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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 18.10.2014 um 14:14 Uhr | 0 Kommentare

Jahrgang 2014 von Saale Unstrut gärt in den Tanks und Fässern

Rebarchitektur im Steinmeister Weingut Hey                             der Steimeister Ende September 2014

Den Jahrgang 2014 könnte man gemein hin als Achterbahnfahrt bezeichenen. Die frohe Erwartungshaltung der Winzerschaft noch im Juli, wurde im August und  in der  37. KW weggespült. Aber mal ehrlich Jungs, was hättet Ihr mit soviel Wein gemacht?
Insofern haben sich die Wetterkapriolen nicht nur auf die Tagesbräune der Teenager und Sonneanbeter aller Jahrgänge postiv ausgewirkt. Wir wissen, zuviel Sonne schadet der Haut. Und die wenigen Sonnenstunden reichten nicht aus, gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Aber es gibt ja in Punkto Tagesbräune, Solarien und wer nicht an Hautkrebs erkranken möchte, nimmt eine Creme.
Beim Wein ist das ähnlich und doch eher umgekehrt. Viel Sonne lässt den Traubenzucker, der wie wir wissen den späteren Alkohlgehalt bestimmt, auf ein schönes Niveau klettern. Fehlt die Sonne, kann man immer noch  auf den Wissenschaftler und Politiker Antoine Chaptal (1756-1832) zurückgreifen. Die Formel ist einfach und lautet: Um ein Grad Alkohol mehr zu bilden, benötigen 100 Liter Most 2,4kg Zucker der bei der Vergärung beigemischt wird. Das wichtigste, es ist in Der EU außer in Italien und Spanien erlaubt. Am meisten wird es im Burgund angewendet.
Was der Jahrgang 2014 an Saale Unstrut bereithält, wird wie immer sehr differenziert sein. Noch nie gingen die Meinungen so auseinander wie in dieser Vegitationsphase des Jahres 2014. Was tun, frühe Lese war bei den frühen Sorten wie Müller Thurgau und Bacchus angesagt. Wer das so in der 37/38 KW anging, wird damit leben müssen, dass der Alkoholgehalt wohl etwas niedriger (auch mit Chaptalisierung) sein wird. Aber mal ehrlich, niemand braucht Müller Thurgau mit 13%.
Die Burgunder wiesen je nach Lage ( Steil- und terrassierte Lagen deutlich im Vorteil) ordentliche Mostgewichte aus. Das gleiche bei den Rieslingen. Hier handelten alle Top Winzer nach der Devise so viel Quantität wie nötig, so viel Qualität wie möglich. Auch wenn es mal nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.
Es wurde in den besseren Lagen kaum mal an einem Stück gelesen. Bei Matthias Hey zum Beispiel wurde und wird der Riesling über 3 -4 Wochen verteilt gelesen. Man darf gespannt sein, was es bringt. Ich glaube wir können uns bei denen, die nicht nur pressen und warten das es blubbert, auf großartige Weine freuen.
Frank Böhme und Bernard Pawis reden dann auch mit ernster Mine und fröhlichem Herzen. Auch das gehört dazu.
Auch aus Hönstedt von den Borns sehr zuversichtlich klingende Töne, auch hier der Tenor: "es wird gut".
Freuen wir uns also auf diesen Achterbahnwein und so wie es aussieht, können wir in 4 Wochen die ersten Weine auch schon genießen. All das soll nicht den Eindruck erwecken, dass es keine Ausfälle gibt. Portugieser wird wohl knapp sein oder wird Rosé. Na dann, es lebe der Wein und seine Macher.  


Sonnenuntergang am 03.10.2014 gesehen von Müncheroda, bearbeitet
Fotos und Bearbeitung Rainer Huppenbauer

 Tags: Hey, Pawis, Böhme und Töchter, Gussek, Jahrgang 2013, Riesling 2013, Silvaner 2013, Klaus Böhme, Weingut Born
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 02.10.2014 um 19:00 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Hey präsentiert Katrin de Jong

