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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 15.11.2015 um 20:50 Uhr | 0 Kommentare

Hotel Unstruttal: Lasst uns was gutes essen gehen - Restaurant und Weinkritik!

Will man an Saale-Unstrut was feines happern, dann wird es dünn. Warum das so ist, hat vielschichtige Ursachen. Ich jeden Falls kenne keine Weinbauregion weltweit, in der gute Küche so derartig dünn gesät ist wie an Saale-Unstrut.
Eine der wesentlichen Ursachen liegt aus meiner Sicht darin begründet, dass der Gastronomie ein heftiger Wind in das Gesicht bläst. Dieser Wind kommt aus den Weingütern. Fast jedes Weingut der Region betreibt, mal mehr, mal weniger, einen eigenen gastronomischen Betrieb. Menüabende, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern auf bzw. in Weingütern wohin man blickt. Essen im Weingut ist angesagt wie nur was. Das erschwert der Gastronomie das Leben. Von gehobener Gastronomie ganz zu schweigen. Also können nur wenige gute Betriebe existieren, Tourismusfallen davon ausgenommen, weil das einheimische Kundenpotential, verständlicher Weise, auf die große Vielfalt in den Weingütern zurückgreifen kann. Andererseits sehe ich mit wenigen Ausnahmen in der Gastronomie keine Bestrebung auf die Weingüter zuzugehen. In der Regel ist es sogar so, dass die die gute Küche bieten, bei den Weinen nur Wert auf Zweckmäßigkeit legen:"Die Schlegelfraschen von Gussek passen nicht in die Kühlung" habe ich neulich gehört. Um nicht falsch verstanden zu werden, den Gastronomen der Region bleiben genügend Touristen, um gute Geschäfte zu machen und die Touristen kommen nicht wegen der Gastronomie, sondern wegen den Weingütern und dem Dom. Ein Mißverhältnis in der Spitze existiert jedoch. Die Speisekarten ähneln sich fatal und die Weinkarten ebenso. Ich glaube das dieser Knoten eher fester wird, als lockerer. Warum, versuche ich gerade zu ergründen. Für die Weingüter, da bin ich mir sicher, wäre ein absoluter Top Gastronom in der Region wichtig. Ein Michelin Stern zieht deutschlandweit Kunden, die an hochwertigen Weinen interessiert sind. Aber es ist das alte Lied, ein solcher Gastronom bräuchte einen Mäzen außerhalb der Branche, auf die Großbetriebe wie die Winzervereinigung oder Rotkäppchen zu hoffen, ist verlorene Zeit. 
Also hat man, will man nicht nach Leipzig fahren, nicht wirklich viele Möglichkeiten. Dennoch gibt es welche, wo zumindest frisch, wertig und mit Inspiration gekocht wird. Die für mich erste Adresse in Sachen Essen in der Region ist das Hotel Unstruttal am Markt in Freyburg. Die Karte mit feinen Standards und schwäbischen (badischen) Einfluss. Zu den fast immer in der Karte zu findenden Gerichten, wie der extrem leckere Schwäbische Zwiebelrostbraten, gesellen sich je nach Saison rafinierte Kreationen aus Stall, Weide, Fluß und Acker. Derzeit (November) natürlich ein passendes Kürbissüppchen, auf den Punkt gewürtzt. Wildspeiesen sind  ebenfalls auf der Karte. Bei den Getränken muss ich das Bier loben, thüringer Rosenbräu - Kultbier, das wie auch immer die Wende überlebt hat. Nach süddeutscher Tradition nicht unter 0.4l zu bekommen, aber da es schmeckt, kein Problem. Bei meinem letzten Besuch habe ich dann mal ein paar Weine getestet, es werden ausschließlich Saale-Unstrut-Weine angeboten. 
Zu Beginn ein Müller-Thurgau von der Freyburger Winzervereinigung aus dem Jahr 2014, wie auch die folgenden Weine. Der Müller eigentlich mit gefälliger recht aromatischer Duftigkeit, die sich leider im Geschmack nicht wieder fand, eher langweilig nicht spritzig wie ich das von einen Müller-Thurgau erwarte. Aber der darauf folgende Müller-Thurgau vom Weingut Thürkind, war dagegen wie Wasser. Er schmeckte einfach nach nichts, das Bad Liebenwerda`er Wasser war da deutlich aufregender. 
Danach folgte ein Silvaner vom Weingut Herzer, halbtrocken ausgebaut jedoch ohne Charakter. Ich konnte den Wein nicht in der Region einordnen. Ein Weinstil aus der "Gründerzeit", hausbacken und langweilig.
Der letzte Wein im Bunde war dann ein einfacher Weißburgunder vom Weingut Klaus Böhme. Das war der einzige Wein, den wir ausgetrunken haben. Keine Langeweile, perfekt zum Essen, feine Mineralität und frisch. Das erwarte ich von einem Saale-Unstrut-Wein. Ein bisschen spitz, rassig und ausgewogen. 
Da das Unstruttal,sowohl bei den Speisen, als auch beim Wein kundenfreundlich agiert und die Kirche im Dorf lässt, wird jeder Wein mit Ausnahme von 2 oder 3 Spätlesen auch offen angeboten. Ich wünsche diesen wunderbaren Speisen des Restaurants bessere Weine. Ich glaube das geht. Die Bedienung war sehr aufmerksam und überaus freundlich. Der Chef kochte selbst und war, ob der Weinretoure (selbstverständlich bezahlt), ein klein wenig aufgeregt, was schließlich auch normal ist. Alles in allem ein schöner Abend, wenn auch mit Weinhindernissen. Aber das Essen reißt einfach alles raus.  

