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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.03.2013 um 14:09 Uhr | 0 Kommentare

Die Pro Wein 2013 ist Geschichte

Die Pro Wein in Düsseldorf ist vorrüber und alle freuen sich auf das nächste Jahr. Mit welcher Währung dann bezahlt wird weiß noch niemand, und so wie die Stimmung in Düsseldorf war, interessiert das auch kaum jemanden. Das Motto: "Gesoffen wird immer"  lies dann auch das Schreckgespenst Inflation gar nicht erst in die Halle.
Was es Neues gibt kann ich gar nicht genau sagen, es war eigentlich wie immer. Volles Haus bei den deutschen Winzern, besonders beim VdP war das Gedränge am größten. Den zweiten Platz in Punkto Besucherzahl würde ich an den besten deutschen Weinimporteur Weinwolf und Weinland Ariane Abayan vergeben. Geruhsame Nachmittage beim großen Rest. Kontaktpflege allenthalben und ein paar Neuentdeckungen hier und da.
Auffallend war die Präsenz der griechischen Produzenten, die man geschickt dort platziert hat, wo die meisten Leute lang musten, wenn sie die VdP Winzer aufgesuchen wollten. Neben den Griechen dann aber ein wirkliches Highlite, Slowenien. Die Weißweine von Dveri Pax sind eine Wucht. Wobei das eigentlich nicht verwunderlich ist, steckt doch eine Menge Kapital aus der Steiermark in diesen Betrieben. Damit ist nicht nur Geld gemeint. Auch das Know How der Weine aus der Südsteiermark war deutlich schmeckbar.
Beim VdP war natürlich ein Besuch bei Reinhard Löwenstein von der Terrassenmosel erste Bürgerpflicht. Die Pflicht wurde wie immer zur Lust. Der Meister eigentlich wie  immer in großer Fahrt, wenn es um die Weinqualität und die Kapitalismuskritik geht. Man kann es nicht beschreiben, es ist ganz einfach, gepaart mit den für mich besten Rieslingen Deutschlands, ein Gesamtkunstwerk was er da macht. Über seine Weine  noch viele Worte zu verlieren ist müßig, sie sind einfach sehr gut und bestimmen den Takt deutscher Weine kräftig mit.
Ein weiterer Höhepunkt dann das Treffen mit Alessandra Casini Bindi Sergardi und Marchese Luca de Ferrari. Gelöster und freundschaftlicher kann man nicht empfangen werden. Die wiederunm beeindruckenden Weine  von der schönsten Weinmacherin Italiens aus dem Chianti Classico und dem bescheidenen Marchese aus Montepulciano helfen einen über so manchen Flopp der Messe gut hinweg.
Wie in jedem Jahr so auch in diesem,  war die angebotene gastronomische Versorgung preislich auf dem Nivieau des Adlon und geschmacklich auf Kioskniveau am Baumarkt. Klar, es sind da viele Leute zu versorgen, aber wenigstens Betriebskantinenniveau sollte angestrebt werden.
Was bleibt ? Es bleibt der Eindruck, dass es mit Ausnahme der großen  Abfüllerkonzerne wie Rotkäppchen oder aus Südfrakreich, kaum noch schlechte Weine gibt. Man muß sie wirklich suchen.
 
Tags: Pro Wein, Allesandra Cassini, Bindi Sergardi, Luca de Ferrari, Boscarelli, Riesling, Heymann Löwenstein
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.03.2013 um 16:03 Uhr | 0 Kommentare

