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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.04.2015 um 17:10 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weinbauverband Saale-Unstrut am 10.04.2015

Der Innenhof der Rotkäppchen Sektkellerei bot der 1. eigenständigen Saale-Unstrut-Jungweinprobe die Kulisse. Und eigentlich war alles wie immer. Aber eben nur eigentlich. Der Jahrgang hat es in sich und die präsentierten Weine widerspiegelten dies deutlich.Wie immer gab es Höhhen und Tiefen, die Mitten fehlten diesmal. Und so ist es nur folgerichtig, dass die Meinungen doch sehr auseinander gingen. Hier nun meine Meinung: Müller-Thurgau insgesamt 12 Weine standen bereit von denen ich 5 probiert habe. Meine Nummer Eins der Wein vom Weingut Bobbe, danach Böhme und Töchter / Hubertus Triebe auf Zwei, Weingut Thürkind auf Drei, Winzervereinigung auf Vier. Insgesamt weist der M-T die größten Jahrgangsprobleme auf. Als frühreife Sorte war halt ob der Witterung Eile geboten, so dass die Mostgewichte nicht besonders üppig ausfielen. Mein Verbrauchertipp: Mit dem Genuss nicht zu lange zu warten, bestens im Sommer 2015 und gut gekühlt.    
Bei den Silvanern sah es dann schon etwas besser aus. Ich habe 3 probiert und konnte mich nicht komplett für ein Ranking entscheiden, da die Spezifik der Weine doch stark auseinander trifftete und jeder Wein seine Berechtigung hat. Ausgezeichnet die trockene Spätlese von Uwe Lützkendorf, vermutlich hat der Winzer zu Gunsten der Qualität auf Menge verzichtet. In der Stilistik völlig anders, dennoch ein großartiger frischer Silvaner Gutswein von Andre Gussek. Dritter im Bunde und wieder im Vergleich zu den anderen beiden vollständig anders, der Silvaner vom Weingut Frölich-Hake.
Bacchus und Gutedel konnte  ich aus Zeitgründen nicht probieren. Bei den Rieslingen habe ich dafür alle eingestellten Weine probiert. Und ich muß sagen, Riesling liebt Dauerregen. Anders kann es nicht sein, da fast alle 7 Rieslinge mit nur einer Ausnahme überzeugten. Im Grunde konnte ich keinen Favoriten ausmachen. Die Rieslinge von Lützkendorf, Born, Hey, Pawis, Gussek alle samt erste Liga. Das Landesweingut mit kleinen Abstrichen in der Spritzigkeit aber auch gut, die Winzervereinigung besser als gedacht, aber dennoch der schwächste Riesling der eingestellten, viel Farbe wenig Geschmack. Die angebotenen Zahlen bei diesem Wein sind sicher ein Druckfehler. Nur 4,2 Gramm Säure sind für einen Riesling der Region zu untypisch und für diesen Jahrgang sowieso.
Die Weißburgunder, auch so ein Glücksfall in diesem Jahrgang. Mit 17 eingestellten Weinen auch mit Abstand der häufigste Wein. Das Spektrum entsprechend. Von den 9 probierten Weinen kein wirklicher Ausfall. Thüringer Weingut Bad Sulza, Lützkendorf, Böhme & Töchter und Klaus Böhmes Auslese  wirkten auf mich  oppulenter als die minimalistischen Weine von Hey, Gussek und Frölich-Hake. Stabil und ausgezeichnete Tischweine die Weißburgunder von Klaus Böhme und vom Weingut Deckert.
Von den 4 eingestellten Grauburgundern habe ich nur Gussek und Herzer probiert. Gussek´s Ortswein Grauburgunder Muschelkalk ein Mustebeispiel was in so einem Jahr möglich ist. Aber auch Stefan Herzers Grauburgunder hat etwas versöhnliches, zwar nicht die Rassigkeit von Gusseks Wein, aber der Wein wird seine Freunde finden.
Abschließend: Da einige Winzer gar nicht teilgenommen haben, andere nur sporadisch mit einem bis drei  Weinen und auch auf der Präsentation nicht anwesend waren, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert der Veranstaltung für den Weinbauverband.
Eventuell reicht ja der bisherige Modus aus, ein Jahr Sachsen, ein Jahr Freyburg, zumal die gemeinsame Gebietsweinprobe noch folgt. Was die Preise der Veranstaltung betrifft, 35,00€ pro Person, da bin ich der Auffassung, dass der gebotene Rahmen (Weine, Speisen, Druckerzeugnisse, Kultur und ein Opernsänger) 50,00€ rechtfertigen. Hinweis für meine Kritiker: Das ist ernst gemeint.      
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.04.2015 um 14:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Böhme & Töchter 2014 Jahrgangs

