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Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.03.2019 um 20:53 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Hey im VdP

Im Monat Juli 2019 wird mein neues Buch erscheinen.  Es trägt den Titel "Der Blogwart". Ich verspreche Ihnen es geht zur Sache. Die verdiente Aufnahme von Matthias Hey in den VdP sollte nun durch sein. Selbst der Erfinder meines Buchetitels, hat darüber schon berichtet. Leider habe ich seinen Beitrag im "Naumburger Tageblatt" noch nicht gelesen. 
Hier nun mein Beitrag zur Aufnahme von Matthias Hey in den VdP, als einem  kleinen Auszug aus dem im Juli folgenden Buch "Der Blogwart". Zurückhaltung war gestern, Saale-Unstrut braucht frischen Wind. Hier ist er. Schon möglich, dass man es auch anders sehen kann.
 
Mit Matthias Hey verbindet mich unter anderem, dass wir beide gern streiten. Streit jedoch, der gut tut und nützlich ist. Wir lernen viel voneinander. Seit  Beginn seiner Winzerlaufbahn vor zehn Jahren bis heute, ist er für mich eine große Bereicherung der Weinszene an Saale-Unstrut. Gemeinsam mit seinem Freund und gelegentlichem Mentor, André Gussek, hat er den „Winzerbund“ Breitengrad 51 ins Leben gerufen.
Seine kürzlich vollzogene Aufnahme in den VDP „OST“, ist daher eine logische Konsequenz seiner erfolgreichen Arbeit. Ich traue ihm zu, der etwas morbiden, angestaubten, lahmenden, blassen und ideenlos fungierenden Regionalsektion des VDP (Sachsen und Saale-Unstrut) erstmals Impulse zu verleihen. Bis heute verwalten die Herren nur sich selbst. Schmoren im eigenen Saft und hantieren im Verborgenen sind nicht Heys Ding. Für ihn ist der Verband deutscher Prädikatsweingüter kein marketingtechnisches Instrument und Ruhekissen, sondern eine Herausforderung besser zu werden. Ich wette jetzt schon, dass sich die Protagonisten des Verbandes einen ganz anderen Matthias Hey gewünscht haben (mit einer Ausnahme, B.Pawis). Ich hoffe der „Weise Hey“ beißt ordentlich zu. Der Weinbau "OST" braucht keinen verschlafenen und eigennützig hantierenden VDP. Von keinem der im VdP organisierten Weingüter ging jemals auch nur eine Initiative für die beiden Regionen aus. Im Gegenteil, nicht der VDP lädt ein. Die Breitengradwinzer bieten den den VDP Winzern eine Plattform. Eigentlich ein Witz. Und wenn ich mir dann auf den Breitengradpräsentationen das neunmalkluge "wir sind die vom VDP und wissen Bescheid" von Uwe Lützkendorf und Prinz zur Lippe anhören soll, vergeht mir der Spaß am Wein. Besonders diesen beiden Herren sei gesagt , ihr seid die dritte Reihe, nicht die Erste. Ich bin mir sicher, Matthias Hey wird das angehen .Das fängt mit der Auswahl der Flaschen und ihrer Kennzeichnung als GG an. Eventuell besteht ja für die VDP Winzer (Schloss Proschwitz, Pawis, Zimmerling und Lützkendorf) die Möglichkeit in den Zusammenschluss „Breitengrad 51“ aufgenommen zu werden. Das meine ich ernst. Der Region würde es gut tun und die inflationäre Entwicklung der Großen Gewächse hätte sofort ein Ende (niemand braucht Silvaner von Saale-Unstrut oder Spätburgunder aus Sachsen als GG). Die Konsequenz, wer es beim Breitengrad schafft, kann auch GG werden. Das wäre doch mal was meine Herren. Denn andersherum  wäre es wohl eher peinlich. Der VDP Saale-Unstrut / Sachsen solte sich einmal an der Nahe umsehen und mit den dortigen VDP Winzern in Kontakt treten. Auch dort war bis vor dreißig Jahren fast alles erlaubt. Heute  steht die Nahe für Riesling. Natürlich gibt es auch andere Weinsorten, aber Riesling ist das Markenzeichen, der Regionalverband Nahe hat daran sehr großen Anteil. Sie waren die Pioniere. Der VDP hat etwas bewegt. Und hier, auch Pioniere, aber eher im militärischen Sinne, sie graben sich ein, anstatt zu marschieren und sich zu bewegen. Ich hoffe sehr, dass sich da etwas ändert. Eventuell bräuchte Matthias Hey noch einen oder zwei Mitstreiter wie Andre Gussek, Wolfram Proppe oder Martin Schwarz. Aber vor deren Kompetenz hat nun wieder der eine oder andere (k) alte Hase aus Meißen und Bad Kösen wohl die Hosen gestrichen voll. Na dann Männer des VDP, raus aus der Buchse, ran an die Diskussion zur Rebkultur und "Leitrebe". Sonst wird der Stallgeruch irgendwann unerträglich. Und wenn ihr dann schon dabei seid, klärt das mal mit den Lagen eurer GG und 1. Lagen. Wortspiele sind zwar schön und gut und rein formell vermutlich auch möglich,  aber weiter bringt das niemanden. Das ist zur Zeit alles so wie in der SPD, ohne klares Programm geht man unter.            
 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 16.12.2018 um 14:16 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut Das Rieslingjahr 2017