Rieslinge von Saale Unstrut Weingut Pawis

Eine Weinprobe mit Bernard Pawis ist immer etwas Besonderes. Zum einen die familiäre Atmosphäre, das großartige Ambiente und die noch großartigeren Weine.
Zur Verkostung standen die Fünf  2012-er  Rieslinge des Weingutes Pawis. Bernard Pawis ist einer der wenigen Winzer, der dem Riesling vom Neubeginn an große Beachtung schenkte. Das zahlt sich jetzt aus. Riesling ist eine der widerstandsfähigsten Reben und gehörte damit im quantitativ kleinen Jahr 2012 zu den Gewinnern.  Die Rebe hat, anders als die Burgunder, den Kälteschock im Februar und die Trockenheit im Mai  / Juni sehr gut verkraftet. Die nun vorliegenden Ergebnisse sind ein Zeugnis einer großen Weißweinrebe, die beim überzeugten Riesling - Winzer Pawis zur Höchstform  aufläuft.
Nun die Verkostung: Der Riesling Kabinett trocken ist der Basisriesling. Eine kleine Partie wurde spontan vergoren, beide  Teile zeigten sich jugendlich mit gehaltvoller Säure. Ein geradliniger bodenständiger Saale - Unstrut - Wein, der durch seine Jugendlichkeit zu überzeugen weiß. Nr. 2, der Ortswein Riesling Freyburger Muschelkalk, punktet mit Zitrus und bestechender Mineralität, im Moment noch etwas impulsiv wird er in der Flaschenreifung ausgewogener werden.
Die Lagenweine  Freyburger Mühlberg Riesling und Naumburger Sonneck Riesling stifteten bei mir zunächst reichlich Verwirrung, vor allem Sonneck. Aber der Reihe nach. Der trocken ausgebaute Freyburger Mühlberg Riesling erinnert an längst vergangene Zeiten. Die fetten Jahre 2000 bis 2008 brachten diese Rieslinge schon einmal hervor. Getragene saftige Orangenfrucht und würzige Mineralität machen diesen Riesling zu einem echten Geschmachserlebnis. Den  aus dem Naumburger Sonneck stammende Riesling, konnte ich, da wir blind verkosteten, nicht als Lagenwein erkennen. Für mich war es das Große Gewächs, aber es fehlte etwas Charakteristisches vom Edelacker. Dennoch war dieser Riesling für mich das Geschmackserlebnis schlecht hin. Eine unglaubliche Ausgewogenheit, an keiner Stelle zu viel oder gar zu wenig. Dieser Riesling hat alles, was man von einem deutschen Spitzenwein erwartet. Eine Ausnahme macht er doch, und das wird sein Preis sein. 13,50 € für einen Riesling dieser Qualität ist eigentlich ein Witz. Zum Schluß das Große Gewächs vom Freyburger Edelacker, auch in diesem Jahr wieder ein Wein, der den Namen Grand Cru verdient. Natürlich klassische Rieslingnoten auf deren Genuß wir noch bis September warten müssen, aber bereits jetzt offenbart sich seine ganze Klasse im Bouquet mit reifen Steinobst, Saftigkeit  und mineralischer Dekadenz. Er ist, jawohl das gebe ich zu, unanständig gut. Es ist mein Riesling, wie ich ihn mag.
 
Tags: Pawis, Riesling, Mineralität, Großes Gewächs, Freyburger Mühlberg, Naumburger Sonneck,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 08.03.2013 um 12:34 Uhr | 0 Kommentare

Wein von Jolie und Pitt ab sofort im Handel

Zunächst mal 100000 Flaschen Rosé, dann ein Weißwein und im nächsten Jahr ein Roter. Die Weine stammen vom Sommerquartier der Familie in Südfrankreich. Gemacht hat die Weine die Familie Perrin, der Rhônewinzer ist laut eigenen Angaben mit der Familie Pitt & Jolie befreundet. Der Rose ist ein Cuvée und hört auf den schönen Namen Miraval. Der Verkaufspreis der ersten Flaschen lag bei  ca. 16 €. Für eienen Wein aus Südfrankreich ein durchaus stolzer Preis. Warten wir ab was daraus wird, und wann Victoria und David Beckham nachziehen. Übrigens einer der erste "Kulturwinzer " dieser Region heißt Gingher Backer. Backer war der Schlagzeuger der Cream. Für die jungen unter uns, so etwas wie heute Red Hot Chilli Peppers. Auch soll der Fleisch gewordene französische Emigrant und Putinfreund Gerard Depardieu dort gesehen worden sein.
Um sich einen Eindruck über die Qualität der Region zu verschaffen, empfehlen wir Weine von Gerard Bertrand, das  machen wir, weil der einfach der Beste ist.


 
Tags: Rosé, Angelina Jolie, Brad Pitt, Gingher Backer, Cream, Gerard Bertrand, Red Hot Chilli Peppers
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 07.03.2013 um 21:07 Uhr | 0 Kommentare

Lunae, Etichetta Grigia, Vermentino 2012

Wein zum rein beißen, mein Freund Blasl würde sagen, schön das es so etwes gibt. Und in der Tat, unter 10 € ist so ein Wein eher selten. Die Frische ist buchstäblich, endloser Abgang eines klasse Vermentinos, wie es nur wenige gibt. Der Wein überrascht und macht glücklich. Trinkt ihn bis zum Ende des Herbstes und wartet auf den neuen Jahrgang. Darin liegt sein Reiz. Seine Jugend. Und wir alten Säcke freuen uns doch auch auf den Frühling. Ich kann Euch sagen nicht nur wegen dem Spargel und der Sonne, nein, auch wegen der Röcke. Natürlich nur nebensächlich. Ach so, der Wein der ist frisch eingetroffen und kann bestellt werden. Los geht es, für schöne 9,85.
Tags: Lunae, Colli di Luni, Vermentino, Herbst, Frühling
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 06.03.2013 um 14:12 Uhr | 0 Kommentare

