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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 23.12.2016 um 15:13 Uhr | 2 Kommentare

Das Jahr 2016 an Saale-Unstrut

2016 - Der Versuch eines Resümees
Es sei erwähnt, dass ich nicht vor habe Dinge die uns alle berühren hier zu bearbeiten. Schließlich sind wir im Krieg und da soll man lieber die Fresse halten die Politik betreffend. Auch will ich mir nicht anmaßen über Dinge zu schreiben, die anderer Leute Feld sind. Dennoch gestehe ich, dass es mir schon manchmal in den Händen juckt, der einen oder anderen Politikpfeife mal was ins Stammbuch zu schreiben. Aber was soll es, er/sie liest es ja doch nicht.
Meine kleine Welt ist der Wein und diese Welt ist doch sehr groß, so dass ich mich ganz schön anstrengen muss es richtig zu machen. Also nehme ich ein Stück dieser großen Weinwelt heraus und denke so bei mir, dass ist mein Auftrag. Es ist Saale-Unstrut-Wein mit allen seinen Träumern, Genies, Handwerkern und Pfeifen. Es geht um Träume, Streiche, das Bodenständige und das Versagen. Erwarten Sie nicht, dass ich das was nun folgt erläutere oder erkläre. Es ist meine Sicht und die kann falsch sein.
 
Das Jahr 2016 war ein spannendes Jahr. Es brachte den 2015er Weinjahrgang auf den Markt und offenbart bei den Rotweinen und zum Teil bei den Weißweinen eine bestechende Qualität. Vergessen wir dabei nicht, dass es auch in diesem Jahrgang nicht möglich war, das gesamte qualitative Niveau des Weinbaus an Saale-Unstrut zu stärken. Weine von Genies und Träumern stehen einer Übermacht von absurden Qualitäten gegenüber. Die Chancen waren für alle gleich, genutzt haben sie nur wenige. Der größte Produzent von Saale-Unstrut-Wein, die Winzervereinigung in Freyburg verbessert mit neuen Etiketten zwar ihr Image, die Weinqualität ist davon überwiegend nicht betroffen. Machen Sie den Test, trinken Sie einen Portugieser 2015 von Klaus Böhme oder Andre Gussek und den 2015er Portugieser der Winzervereinigung. Schlagartig wissen Sie was ich meine. Schade, es wäre möglich gewesen.
 