Das kleine Familienweingut gehört seit einigen Jahren zur Spitze der Weinerzeuger an Saale und Unstrut. Auch im nicht einfachen Jahr 2014 legt das Weingut nun einen charaktervollen Jahrgang vor. Die Gliederung der Weine nach Guts-,Orts,- und Lagenweinen hat Fuß gefasst und wird mit diesem Jahrgang auch sehr deutlich zelibriert. Die Gutsweine sind solide, herausragend die feinherb ausgebauten Bacchus und Weißburgunder.
Die beiden Ortsweine Kerner und Riesling bilden einen ausgezeichneten Übergang zu den Spitzenweinen, die aus dem Freyburger Schweigenberg stammen. Sehr überzeugend der Weißburgunder und der Chardonnay. Aber auch der Silvaner kann gefallen. Wichtig zu erwähnen, weil in diesem Jahr nicht selbstverständlich, ist die erzielte Ausgewogenheit der Weine, die seit Jahren den Stil des Gleinaer Weingutes ausmachen. Insgesamt ein Jahrgang mit vielen Höhen aber auch einigen kleinen Kanten, die die chaotischen Witterungsverhältnisse im September widerspiegeln. Natürlich kann ein Winzer durch moderne Technik und erlaubte Eingriffe im Herstellungsprozeß viel erreichen, aber hexen können auch Frank und Tochter Marika Böhme nicht.
 Tags: Weingut Böhme & Töchter,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.04.2015 um 14:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Böhme & Töchter 2014 Jahrgangs

Das kleine Familienweingut gehört seit einigen Jahren zur Spitze der Weinerzeuger an Saale und Unstrut. Auch im nicht einfachen Jahr 2014 legt das Weingut nun einen charaktervollen Jahrgang vor. Die Gliederung der Weine nach Guts-,Orts,- und Lagenweinen hat Fuß gefasst und wird mit diesem Jahrgang auch sehr deutlich zelibriert. Die Gutsweine sind solide, herausragend die feinherb ausgebauten Bacchus und Weißburgunder.
Die beiden Ortsweine Kerner und Riesling bilden einen ausgezeichneten Übergang zu den Spitzenweinen, die aus dem Freyburger Schweigenberg stammen. Sehr überzeugend der Weißburgunder und der Chardonnay. Aber auch der Silvaner kann gefallen. Wichtig zu erwähnen, weil in diesem Jahr nicht selbstverständlich, ist die erzielte Ausgewogenheit der Weine, die seit Jahren den Stil des Gleinaer Weingutes ausmachen. Insgesamt ein Jahrgang mit vielen Höhen aber auch einigen kleinen Kanten, die die chaotischen Witterungsverhältnisse im September widerspiegeln. Natürlich kann ein Winzer durch moderne Technik und erlaubte Eingriffe im Herstellungsprozeß viel erreichen, aber hexen können auch Frank und Tochter Marika Böhme nicht.
 Tags: Weingut Böhme & Töchter,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.04.2015 um 16:24 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Pawis des 2014 Jahrgangs

