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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 15.07.2015 um 11:49 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut schreibt Geschichte - Kulturakademie Naumburg

Am 14.07.2015 fand im Naumburg eine Beratung der Kulturakademie Naumburg mit den Seminarleitern der Herbstseminare 2015 statt. Ein kurzes Resümee der 2014er Seminare unterstreicht die Erkenntnis - der Boden ist da, die Arbeit beginnt.
Das Ziel der Akademie die Region, ihre Geschichte, die Kunstschätze, den Wein  und ihre Macher interessierten Bürgern hautnah zu vermitteln, ist in dieser Art einmalig in Deutschland. Da ich selbst als Seminarleiter fungiere, freue ich mich auf die kommenden Seminare. Das Weinseminar wird  sich in diesem Jahr ausschließlich mit Saale-Unstrut-Wein befassen. Da ich im März 2015 ein Buch veröffentlicht habe, das den Weinanbau an Saale-Unstrut auf neue Weise nahe bringt, stelle ich diese Schrift jedem Seminarteilnehmer gern als Seminargrundlage zur Verfügung. Sie können sich auf unterhaltsame, entspannte Stunden im Seminar und bei Winzerbesuchen freuen. Im Detail erhalten Sie den Ablauf mit Ihren Seminarunterlagen. Sie werden Weine probieren und die Spezifik des Saale-Unstrut-Terroirs kennenlernen. Ich führe Ihnen den schmeckbaren Unterschied zwischen Naumburger, Freyburger und Höhnstedter Weinen direkt auf die Zunge und verspreche ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung für das 3 tägige Seminar finden Sie hier: KLICK  
Tags: Naumburger Kulturakademie, Weinseminar, Saale-Unstrut-Wein
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 08.07.2015 um 12:15 Uhr | 0 Kommentare

Bundestag beschließt Erweiterung der Rebfläche

Erwartungsgemäß hat der deutsche Bundestag die Rebflächenerweiterung beschlossen. Allerdings bleibt man unter den von Brüssel vorgegebenen 1% der Rebfläche. 0,3 Prozent, also rund 300 Hektar können zunächst 2016 und 2017 jährlich neu aufgerebt werden. Die Gründe warum man deutlich unter den 1% von der EU bleibt sind vielschichtig und aus deutscher Sicht logisch. Das Ziel den Weinmarkt zu lieberalisieren, wie von der EU angestrebt, findet in Deutschland nicht statt.  Dabei ist es wie immer, man weiß nicht ob die Gesetzesnovelle dem EU Recht entspricht. Eigentlich auch egal, zum Schluß macht eh jedes EU Land was es will, der deutsche Weinmarkt boomt, deutsche Weine sind gefragt wie nie, aber es ist wie immer, es boomt nicht bei jedem. Die Produktionsmenge ist schwankend, die Preise relativ hoch und wer seine Weine verkauft, der kann davon sehr gut leben. Aber nicht jeder verkauft seine Weine und so kommen Vertriebsschienen in Gang, die durch den Preisverfall  den Winzern langfristig eher schaden als nutzen. Billigsegmente der Discounter sind da nicht mal schuld, nein, es sind Umsatzblasen die gedreht werden, an denen der Handel nur minimal bis gar nicht verdient. Es geht nur um Verdrängung. Dies ist besonders im Internet zu beobachten,  aber auch der stationäre Einzeelhandel wie bei HAWESKO, der mit der deutlichen Erweiterung des Netzes von Jauqes Weindepot zusätzlich befeuert wird.
Mit einer zu großen Erweiterung der Rebfläche würde man zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Man sieht, die europäischen Probleme sind nicht unbedingt deutsche, aber sich auf dem, was im Moment ist auzuruhen, widerspricht der kapitalistischen Produktionsweise und die ist nunmal nicht konstant. Es gibt Krisen und die machen auch um die deutsche Weinbranche keinen Bogen. Das einzige was hilft ist Qualität auf bestem Niveau, nur so kann ein Winzerbetrieb langfristig seine Zukunft sichern. 
Für Saale-Unstrut bedeudet diese Gesetzgebung ein vom Umwelt - und Landwirtschaftsminister Aikens prognostiziertes Wachstum von 10 Hektar jährlich. Herr Aikens hat dabei besonders an junge Winzer gedacht, ich glaube das hat ihm jemand eingeredet. Klar suchen die Fläche, aber jährlich 10 Hektar? Und vermutlich haben die Ansager der Region ihm gleich noch in den Mund gelegt, dass man so die Steillagen retten kann. Wenn man das will, dann muss man es fördern und so einen Anreiz bieten, dass brach liegende Steillagen, besonders in Freyburg, rekultiviert werden. Das macht die Stadt schön und fördert den Tourismus. Und der erwirtschaftet Steuern. Man sollte sich da ein Beispiel am 100 DM Begrüßungsgeld nehemen, Rund 2 Mrd DM wurden verschenkt und flossen direkt in die Kassen der Händler, von dort in die Wirtschaft und zum Finanzminister. Ein schöner Kreislauf.
Also Geld anfassen Herr Aikens, den (jungen) Winzern in die Hand geben, sie nicht zu Schuldnern machen, denn Schulden schmälern auch die Steuerlast. Nur so wird es was mit langfristig und der Region, der es ja schon jetzt recht gut geht?
Tags: Saale-Unstrut-Wein, Onko Aikens,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 05.07.2015 um 11:49 Uhr | 0 Kommentare