Die Weinpolitik
So man dieses Wort überhaupt benutzen kann, denn Politik macht hier keiner, höchstens für sich. Die nächsten Wahlen stehen im Januar 2017 an und ich wette mal, dass alle „Bewerber“ für das Präsidium und den Beirat des Weinbauverbandes auch gewählt werden. Ich würde mich sogar bei den Prozenten festlegen: Neunundneunzig Prozent. Ein bisschen erinnert es zwar an längst vergangene Zeiten, aber wenn man bedenkt, dass es in den großen, wohl aber ehemaligen Volksparteien ähnliche Tendenzen gibt, dann ist es wohl einfach nur der Zahn der Zeit. Dennoch, das Ende ist in Sicht.
Im nächsten Jahr wird es an dem einen oder anderen Weinberg ein Schildchen geben, auf dem die Weinbergslage den Touristen vorgestellt wird. Es gab einen sechsstelligen Betrag zur Unterstützung touristischer Aktivitäten vom Steuerzahler. Der überwiegende Teil davon wird wohl für Planungsleistungen an ein dem Weinbaupräsidenten nahestehendes Planungsbüro gehen. Na da bleibt die Kohle wenigstens in der Familie. Natürlich, so wurde berichtet, gab es eine Ausschreibung die das Landratsamt vorgenommen hat. Insofern ist natürlich alles rechtens.  Die meisten Winzer jedenfalls halten von dem Vorgang nicht sonderlich viel. Und schwierig wird es zu dem auch. Was steht nun bitte auf dem Schild vor dem Schweigenberg? Die Antwort eines Präsidiumsmitgliedes war: Das müssen wir mal sehen. Also er meinte damit nicht, dass auf dem Schild steht: Das müssen wir mal sehen. Er meinte, er weiß es noch nicht.
Noch bekloppter wird es beim Naumburger Steinmeister und dem Freyburger Mühlberg. Jeder weiß wo der Steinmeister ist. Und doch beansprucht ein vermutlich geografisch nicht so bewanderter Winzer diese Lagenbezeichnung, weil sie so in der Weinbergsrolle eingetragen ist. Diese Lage könnte auch Südpol heißen, aber der Winzer dachte sich als er Steinmeister beantragte, das glaubt ja dann doch niemand. Nur Eiswein ist auf die Dauer auch tröge.  Beim Freyburger Mühlberg wird es dann ganz komisch. Rein theoretisch bräuchte man vier Schilder, denn dieser Weinberg ist etwa so groß wie das Mont Blanc Massiv, wenn man den Eintragungen in der Weinbergsrolle folgt. Aber was soll man tun, das Gremium (eine Person) hat entschieden und nun wird es durchgezogen. Ob es Sinn macht ist vermutlich allen Beteiligten rille, Hauptsache alle können so weiter machen wie bisher. Die Konsumenten interessiert es ohnehin nicht. Wichtig ist der Wein schmeckt. So die Argumentation, die ich mir von einem anhören durfte, der drei Millionen Flaschen Saale-Unstrut-Wein unter die Menschen bringen muss. Es stellt sich mir daher die Frage, wenn es also niemanden interessiert, wozu dann die Schilder?
 
Meine Lieblingsweine vom Jahrgang 2015
 
Matthias Hey, Riesling Qualitätswein trocken, Naumburger Steinmeister, Breitengrad 51
Andre Gussek, Weißburgunder Qualitätswein trocken, Kaatschener Dachsberg
Andre Gussek, Grauburgunder Qualitätswein trocken Kaatschener Dachsberg  ***
Böhme & Töchter, Chardonnay Qualitätswein trocken, Freyburger Schweigenberg
Weingut Klaus Böhme Portugieser Qualitätswein trocken, Dorndorfer Rappental
Gussek, Grüner Silvaner Qualitätswein trocken, Kaatschener Dachsberg, BIN 89
Böhme &Töchter, Traminer Qualitätswein trocken, Freyburger Schweigenberg, Breitengrad 51
Wolfram Proppe, Cabernet Blanc Spätlese, trocken, Golmsdorfer Gleisburg
Wolfram Proppe, Cabernet Jura Qualitätswein trocken, Golmsdorfer Gleisburg
Uwe Lützkendorf, Traminer Auslese, Karsdorfer Hohe Gräte
Weingut Born, Winzersekt Blanc d` Noir, Brut
Weingut Böhme & Töchter, Winzersekt Riesling, Brut      
 
Meine zehn Verkaufsschlager vom Jahrgang 2015
 
1.   Matthias Hey, Weißweincuvée „Weisser Hey“ Qualitätswein trocken
2.   Klaus Böhme, Weißburgunder Qualitätswein trocken, Gutswein
3.   Bernard Pawis, Müller Thurgau Qualitätswein trocken, Gutswein
4.   Weingut Born, Riesling Qualitätswein trocken, Höhnstedter Ortswein
5.   Weingut Böhme & Töchter, Chardonnay Qualitätswein Freyburger Edelacker, trocken
6.   Wolfram Proppe, Cabernet Blanc Spätlese trocken
7.   Landesweingut Kloster Pforta, Riesling Qualitätswein, feinherb
8.   Andre Gussek, Weißburgunder Qualitätswein trocken,  Muschelkalk Naumburger Wein
9.   Matthias Hey, Riesling Qualitätswein trocken, Naumburger Steinmeister, Breitengrad51
10. Klaus Böhme, Bacchus Qualitätswein trocken, Gutswein
 