Rainer Albert Huppenbauer 19.11.2015

 

     
Tags: Hotel Unstruttal, Kürbissüppchen, Weingut Klaus Böhme
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 09.12.2015 um 15:28 Uhr | 0 Kommentare

Naumburger Göttersitz "Die Wächter"

Der Naumburger Göttersitz war einmal eines der schönsten Ausflugslokale mit einem herrlichen Blick nach Naumburg und Bad Kösen. Den Blick kann man noch nachvollziehen, das Ausflugslokal oberhalb der Saalhäuser lässt sich nur noch erahnen. Der Platz hat  etwas  mystisches für mich. Wenn ich da oben bin, gerade jetzt in dieser Jahreszeit, werde ich  an Filme wie "From the dusk till dawn" oder den Tarkowski Klassiker "Stalker" nach dem Buch der Strugazkibrüder "Picknick am Wegesrand" erinnert. Ganz nebenbei wächst hier natürlich auch Wein. Ab sofort nenne ich den nur noch Wein aus der Grenzzone. Denn auch daran erinnert der Platz. Über das Ausflugslokal findet man nicht viel  bis gar nichts im Internet. Die an der Zuwegung noch vorhandenen Straßenlaternen sind kaputt und leuchten niemanden mehr Heim. Das Grunstück mit den drei Wächtern erinnerte mich den schon wieder an etwas filmisches, diesmal an die Rumpelkammer von Willy Schwabe. Für alle Wessis und unter 40 jährigen -Herr Schwabe stellte alte Filme im DDR Fernsehen vor und betrat dazu unter der Musik von Tschaikowski die Rumpelkammer.
Also Sie sollten sich diesen Platz mal ansehen, zumal hier einige großartige Weine wachsen. Durch den Zaun (Stacheldraht) kann man das aber auch nur erahnen. Auf alle Fälle ist einer meiner Lieblingsweine dabei. Der Riesling unplugged von Kim Le Thanh aus dem Weingut Gussek wächst hier hoch oben über der Saale.

Impressionen vom Lost Place
 
Göttersitz am Grenzzaun

Die Wächter 

Stalker

Der Aussichtsturm?

Verfällt der Göttersitz?

Platz der Geier 

 
Tags: Naumburger Göttersitz
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 29.11.2015 um 16:20 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Supreme erfolgreicher Beginn der Reise!

