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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 05.04.2012 um 13:34 Uhr | 0 Kommentare

Unsere Kanzlerin trinkt Louis Jadot Weine, wir verkaufen sie!

Ja, ja Sie haben richtig gelesen, die Kanzlerin trinkt Wein. Und Captain Cork, der alte Hase weiß auch welchen. Louis JadotMacon Villages und Pouilly Fuissé. In der Tat die Kanzlerin hat Geschmack, zumindest mal was den Wein betrifft. Bei ihrem Vizekanzler gibt es geteilte Meinungen. Ich glaube, den kann sie sich nicht selbst aussuchen.

Aber egal. Im Artikel eines unbedeutenden Entdeckers  fiel mir dann aber doch die Beschreibung der Weine auf. Hervorheben sollte man "kalter frisch ausgewaschener Aschenbecher" als Duftnuance. 

Hier nun meine Frage an den Bretterclown : (Autor des Kanzlerartikels) Aschenbecher aus  was? Edelstahl, Porzellan, Kunstoff, Glas? Mal ehrlich, manchmal frage ich mich, was ich falsch mache. Vorallem weiß doch jeder, dass die Kanzlerin nicht raucht.

Sei es drum, für mich duftet dieser Wein nicht nach frisch gewaschenen Aschenbecher und ich kann Ihnen auch sagen warum, ich weiß nicht wie frisch gewaschener Aschenbecher riecht.

So viel zum Thema Weingerüche. Der gut gemeinte Hinweis, den Lieblingswein der Kanzlerin bei Vinamundi.de  zu kaufen, ist sehr freundlich. 

P.S. zum Artikel in der Welt: die abgebildeten Flaschen stimmen nicht mit den beschriebenen überein. Und, ich weiß es aus sicherer Quelle, die Kanzlerin trinkt viel lieber schwere Rote - reine Psychologie zur Vorbereitung der nächsten Regierungskoalition mit  dem lustigen Steinbrück als Vizekanzler.

Vor kurzem  hörte ich auch noch folgendes, unsere Kanzlerin schätzt die Weine von Bernard Pawis . Und die gibt es nicht im HIT Markt Berlin Mitte, oder doch?

Schöne Ostern.

Tags: Angela Merkel, Louis Jadot, Pouilly Fusse, Macon Villages, Kanzlerin
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 03.04.2012 um 07:53 Uhr | 0 Kommentare

Es wird kalt zu Ostern, aber es gibt ja Wein und Schokolade

Die uns bekannten Geschichten beider Genussmittel können unterschiedlicher nicht sein. Schokolade (Kakao) wurde überhaupt erst am Anfang des 16.JH von den Spaniern nach Europa gebracht. Erst weitere 250 Jahre später, durch die Entwicklung von Rudolph Lindt aus Bern, wurde die erste Milchschokolade hergestellt. Wein hingegen, war zu dieser Zeit schon ein paar tausend Jahre in "vieler Munde".

So ist es also auch nicht verwunderlich, das zaghafte Versuche Wein und Schokolade geneinsam zu genießen, wohl in der Mitte des letzten Jahrhunderts begannen und erst um die Jahrtausenwende, zum Thema der Weinfreaks wurden.

Und für alle die es noch nicht wissen, bietet Ostern den perfekten Anlaß es doch mal zu versuchen. Für wirklichen Genuß sollte man folgende Regeln beachten:

Rotweine die Rebsortenrein ausgebaut werden, etwa Merlot, Tempranillo, Garnacha und Zweigelt  enthalten neben beerigen Aromen oftmals auch Düfte von zartbitter Schokoladen. Zu diesen Weinen bieten sich also dunkle Schokoladen an, um einen harmonischen Geschmack zu erreichen.

Zu Schokoladen mit sehr hohem Kakaoanteil (90-99%) empfehlen sich Eisweine und Auslesen aus roten Trauben oder Weine aus sehr warmen Regionen, die sehr taninhaltig sind.  

Bei Schokoladen mit wenig Kakao, also etwa eine normale Vollmilchschokolade, empfehle ich eine Liason mit edelsüßen Weißweinen.

Schokoladen des heutigen Trends, etwa 60% Kakaoanteil können sehr gut zu fruchtbetonten Rotweinen etwa von der Rhone oder aus dem Burgund und natürlich aus Italien und Spanien  passen.