Meine Empfehlungen für 2017
 
Wolfram Proppe, Chardonnay Qualitätswein trocken, Golmsdorfer Gleisburg, 2016
Wolfram Proppe, Bacchus Qualitätswein trocken, Golmsdorfer Gleisburg, 2016
Klaus Böhme, Veitstanz Rotweincuvée Qualitätswein trocken, 2015
Bernard Pawis, Grauburgunder Qualitätswein Muschelkalk, trocken 2016
Matthias Hey, Weißburgunder Qualitätswein Naumburger Steinmeister, trocken 2015
Andre Gussek, Riesling Qualitätswein trocken, Kaatschener Dachsberg *** 2015
Andre Gussek, Blauer Zweigelt Qualitätswein trocken, Kaatschener Dachsberg 2013 BG51
Matthias Hey, Blauer Zweigelt Qualitätswein trocken, Naumburger Steinmeister, 2013 BG51
Bernard Pawis, Riesling Qualitätswein trocken, Freyburger Edelacker GG, 2015
Landesweingut Kloster Pforta, Blauer Zweigelt Qualitätswein „Alte Reben“  trocken 2013
Andre Zahn, Blauer Zweigelt Qualitätswein trocken, Kaatschener Dachsberg 2015
Böhme&Töchter, Weißburgunder Qualitätswein trocken, Freyburger Schweigenberg 2015

Ich wünsche allen Lesern eine frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Rainer Albert Huppenbauer

Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 04.12.2016 um 13:15 Uhr | 0 Kommentare

Gussek ist auf dem Holzweg!

