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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 12.05.2015 um 16:36 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe bei Andre Gussek am 01.05.2015 und Schlußbemerkungen!

Es war beschaulich und aufregend. Beschaulich, weil zur gleichen Zeit der Freyburger Weinfrühling tobte (ich hatte Platz) und aufregend, weil die Qualität der Weine eine Demonstration Naumburger Winzerkunst offenbarte, die ich diesem Jahrgang niemals zugetraut hätte. Das Gussek und sein familiäres Team Wein machen beherrschen ist nicht neu, dass er sich aber so derartig abhebt, ist ein starkes Zeichen für den qualitätsbewußten Verbraucher. Das Geheimnis ist im Grund keines, falls jemand die Frage stellt wie macht der das denn? Es ist etwas, was für jeden Winzer selbstverständlich sein sollte: Sorgfalt während der Lese. In diesem Jahr war es besonders wichtig und besonders nötig, wollte man qualitativ hochwertige Weine erzeugen. Das wollen ja bekanntermaßen alle, wie ich immer wieder hören durfte, dennoch sind die qualitativen Unterschiede zur Masse der Erzeuger derart deutlich, dass ich auf weitere Kommentare verzichten muss.
Und wenn ich den Schluß meiner Verkostungs(tor)tour jetzt auf einen Nenner bringen möchte, dann ist eben  der Titel "Alles trinkbar und manches Spitze" - oder so ähnlich - von einem der noch viel lernen muss, eine unzulässige Veralgemeinerung der Problematik des Jahrgangs 2014.  Und wenn wir schon mal dabei sind, Spitze kommt mit ganz wenigen Ausnahmen nur von den Winzern, die auch in der Klassifizierung meines Buches Saale-Unstrut / vina mediterranea ganz oben stehen. Auch da hat der eine oder andere mal einen erklärungswürdigen Wein an Deck, aber eben nur einen und nicht die Masse des Sortiments in Herbstlaub gelber Farbe. 
Gussek brauchte mir nichts zu erklären, nur ein Silvaner aus der BIN Reihe, ich glaube 88, war so ein Kandidat. Der Grund, dieser Silvaner war wie von einem anderen Stern. Andre Gusseks zufriedenes Lächeln ließ die Erinnerung an Chaostage während des Winzerfestes wie einen Schneball im Hochofen verdampfen. Und wer weiß, wie Andre Gussek da aus sah, kann es verstehen. Bei der gesamten Kollektion von Gussek wird  sehr präzise die Rebstilistik in den Vordergrund gestellt. Diese in Verbindung mit den Lagen macht eben den Unterschied. Bei den Rieslingen, ich habe schon darüber geschrieben, wird es so derartig deutlich, dass man sich eigentlich nur noch freuen kann. Alles andere in gewohnt höchster Qualität die für sich und damit für Gussek spricht.
Das Andre Gussek auch in diesem Jahr wieder einen Gast hatte, hätte ich fast unterschlagen, allerdings zu Unrecht. Denn das aus Radebeul stammende Weingut "DREI Herren", präsentierte ebenfalls viel Klasse. Es lohnt sich mal wieder in Sachsen einzufallen, bevor es die Potsdamer und Berliner tun.
  
 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.04.2015 um 15:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Hey am 25.04.2015

