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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 07.05.2014 um 09:27 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Jungweinproben Weingut Born & Winzerhof Gussek

   
Zwei die wissen wie es geht (Gussek/Löwenstein)   eine heiße Nacht                                                             im Herbst, der Schweigenberg


Die gemeinsame Jungweinprobe beider "Breitengrad 51 Winzer" fand am 01.05.2014 auf dem Winzerhof Gussek statt. Beide Weingüter präsentierten ihre 2013/2012 Weiß - und Rotweine. Um es vorweg zu nehmen, es war kein Spektakel, dafür jedoch mit spektakulären Weinen. Ruhig und in beängstigend bescheidener Erwartung beider Winzer, wurden dann auch die Weine präsentiert. Was ich vorfand waren 2 Weinstile von Winzern, die ein Ziel verfolgen - Qualität im Glas. 
Da ich die Weine des Weingutes Born bereits verkostet hatte, war es interessant zu erleben, was sich auf der Flasche so getan hat. Natürlich, die Weine sind alle etwas "ruhiger" geworden. Da Jochen Hinderers Weinstil auf der klassischen Saale Unstrut Philosophie - Knochen trocken, jugendlich Frisch, fruchtbetont und mineralisch  aufbaut, haben die Weine des Familienweingutes schon eine gewisse Besonderheit aufzuweisen, ohne jedoch auf moderne Einflüsse zu verzichten. So gesehen, schlägt das Weingut Born  einen großen Bogen von traditionellen Saale Unstrut Weinen bis hin zur "schmelzigen" modernen Auffassungen der Weinbereitung. Bei den verkostetet Weinen zeigten sich die Gutsweine sehr stabil zur letzten Probe, die Ortsweine, der Riesling und der Weißburgunder  haben noch etwas zugelegt und wirkten auf mich noch runder. Der Riesling verspricht für die Zukunft eine Menge Spaß - so er sie erlebt und nicht vor seiner besten Zeit, ausgetrunken ist. Also wartet mal ein Jahr.
Alles in allem, eine gelungene Kollektion auf die man sich freuen darf, wenn man denn etwas abbekommt.Tipp für die heißen Terrassenabende des Sommers: Rose gut gekühlt.

Der zweite im Bunde, Andre Gussek macht seit langem das, was eigentlich den Sinn einer Weinproduktion ausmacht. Er konzentriert sich auf seine Lagen, die beim Verbraucher  schon mal Verwirrung stiften können. Hin und her, Gussek macht damit aber kleinste Unterschiede schmeckbar. Müssen 4 Silvaner sein, fragt man sich? Auf den ersten Blick scheint es verwirrend, hat man sich der Sache genähert und den Wein auf der Zunge wird es klar. Grundeigenschaften aus der Genesis der Reben gepaart mit spezifischen Boden und anderen als Terroir bezeichnete Einflüssen, machen jeden Wein zu etwas besonderem.
Noch deutlicher wird es bei den Rieslingen und Burgundern. Ich habe das mal als Genie und Wahnsinn bezeichnet und glaube, dass Andre Gussek das auch so sieht. Das Genie beherrscht das Chaos sagt man, pholosophisch betrachtet laufen beim  Wein machen   chaotische Prozesse ab, die der Winzer beherrschen muß. Je kleiner die Partituren sind, um so größer  die Vielfalt und die Anforderungen an das Genie. Wahnsinn ist es, weil die Gefahr besteht, nicht verstanden zu werden. Andre  Gussek setzt sich dem bewußt aus, weil er sich einem Manifest verschrieben hat. Es ist sein Weg.
Die Weine bieten jede Menge aufregende Qualität über die ich hin und wieder berichten werde. Ein Monument ragte aus der Vielfalt heraus. Der Traminer, mit immerhin 22g Restzucker pro Liter, hat beim 2103 Jahrgang eine Besonderheit. Der an sich säurearme Traminer, weist neben dem Zucker ein unglaublich stabiles Säuregerüst - ähnlich den Weinen aus der Gemeinde Sauternes auf. Es deutet auf ein langes Leben hin. Der Neuzugang bei Andre Gussek ist der Johanniter, den man als gelungen bezeichnen darf. Zum Schluß durfte ich dann in den Keller und drei, noch im Tank liegender Rieslinge probieren. Dabei waren ein Saale Unstrut Rieslingklassiker vom Steinmeister, mit gehaltvoller mineralischer Note. Ein Kaatschener Riesling Ortswein und ein Riesling vom Kaatschener Dachsberg.  Letzterer ein Lagenwein aus der terrasierten Einzellage Kaatschener Dachsberg, die nur von Andre Gussek bewirtschaftet wird. Freut Euch auf diesen Wein.
 