RIESLINGE DES JAHRES

Gott sei Dank ist Geschmack streitbar. Die Regel „Hauptsache es schmeckt mir“, ist mit einem Satz ad absurdum zu führen. Dieser Satz lautet: Geben sie einem Zweitklässler einen sehr guten Espresso pur der Ihnen schmeckt. Das Ergebnis dürfte bekannt sein. Und so wie der Zweitklässler sich in seinem Leben daran gewöhnen wird, dass Espresso ohne Zucker eine Delikatesse sein kann, so ist auch unser Geschmack wunderbaren Stationen seiner Entwicklung unterworfen. Ja, je mehr wir uns öffnen, umso stärker der Wandel. Und von daher, ist das Geschwätz von heute: Hauptsache es schmeckt mir, bestenfalls eine Momentaufnahme, die eine kleine Phase unseres Geschmacklebens beschreibt. Arm dran sind die, die immer dem gleichen Geschmack hinterher jagen. Ohne Öffnung, keine Entwicklung. Einen Kompromiss als Momentaufnahme einzugehen, etwas zu Essen oder trinken, was mit der Maxime, Hauptsache es schmeckt mir kollidiert, ist der Weisheit letzter Schluss. Nur dieser Kompromiss öffnet meinen Geschmack. Der eben noch verschmähte Wein, wird bereits Tage später mein Favorit.
Nun genug der Philosophie, wenden wir uns den Tatsachen zu. Die Tatsachen meiner Betrachtungsweise, die ich hier mal in den Raum werfe, lautet für den Jahrgang 2017 (Süßweine außen vor): Säure zwischen sechs und acht Gramm je Liter, Restzucker unter vier Gramm je Liter. Das ist schmeckbar. Auch zu empfehlen: Restzucker knapp über zehn Gramm pro Liter und Säure bei acht Gramm. Diese Art von Weinen, sollte das Ziel unseres Geschmacks sein. Sind wir mal dort angekommen, gibt es kein Zurück mehr. Ich verspreche es Ihnen.
Alle Winzer, leider sind sie immer noch die Minderheit, die so verfahren, machen Weine, die einen langen Genuss versprechen. Der große Rest, sei es nun mit Ehrenpreis des Ministerpräsidenten und dem Votum alter Männer der Weinbruderschaft Saale-Unstrut oder ohne, sollten alsbald getrunken, oder zu trefflicher Sauce verarbeite werden.