Die Nacht des Jahres?

Die Nacht des Jahres? Es war warm im Schatten des Steinmeisters, aber irgendwie doch sehr angenehm. Interessierte Gäste, tolle Weine, wer wollte konnte zum Wetter passende leichte Kost genießen. Es stimmte einfach alles. Alles wie immer bis zum Auftritt der Band CLEO. Was da abgeliefert wurde machte den ohnehin schönen Abend zum Erlebnis, für mich zur Nacht des Jahres. Fünf Musiker die eine Stimmung in die Nacht zauberten, dieses Gefühl, was man mit Worten nicht oder nur schwer ausdrücken kann. Perfekte Musiker, die vermutlich alles spielen können, zerstörten in mir ein Bild verstaubter Unterhaltung eines Geners grundlegend. Das war kein Chansonabend. Nichts war aufgesetzt, keine Geste zu viel, die Musik nahm sich die Nacht und die sich das Publikum. Und dann blieb da ein Ton einer Stratocaster hängen, BANG BANG, der brachte entgültig die Stimmung in Richtung Summerwine - kennen Sie auch von Nancy Sinatra und Lee Hazelwood. Mehr ist nicht zu sagen, ausser Danke Herr Hey.

Tags: Weingut Hey, Band Cleo
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 05.06.2015 um 17:00 Uhr | 0 Kommentare

Verkauf Weinhaus zu Weimar - die Reaktion

Wenn man so in der freien und unabhängigen Presse des Landes Sachsen-Anhalt und Thüringen die Kommentare und Artikel zur Wein - Affäre Weimar in Hand nimmt, also liest, dann gibt es zwei Sichten auf die Dinge. Die Frühaufsteher aus Sachsen-Anhalt feiern den Deal, als wäre der Burgenlandkreis so eben als Ausrichter der FIFA WM 2018, statt Rußland, bekannt gegeben wurden. Die Dauergriller und Erfinder der gleichnamigen Grillwurst aus Thüringen bedauern den Deal, als hätte man Ihnen den Pabstsitz - der ja bekanntlich schon längere Zeit in Rom ist, entrissen.  Sei es wie es sei, die Thüringer tun mir nicht leid, denn sie haben an der Vermasselung einer blühenden Landschaft selbst schuld. Die Anhaltiner und ihre Journalisten, sind da aus ganz anderem Holz. Der erste, der sozusagen die Sensation, die keine war, verkündete, verfiel wie immer  in seine Robin Hood Rolle als selbstgerechter Rächer der Ossis, diesmal der Thüringer. Er verbreitete Hohn über den Mann, der versuchte einer gottverlassenen Landschaft  etwas Luft einzuhauchen und scheiterte. Dieser Schreibstil von Schnitzlers Gnaden ist zum kotzen. Aber ich erwähnte es bereits, Fußballer, was soll man weiter sagen.
Der dann folgende zweite Artikel eines etwas reiferen Autors, war vor lauter Freundlichkeit  nicht mehr zu überbieten. Eben jener Autor attestierte mir mal in einer Notiz "Meinungsfreudigkeit". Eine Meinung sollte man auch zu diesem Deal haben und genau die fand ich, auch nach mehrmaligen lesen, nicht. Hofberichterstattung wie zu Ulbrichts Zeiten oder gar noch schlimmer.
Man hat  beim Lesen dieser journalistischen Kosbarkeit den Eindruck, blos nichts Falsches sagen, die Rente ist nah.   
Nun gut, da ich die Zeitung nur in Ausnahmefällen lese, wenn sie mir ein Winzer schenkt, oder es die Einzige ist die noch an der Tanke liegt, gehe ich mal davon aus, dass es sich um Ausnahmen handelt.
Was den Prinzen zur Lippe betrifft glaube ich, dass er nur dieses eine Angebot hatte. Es ist, in Kenntnis der Person und der Entwicklung, nicht nachvolziehbar  ein deutlich höheres Angebot, egal wo her, abzulehen. Niemand macht soetwas, es sei denn,
es gab gar keine weiteren Angebote oder die Landespolitik war dagegen und hatte was in der Hand. Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein chinesischer Weinbaron  einen Bahndamm in Kromsdorf kauft. Anders sieht es da schon mit dem kleinen Schlößchen in Dresden aus. Weltstadt, Schloß und 80 Hektar Rebfläche, edler und ich betone ausgezeichneter Wein mit Adelstitel, da könnte asiatisches Interesse aufflammen. Aber Kromsdorf, waren Sie mal dort? Nichts für China, da bin ich mir sicher. 
Zuletzt die Gleinaer, die sich nun mit den Hessischen Staatsweingütern, besser bekannt als Kloster Eberbach und die sind seit Jahrhunderten die erfolgreichsten deutsche Rieslingerzeuger, vergleichen. Zumindest mal ein Anspruch, ich vermute aber die Qualität war wohl eher nicht gemeint. Na dann, möchte man im Überschwang der Glückshormone ausrufen: Ran die Fußball WM -Bewerbung Burgenlandkreis, eigner Wein für die 1000000 zu erwartenden Gäste ist schon da.  
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 29.05.2015 um 20:36 Uhr | 0 Kommentare