 Tags: Andre Gussek, Jungweinprobe, Weingut Born, Rose, Johanniter, Traminer, Riesling, Kaatschener Dachsberg
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 28.04.2014 um 21:54 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Jungweinproben Weingut Frölich Hake

Irgendwann  hat mich mal jemand gefragt ob Tim Fröhlich mit Volker Frölich verwand ist, ich sagte nein. Ganz einfach, der eine hat  2"h" im Namen der andere nur eins. Studiert haben sie beide am gleichen Institut, der eine arbeitet in Sachsen Anhalt der andere an der Nahe. Beides ist in Deutschland. Die Weine des V. Frölich sind daher auch aus einem anderen Muster. Das was ich am Samstag probiert habe,  sind identische Saale Unstrut Weine, die diesen Namen auch verdienen.  Und Frölich legt wert auf genau diese Identität.  Geradlinig, dem Terroir folgend, war er einer der Ersten, wenn nicht der Erste, der seine Weine mit Bodenmerkmalen auf dem Etikett, etwa "Muschelkalk" versah.  Die von mir probierte Kollektion mit 3 Spitzen und ausgezeichneter Basisqulität lässt hoffen.
Ich halte den Betrieb bei konsequenter Durchsetzung eigener qualitativer  Ansprüche für einen Top Kandidaten der Saale Unstrut Weinszene. Bei der Weinprobe ragten der 2013 Grauburgunder Steinmeister, der Riesling Spätlese halbtrocken und der 2012 Spätburgunder Dorndorfer Rappental deutlich heraus.  Letzterer braucht Zeit, ich gehe davon aus, er wird sich elegant entfalten.
Warten wir es ab. Ich wünsche dem Betrieb viel Erfolg und bereite eine  Aufnahme in unseren VINAMUNDI Shop vor.
Auf den Weg zu geben !  Konsequente Qualitätsphilosophie vor Ertrag setzen und zwar bei allen Reben. Viel Erfolg liebe Familie Frölich - Hake.Tags: Frölich Hake, Tim Fröhlicjh, Saale Unstrut
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 25.04.2014 um 21:39 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Jungweinproben Weingut Hey

                                                   
                                   Matthias Hey mit der Gebietsweinkönigin und  Weinprinzessinen

Matthias Hey gehört zu einer Generation von Winzern, die in der Lage ist, die deutsche Weinlandschaft komplett umzukrempeln.
Die heutige Jungweinprobe trat den Beweis in einer Dichte an, die den Verdacht nahe legt, es existieren Absprachen. Nich wie Sie denken, nein es geht nich um Geld, es geht um Qualität. Verdammt noch mal, da sind Typen wie Rings, Klumpp, Dreissigacker, Hey, Fröhlich und einige  andere um die 30, die konzentrieren sich auf das Wesentliche - Qualität im Glas. Man merkt diesen Weinen an, da ist einer, der was zu sagen hat. Oft, und wie im Fall von Matthias Hey hat der Erfolg eine Menge Väter. Zuerst seine Familie, die sich für diesen knorrigen Weinberg entschieden hat, da ist Bernard Pawis, der Matthias Hey mit  Pascal Dautel bekannt gemacht hat (das war wichtig). Da sind viele Freunde und Geschäftspartner, die dem "Jungster" von der Saale immer vertrauten - ich auch -, da ist nich zu letzt Matthias Hey selbst, der mit seiner bescheidenen Art, seinem enormen Wissen, handwerklichen Können und seiner philosophischen Sicht auf die Dinge der Weinbereitung und seinen Wertevorstellungen, ein Großer seiner Zunft werden wird (ist).
Ach so, die Jungweinprobe, natürlich großes  Kino mit herausragenden Rieslingen und  Weißburgundern, anständigen  Basisqualitäten und einer Rotweinkollektion, die in dem 2011 Zweigelt und dem 2011 Spätburgunder mit 24 monatigen Barriqueausbau gipfeln. Unser Tip, beide kaufen und weg legen. Den ersten (Zweigelt)  5 Jahre den zweiten (Spätburgunder)  10 Jahre. Ich hoffe Sie haben Geduld und Zeit.
Sehr hoffnungsvoll danach, die beide Roten ( Spätburgunder, Zweigelt)  aus 2012, es erwartet uns etwas wirklich Besonderes. Bleiben Sie interessiert. Ich werde berichten.
 Tags: Hey, Steinmeister
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 23.04.2014 um 16:45 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut Winzer auf der Zielgeraden