Andre Gussek wird von seinen Mitmenschen, ob seiner ruhigen Art und seiner vornehmen Zurückhaltung, hoch geschätzt. Gepaart mit seinem vinophilen Wissen und der Liebe zum Wein, ergibt das ein Bild von einem Winzer, das schwer zu kopieren ist. Die Weine sowieso. Am vergagenen Wochenende 02/03.12  fand nun bei Gussek die jährliche, so genannte  „Barriqueweinprobe“ statt. An zwei Tagen hatte man die Möglichkeit, sich mit dem aktuellen und vergangenen Schaffen des Winzers in Sachen Holz vertraut zu machen. Das Gussek einer der ersten Winzer der Region war, der sich dem Thema Barrique annahm ist hinlänglich bekannt. Das was da in den letzten zwei Tagen von Gussek geboten wurde, ist vermutlich in dieser Art "weltweit" einmalig.
Mir ist jedenfalls kein Winzer bekannt, der aus ein und demselben Lesegut eines Jahrgangs drei verschiedene Barriqueweine erzeugt.  
So zu erleben beim Grauburgunder vom Kaatschener Dachsberg. Den gibt es als Grauburgunder Barrique und 6,3 Gramm Restzucker pro Liter, Grauburgunder *** Holzfass mit 1,2 Gramm Restzucker pro Liter und einem auf der Maische vergorenem Grauburgunder mit 2,7 Gramm Restzucker. Letzterer trägt den Beinamen „Orange“, was sich allerdings mehr auf die Farbe denn auf den Trend bezieht. Alle drei eint vor allem, dass es sich um unterscheidbare, klar und präzise definierte Weine handelt, die zudem qualitative Maßstäbe definieren, die es beim Grauburgunder so an Saale-Unstrut noch nicht gab. Und selbst der Meister Gussek weiß, dass dieser 2015er Jahrgang etwas möglich machte, auf das wir seit 2003 warten mussten. Außer den Grauburgundern verwöhnten ein Silvaner „alte Reben“ und ein Weißburgunder Barrique die Sinne. Alle Weine, vom Silvaner über den Weißburgunder bis hin zu den Grauburgundern, bestimmen in diesem Segment die Gebietsspitze.
Bei den Rotweinen dann eine ähnliche Herangehensweise wie beim Grauburgunder. Es wird mit dem Holz gespielt ohne es zu übertreiben. Zu erkennen war, dass beim 2015er Jahrgang der Spätburgunder, Zweigelt und Portugieser einer grandiosen Zukunft entgegen gehen. Der Frühburgunder Göttersitz hat hier eine Sonderstellung. Er wirkt auf mich extrem verschlossen und wird sich eventuell in vier bis fünf Jahren zu erkennen geben. Die Roten der Jahrgänge 2013 und 2014 haben mich ebenso überzeugt. Der 2014er Zweigelt mit zwei Jahren im Barrique zeigt deutlich, dass es auch in diesem komplizierten Jahr möglich war anständige Rotweine zu machen. Natürlich nicht mit dem Potential des 2013er und schon gar nicht mit dem das 2015er Jahrgangs vergleichbar. Aber Spaß machte mir dieser Zweigelt dennoch. Man sieht bei diesem Wein deutlich, dass Gussek in diesem Fach weit vorweg ist. Ein schöner Ausklang dann mit einem Weißburgunder Barrique aus dem Jahrgang 2004. Ein ästhetischer Genuss aus einem guten, jedoch keinem herausragenden Jahr wie 2003 mit unglaublich präsenter Struktur, buttrigen und karamellisierten Noten gelber Früchte, kein bisschen müde mit straffer Säure und weichem Gaumenspiel.
Präsentiert wurde diese Veranstaltung durch Andre Gussek und seine Mitarbeiter in einem häuslichen Rahmen ohne Hast und mit viel Gelassenheit. Wichtig zu erwähnen ist weiterhin eine Perle des Betriebes, die sich gern im Schatten des Meisters bewegt und an solchen Tagen mit im Lichte steht. Gemeint ist Hella Päger die Kellermeisterin. Man würde ihr unrecht tun, wenn man sie als gute Seele des Weinkellers bezeichnet. Ich glaube, dass ihre unglaublich beständige Arbeit Andre Gussek den Freiraum schenkt, um eine solch qualitativ hochwertige Vielfalt in die Flaschen zu bekommen.
Danke für den entspannten Abend.
Tags: Gussek, Hella Päger
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.09.2016 um 11:25 Uhr | 0 Kommentare

Bukowski kam gut an, obwohl er selbst verhindert war.

Er konnte auch nicht, dennn er ist seit 22 Jahren im wohlverdienten Ruhestand. Das sein alter Ego Hank Schinaski weiterlebt, ist natürlich nur sein Verdienst. Der Abend jedenfalls, über den Dichter Charles Bukowski hat wohl keiner der Zuhörer  so erwartet. Da kamen Geiheimdienstler, weltbekannte Rockstars, Walter Ulbricht und die eine oder andere Figur über einen Dichter zu Wort, der hoch aktuell mal eine Wahl in Amerika mit einem Dinner verglich: Stell dir ein Dinner vor, und du hast die Wahl zwischen kalter und warmer Scheiße. Hellseher war er damit auch noch, die beiden aktuellen Kandidaten sind genau das, was Bukowski meinete. Gewinnt Hillary, worauf die meisten hoffen, ist es nur das kleinere Übel. Allerdings auch nur im Moment. Wie wird sich Hillary fühlen, wenn sie an dem Schreibtisch sitzt, auf oder unter dem ihr Mann Frau Lewinski vernaschte? Was unser Held Bukowki über Frauen schrieb, war dann auch an diesem Abend nicht jedem bekannt. Das ich als Autor, lesender und singender Weinhändler Beifall erhielt, ist auch neu. Nun gut, es war ein kurzweiliger fantasievoller Abend, der von meinen Musikerfreunden Thomas Wittenbecher und Patrick Zörner feinstens gerahmt wurde. Wir werden es wiederholen. Das ein paar meiner besten Freunde fehlten war auch gut, denn die Plätze reichten so schon nicht.