Wer ist Katrin de Jong, werden Sie fragen und erwarten eine Antwort. Ich will Ihnen diese auch nicht vorenthalten, aber erst mal der Reihe nach. Matthias Hey veranstaltete nun schon zum 2 mal einen Menüabend mit Katrin de Jong. Besagte betreibt in Naumburg (Saale) eine Wildkräutermanufaktur. Dies an sich ist schon besonders, dass was die Dame dann kocht, kocht ist falsch, was sie zaubert - schon besser, sind Speisen, die ein so hohes  Alleinstellungsmermal besitzen, wie es nur hoch subventionierte Sterneköche schaffen. Ich sage mit alle Bescheidenheit ich bin ein ausgezeichneter Koch, aber diese minimalistische Küche von Katrin de Jong ist grandios, sie beschränkt auf das Wesentliche, die Aromenvielfalt.
Das dann alles auch noch zu den von Matthias Hey kredenzten Weinen wie die Faust auf mein Auge passte, macht die Sache noch hochwertiger. Kein Pomp, einfache Dinge, wie Kürbis zu Mousse wird, mit einer Konsitenz die schier verzauberte. Eine Jus von Hagebutten erinnerte nicht nur an ein Männlein steht im Walde. Die Verarbeitung von von Apfel und Matjes ist nich neu, aber der dazu gewählte Riesling machte es zum Erlebnis. Das fast schon vergessene Gemüse Mangold wird so veredelt, dass es am Tisch Diskussionen auslöste. 
Verzeihen Sie mir meine Schwärmerei, aber es war im Bunde mit der mit der Art der Präsentation der Speisen und der Weine durch Matthias Hey, einer der besseren Abende in meinem Leben. Eine Zigarre (Cohiba Robustos), ein Geschenk meines Freundes Blasl, machte den Deckel zu.  
 Tags: Weingut Hey, Weisser Hey, Naumburger Steinmeister,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 17.09.2014 um 21:39 Uhr | 0 Kommentare

Was so alles passiert im Netz, die Spreitzer Brüder haben Wein, den Sie nicht kennen!

Das Internet bietet uns allen fantastische Möglichkeiten der Komunikation, des Handels und der menschlichen Beziehungen.
Aber die schwarzen Schafe nehmen zu, wie u.a. aus dem nachfolgenden Text erkennbar.
Jetzt der Text:
"Rüdesheimer Berg SCHLOSSBERG Riesling trocken 2012 0,75 l 0,75 l EUR 39,99
Inkl. 19% MwSt. EUR 53,32 / 1l
zzgl. Versandkosten
Produkte von Spreitzer sind versandfertig in: keine Angabe.Spreitzer ( Hessen)
Nicht enden wollende Vitalität gepaart mit kräuteriger Mineralität und etwas Apfelfrucht
Ein sehr kühles und klares Bouquet mit feiner Kräutermineralität erwartet den Genießer bei diesem Riesling. Seine vitale, glasklare und lebendige Art machen ihn zu einem waren Frischeerlebnis. Der Körper wirkt insgesamt schlanker als er tatsächlich sein wird, trotz kompakter und fester Struktur mit deutlichem Rückgrat. Seine feine, eindringliche Mineralität sowie etwas Apfelfrucht und ein Hauch Extraktsüße schmeicheln dem Gaumen. Sein langer Abgang ist sehr spannend, komplex und gut integriert."
Text des Anbieters beendet.

Hier der Text von Herrn Dautel DWC zum Rüdesheimer Berg Schlossberg allerdings von Kloster Eberbach wo er auch hingehört:

"Sehr kühle und klare Nase mit feiner Kräutermineralität. Sehr erfrischend und glasklar, sehr präzise feine lebendige Art, mit nicht enden wollender Vitalität; der Körper wirkt insgesamt schlanker als er tatsächlich sein wird, trotz kompakter und fester Struktur mit deutlichem Rückgrat, feine eindringliche kräuterige Mineralität, etwas Apfelfrucht und ein Hauch Extraktsüße; sehr spannend, komplex und gut integriert, langer Abgang mit wieder animierender, kräuteriger Mineralität. (Dautel 26. August 2013)"

Will man das dann kaufen erscheint folgendes:

"Derzeit nicht auf Lager - versandfertig in keine Angabe Verkauf durch: Del..........bH"

Das Problem ist , dass Weingut Spreitzer hat definitiv keinen Wein am Rüdesheimer Berg Schlossberg. Das heißt, hier wird ein Wein verkauft, den es gar nicht gibt. Was macht also der besagte Anbieter, der im übrigen auch ohne Anstand Texte von Weinbeschreibungen seiner Wettbewerber kopiert? (Ein bischen verändert werden sie schon, aber geklaut wird auf jeden Fall, siehe oben) Er  will  Kunden locken und schreibt bewußt, aus Unkenntnis?, auf alle Fälle aus  Dämlichkeit, einen Haufen Mist ins Netz. Der beschriebene Sachverhalt,  ist auf dieser Seite nicht der einzige in diesem Stil.
Wird mal Zeit, dass auch der eine oder andere Erzeuger sich diesen Praktiken annimmt. Es geht auch um ihren Ruf.

