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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.09.2012 um 11:03 Uhr | 0 Kommentare

Saale Unstrut, was bringt derJahrgang 2012?

Die Weinleese an der Unstrut hat begonnen. Die Gemütszustände der Winzer sind zweigeteilt. Bei den frühreifen Sorten Müller Thurgau und Silvaner wird das Ergebnis nicht berauschend sein. Wenig Masse und es fehlt wohl etwas an Säure. Beim Riesling und andere späte Sorten, etwa Burgunder sieht es derweilen nicht so schlecht aus. Natürlich kein Vergleich mit dem Jahrgang 2011, aber  es werden wohl ansprechende Qualitäten.  Und auch in diesem Jahr wird es so sein, dass die Winzer, die am besten im Weinberg gearbeitet haben, auch die besten Weine erzeugen werden. Der Vegitationsverlauf könnte durch den nächtlichen Regen vom 18.09.-19.09. und der angekündigten Sonne der nächsten Tage, noch einen kleinen Kick bekommen. Lassen wir uns überraschen und freuen uns auf den kommenden Jahrgang. 

Tags: Unstrut, Saale Unstrut Weine, Riesling, Müller Thurgau, , Silvaner, Burgunder, Jahrgang 2011
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 18.09.2012 um 11:13 Uhr | 0 Kommentare

Prohibition in Tschechien - gepanschter Alkohol

Wir trinken bis es dunkel wird, so oder so ähnlich habe ich einen Witz über Methanol vergellten Alkohol im Ohr. Immer mal wieder tauchen am Himmel der Spirituosen und Weinerzeuger gepanschte Getränke auf. In Tschechien sind bereits 20 Menschen an der Brühe gestorben und etliche erblindet. Die Reaktion der Regierung ist für mich nachvollziebar und passt aber andererseits nicht in mein Bild von Europa. Mal angenommen so etwas wäre in Frankreich,  Holland oder nicht auszudenken, in Deutschland passiert. Wie sähe die Reaktion der EU Kommission aus?   Ich könnte mir vorstellen, dass ein generelles Verbot wie in Tschechien nicht in Frage käme, zu groß ist die Lobby. Aber ein schwarzer Aufdruck auf allen Flaschen mit der Aufschrift: "Dieses Getränk kann Sie töten" oder "Der Genuß dieser Flasche  kann zur Erblindung führen" wären angemessene Reaktionen unserer Volksvertreter in Brüssel. Das Problem dabei ist eben nur, dass die EU Kommission immer zur Überreaktion neigt und man irgendwann eine Flasche besten Rotweins öffnet und sich ein Totenkopf auf dem Etiket  befindet. Wollen wir also hoffen, dass die  unzähligen Schwarzbrenner der EU den Methanol als Beigabe meiden. Im übrigen kann  derartiges bei uns ohnehin nicht passieren, weil wir unseren Skandal schon hatten. Eventuell erinnern Sie sich ja noch an Elmar Pieroth oder an Experimente österreichischer Winzer mit Frostschutzmitteln.

Zurück zur tschechischen Seele, rufen wir Ihnen zu:" Trinkt  Euer wunderbares Bier und meidet hochprozentigen Alkohol ".  Oder ein kleiner Reim:

Kater


Trink Alkohol in Maßen
Nimm Flaschen keine Vasen
Auch Kanister lasse sein
Dann kommst Du sicher Heim.

Und graut der Morgen noch so sehr
Der Kopf er schmerzt, die Nacht war kurz, die Sonne blinzelt leise
Der Spiegel grinst brutal zurück
Dass Du das siehst ist großes Glück!

(für Milan S.)


Tags: Elmar Pieroth, Alkohol, Methanol, Schwarzbrenner, Frostschutzmittel, Prohibition, Tschechien
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.09.2012 um 16:30 Uhr | 0 Kommentare

Saale - Unstrut, eine Reise durch eine Weinbauregion. Teil 3 Gastronomie


"Es kommt ganz darauf an, was man erwartet." Das war die Antwort auf meine Frage, wo man  zwischen Weimar und Halle Saale gut essen kann.
Der`s sprach ist Professor an der Bauhaus - Uni in Weimar.
"Was erwarte ich eigentlich", dachte ich so bei mir, na klar: Bodenständig, regional mit einem Schuß fröhlicher Ideen. Wir suchten solide Gastronomie und  Köche, die ihr Handwerk verstehen. 

Mit diesem Vorsatz zogen wir los und fanden das.  