Fotoimpressionen von der in Naumburg geboren und in Berlin lebenden Journalistin und Weinkennerin Heidi Diehl:


Huppenbauer, Wittenbecher, Zörner v.l.n.r.


Publikum nachdenklich


Publikum heiter


RH beim lesen

RH beim singen


Für dich.

Rainer Albert Huppenbauer 31.10.2016
Bilder Heidi Diehl - ich sage Danke Heidi.

   
Tags: Charles Bukowski
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 12.11.2016 um 17:36 Uhr | 0 Kommentare

Muschelkalk, ach Muschelkalk ein Ringelnatzchen…. und der Boden unserer Weine!

Auf gar vielen Flaschen wunderbaren Weines steht er, der Name von Musch, der Frau von Ringelnatz. Ja sie hieß Muschelkalk, gab sich diesen Namen, weil er ihn erfand. Um ihm, dem unpolitischsten Dichter aller Zeiten ein Denkmal zu setzen, benennen ein paar verwegene Ritter der Saale-Unstrut-Weine ihren Wein nach ihr?  Natürlich nicht, aber schön wäre es schon, denn Wein auf Muschelkalk ist Poesie in Flaschen, den gibt es so nur hier. Für den Wein bedeutet es Herkunft, Geschmack und Fantasie. Man weiß woran man ist, oder manchmal auch nicht aber genießt die Botschaft des Wortes im Glas. Ringelnatz würde es lieben. Und liebe Freunde, die ihr die Weine des Muschelkalks verehrt, verehrt auch den, der Muschelkalk unsterblich machte. Mit seiner Art vom  Witz im Wort lebt Muschelkalk bis heute fort. Und es ist so, als wäre er heute noch da, wenn man liest die folgenden Worte gerichtet an die, die nicht verstehen wollen, dass wir uns eigentlich nur lieben sollen. Es lebe Muschelkalk und alle seine Farben!
Rainer Albert Huppenbauer November 2016 
 
„Wir haben keinen günstigen Wind,
Indem wir die Richtung verlieren,
Wissen wir doch, wo wir sind.
Aber wir frieren.
Und die darüber erhaben sind,
Die sollten nicht allzuviel lachen.
Denn sie werden nicht lachen,
wenn sie blind Eines Morgens erwachen.
Das Schiff, auf dem ich heute bin,
Treibt jetzt in die uferlose,
In die offene See — Fragt ihr: "Wohin?"
Ich bin nur ein Matrose.“
Gedicht von Joachim Ringelnatz
Tags: Muschelkalk, Ringelnatz
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 11.11.2016 um 14:26 Uhr | 0 Kommentare

Gault Millau 2017 feiert sich selbst und ein bisschen den deutschen Wein!

Herr Payne hat es nicht leicht mit seinem Wälzer. Wenn man das Werk, dass zweifelsfrei seine Berechtigung hat, weil Menschen Punkte lieben durchblättert fällt auf, dass einem nichts auffällt. Alles ist wie immer. Reinhard Löwenstein, hoch geduldet nicht gemocht, Hans-Jörg Rebholz zu Recht gelobt. Schlossgut Diel überbewertet. Und so findet man dies und jenes, das einen nachdenklich stimmt, Bewertungen die man ablehnt und solche denen man zustimmt. Jeder Winzer der da mit macht, also seine Weine einsendet und sich der Bewertung stellt, muss genau damit leben. Und es letztlich hinnehmen, dass er so oder so bewertet wird. Basta.
Das was mich an dem ganzen Unternehmen stört ist, dass eine gewisse Oberflächlichkeit und Arroganz der Autoren und Tester zu spüren ist.  Es sind kleine, aber nicht unwesentliche Dinge aus denen man das ableiten kann.
 