Um es deutlich zu sagen, übernehmen von Texten der  Erzeuger oder von Importeuren ist legitim die bieten das an, aber sie sollten beim richtigen Wein stehen. Etwas so aussehen zu lassen, als hätte man es selbst geschrieben, hat schon Bundesministern den Stuhl gekostet. Das was hier im vorliegenden Fall angeboten wird, existiert nicht, und ist damit aus meiner Sicht Betrug.

 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 13.09.2014 um 10:48 Uhr | 0 Kommentare

Dionysos und der ganz normale Wahnsinn

Dionysos ist für eine Menge wahnsinniger Exzesse zuständig, für`s Wetter kann er nichts. Man kann ihm, den Sohn des Zeus, eine Menge nachsagen, aber die Vorgänge der letzten 2 Tage widersprechen seinem Naturell. Er liebt den Wein, und würde niemals zulassen, dass ein vor Wochen noch hoch gehandelter Jahrgang den Bach runtergeht. 
Gut beraten waren an Saale Unstrut die Winzer, die frühen Sorten wie Müller Thurgau, Bacchus und Gutedel vor dem großen Regen im Keller hatten. Natürlich schon mit Einbußen, da die Trauben die önologische Reife nicht vollständig erreicht hatten, aber immerhin, um die 75° Oechsle sind, für die ohnehin jung zu trinkenden Weine, aureichend. Die Trauben der Rieslinge und Burgunder sehen sehr propper und gesund aus, aber durch das viele Wasser der letzten 3 Tage könnte es passieren, dass die Traubenschalen platzen und die Trauben nicht voll ausreifen können. Zudem ist nun auch noch Wärme angesagt, die in Verbindung mit hoher Luftfeuchtikeit die Fäulnis vorantreiben könnte. Drücken wir den Winzern die Daumen, und hoffen auf die Götter, dass diese Szenario an Saale Unstrut ausbleibt. Der noch vor 3 Wochen gepriesene Superjahrgang ist auf jedenfall dahin.
Wie sagte doch der große weise Mann mit der Gitarre und der Mundharmonika: The times they ar a chanching. Wie wahr.
 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.09.2014 um 18:44 Uhr | 0 Kommentare