Das Erstaunlichste ist, dass dieser Jahrgang unglaublich viele Facetten hervorbringt. Da ich seit Februar regelmäßig die Weine von Matthias Hey probiere erlaube ich mir folgenden Kommentar: In den von Matthias Hey vorgelegten Weinen wird deutlich, dass das erreichte qualitative Maß in eine Sphäre eindringt die man erklären muss. Diese Weine sind qualitativ der Region entwachsen, ohne die Region verlassen zu haben. Die Jungweinprobe bei Matthias Hey und seinen Eltern stärkt meinen Glauben daran, dass es auf Grund der klimatischen Bedingungen und der Bodenverhältnisse möglich ist, absolute deutsche Spitzenweine im Weißweinbereich - und hier vorallem beim Riesling und Weißburgunder zu erzeugen. Hey beschreitet diesen Weg sehr konsequent, er lässt sich nicht irritieren von Zwischenrufen der Hinterbänkler und er lässt sich vorallem nicht treiben. Alles zu seiner Zeit, der Wein bestimmt den Takt, nicht der Handel.
Nicht jeder ist offen für diesen Stil, vorallem dann nicht, wenn der oft zitierte Saale-Unstrut-Klassiker (furztrocken) bemüht wird. Den Weinen merkt man an, dass in Ruhe und so lange gearbeitet wird, bis Hey selbst zufrieden ist. Dann muss er sich, seine Idee und seinen Wein verkaufen, darauf verzichtet die große Menge seiner Kollegen. Allein das Wort Verkäufer treibt einigen Kollegen von Hey den Angstschweiß ins Gesicht, weil sie das nicht müssen, es wird ja bestellt und abgeholt, und daher wollen sie darüber auch nicht nachdenken. Nur wenige schließen sich Hey an. Es macht dennoch Mut, dass es  Mitstreiter gibt, wenn auch wenige.
Ja, Hey macht seinen Wein, wie dereinst große deutsche Winzer am Beginn ihrer Karriere. Winzer vom Schlage des Reinhard Löwenstein bis zu Hansjörg Rebholz sind seine Brüder im Geiste, jedoch niemals im Stil, er ist dabei seinen Stil zu kreieren und der wird bleiben . Das ihm dabei auch manches nicht 100% zufrieden stellt, ist nur normal. 
Freuen Sie sich also auf eine wunderbare Kollektion von Weiß- und Rotweinen, die sicher nicht unumstritten ist, für mich gehören die Weine jedoch mit zum Besten, was ich an der Saale und der Unstrut bislang probieren durfte.   
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 27.04.2015 um 15:06 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Hey am 25.04.2015

Das Erstaunlichste ist, dass dieser Jahrgang unglaublich viele Facetten hervorbringt. Da ich seit Februar regelmäßig die Weine von Matthias Hey probiere erlaube ich mir folgenden Kommentar: In den von Matthias Hey vorgelegten Weinen wird deutlich, dass das erreichte qualitative Maß in eine Sphäre eindringt die man erklären muss. Diese Weine sind qualitativ der Region entwachsen, ohne die Region verlassen zu haben. Die Jungweinprobe bei Matthias Hey und seinen Eltern stärkt meinen Glauben daran, dass es auf Grund der klimatischen Bedingungen und der Bodenverhältnisse möglich ist, absolute deutsche Spitzenweine im Weißweinbereich - und hier vorallem beim Riesling und Weißburgunder zu erzeugen. Hey beschreitet diesen Weg sehr konsequent, er lässt sich nicht irritieren von Zwischenrufen der Hinterbänkler und er lässt sich vorallem nicht treiben. Alles zu seiner Zeit, der Wein bestimmt den Takt, nicht der Handel.
Nicht jeder ist offen für diesen Stil, vorallem dann nicht, wenn der oft zitierte Saale-Unstrut-Klassiker (furztrocken) bemüht wird. Den Weinen merkt man an, dass in Ruhe und so lange gearbeitet wird, bis Hey selbst zufrieden ist. Dann muss er sich, seine Idee und seinen Wein verkaufen, darauf verzichtet die große Menge seiner Kollegen. Allein das Wort Verkäufer treibt einigen Kollegen von Hey den Angstschweiß ins Gesicht, weil sie das nicht müssen, es wird ja bestellt und abgeholt, und daher wollen sie darüber auch nicht nachdenken. Nur wenige schließen sich Hey an. Es macht dennoch Mut, dass es  Mitstreiter gibt, wenn auch wenige.
Ja, Hey macht seinen Wein, wie dereinst große deutsche Winzer am Beginn ihrer Karriere. Winzer vom Schlage des Reinhard Löwenstein bis zu Hansjörg Rebholz sind seine Brüder im Geiste, jedoch niemals im Stil, er ist dabei seinen Stil zu kreieren und der wird bleiben . Das ihm dabei auch manches nicht 100% zufrieden stellt, ist nur normal. 
Freuen Sie sich also auf eine wunderbare Kollektion von Weiß- und Rotweinen, die sicher nicht unumstritten ist, für mich gehören die Weine jedoch mit zum Besten, was ich an der Saale und der Unstrut bislang probieren durfte.   
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.04.2015 um 21:07 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Weingut Frölich-Hake am 11.04.2015