Hier nun meine Rieslingfavoriten 2017 trocken & halbtrocken

Der Jahrgang hielt das was er versprach, extrem extraktreiche Weine die vor allem die Rieslinge und Burgunder auf Höhen brachten, die bis dato an Saale-Unstrut nicht zu verzeichnen waren. Dabei war entscheidend, dass der Extrakt, in allen Fällen viel Süße hervorbrachte und förmlich nach Säure schrie. Wurde dies nicht erkannt oder beachtet, sind die Weine eine derart langweilige Brühe, dass es nicht lohnt, darüber zu schreiben. Was ich Ihnen empfehle sind Rieslinge, die ich so noch nicht getrunken habe und die meiner Vorstellung von Qualität von Saale-Unstrut entsprechen.

Riesling TOP 15 Jahrgang 2017 (Reihenfolge ist keine Wertung)

Weingut Proppe        Weisser & Roter Riesling Golmsdorfer Gleisburg trocken
Weingut Proppe        Riesling Golmsdorfer Gleisburg trocken
Winzerhof Gussek     Riesling Naumburger Göttersitz trocken
Winzerhof Gussek     Riesling Naumburger Steinmeister trocken*
Winzerhof Gussek     Riesling Kaatschener Dachsberg trocken*
Weingut Hey              Riesling Naumburger Steinmeister trocken BG 51
Weingut Hey              Riesling Muschelkalk Naumburger Steinmeister trocken²  
Weingut Hey              Riesling Buntsandstein Großjenaer Blütengrund³
Bernard Pawis            Riesling Freyburger Edelacker trocken GG
Bernard Pawis            Riesling R736 Freyburger Schweigenberg halbtrocken
Weingut Frölich Hake Riesling Freyburger Edelacker trocken
Weingut Frölich Hake Riesling Naumburger Steinmeister trocken
Weingut Born             Riesling Höhnstedt trocken

Gutsriesling mit höchstem Trinkspaß:
Winzerhof Gussek    Riesling Qualitätswein Gutswein


* ab Mai 2019 erhältlich, regelmäßig durch mich probiert
² nur als Edition mit Nietzscheetikett erhältlich
³ Weltweit ausverkauft

Allen ein frohes Fest und gute Weine von Saale-Unstrut.
Rainer Albert Huppenbauer

 Tags: Riesling Jahrgang 2017
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 02.11.2018 um 14:33 Uhr | 0 Kommentare

2018 der Jahrgang an Saale Unstrut I Was erwartet uns?