Die am 28.11.2015 veranstaltete Weinpräsentation in der Orangerie Großjena darf man getrost als gelungen bezeichnen. Die gebotene Qualität der gereichten Weine von Saale-Unstrut, der Pfalz, dem Rheingau und der Mosel war für alle Gäste beeindruckend. Leider konnten einige Gäste auf Grund der Witterungsunbilden in Süddeutschland nicht anreisen und kurzfristige Absagen der Veranstaltung schmälern lediglich die betriebswirtschaftliche Seite, nicht die Qualität.

Die teilnehmenden Winzer von Saale-Unstrut fanden sich bestätigt, dass ihre Weine auf Augenhöhe mit deutschen Spitzenerzeugern liegen.Das und gerade im viel gescholtenen Jahr 2014, dem der Generalverdacht ausgsprochen wurde, ein schlechter zu sein. Die in der Orangerie verkosteten Weine belegten, dass sowohl Gault Millau als auch Paula Bosch in ihren neusten Buch nicht genügend differenzieren und so eine Wahrheit, die des komplizierten Jahrgangs - was ja stimmt, zur Unwahrheit wird. Und nur sich aufeinander zu beziehen, reicht eben nicht aus. Da müssen sowohl die von mir hoch geschätzten Paula Bosch und Herr Datan vom Gault Millau noch etwas üben. 

Folgende Weine standen dann den Gästen zur Probe bereit:
Verein Breitengrad 51
 
Weingut Born
Müller-Thurgau trocken, 2014
Weißburgunder Höhnstedter Kreisberg  trocken BG 51, 2014

Weingut Böhme&Töchter
Chardonnay Freyburger Edelacker trocken, 2014
Weißburgunder Freyburger Edelacker trocken  BG 51, 2014

Weingut Frölich Hake
Riesling Freyburger Edelacker trocken 2014
Grauburgunder Naumburger Steinmeister trocken BG 51, 2014
Spätburgunder Dorndorfer Rappental trocken BG 51, 2013

Winzerhof Gussek
Riesling Naumburger Steinmeister  trocken, 2014
Grauburgunder Kaatschener Dachsberg trocken, BG 51, 2014
Spätburgunder Kaatschener Dachsberg trocken BG 51, 2013

Weingut Hey
Weißburgunder Naumburger Ortswein trocken, 2014
Weiße Cuvée Naumburger Steinmeister trocken BG 51, 2014
Spätburgunder Naumburger Steinmeister trocken BG 51, 2011

Landesweingut Kloster Pforta
Weißer Burgunder Saalhäuser trocken BG 51, 2014
Blauer Zweigelt Saalhäuser trocken BG 51, 2012
Blauer Zweigelt Saalhäuser trocken BG 51, 2013    


Weingut Uwe Lützkendorf  VDP Saale-Unstrut 
Riesling Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014 
Traminer Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014 
Weißburgunder Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014 
Silvaner Karsdorfer Hohe Gräte trocken Großes Gewächs VDP, 2014
 
Weingut Klaus Böhme Saale-Unstrut
Riesling Dorndorfer Rappental Bergstern trocken, 2014
Weißburgunder Dorndorfer Rappental Bergstern trocken, 2014
 
Weingut Rings VDP  Pfalz
Freinsheimer Weißer Burgunder  trocken, 2014
Ungstein Nussriegel Riesling trocken, 2014
Spätburgunder Gutswein trocken, 2014
Freinsheimer Spätburgunder trocken, 2014
Kallstadt Steinacker Spätburgunder trocken, 2012
 
Weingut Kirchner Pfalz
Freinsheimer Merlot trocken, 2013
Freinsheimer Cabernet Sauvignon trocken, 2013
 
Weingut Heymann Löwenstein VDP Mosel
Stolzenberg Riesling Großes Gewächs VDP, 2014
 
Kloster Eberbach VDP Rheingau
Assmanshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken  1.Lage VDP, 2013 