Saale-Unstrut, das fehlende Charisma eines Beitrages im Gault Millau!
Da ich mich an Saale Unstrut am besten auskenne, möchte ich es auch hier festmachen.
Die vorgenommenen Bewertungen sind, wenn man Sie in einen regionalen Kontext betrachtet im weitesten Sinn in Ordnung. Stelle ich die Spitzenweine in ein überregionales Raster, stimmt die Bewertung nicht. Die Top Weine sind unterbewertet.
Dazu kommt, dass mir bestimmte Passagen, allerdings nicht nur im Gault Millau sondern zum Beispiel auch in Paula Boschs Werk, maßlos auf die …. gehen.
Da schwingt so ein mitleidsvoller Ton mit, den hier niemand verdient hat und will. Alles wird als „recht gut“ beschrieben, sie trauen sich sogar an Rieslingen und die Diva Spätburgunder heran, ein Generationswechsel wird beschrieben den es nicht gibt, wie auch? Die meisten Betriebe sind nicht mal 15 Jahre alt. Klar steigen junge Leute mit ein, aber einen Generationswechsel?  Es gibt einen einzigen komplett geglückten Wechsel bei Borns und einem in Anbahnung bei Böhme & Töchter, das war es.
Das dann das Scheitern von Georg Prinz zur Lippe in Kromsdorf unter Quereinsteiger und Zugezogene geführt wird ist absurd.
Völlig daneben ist für mich eine bestimmte Wortwahl, die man so langsam mal überdenken sollte. Zum Beispiel Matthias Hey immer die Rolle des Jungpioniers überzuhelfen. Klaus Böhme wird seit Jahren als Urgestein des Weinbaus an Saale-Unstrut bezeichnet. Und wäre das nicht schon alles schlimm genug werden falsche, Etiketten abgebildet, die es bei Hey seit drei oder vier Jahren und bei Klaus Böhme seit einem Jahr nicht mehr gibt. Dabei kann es gut möglich sein, dass die Winzer versäumt haben etwas zu aktualisieren. Es jedoch bei den Winzern abzuladen ist unseriös. Jeder Verleger hat eine Sorgfallspflicht und wenn bekannt ist, dass sich was geändert hat, dann mus man eben nachfragen. Alles andere ist arrogant. Und wenn man denn über Klaus Böhme, immerhin zwei Trauben, schreibt, dann sollte man erwähnen, dass sich in diesem Betrieb im letzten Jahr einfach fast alles im Erscheinungsbild verändert hat. Der Clou ist dann wirklich die Abbildung eines veralteten Etiketts. Der Aufreger der Saale-Unstrut Bewertungen ist für viele Leser die Herabstufung von  Bernard Pawis. Da kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich jedenfalls hätte eine solche Wertung im Jahr 2014 auch nicht gut gefunden, aber verstanden. Für den Jahrgang 2015 ist sie überholt und falsch. Die Bewertung der Jahrgänge bei B.Pawis durch Herrn Dathan legen den Verdacht nahe, dass einfach mal einer dran war der „mich“  früher mehr beachtete als in den letzten Jahren. Ja auch das spielt eine Rolle in der Bewerterei des Gault Millau. Anders sind auch wohlwollende Bewertungen, wie die über den zweifelsfrei sehr guten Frühburgunder der Winzerei Lüttmer und die Bewertungen der Weine des Thüringer Weingutes Bad Sulza, nicht zu erklären. Zu guter letzt, dass der Autor des Saale-Unstrut-Beitrages im Gault Millau den Weißburgunder als spannendste Rebe bezeichnet, schreibe ich seine Jugend und offensichtlichen Unerfahrenheit zu gute. Zudem sind Rieslinge nicht jedermanns Sache. Eine Einladung zum Zweigelt und Spätburgunder Tasting am 28/29. Januar 2017 habe ich ihm geschickt. Am besten, er bringt seien Chef gleich mit.   

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Gault Millau, Matthias Dathan



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