Um diese Frage zu beantworten, habe ich mich auf die Socken gemacht und bei dem einen oder anderen Winzer etwas probiert, was im nächsten Jahr auf die Flaschen kommt. Das Ergebnis könnte einheitlicher nicht sein. Fast alle Weine, mit wenigen Ausnahmen bei den Spätburgundern, machen bereits einen sehr reifen und runden Eindruck, wie man ihn eigentlich erst lange nach der Füllung auf die Flaschent vorfindet.
Das beeindruckendste Ereignis  war der Frühburgunder Göttersitz von Andre Gussek. Selbst der Winzer zeigte sich überrascht von dessen Klarheit, der Aromendichte und seiner Trinkreife. Nun liegt der Gute noch ein Jahr im Fass, da wird es spannend zu beobachten sein, was sich entwickelt. Ich muss sagen, der Wein zum Verkostungszeitraum ja defacto ein Primeur, habe ich so noch nicht getrunken. Ein grandioser Frühburgunder, wie er ganz sicher nur in großen Jahren geht. Zum Vergleich bietet sich das Jahr 2003 an. Noch heute, wie ich auf einer Weinverkostung von Spätburgundern bei Herrn Weigel im Steinmeister schmecken durfte, dass mit Abstand beste Rotweinjahr bisher. Warten wir also ab, aber ich glaube fest daran, dass 2018 dem 2003er ebenbürtig, möglicher Weise sogar besser sein wird. Die Rotweine des 2018er Jahrgangs haben eine ausgezeichnete Tanninstrucktur, die ich so weich aan Saale Unstrut noch nicht erlebt habe. Besonders der Spätburgunder profitiert. Aber auch beim Zweigelt und dem Portugieser bahnt sich etwas Großes an. Bei Matthias Hey wurde ein Portugieser gelesen, den ich auch in der Intensität aller Belange (Farbe, Aromen, Dichte)  kaum mit etwas vergleichen kann. Ein echter Reserv wäre es, wenn der Winzer ihn zwei bis drei Jahre zurückhält und dem Wein die Flaschenreife verordnet. Aber leicht gesagt. Das gilt nicht nur für Matthias Hey. Auch andere Rote anderer Winzer haben
das Potential dazu. Nun wir werden warten müssen, in dem ein oder anderen Fall tue ich das sehr gern.
Die Weißweine, ja an Saale-Unstrut gibt es auch Weißweine. Da wird es sehr schwer. Nicht was die Qualität der probierten Weine betrifft, sondern eine Prognose zu treffen. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte, dass vor allem die Burgunder profitieren werden. Es werden alkoholreiche äußerst komplexe Weine sein, wenn der Winzer den Mut hatte, die Masse von ihnen klassisch trocken zu vergären. Vermutlich wird das in der Breite ein Problem. In der Spitze wird es der Burgunder Ausnahmejahrgang. In der Breite des Gebietes halbtrockene Spätlesen und darüber.
Da kann man nur hoffen, dass wenn schon halbtrockene und süße Spätlesen bzw. Auslesen etc. gefüllt werden, dass man die Säure nicht vergessen hat. Fehlt bei diesen Weinen die Säure wird es fad und langweilig. Aber auch hier sollten wir abwarten. Dennoch glaube ich, dass meine Prognose  aufgehen wird.  

Rainer Albert Huppenbauer

Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 07.10.2018 um 14:03 Uhr | 0 Kommentare

Die Gleinaer Provinzposse, good oder doch bad Boy?

Die Gleinaer Privinzposse?
Mehr ist eigentlich nicht zusagen. Oder hat noch jemand offene Fragen?
Zur Geschichte: Ende August wurde der langjährige Vorstandsvorsitzende der Gleinaer AG, Siegfried Boy als Vorstand vom Aufsichtsrat entlassen. Der Vorwurf: Sexuelle Belästigung einer Mitarbeiterin der AG. Eine Anzeige gegen Boy wurde nie erstattet, dieser wähnt sich im Recht. Der Vorwurf wurde weder entkräftet noch bewiesen. Seine Ämter als Weinbaupräsident und Vorstand der Freyburger Winzervereinigung ließ er ruhen, wie es hieß, um die Ämter nicht zu beschädigen. Ebene eins.

Ebene zwei: Die Genossenschafter der AG stimmen über Boy und seine Entlassung ab. Laut Berichten der MZ stimmen von 97 anwesenden Mitgliedern der AG, in einer Vollversammlung, 69 gegen die Entlassung. Damit ist Boy wieder im Amt bestätigt.
So die MZ. Allerdings waren nur 60 Mitglieder von 240 tatsächlich anwesen. Vermutlich gibt es für größere Antelseigner mehr Stimmrechete. Vieles bleibt im Dunkeln. Wie setzen sich die Stimmrechte zusammen, ist nur eine Frage. Keiner der berichtenden Hobbyjournalisten fragte das nach.
Warum so entschieden wurde, liegt jedoch auf der Hand, Boy leistete als Vorstand erfolgreiche Arbeit, diese zahlte sich für die großen Genossenschafter aus, dass soll so bleiben. Was man hat, hat man, was kriegt weiß man nicht. Zudem sollte jedem Genossenschafter bei der Abstimmung klar gewesen sein, bleibt die Entlassung bestehen, wird Boy klagen. Die Möglichkeit, dass Boy einen Rechtsstreit gewinnt, oder ein Vergleich geschlossen wird besteht, egal ob er gefehlt hat oder nicht.
Ein Sieg von Boy wäre vermutlich teuer. Zu bezahlen hätten es die Genossenschafter. Ihre Entscheidung daher logisch.
Mit Ebene eins und dem Glaube an Boys Unschuld, hat das gar nichts zu tun.
Und so wird also alles so bleiben wie es war? Aber es wird eine Frage bleiben.