Die Gäste die sich mit ausschließlich positiv über die Veranstaltung äußerten hatte auch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.
Diese bestand darin die besten Weine Premiumweine von Saale-Unstrut zu küren. Dabei habe ich mein persönliches Bewertungssystem erstmals preisgegeben. Natürlich sujektiv aber ohne Spinnerei. Ich lehne niemals einen Wein ab, egal wie schlecht ich ihn finde, hat er doch eine Geschichte.
Das System ist einfach und wie ich finde ehrlich. Alle Gäste wurden gebeten nach folgenden Kriterien zu berwerten:
Bitte bewerten Sie von 1-5 
1  kann man trinken, würde ich nicht unbedingt kaufen
2  ja ein passabler Wein, würde schon mal  ich kaufen
3  der Wein macht mir Spaß,  würde ich auf jeden Fall kaufen
4  den Wein würde ich mir in den Keller legen und mit Freunden trinken
5  das ist für mich ein wirklicher Spitzenwein für den besonderen Anlass

Dabei kam folgende Bewertung zu stande:
Weißweine
1. Platz Weingut Hey Weiße Cuvée
2. Platz Weingut Lützkendorf Traminer GG
3. Platz an 4 Weine: Weingut Lützkendorf Riesling GG
                               Winzerhof Gussek Grauburgunder BG 51
                               Landesweingut Kloster Pforta Weißer Burgunder BG 51
                               Weingut Klaus Böhme Riesling Bergstern


Rotweine
1. Platz Landesweingut Kloster Pforta Blauer Zweigelt 2012 BG 51
2. Platz Weingut Frölich Hake Spätburgunder BG 51
3. Platz Landesweingut Kloster Pforta Zweigelt 2013 BG 51 

Die Abstände zwischen den Weinen waren sehr knapp. Durch die Gäste wurden zwei weine die nicht zu Bewertung standen sehr gelobt. Zum einen der Chardonnay vom Weingut Böhme & Töchter zum anderen der Müller-Thurgau von Born. 
Von den Gästeweinen, stachen in der Bewertung der Stolzenberg Riesling Großes Gewächs VDP, 2014 von Heymann Löwenstein und Ungstein Nussriegel Riesling trocken, 2014 von den Brüdern Rings heraus.


Andre Gussek erläutert seine Sicht auf die Dinge  


Matthias Hey und Uwe Lützkendorf


Marika Böhme konzentriert 
 
Wir freuen uns sehr diese Veranstaltung gemacht zu haben und werden die Reise fortsetzen. Wir informieren.

Rainer Albert Huppenbauer und Familie



  

  

    
Tags: Saale-Unstrut-Supreme
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 13.11.2015 um 13:49 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Klaus Böhme präsentiert sich neu

Der Kirchscheidunger Topwinzer Klaus Böhme hat sein komplettes Marketing geändert. Der Betrieb möchte sich erfolgreich auf neue Herausforderungen, die in den nächsten 20 Jahren auf die Region zukommen, einstellen. Die Weinmarke Klaus Böhme soll gestärkt werden. Man kann der sympatischen Familie nur dazu gratulieren. Eine klare Strucktur die auf der, wie es Klaus Böhme nennt: Primärquelle der Rebe basiert, prägt fortan das Gesicht des Weinerzeugers. Klaus Böhme gliedert in Guts - und Lagenweine mit Prädilkat, an deren Spitze die Bezeichnung Bergstern steht. Bergstern ist dem Riesling und dem Weißburgunder vorbehalten. Auf das Segment der Ortsweine verzichtet Klaus Böhme vollständig.


Die neuen Etiketten 

Dass Klaus Böhme zudem zukünftig auf liebgewonnene Bereichs- und Großlagenbezeichnungen verzichtet, ist für mich fast der wichtigste Aspekt. Alles ist klar gegliedert und drückt sich über das Etikett aus. Das der eine oder andere Gastronom und Händler ein kleines Säufzerchen macht, sollte man in Kauf nehmen. Es wird genau das transportiert was einen Wein ausmacht: Rebe, Winzer und bei den Lagenweinen die Herkunft. Ich denke, dass die Entscheidung, zum Beispiel auf die Bereichbezeichnung Schloß Neuenburg zu verzichten, und dafür die Marke Klaus Böhme zu forcieren, eine sehr kluge Entscheidung für die Zukunft ist.  



