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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.12.2014 um 15:27 Uhr | 0 Kommentare

Vinamundi.de Riesling Gala 2015


Nun schon die zweite Riesling Gala, die Vinamundi.de veranstaltet. Diesmal im Raubtierhaus des Zoologischen Gartens der Stadt Halle Saale. Um es vorweg zu nehmen, die Location ist erstklassig und es riecht auch nicht wie in einer Bärenhöhle. 
Frische Luft ist garantiert und kalt ist es auch nicht. Damit sollte die Frage eines durchaus experimentierfreudigen Winzers beantwortet sein. Was Sie neben frischer Luft erwartet? Riesling vom Feinsten. Die zur absoluten deutschen Spitzenklasse zählenden Betriebe  Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel und andere, treffen auf die bel étache der Saale Unstrut Erzeuger. Mit dabei die Weingüter Hey, Gussek, Born, Klaus Böhme, Böhme & Töchter, Frölich Hake, Thüringer Weingut Zahn und das Thüringer Weingut Bad Sulza. Umrahmt wird die Veranstaltung von einem erstklassigen 7 Gang Menü des Eventkochs Daniel Dittmar.
Was die Löwen und Tiger betrifft, die sind hinter Panzerglas und gefüttert.
Bei  frühlingshaftenTemperaturen werden wir auch das Terrassenensemble des Raubtierhauses  nutzen, um Ihnen einen unvergesslichen Abend zu bereiten.Tags: Heymann Löwenstein, Rings, Dreissigacker, Schäfer Fröhlich, Emrich Schönleber, Pawis, Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach, Wagner Stempel
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 04.12.2014 um 21:54 Uhr | 0 Kommentare

Landesweingut Kloster Pforta trennt sich von Christian Kloss

Man hat es kommen sehen, vor etwa 4 Jahren wollte der Herr Bullerjahn (Finanzminister Sachsen Anhalt) das "defizitäre" Weingut Kloster Pforta verkaufen. Der Herr Otto Aikens (Landwirtschaftsminister) hatte was dagegen. Das Landesweingut und andere defizitäre Betriebe wurden einer Landesgesellschaft unterstellt. Sah besser aus, so flossen Steuermittel nicht direkkt in verkaterte Betriebe. Der Herr Finanzminister blieb dabei, dass muß verkauft werden. Und so wird es wohl auch kommen. Die Frage ist an wen?
Aber zu Christian Kloss. Er hat in den letzten Jahren einen verkalkten Massenproduzenten mit etwas Glanz versehen. Ich glaube mehr war nicht drin. Seine  Fußbremse, Herr Erdmann, wechselte das Land und muß nun nicht mehr so früh aufstehen.  
Kloss erwarb sich Verdienste im Breitengrad 51, mit Sicherheit war er kein guter Chef aus Sicht der Angestellten, aber das ist kein Chef. Er war, bzw. ist ein Typ, dem man zutrauen konnte, das Landesweingut aus der Misere zu befreien. Ich glaube es hörte keiner zu als er über Qualitätsansprüche redete. Die Nachfolge?  Der Herr Schumann ist vermutlich ein toller Hecht, der lieber Hefeweizen trinkt und den Neubau realisieren soll. Er ist damit ungeeignet etwas zu bewegen. Eventuell werden die Zahlen besser wenn, der Wein glaube ich eher nicht. Der Kellermeister hat mit sich und dem Wein zu tun - das macht er gut. Wer also? Es gibt in Wirklichkeit niemanden in diesem Gut der genügend Austrahlung und Visionen besitzt. Warum auch? Es wird verkauft mit Baugenehmigung, oder fertigem Neubau, da bin ich mir sicher.
Kloss war unbequem, das kann ich unterstreichen, aber er ist mir tausendmal lieber, als eine bäuerliche Sicht auf die Dinge. Die enden meist in den Regalen der Discounter. Wenn man der Politik einen Rat geben darf, was ja eigentlich streng verboten ist, dann sollte man sich mal mit Andreas Clauß vom Thüringer Weingut Bad Sulza unterhalten, wie der es macht. Die Größe der zu bewirtschaftenden Fläche ist fast identisch.  
Kloss wollte einen Massenproduzenten profilieren, das es geht, beweißt einer der besten Rieslingerzeuger der Welt, das Hessische Landesweingut Kloster Eberbach. Aber das will hier keiner. Also bereiten wir mal alles auf den Verkauf vor, Kloss hätte da eh nur gestört.
 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 28.11.2014 um 15:04 Uhr | 0 Kommentare

DLG Preisverleihung bietet nichts... außer kauf mich ich habe Gold gewonnen!