VdP Grosse Lage 2014 - die Präsentation in Berlin

Es ist schon eine günstige Gelegenheit, die man nutzen sollte, wenn man Weine verkaufen will. Ich jedenfalls kenne keine Veranstaltung auf der Weine präsentiert werden, die, beschränkt man es auf die Weine, die anwesenden Winzer und die Location, ein derartig hohes Niveau hat. Bei dem ein oder anderen Besucher und den Gläsern, kann man geteilter Meinung sein.
Also zur Hauptsache, die  Weine der Winzer. Da es unmöglich ist, alle Weine zu probieren, muß man sich einschränken, da für mich auch noch Kontaktpflege und Kontaktsuche dazu kam, beschränkte ich mich auf das Wesentliche. Zum Glück waren auch einige Winzer  hin und wieder am telefonieren, so dass ausgiebige Gespräche nicht gewollt und auch nicht möglich waren.
Den ersten Winzer den ich besuchte war Reinhard Löwenstein mit Tochter Sarah. Die Löwensteins, wie immer gut unterwegs und trotz sehr geringer Mengen des Jahrgangs 2013 nicht in Winzerpanik verfallend. " Na das ist nunmal so" , die einfache aber bekennende Begründung. Die Weine, schon dem Jahrgang geschuldet, mit einem sehr dichten mineralischen Gerüst, dass ist, so erklärte es mir Reinhard Löwenstein, noch längst kein Garant für Langlebigkeit . Es kann auch umschlagen. Ich glaube bei dem getrunkenen ehrlich gesagt nicht an letzteres, aber er ist schließlich der Winzer. Warten wir also ab. Der Riesling Schiferterrassen wie immer konstant und sehr präzise, das fand wohl auch Roman Niewodniczanski von Van Volxem, der Reinhard Löwenstein mit einer Geste zu verstehen gab, dass er den Wein großartig findet, was er ja auch ist. Dann die noch in wenigen Stückzahlen erhältlichen GG vom verspielten Kirchberg über den Klassiker Röttgen, den unglaublich vielschichtigen und konzentrierten Uhlen Blaufüßer Lay und dem diesmal sehr würzigen Laubach mit feinsalziger Harmonie. Alles in allem eine gelungene Kollektion, die dem Meister alles abverlangte. Danach zu Clemens Busch, auch er mit seinen Riesling Klassikern. Für mich herausragend der Marienburg Falkenlay, ein exzentrischer Wein, der die Gemeinde spalten wird. Die "kleinen" Rieslinge vom grauen - und roten Schiefer für mich die perfekten Dinnerweine mit feiner salziger Charakteristik und sehr präzise.
Im Rheingau dann 3 Pflichtstationen Werner`sches Weingut Domdechant, Kloster Eberbach und Josef Spreitzer.
Dr. Franz Werner Michel, der Inhaber von Domdechant Werner, präsentierte sehr kompetent und aufgeschlossen  seine Weine aus dem Jahrgang 2011/2012/2013. Eigentlich kann man da nichts hervorheben, durchgängig großes Kino. Dennoch, der 2011 Domdechaney ein Rieslingmonument.Bei Josef Spreitzer und Kloster Eberbach die erwartete Rheingauer Spitze, für mich noch vor Robert Weil. Außerhalb der beiden Rieslingnationen Rheingau und Mosel, gut dabei bei den Rieslingen Gutzler aus Rheinhessen, Wagner Stempel Rheinhessen , natürlich Döhnhoff von der Nahe mit dem grandiosen Dellchen GG und einer perfekten Kollektion. Ebenfalls ganz vorn mit dabei im Rieslingbereich Philipp Kuhn aus der Pfalz, dabei sehr überzeugend der Steinbuckel GG und Burgweg "Im großen Garten" GG. Der Kirschgarten erreichte das Nieveau der beiden anderen nicht ganz.
Die beiden anwesenden Saale Unstrut Winzer Pawis und Lützkendorf, legten bei den Rieslingen GG jeweils mit dem Freyburger Edelacker und Lützkendorf mit der Karstorfer Hohen Gräte zwei substantiel langlebige Rieslinge vor, die eine gute Figur machten.. Brilliern aber konnten die vermeintlich "Kleinen" mit den Burgundern, vorallem Pawis sein Weißburgunder und der Grauburgunder, beide vom Freyburger Edelacker, überzeugten deutlich. Erfreulich, dass sich das Weingut Lützkendorf ebenfalls mit dem Weißburgunder GG bestens in Szene setzen konnte, auch hier absolutes deutsches Spitzenniveau.  Mit halten konnte da der Weißburguder GG vom Rädling vom Weingut Bernhart aus der Südpfalz und beim Grauburgunder der Bergmandel GG von Schnaitmann aus Württemberg. Die Badenser, eigentlich die Burgunder Hochburg war mir einfach zu traditionell und zu breit. Aber auch hier nicht ohne Ausnahmen, die Burgunder vom Weingut  Salwey eine echte Offenbarung. Viele andere von mir verkosteten  Burgunder waren auf hohem Niveau aber hatten längst nicht die Finesse von Pawis. Bei Philipp Kuhn war der Pinot Blanc im Stil von Michel Rolland doch sehr sättigend. 
Bei den Rotweinen ein klare Dominanz  der Spätburgunder von Schnaitmann, Friedrich Becker Pfalz und Kloster Eberbach aus dem Rheingau, dann erst die Ahr, da jedoch ein herausragendes Weingut Adeneuer, wo mich vorallem die Nr.1und 2 sowie der Ahrweiler Spätburgunder überzeugten.Die Bewertung der GG konnte man nur ahnen, sehr verschlossen.
Mein Fazit:Insgesamt ein guter, nicht reibungsloser Jahrgang, der den deutschen Spitzenwinzern einiges abverlangt hat, aber man konnte deutlich schmecken, dass die dort anwesenden  Damen und Herren zu Recht mit dem Begriff deutsche Wein Elite  zusammengefasst werden können. Der 2013 Jahrgang ist sehr empfehlenswert.

 



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Rainer Albert Huppenbauer
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