Größter Genossenschafter der Winzervereinigung Freyburg kauft Weinhaus Weimar

Irgendein Präsident (natürlich weiß ich wer) eines Fußballvereins hat mal zu mir gesagt: "Rainer,da bin ich machtlos, Fußballer sind einfach blöde, auch die, die sich mehrheitlich für die Schlauen halten." Ein Exfußballer  schreibt nun in einer Regionalzeitung über Wein und den Verkauf vom Weinhaus Weimar. Natürlich hält er sich für schlau.  Aber im Grunde weiß er nichts. Die genannten Verkaufsgründe sind nicht die im Artikel genannten, sie sind bestenfalls Begleiterscheinungen. 
Und eventuell ist es ja auch ein gutes Geschäft gewesen, denn immerhin wurden jetzt knapp 8€ pro m² bezahlt, gekostet hat es nur einen Bruchteil und subventioniert war es wohl auch noch. Aber das ist völlig Wurst. Es wird wohl nie vollständig ans Licht kommen. Und die paar Leute die die wahren Gründe kennen, werden den Mund halten, so wie ich jetzt.
Bleibt die Frage, was sind die Gründe der Gleinaer im 50km entfernten Kromsdorf eine Weinfläche zu kaufen?
Rebrechte? Bessere Auslastung der Winzervereinigung? Oder steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten? Wie fast alle Agrargenossenschaften, arbeiten auch die Gleinaer zum Glück sehr effizient und zahlen sicher nicht wenig Steuern. Gut für die Region. Ob es so bleibt? Wer kann das schon sagen. 
Jedenfalls kündigte sich der Deal  sich seit langem an. Die Gleinaer Agrar Genossenschaft, als größter Genossenschafter der Freyburger Winzervereinigung, wollte auch andere Winzer teilhaben lassen, aber die winkten ab. Der Kauf der rund 50 Hektar Rebfläche, die ohnehin zu Saale-Unstrut gehört, passt gut in den Agrar-Gemischtwarenhandel und wenn`s mit Wein nichts wird, dann  kann man ja immer noch in Rüben machen. Wie die Anlage zukünftig bewirtschaftet wird, werden wir sehen, das Konzept des Prinzen zur Lippe wird aber langfristig wohl keine Rolle mehr spielen, denn die Weine werden nun in Freyburg verarbeitet. Eventuell kriegt ja Rotkäppchen, dass wohl involviert war?, was für Sekt ab. Aber das war es dann auch schon. 
"Schauen wir mal, dann werden wir schon sehen", sagte dereinst ein Fußballer Namens Beckenbauer. Ich schließe mich dem an und beuge mich dieser umwerfenden Logik.   



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
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