Nach meiner Kritik vom letzten Jahr über den Unsinn von Preisverleihungen im Weinsektor, bekomme ich regelmäßig den Newsletter der DLG. In diesem war heute zu lesen:
"Höhere Preise mit DLG-Prämierungen - Können mit DLG-prämierten Weinen , höhere Verkaufspreise erzielt werden?
Dieser Frage ging eine aktuelle Studie nach, die an der Justus-Liebig-Universität in Gießen durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich Konsumenten auf dem sehr heterogenen deutschen Weinmarkt verhalten
und nach welchen Kriterien sie ihre Kaufentscheidungen treffen. Durch den Verweis auf die erfolgreiche Teilnahme
an der Bundesweinprämierung erhöht sich die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten. Die Ergebnisse der
empirischen Studie zeigen weiterhin, dass Winzer mit DLG-Prämierungen signifikante Preisaufschläge erzielen können."
Dann kommt noch eine Grafik, die auch ein 3. Klässler, der nicht besonders gut lesen kann, versteht.Sie zeigt, wie viel ein Goldmedaillengewinner usw. draufschlagen kann.
Weil Gold oder überhaupt DLG Prämierung wertsteigernd ist. Völlig wurscht, das gerade die Winzer des oberen Segmentes, also die Top Winzer, gar nicht vertreten sind.
Im Prinzip geht es nur um den  Konsumenten, die, die keinen ausgeprägten Weingeschmack haben und den Fachhandel erst gar nicht bemühen. Nein, es geht um die, die ins Regal der Lebensmittelketten greifen und da ist eine DLG Prämierung etc. eben hilfreich. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, auch ein von Unkenntnis getriebener Fachhändler freut sich über Medaillen und Punkte von wem auch immer. Da muß er nicht so viel erzählen. Und machen Sie mal in einem Lebensmittelmarkt den Test und fragen da irgend jemand was über Wein, nichts aber auch gar nichts, außer der hat aber eine Medaille.  
Die sicher von der DLG in Auftrag gegebene "wissenschaftliche Studie" , die diese mit Sicherheit auch bezahlt, eventuell auch das Landwirtschaftsminesterium, also der Steuerzahler, kann nur zu diesem Ergebnis kommen. Zu welchem denn sonst? Das Medaillen den Wert mindern? Also Freunde des Medaillensegens, bin ich der Sache auf den Grund gegangen und habe Winzer gefragt, warum sie bei der DLG Prämierung nicht mit machen, die schönste Antwort war, wenn die Verkostung stattfindet, habe ich keinen Wein mehr. 
Ha ha , dachte ich so bei mir, es gibt also Winzer, die gar keine Medaillen brauchen, damit sie besser verkaufen. Im Umkehrschluß heißt das, nur die den Keller voll haben und nicht wissen wohin mit der nächsten Lese, brauchen Verkaufshilfen, Medaillen eben.
Aber wieso ist der eine ohne Medaillen ausverkauft und der mit Medaillen nicht? Ganz einfach, der Kunde wählt die Qualität. Auch wenn Sie vergleichsweise deutlich teurer ist.
Da nun laut Studie der Konsument gern für eine Medaille etwa 20% mehr bezahlt, ist es gemessen am Preis der Topwinzer ein Schwindel. Denn der ist ja ausverkauft auch ohne Medaille und damit seinen Preis wert. Der der mit Medaille nicht ausverkauft ist, kann mit der Medaille den Preis manipulieren und mehr verlangen, da der Konsument, genau wie bei Wurst und Käse der DLG vertraut. Mag sein, das es da so ist, bei Wein funktioniert es nicht. Und um es nochmal deutlich zu sagen, es ist einfach irreführend, aber für den Supermarktverkäufer hilfreich, wenn eine Medaille auf der Pulle klebt.Und außerdem kann er mehr Geld verlangen, der Supermarkt bestimmt, beim Winzer ist deutlich zu bezweifeln, das die Handelsketten ihm wegen einer Medaille mehr bezahlen. Für mich ist es ohnehin schon so, ich kenne kaum einen Artikel eines Lebensmittelhändlers der nicht prämiert ist. 
Die DLG ist zum Werkzeug der Handelsketten mutiert.
Mein Fazit, wenn die Preise nichts Wert sind, kann auch eine noch so wissenschaftliche Untersuchung sie nicht aufwerten. Die Medaille sagt nichts über höchste Qualität aus, gar nichts. Sie ist beschreibt maximal einen mittleren Qualitätsstandard. Sie ist ein rein verkaufstechnisches Instrument, wie die Studie ja bewiesen hat. Und warum, diese Frage sei noch gestattet, gibt die DLG eigentlich ohne Not eine Studie in Auftrag? Sie ahnen schon was jetzt kommt, ich muß es eigentlich gar nicht beantworten. 