Jungweinproben bei Bernard Pawis besuche ich seit ca.13 Jahren genau so lange verkaufe ich seine Weine. Der Erfolg seiner Weine hat viele Väter. Eine seiner größten Trümpfe ist seine Beständigkeit, ich kann mich an keinen Wein erinnern, dem ich nicht irgend etwas Positives abringen konnte. Das gilt selbst dann, wenn ich mal einen Wein nicht sofort in meiner Geschmackswelt unterbringen konnte. Die 2014er Weine vom VdP Weingut Pawis machen da keine Ausnahme. Alles in allem eine qualitativ hochwertige Kollektion mit grandiosen Rieslingen an der Spitze. Die Gutsweine angefangen beim Müller-Thurgau, dem Silvaner, dem Gutsriesling und dem Weißburgunder sind Weine, die dem frühen Genuss vorbehalten sein sollten. Der Kultwein Rosalie, in diesem Jahr sehr gehaltvoll (deutliche rote Aromatik). Mein Tip: Er sollte nur  sehr gut gekühlt konsumiert werden 6-8°C.
Die Orts- und Terroirweine, alle samt gelungen. Hervorstechend der Riesling Buntsandstein von der Naumburger Glocke, ein Wein aus einem Guss, viel Mineralität die ausgezeichnet von der Frucht umgarnt wird. Völlig anders die Rieslinge von den reinen Muschelkalkböden, die jeden Rieslingpuristen begeistern werden. Der Neuling, Riesling R736 aus dem Freyburger Schweigenberg, ein Wein für Kenner, nichts für so mal eben einen Schluck, ein Wein zum Philosophieren. Nicht ganz so spektakulär weil anders, der Riesling Quarz - des Winzers liebstes Stück. Auch hier wieder feine Rieslingaromtik, nicht ganz so spitz wie beim R 736, aber dennoch bemerkenswert.  Wie in jedem Jahr ein Meisterwerk, der Grauburgunder Muschelkalk, der bald die Bezeichnung "Zscheiplitzer Himmelreich" tragen wird.  Zu den 2013 Großen Gewächsen, die ebenfalls zur Verkostung standen, habe ich schon hin und wieder geschrieben, erstaunlich diesmal: Der Grad ihrer Wandlung, die 3 Weine haben sich für Langlebigkeit entschieden.
    
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 07.04.2015 um 14:58 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Die ersten Jungweinproben des 2014 Jahrgangs sind Geschichte

Die ersten Jungweinproben an Saale und Unstrut sind Geschichte. Seit Mitte März habe ich verschiedenste Weingüter besucht, hier nun meine ersten Wertungen zum aktuellen Jahrgang. Los ging es am 15.03. 2015 im Thüringer Weingut Bad Sulza, dem größten privat geführten Weingut. Es war meine erste Jungweinprobe bei Familie Clauß und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. 
Die Basiskollektion (Gutsweine) alle sehr ausgewogen und dem Anspruch kurzweiliger Unterhaltung absolut gewachsen. Diese Weine lösen keine Euphorie aus, aber sie haben Charakter und  ich glaube, dass Andreas Clauß auch genau das bezweckt. Der Sinn der Gutsweinkollektion sind nunmal keine philosophischen Debatten über Geschmachsnuancen , Primäraromatik und Hefestandzeiten, sie sollen schmecken und das tun sie. Meine Favoriten dieser Kategorie sind der Müller Thurgau und die beiden Burgunder.
Dann die Spezialitätenkollektion aus Grünem Veltliner, Traminer, Scheurebe, Muskateller und Sauvignon Blanc. Alles in allem sehr überzeugend mit einem bestechendem Sauvignon Blanc, den ich mit einem Stern versehen würde, wenn ich welche vergeben müsste. Im Premiumbereich ein für die gesamte Region  überdurchschnittlicher Weisser Burgunder, ein sehr gut struckturierter Grauburgunder und ein Chardonnay den ich nicht hier vermutet hätte. Souverän auch der Auxerrois und der Chasselas. Bei den Rotweinen dominiert für meinen Geschmack  der Frühburgunder. Vermutlich eine der unterschätztesten Reben der Region. Bei Clauß bringt die Rebe einen charaktervollen fruchtbetonten Wein hervor, der im Barrique gereift ist und aus meiner Sicht höchsten Standarts genügt. Obendrein ein ausgezeichneter Menübegleiter. Zusammengefasst muss man einschätzen, dass der eingeschlagene Weg des Bad Sulzaer Winzers, ob der zu bewältigenden  Rebfläche von 45 Hektar, sich konsequent an optimaler Qualität orientiert. Die Art und Weise des Herangehens nötigt mir Respekt ab. Hinzu kommt, es geht völlig unaufgeregt zu, im Mittelpunkt steht der Wein, das ist nicht überall so. 



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
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06632 Mücheln OT Branderoda

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