Supertoskaner eine Erfindung des Weinjournalismus

Er ist ein Held von Gestern, der  Supertoskaner. So steht es jedenfalls  in der neuen Vinum. Man fragt sich manchmal, wenn man die Artikel eines Großteils der Weinjournalisten liest, was die den ganzen Tag machen. In der März - Ausgabe der Vinum ist mal wieder so ein Kracher.  Der dort schreibende Kumpel und sein Fotograf berichteten über die, die den Supertoskaner erfunden haben sollen. Brav mit Foto, ja ja wir werden empfangen!  Das Problem ist nur, dass die dort Genannten die Wortschöpfung Supertoskaner nicht in die Welt gesetzt haben. Das waren Kritiker, Journalisten und sonstige mit allerlei Komplexen behaftete Weinkenner. Ich gebe zu, das Wort an sich erleichterte das Verkaufen des damit bezeichneten Weins. Aus Bequemlickeit wurde die Worthülse von Managern der Weinindustrie, Sommeliers und Weinliebhabern gleichsam zu einem Begriff gemacht. Alles was aus der Toskana kam und damals mehr als  30 Mark und  heute 50€ kostete, wurde da hinein gefercht.
Was war vor 45 Jahren passiert. Einige Blaublüter um die Antinoribrüder  und der Familie Incisa della Rocchetta machte einen Landstrich populär, der bis dato nur den durch die Toskana radelnden Beamten und Lehrern vorbehalten war. Kein Mensch kannte Bolgheri. Aus dem Chianti kam einer der misserabelsten Massenproduktionen, abgefüllt in Bastflaschen, die über den Brenner gekarrt, im leeren Zustand zu Nachttischlampen umfunktioniert wurden. Vom Inhalt dieser Flaschen hatten die Macher, der heute als Supertoskaner bezeichneten Weine, die Nase voll. Sassicaia, Tignanello, Solaia, Masseto und Ornelliaia setzten etwas in Gang, was in der Geschichte der Weinerzeugung einmalig ist. Sie veränderten den Qualitätsanspruch von Weinerzeugern und Weinkonsumenten gleichermaßen. Was dann einsetzte und bis heute anhält, man denke nur an das jüngste Projekt der Brüder Antinori - Biserno- hat den Weinbau, nicht nur der Toskana in völlig neue Dimensionen erhoben. Nicht zuletzt werden heute im Bordelaise Weine erzeugt, die genau diesen Charakter tragen. Die einstigen Vorbilder aus dem Bordeaux veränderten ihren Charakter. Die meisten sind heute jung trinkbar. Der Artikelschreiber in der Vinum ignoriert, dass diese toskanische Weinrevolution vor 50 Jahren das gesamte Qualitätsverständnis einer ganzen Branche beinflusst hat. Erst dann kamen die Kritiker. Sie griffen genau diesen Weinstil auf. Danach folgten die Kopien. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Nicht darin, dass die Weine teuer sind und  unglaublich viel Geld investiert wurde. Seien wir froh, dass dieses viele Geld in Wein   und nicht in Waffen investiert wurde. Wer sich, wie der Schreiberling in der Vinum, daran reibt, ist in meinen Augen ein dummer Neidhammel. Noch dümmer wird es, wenn man den Winzern und Weinmachern vorwirft, dass sie statt Sangiovese, Cabernet und Merlot ausbauen. Wenn man das durchzieht, dann ist der moderne Weinbau am Ende. Da kann man in der Pfalz und Argentinien Flächen von der Größe Berlins roden. Und noch etwas möchte ich Herrn Enders ins Stammbuch schreiben: Den Erfolg von Tignanello und Co auf  die "Marketingmaschine" der Familie Antinori zu reduzieren, ist einfach nur einseitig. Und weiter, das Beispiel mit Michel Rolland als Önologe, der für seinen opulenten Weinstil bekannt ist , ist ebenfalls Käse. Rolland kam 2002, da existierten die meisten Weine bereits lange Zeit. Und wer gar nicht in diese Reihe passt, ist Maurizio Castelli. Ich bin fast geneigt dem Autor in der Vinum, Weine von Boscarelli oder Sada zu schicken, aber vermutlich  merkt er es eh nicht. 
Um es kurz zu machen, der Artikel in der Vinum über die Supertoskaner und ihr angeblich leidvolles Ende ist prätentiöser Unfug. Allein mir fehlt die Zeit, diesen hingeschmierten Artikel völlig zu demontieren.
Tags: Tignanello, Sassicaia, Masseto, Vinum, Sada, Boscarelli



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