 

 
Tags: Weingut Klaus Böhme, Bergstern
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.10.2015 um 14:50 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Supreme verlässt die Region!

Nichts ist auf dieser Welt einfacher, als eine Flasche 2010er Mouton Rothschild zu verkaufen. Sie kostet um die 1000 Euro und ist trotzdem schwer zu bekommen. Dieser Wein, obwohl es noch deutlich teurere gibt, ist der Inbegriff für exclusiv, teuer und rar. Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum Weintrinker so viel Geld für eine Flasche Wein ausgeben. Vieles, auch Anlagespekulation spielt da mit Sicherheit eine große Rolle. Der wichtigste Aspekt aber scheint mir die Tatsache zu sein, dass es immer wieder, seit mehr als 150 Jahren gelingt, große Weine hervorzubringen. Die Nachfrage kann selten befriedigt werden und das, oder gerade wegen dem hohen Preis. Es gibt aus meiner Sicht nur ein einziges Produkt in der Welt, dass diesen  Wein noch topt. Dieses Luxusgut stammt aus dem sonnigen, sozialistischen Kuba und ist ein Sammlerstück in Buchform mit 20 hochwertigen Zigarren für etwa 1300 Euro. Man braucht Glück und wirklich sehr gute Beziehungen, um ein solches "Buch" zu ergattern. Eines aber haben all diesen guten Stücke gemeinsam, sie werben mit ihrer Qualität für sich selbst und und werden so zum KULT. Dieser Kult nutzt nicht nur dem speziellen Produkt an sich, sondern verlagert sich auf ganze Regionen und sogar Länder. Niemand würde heute ernsthaft behaupten, Bordeauxwein oder kubanische Zigarren sind von schlechter Qualität. Dennoch, auch noch so teure Luxusgüter, man kann über deren Sinn sicher trefflich streiten, kommen ohne Botschafter, die für sie und mit ihnen werben aus.

Als Weinhändler und Buchautor beschäftige ich mich sehr umfänglich mit Saale-Unstrut-Wein. Ich habe lange darüber nachgedacht, mit welchen Mechanismen man arbeiten muss,  um qualitativ hochwertige Weine aus der Saale-Unstrut-Region in Deutschland bekannt zu machen.  Irgendwann kam mir dann der Gedanke, die Saale-Unstrut-Weine von denen ich überzeugt bin, aus der Region herauszutragen. Ein erster Schritt war mein Buch Saale Unstrut / vina mediterranea.  Der zweite Schritt, der nun logisch folgt heißt: Saale-Unstrut-Supreme. Es steht für eine Veranstaltungsreihe mit den hochwertigsten Weinen der Saale-Unstrut-Region. Der Start erfolgt in der Region selbst, die die Weine hervorbringt. Die Fortsetzung soll dort erfolgen, wo niemand auch nur eine Ahnung davon hat, was ihn bei diesen Weinen erwartet. Dafür muss ich mit Partnern reden, die auch ein hartes Leben für Qualität führen. Der Weg, so glaube ich, wird dann erfolgeich sein, wenn ich Köche, Sommeliers  oder Restaurantbesitzer in Hamburg, Stuttgart oder München, die sich ausschließlich an Qualität messen lassen wollen, für diese Weine begeistere. Es wird mit Sicherheit nicht leicht, aber  gemessen an den anderen Herausforderungen die auf uns zukommen, ist es geradezu ein Kinderspiel. 
Natürlich, einfacher wäre es teure Bordeauxweine zu verkaufen. Aber es wäre auch langweilig. Wenn es irgendetwas gibt, was ich nicht brauche, dann ist es Langeweile. Also hier meine Bitte, folgen Sie Saale-Unstrut-Suprem zunächst mal in die Orangerie nach Großjena. Die Lafer`s, Hennsler`s und Raue`s müssen sich noch etwas gedulden. 
Tags: Saale-Unstrut-Supreme



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
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