer, in denen sich später die großen Weine der Rhône vollenden. Etwa 18 Fässer werden wöchentlich hergestellt, um Guigals jährlichen Bedarf von rund 800 neuen Fässern zu decken. 5000 Eichenfässer liegen heute im Reifekeller der Domaine. Guigal arbeitet ausgesprochen gern mit Eichenholz. Gezielt eingesetzt, immer in Balance und ohne je dominant zu sein, bringt es die Persönlichkeit des Weines, seine Herkunft, seinen Jahrgang besonders fein und akzentuiert zum Ausdruck. Der Wein kann sich im Fass Tag für Tag weiter entfalten, gewinnt an Fülle und Harmonie, bis er schließlich, manchmal erst nach fast vier Jahren, auf die Flasche gefüllt und uns zum Genuss freigegeben wird.




Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
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