Dazwischen gibt es natürlich viele Grauzonen, die es zu erkunden gilt.

Viel Spaß dabei und fröhliche Ostern



Tags: Kakao, Schokolade, Rudolph Lindt, Rotwein, edelsüße Weine
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 31.03.2012 um 09:24 Uhr | 0 Kommentare

Bordeaux 2009 kommt in die Regale

Der 2009 Jahrgang an der Gironde ist nach Auffassung aller Weinpäpstinnen und Weinpäpste das vermutlich Beste, was es seit dem 1982 Jahrgang gegeben hat. Die logische Konsequenz dieser Einschätzungen ist, die Weine dieses Jahrgangs werden rar und teuer sein.

Immerhin, 19 Weine wurden mit 100 Parker Punkten bewertet, und so quasi noch vor der S Klasse aus Sindelfingen, zum Importstar Nummer 1für China und Indien.

Aber liebe Freunde, für uns bleiben ja noch die vermeintlich "Kleinen", mit deren Preisen zwischen 10 und 50€ man vermutlich die zahlungskräftige, 400 Mio. große Mittelschicht beider Länder, wohl beleidigen würde.

Das schöne daran ist, dass auch diese Weine, ob nun links oder rechts der Gironde etwas von dem haben, was man gemein hin als "Großen Wein" bezeichnet. Freuen wir uns also auf diesen Jahrgang und genießen wir ihn so, wie es Europäer immer taten, in Demut und Freude und nicht in der Badewanne. Und wer die Möglichkeit hat, sich die eine oder andere Flasche mehr zu leisten, sollte es tun, man kann Weine steuerfrei vererben, oder ? Sei es drum, wir werden uns auf maximal 10 -15 Weine dieses Jahrgangs beschränken und ausführliche Angaben zur Lagerung etc. machen.

Tags: Parker, 100 Punkte, Gironde, Jahrgang 1982, Jahrgang 2009
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 29.03.2012 um 12:42 Uhr | 0 Kommentare

Kork,Kunstoff, Glas oder Schraubverschluß?

Wer hat es nicht schon erlebt, Weihnachten, Gänsebraten und Papi öffnet den 1954  Château Petrus, ein Erbstück und dann der Aufschrei:"Hilde, der Wein hat Kork!".  Weihnachten gelaufen, in dem Fall, äußerst dumm.

Was also tun,   der Trick mit der Frischhaltefolie vertreibt zwar den Korkton, aber eben auch jeglichen anderen Geschmack. Brief an Petrus schreiben und um Tausch bitten? Eher wohl ein Leben lang ärgern und auf Demenz hoffen, so dass der schrecklichste Augenblick im Leben eines Weinfreaks, schnell vergessen wird?

Nun ist die Sache eigentlich klar, es müssen andere Verschlüsse her, die den Weihnachtsabend retten und die Sehnsucht nach Demenz vertreiben.

Die Angebote sind reichhaltig und zu weilen auch optisch gut gelöst. Den größten Fortschritt in Punkto Optik hat der Dreh - oder auch Schraubverschluß gemacht. Wäre da nicht dieses "Knack" sondern der fast lautlose "KWIETSCHBLUPPP", wäre alles schön.

Nun aber mal im Ernst liebe Puristen des Eröffnungstons, der Inhalt zeigt den Meister, und all dass was jung getrunken werden soll, kann auch mal KNACK machen. Reinhard Löwenstein ist, vermutlich aus Ärger über Korkschmecker, teilweise zum  Drehverschluß übergegangen. Spätestens jetzt ist diese Verschlußart salonfähig. Der Glasverschluß mit Silikondichtung ist bei den besten Weinmachern Österreichs schon lang kein Thema mehr und der Star von Saale - Unstrut, Bernhard Pawis,  verwendet zum Teil Kunststoff, wie viele andere auch.

Hier nun unsere durchaus anzuzweifelnde Regel:

Große, lang lagerfähige Rotweine und Weißweine ; KORK, dieser ist Sauerstoff durchlässig und ermöglicht eine optimale Reifung.

Weine für mittlere Reifung (bis 6 Jahre), Chianti Classico, Rhône, Südfrankreich, Norditalien; von Kork über Glas-und Schraubverschluß bis Kunstoff, alles möglich.