Hat er, oder hat er nicht?

Hat er nicht, dann müsste er, um seine eigene Glaubwürdigkeit zu bewahren, juristisch gegen die Dame  vorgehen, die die Behauptung, dass sie durch Boy sexuell belästigt wurde, in die Welt gesetzt hat. Es wäre Rufschädigung, üble Nachrede und Verleumdung oder alles zusammen. Unterlässt Boy diese Anzeige, bleibt der Verdacht in der Welt. Es muss reiner Tisch gemacht werden. Denn einer lügt. Bei der Ämtervielfalt des Herrn Boy, ihrer Bedeutung für die Region, kann m.E. nur Schaden abgewendet werden, wenn entweder Boy sein Fehlverhalten einräumt, oder die Dame zugibt gelogen zu haben. Da vermutlich beide Seiten das nicht tun werden, bleibt der Verdacht bestehen. Ein Gericht könnte Klarheit schaffen. Bleibt alles wie es jetzt aussieht, müsste auch der Aufsichtsrat Konsequenzen ziehen. Passiert all das nicht, gibt es m. E. einen Deal zwischen den Akteuren. Anders ist das nicht zu erklären.

Hat er doch, und setzt darauf, dass sein Fehlverhalten juristisch nicht bewiesen werden kann und Aussage gegen Aussage steht, dann wird es zur moralischen Frage, die nur Herr Boy selbst beantworten kann.
Die Parallelen zu den in USA gerade laufenden Vorgängen um Trump und seine Männerfreundschaften, Prostituierten Affären, sexuelle Belästigungen und was man sonst so alles liest, ist aus dem gleichen Holz. Es gibt eine Menge Drecksäcke auf der Erde, die um ihre „Ehre“ zu bewahren, ein ganzes Land aus den Angeln heben würden, egal was es kostet. Sie machen auch vor der Zerstörung von Existenzen, ja sogar vor deren physischer Vernichtung keinen Halt, nur um zu bleiben was sie sind. Unter ihnen sind Kirchenfürsten, Staatspräsidenten rund um den Erdball, Präsidenten von Fußballvereinen, IOC Mitglieder, Wirtschaftsbosse (Dieselgate), Filmregisseure, Armeebefehlshaber und ein Bauer.  
It`s money that matters!   

P.S. Man könnte fast einen Liveticker starten. Heute 11.10.2018 wurde bekannt, dass Boy in der Agrargenossenschaft Hausverbot hat. Die Schlösser wurden auch gewechselt, sagt der Volksmund. Aber nicht nur schlechte Nachrichten für den "bad boy" aus Laucha.
Seine Winzervereinigung holt ihn zurück, der Aufsichtsrat, der sich möglicher Weise damit selbst aus der Schusslinie bringen will, eventuell bestehen ja gemeinsame Bindungen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und den Geschäften des selbigen in Sachsen, hat ihn gebeten doch seinen Posten als Vorstand wieder anzutreten. Aber das war ja ohnehin klar.
Spannend wird die Frage, wie das Präsidium des Weinbauverbandes, das ja Boy gewählt hat, die ganze Sache angeht. Ich befürchte fast, die Winzer und Winzerrinnen sind damit überfordert. Den Winzern möchte man zurufen, denkt an Olly Kahn (ehm. Bayern München) und seinen legendären Satz nach einem verlorenem Spiel : Eier, wir brauchen Eier. Sprachs und ging in die Kabine. 
    Tags: Siegfried Boy, Gleinaer AG
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 12.09.2018 um 11:27 Uhr | 0 Kommentare