1. Station Weimar, die Stadt der Klassik und des Ettersberg.

Gastronomisch eher eine auf den Massentourismus eingestellte Stadt hat  gemessen an der Vielzahl nur wenige gute Adressen. Da wäre das Hotel Elephant mit seinen beiden Restaurant`s,  Anna Amalia, das  unter der Regie des italieners Marcello Fabbri einen Michelin Stern erkocht hat.  Und da ist der auf bestem Niveau arbeitende Elephanten Keller. Angeschlossen an das Hotel ist der Weiße Schwan, eine traditionsreiche Gastronomie mit  gutem Niveau. Ebenfalls zu empfehlen, ist das Restaurant Anno 1900 am Goetheplatz. Gefallen hat auch ein kleines spanisches Restaurant Namens BonGusto. Das Köstritzer Schwarzbierhaus bietet nichts Umwerfendes, ist aber von den Rouladengastronomen noch die beste Adresse.  Gesucht aber leider nicht gefunden haben wir einen Koch Namens Bertagnoli. Der Rest der fröhlichen Gastronomen - Gemeinde beschränkt sich auf  Roulade, jede Menge Pizza und Pasta. Darunter mischen sich dann noch einige ambitionierte Jungköche, bei denen die Besitzer aber andere Ziele, als gute Küche haben. Schade eigentlich. Und für alle Ostromantiker noch ein Tipp, wir nennen es mal Essen gehen bei der HO. Wer das mag, ist im Sächsischen Hof oder auch in der "Scharfen Ecke" gut aufgehoben.

2. Station, Dom Stadt Naumburg
Die Stadt Naumburg hat Besseres verdient. Dabei könnte man es belassen. Die vorgefundenen Qualitäten sind leider nur mittelmäßig. Das viel gelobte Bocks macht einen überforderten Eindruck, ist aber gemeinsam mit den Restaurants der prägenden Hotelkette  " ck Domstadthotels" noch das beste was man finden kann.  Wir haben den Eindruck, dass mit  Zunahme des Tourismus im letzten Jahr, die Gastronomen offensichtlich andere Schwerpunkte setzen.

3. Station, Weinstadt  Freyburg an der Unstrut
Zu empfehlen sind in der malerischen Innenstadt von Freyburg 2 Adressen. Beide liegen am  Marktplatz. Der Ratskeller Freyburg heißt hier Trattoria Gallo Nero und ist im größerem Umkreis, das beste italienische Restaurant. Der Koch Antonio ist waschechter Sizillianer und eine Frohnatur. Wenn Sie dort einkehren fragen Sie nach ihm, er hat immer was Besonderes zu bieten. Erwähnenswert die regionalen Weine von Pawis und Böhme und das immer mal wechselnde Angebot italienischer Gewächse.
Die zweite Empfehlung ist das Hotel Unstruttal. Es bietet einen gelungenem  MIx aus badischer und mitteldeutscher Küche. Die Karte wird je nach Saison angepasst. Sehr zu empfehlen ist der Zwiebelrostbraten. Im Weinbereich  könnte man durchaus etwas nachlegen. 

Im nächste Beitrag gehen wir ins Umland der Weinregion und nach Halle - Saale


Tags: Saale Unstrut, Freyburg; Naumburg, Weimar, Elephant, Gallo Nero, Klassik
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 12.09.2012 um 18:46 Uhr | 0 Kommentare