Jung zu trinkende Rot - und Weißweine;  Kunstoff- und Drehverschluß.

Es wird immer Ausnahmen geben. Der Grund dafür ist, dass zum Beispiel kleine Winzerbetriebe sich neue Maschinen für Drehverschlüsse nicht leisten können. Aber auch hier ist eine Entwicklung zu erkennen, dass durch Innovation und neue Technologie  auch diesen Winzern der Schraubverschluß zugänglich gemacht wird.

Was Château Petrus betrifft wird alles so bleiben wie es war. KORK. Daher unserer Empfehlung, kaufen Sie sich lieber 600 Flaschen Müller Thurgau von Pawis oder Böhme, als eine Flasche Petrus. Sie haben das ganze Jahr Spaß, schonen die Korkeichen und keinen Ärger an Weihnachten. Wir wünschen fröhliche Ostern.

Tags: Château Petrus, Weingut Pawis, Schraubverschluß, Kork, Glasverschluß
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.03.2012 um 19:52 Uhr | 0 Kommentare

Besuch bei Weingut Born in Höhnstedt (Saale - Unstrut)

Es muss schon mehr als einen Grund geben, wenn ein gebürtiger Schwabe freiwillig nach Mitteldeutschland  wechselt. Einer dieser Gründe dürfte die derzeitige deutsche Weinprizessin Elisabeth Born sein, die den jungen Mann auf das  elterliche Weingut ins Mansfeldische mitnahm. Der Grund dann auch zu bleiben, ist mit Sicherheit auch die Möglichkeit, gemeinsam mit der Familie Born Weine zu erzeugen, die mit zur Spitze des Anbaugebietes zwischen Bad Kösen und Seeburg gehören. Der junge Mann heißt Jochen Hinderer und ist studierter Geisenheimer. An diesem Ort lernte er vermutlich auch seine Prinzessin kennen.

Das was er auf dem Weingut Born leistet hat Hand und Fuß und setzt das fort, was Günther Born zu Beginn der 90 - iger Jahre aufgebaut hat. Unser Eindruck, der am heutigen Tag präsentierten Weine, ist überaus positiv. Hervorzuheben ist, das gelungene Bestreben, authentische, auf Sandsteinböden gewachsene Weine zu erzeugen.

Und auch hier, erste gelungene Versuche, Weine spontan zu vergären. Aus den probierten Weinen, die alle in sich stimmig waren, ragten die Weißburgunder, zum Teil noch auf der Hefe und zum Teil im großen Holzfass, heraus. Aber auch der bereits auf der Flasche liegende Weißburgunder Kabinett mit 0,1g/l Restzucker, sehr trockene  Wein, ist ein mutig zu nennedes, jedoch gelungenes  Beispiel dafür, was alles möglich ist. Ohnehin fiel mir auf, dass mit wenigen Ausnahmen, der Kerner etwa, dem Zucker etwas "misstrauisch" begegnet wird. Aber man sollte nicht vergessen, dass die Weine eben gerade durch ihre feine Säure und den geringen Zucker das widerspiegeln, was man gemeinhin als Saale - Unstrut Wein bezeichnet.

Die roten  Gewächse, ich probierte den Portugieser und den Zweigelt als Fasssprobe, lassen auch den Rotweinfreund fündig werden. Auch hier gilt, besser als der geneigte Rotweinfan erwartet. Zum Schluß die Sommerempfehlung aus dem Hause Born: Rosé, der Name Programm. Lachsfarben, feine nicht zu kräftige Erdbeeraromen und geringer Alkohol sind für jede Sommerparty die richtige Wahl.

Kurz vor Ostern sind wir dann soweit und die Weine  können über den Shop Vinamundi ihre Reise an Ihren Gaumen  antreten.

Zum Schluß: In unserem Archiv liegen einige der frühen Weine von Günther Born. Jahrgänge 94/95 und ein Portugieser aus dem Jahr 1996. Letzterer war ein verunglückter Roter und ein fantastischer Rosé - leicht gekühlt. Wir freuen uns darauf, mit dem Weingut Born zusammen arbeiten zu dürfen.  





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Rainer Albert Huppenbauer
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T. +49(0)3445-6592819

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