Auf der Zielgeraden kann man öfter sein, in diesem Fall bezieht sich mein Titel auf die letzten anstehenden Jungweinproben der Weingüter. Am Freitag und Samstag macht Matthias Hey ernst. Die Gutsweine kenne ich bereits, so dass ich mich ein wenig auf die Lagenweine und die von vielen mit Spannung erwarteten Rotweine konzentrieren werde. Bezüglich der Guts - und Ortsweine ist zu bemerken, dass Matthias Hey seinem Stil treu bleibt. Alle Weine mit wirklich gut balancierter Mineralität(oder Säure ganz wie man will), nicht zu üppiger Frucht und nicht zu trocken. Ich denke es wird bei Matthias Hey`s Herangehensweise der eine oder andere Wein mit Lagerpotential herauskommen.  Ich werde am Sonntag berichten.
Nich weit von Matthias Hey wird im Weingut Frölich Hake ebenfalls jung verkostet. Nach einem kurzem Gespräch mit Volker Fröhlich am heutigen Tage macht sich bei mir doch schon etwas Unruhe bemerkbar.
Die steigert sich noch, da am 01.05. gleich zwei Winzer Ihre Weine gemeinsam präsentieren. Andre Gussek hat das Weingut Born zu Gast. Da fällt mir die Wahl zwischen Weinfrühling in Freyburg und dem Born/Gussek Termin leicht. Ich bin nicht so der Freund von organisiertem Frohsinn ( vermutlich auf die Maidemo am Kampf und Feiertag der Wektätigen zurückzuführen, war nich so mein Ding ) . Ich werde also nach Naumburg fahren - mit der Bahn - versteht sich und hoffentlich viel Neues erfahren. 
PS Gussek rüstet auf - hier die nigel nagel neue Webseite.Tags: Matthias Hey, Andre Gussek, Volker Fröhlich, Weingut Hey Jungweinprobe,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 15.04.2014 um 21:42 Uhr | 0 Kommentare

Lunae großes Kino aus Ligurien

Ligurien ist in unseren Breiten wohl eher durch extrem gutes Olivenöl aus der kleine Taggiasca Olive bekannt. Die betse Olive Europas und für mich auch das beste Öl der EU.
Das dort auch ganz hervorragende Weine gekeltert werden ist den Wenigsten bekannt. Wir arbeiten mit der Top Kellerei Liguriens Lunae zusammen und müssen sagen, die hier erzeugten Weine im Rot - und Weißweinbereich sind filigran und sehr elegant.
2 Vermentinos im Weißweinbereich, der beste Rose aus Italiens Norden, möglicher Weise ganz Italiens,  überrascht in jedem Jahr.
Die Rotweine   Auxo Colli di Luni DOC, Niccolo V Colli di Luni DOC und Niccolo V Riserva Colli di Luni DOC sind in einer Klasse von Weinen, die zum Besten gehört was ich in dieser Preisklasse kenne. Die Weine haben Zug, niemals flach,machen nie satt, immer präsent mit enormer Länge. Vorallem der Niccolo V Riserva ist ein grandioser Wein, der in dieser Preisklasse (26,95€) schwer zu toppen ist. Die Rotweine auf Sangiovesebasis, die Weißweine aus besten Vermentino Klonen sind beste Botschafter einer unterschätzten Weinregion.Tags: Lunae, Ligurien, Niccolo V, Riserva, Colli di Luni DOC



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