Freyburger Winzerfest 07.09. - 10.09.2012

Eigentlich waren die Vorzeichen nie besser wie in diesm Jahr: Großer Jahrgang 2011, tolles Wetter, schöne Stadt und doch verflacht da etwas. Kann natürlich sein, dass es einem nur so vorkommt, weil einfach immer das Gleiche  passiert  wie in jedem Jahr. Erschreckend avantgardistisch war es noch nie. In einem Weinbauverband sitzen nun mal keine Revolutionäre, aber eine solche Tristesse (mit wenigen Ausnahmen, z.B. die Winzerjugendecke) ist beängstigend. Noch mal 5 Jahre hin, dann gibt es nur noch Teppich-, Gartenzwerg- und Bierhändler. Großes Kino auch auf der Bühne, immerhin Andreas Holm & Thomas Lück, (ich dachte die wären mit Heinz Quermann abgetreten, aber nein sie leben) hatten ihre besten Zeiten  in den 70-er Jahren, aber die kannte man wenigstens. Vor der Bühne, ein auf gemütlich getrimmtes, kampftrinkbereites Weinvolk. Also mal ehrlich, diese Fest verdient seinen Namen nur noch zu 30%. Einige der besten Winzer (Pawis, Hey, Böhme Kirchscheidungen) glänzten durch Abwesentheit, was aus meiner Sicht durchaus verständlich ist.  Andere sollten nachziehen, wenn die Veranstaltung ihren Charakter weiter in Richtung grobes Volksfest verändert. . Die Konzentration der besten Weine war ohnehin in der Jugendkurve, bei der völlig auf sich gestellten Winzerjugend. Dort gab es dann Hey und Pawis und die beste Bratwurst in der ganzen Stadt.
Wenn man dieses Fest seiner ursprünglichen Bedeutung wieder zuführen möchte, dann sollte man schleunigst den Wein wieder in den Mittelpunkt stellen. Der Trödelmarkt mit überdimensionierten Imbissbuden von der Nordsee bis zum Baltikum und im Süden nach Marokko muß verschwinden. Die Fläche wird dadurch kleiner,  handhabbarer und vorallem effizienter. Weniger ist auch hier mehr. Die Winzervereinigung sollte sich generell einschränken. Jeder zweite Stand, egal ob Knöpfe, Schmuck, Bratfisch oder Waffeln , verkauften obendrein auch noch warmen Wein von der Winzervereinigung.
Rotkäppchen, das angebliche Aushängeschild der Region, ist dieser schon längst entwachsen und füllt bestenfalls Weine aus Rheinhessen und Baden ab. Darauf kann man verzichten.  Was also tun? Wir empfehlen dem Weinbauverband, die Fläche auf rund um den Markt zu konzentrieren. Das Wort Winzerfest ist auszufüllen, sonst wird der Trödelmarkt immer größer. Ich bin gern  bereit, jede Menge neue Ideen in ein würdiges Winzerfest einzubringen.

Tags: Winzerfest, Freyburg, Pawis, Böhme Hey,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.09.2012 um 11:59 Uhr | 0 Kommentare

Österreichischer Neologismus, Parker, Kampanien und die Mafia

Da haben wir es mal wieder, der Herr Frontmann kennt sie alle. Die, die 1 000 000 Flaschen im Jahr verkaufen und die kleinen Weinhändler mit den großen Überaschungen im Regal, die die Weine von den Großen kaufen. Bei den Großen holt man sich die Trends ab und hat auch sofort einen parat. Männer trinken dicke, fette, alkoholreiche Weine, die Herr Parker erfunden hat. Der Weinhändlerfreund ist traurig über so viel Einfalt der Weintrinker. Zuckt mit den Achseln und veröffentlicht jeden Kommentar Parkers auf seiner Shop Seite im Orginalton. Das machen alle. Oder sagen wir mal fast alle.   Auch der Guru, unser aller Direktor vom Schifffahrtpatentamt, trinkt gern fette Toskaner, die sind zwar nicht in Mode (so ein Quatsch, wer bestimmt was Mode ist?), aber was soll man machen? Vermutlich ist es der Wein seines eigenen Gutes, natürlich im Barrique ausgebaut, natürlich 14 Vol % Alkohol und   auch die  verschnittenen  Reben   (Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Petit Verdot und Cabernet Franc) deuten natürlich darauf hin, dass man nichts, aber auch gar nichts von Parker hält.  Was völlig neues soll es sein, da müssen dann auch die Beatles herhalten.
Und wäre das nicht alles schon genug, nun endeckt er auch noch die "Sonderweinzonen Europas", freilich als Erster. Was sind eigentlich Sonderweinzonen? Dieses  Wort ist für mich Neologismus frei nach LTI . Und geben Sie mal Sonderweinzonen bei Google ein, sie werden überrascht sein was Sie finden. Sie finden nichts, außer einen Artikel in einer Zeitung. Für Herrn Direktor jedoch sind  es das unbekannte  Languedoc, Portugals Duero und die "völlig unbekannten Weine aus dem italienischenKampanien". * Gibt es noch ein anderes Kampanien?  Also das kann man nun wirklich nicht mehr ernst nehmen. Für mich ist das Verarsche.  Aber es kommt noch dicker, 8 - klässler Logik, Kampanien = Mafia. Und unser Patentamtleiter  hebt den kampanischen Wein aus der Versenkung. Na mal ehrlich, wie spät war es, als Sie diesen Unfug verfasst haben? Zum Wein an sich ist nichts zu sagen, der ist  klasse und mit  knapp 20 € ein wirkliches Schnäppchen. 
Doch dann kommt es wieder durch bei ihm, er gräbt sich selbst eine Grube, er bemüht die Weinführer, um die Klasse des Weins zu unterstreichen. Gut gemacht denkt er sich vermutlich, damit  ist Parker außen vor, der ist schließlich Weinkritiker.   Was unterscheidet nun die erwähnten, nicht genannten Weinführer von Parker im Anliegen? Ich glaube, gar nichts.

Tags: LTI, Kampanien, Mafia, Neologismus



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Rainer Albert Huppenbauer
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