 
 

 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.11.2014 um 17:30 Uhr | 0 Kommentare

Weißburgunder im Test

Es wehte ein laues letztes Lüftchen am 01.11.2014 und machte den Rahmen für unseren Weißburgundertest perfekt. Zuallererst natürlich die Weißburgunder. Es waren vertreten Weingut Rings mit einem Ortswein, Ökonomierat Rebholz mit einem Gutswein und dem GG Mandelberg, Philipp Kuhn mit dem GG Kirschgarten (alle Pfalz), Jochen Dreissigacker mit einem Gutswein und seinem Einzigacker, Weingut Wagner Stempel mit einem Gutswein (beide Rheinhessen), Weingut Klumpp aus Baden, Weingut Aldinger aus Würtemberg mit dem GG Marienglas, Bernard Pawis mit einem Gutswein und dem GG Edelacker, Matthias Hey mit seinem Lagen Weißburgunder, Andre Gussek mit dem WB Kaatschener Dachsberg und dem WB Muschelkalk, Böhme & Töchter mit dem  Weißburgunder Edelacker, Klaus Böhme mit seinem WB Bergstern (alle Saale Unstrut). Vin der Nahe Emrich Schönleber und Schäfer Fröhlich. Aus der Südsteiermark Manfred Tement mit seiner Steirischen Klassik und den Lagenwein Pino T Sulz.
Zu den Weinen habe ich ein Buffet erdacht, dass die Aromatik des Weißburgunders toll unterstützt hat. Die gekommenen Gäste waren begeistert ob der Vielfalt der Weine und Speisen. Da auch der eine oder andere Winzer zu gegen war, konnten diese gleich sehen wo ihre Kunst einzuordnen ist. Die Gewinner des Abends waren nich so leicht  zu ermitteln, da doch die Stilistik jedes einzelnen Winzers zum Teil extrem   von einander abwichen. Für mich persönlich waren 4 Weine aus dem Oberen segment deutlich an der Spitze:Hey Lagenwein, Aldinger GG, Pawis GG und Dreissigacker mit seiner Lagencuvée Einzigacker.    
Bei den Gutsweinen / Ortsweinen großes Kino von Emrich Schönleber überzeugend Wagner Stempel, Rebholz, Rings und Pawis. Alles in allem ein gelungener Abend mit sichtbar glücklichen Gästen.
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.10.2014 um 16:21 Uhr | 1 Kommentar

Weingut Born Weiss - Cuvée aus Riesling und Weißburgunder

Eigentlich sollte der spontan vergorene "Weiss" ein Breitengrad 51 Wein werden, aber wie das mit Spontanität halt so ist, sie macht was sie will. Und so wurde der Gärprozeß beendet noch bevor er trocken genenannt werden durfte. Respektive erreichte er nicht den Punkt unter 9 Gramm Restzucker pro Liter und fiel durch, bzw wurde gar nicht erst eingereicht. 
Was ist nun aus diesem 2012 Wein geworden? Ich will es Ihnen sagen, eine Granate. Ein Spätzünder ala boneur. Und nun kommt das Beste, er ist auch alle. Das heißt noch nicht ganz, aber den Rest trinke ich allein, na gut mit meiner Frau. Nicht mal mein Freund Blasl kriegt was ab.  Was ich heute vorgefunden habe, ist oberstes Niveau von Saale Unstrut. Komplex und weich, süße und zugleich würzige Tertiäraromen haben die Primäraromatik verdrängt. Ein Wein wie aus einem Guß,  der sich erst richtig im letzten Sommer  entwickelt hat. Feinste mineralische Noten mit noch unglaublicher Frische am Gaumen. Das Bouquet nach weißen Blüten  und Gelbfruchtaromen. Wirklich eine Wucht. Liebe Elisabeth, lieber Jochen Hinderer macht genau da weiter, und wenn die Natur es eben will, dann ist es eben nicht trocken, aber die spontane Vergärung scheint Eurem Reb - und Lagenpotential wohlgesonnen.
Es müssen ja nicht viele Flaschen sein, aber ein solcher Spitzenwein muß fortgesetzt werden.Tags: Weingut Born, Weiss, Riesling, Weißburgunder



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Rainer Albert Huppenbauer
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