Holger Frölich ist ein eher nicht auf kurzweiligen Erfolg tendierender Winzer. Ein bischen am Rande agierend, das große Licht meidend ist er mit seinen Weinen eher ein unscheinbares Pflänzchen der hiesigen Weinlandschaft. Aber er und sein Familienweingut gehört zum Besten der Region. Grund solide und stabil präsentiert er dann auch den 2014er Jahrgang. Es ist nicht so als hätte der Jahrgang Herrn Frölich keine Probleme bereitet, aber er geht damit um und beweist das er es kann.
Bei den Gutsweinen ein deutlich vor den Kollegen liegender Müller-Thurgau und Silvaner. Schön auch der Weißburgunde, die Scheurebe und der Riesling, sehr rund und geschliffen. Bei den Terroirweinen (Volker Fröhlich war meines Wissens einer der ersten Winzer der Region der Bodentypen den Weinen zuordnete) kein Ausfall, über dem Durchschnitt der Region bis in die Spitze ragent der Weißburgunder Buntsandstein sowie die  Rieslinge Muschelkalk und Roter Ton. Bei den Lagenweinen hervorstechend der Riesling Freyburger Edelacker, bei den beiden Grauburgundern (Edelacker und Steinmeister) ist mein Favorit eindeutig der Grauburgunder Steinmeister. Der vermutlich einzige Rose der Region aus einer Einzellage, ist ein ausgezeichneter Spätburgunder aus dem Dorndorfer Rappental. Alles in allem eine sehr gelungenen Kollektion des Roßbacher Weinmachers. 
Der vorgelegte "Schönburger Roter Ton" für mich eine Premiere, eine außerhalb von Rheinhessen kaum bekannte Rebsorte und auch dort nur ca. 16 Hektar, macht eine "bella Figura" und  ob seiner Resistenz gegen Schimmel und Fäule durchaus als ein gelungenes Experiment zu bezeichnenter Wein. Leicht an Traminer erinnernder Wein.     
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.04.2015 um 12:59 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Saale-Unstrut Weingut Grober Feetz am 11.04.2015

Winzer aus Leidenschaft ist das Motto des jüngsten Weingutes in Freyburg. Die Leidenschaft prägt dann auch die Kollektion. Da ist ein kleines Weingut mit zwei Protagonisten denen man abnimmt was machen. Längst nicht alles perfekt, aber es menschelt und irgendwie habe ich den Eindruck, soetwas gesucht zu haben. Die Weine sind charaktervolle Geschöpfe, auch hier nicht alles vollkommen, aber man schmeckt mit jedem Glas den ehrlichen Umgang mit dem Wein. Die Strucktur ist in Guts-, Orts- und Lagenweine gegliedert und ungeschönt. Wo Freyburger Schweigenberg draufsteht ist auch welcher drin.
Nun zu den Weinen: Bei den Gutsweinen finde ich den 2014 Regent Rose ausgezeichnet, feingliedrig und  ausgewogen nicht zu fruchtlastig. Es ist ein  zu empfehlender Sommerwein, der seine Stärken in der Jugend hat. 
Bei den Ortsweinen favorisiere ich den 2014 Bacchus (halbtrocken) aus der Ortslage Freyburg. Der Ausbau folgt der Stilistik die die Rebe anbietet und ist somit wirklich gut getroffen. Dem Freyburger Weißburgunder hätten das eine oder andere Gramm Säure gut getan, dennoch ein angenehmer Wein. Bei den Lagenweinen dann ein sehr gelungener Weißburgunder  aus dem Freyburger Mühlberg, der als  Spätlese trocken angeboten wird. Der ebenfalls trocken ausgebaute Silvaner "alte Reben" aus dem Freyburger Schweigenberg ist für mich einer der besten Silvaner des Gebietes und damit der Höhepunkt einer sauberen Weinkollektion die hoffen lässt, dass dieser liebevoll geführte Betrieb die Region bereichern wird.
Sollten Sie in Freyburg sein, dann empfielt sich ein Besuch in dem kleinen Betrieb in der Mühlenstraße 32. Weitere Informationen über den Betrieb unter:www.grober-feetz.de.      
Ein Besuch ist auch insofern lohnenswert, da man außer Gastrfeundschaft und anständigen Weinen auch noch den schönsten Weinkeller der Region bewundern kann.  Tags: Saale-Unstrut-Wein: Jungweinprobe Saale-Unstrut Weingut Grober Feetz am 11.04.2015



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Rainer Albert Huppenbauer
Dorfstraße 13
06632 Mücheln OT Branderoda

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