Die Weinwelt in diesen Tagen

Jeden Tag erreicht uns eine Flut von Meldungen über alle möglichen Ereignisse in der Welt.
Jeder verantwortliche Politiker rund um den Globus, jetzt sogar Horst Seehofer, twittert seine Meinung in die Welt hinaus, um sie vier Tage später richtig zu stellen. In der Weinbranche geht es in diesem Punkt deutlich gesitteter zu. Wenige Skandale, viele nüchterne, gute Meldungen über Menschen und Wein.
Ich habe mir gedacht, dass ich ab sofort, einmal pro Woche die wichtigsten Meldungen die mich über verschiedenste Quellen erreichen zusammenfasse und diese für sie aufschreibe. Natürlich auch mit der einen oder anderen Wertung.

Die Lese 2018
Die beste Meldung die ich in dieser Woche erhielt, kam von Reinhard Löwenstein. Kurz und knapp: Am Mittwoch (19.09.18) fangen wir an mit lesen. Es sieht sehr gut aus.
Auch an der Mosel war es sehr trocken, dennoch nicht so trocken wie in Mitteldeutschland. Aber die letzten Wochen haben hier wie dort erstaunliches hervorgebracht. Eine Lese die es vermutlich so noch nicht gab. Der überwiegende Teil der Trauben in deutschen Landen ist derart gesund, dass die zu erwartenden Ausfälle durch die Trockenheit kompensiert werden.
Es gibt defacto keine faulen Trauben. Dies legt sich auf die Qualität und die Menge, da nichts aussortiert werden muss. Auch aus anderen Ländern in denen vor zwei Monaten noch deutlich Zurückhaltung angesagt war scheint sich alles zu relativieren. Erstmals hat zum Beispiel Apulien in der Erntemenge Venetien den Rang abgelaufen. Nur aus Apulien wurden elf Mio.
Hektoliter Wein gemeldet. Die Primotivo Fangemeinde wird es freuen, nicht nur der Qualität wegen.
Geringere Lesemengen, im Vergleich zu den Vorjahren, gab es nur in Südafrika und Australien.

Familie Moueix verkauft Anteile von Petrus:
Aus Frankreich wird derweil auch ein Rekord vermeldet. Das ca. elf Hektar große Weingut Château Petrus hat einen neuen Mitinhaber. Die Besitzerfamilie Moueix hat zwanzig Prozent der Anteile an einen südamerikanischen Investor für stolze zweihundert Millionen Euro verkauft. Da das Unternehmen Petrus rund eine Milliarde Euro wert ist, entspricht das einem Hektarpreis von rund achtundachtzig Millionen Euro.

Das Winzerfest an Saale-Unstrut:
Aber weg von den Superlativen, zurück an die Saale. In der letzten Woche fand in Freyburg das traditionelle Winzerfest statt. Eine neue Weinkönigin wurde gekrönt und ein wenig Licht, durch die in diesem Jahr teils gewollten, teils nicht so gewollten personellen Veränderungen im Weinbauverband, ist am Ende des Tunnels zu sehen. Und wenn man es in diesem Gremium (Weinbauverband) schafft, das Winzerfest wieder Winzerfest werden zu lassen, dann ist doch schon viel erreicht.
Ich frage mich, was macht ein Boxer in einem Winzerumzug? Irgendwie passt Wein und Boxer nicht so richtig zusammen. Das ist Klamauk, bestenfalls Karnevalsniveau. Dafür fehlten die Winzer fast vollständig im Umzug. Ein neues Konzept muss her, weg vom allgemeinen Volksfest hin zum vinophilen Ereignis das Menschen den Saale-Unstrut-Wein näher bringt. Ein bisschen Volksfest ist ja nicht schlecht, aber nur Volksfest mit Weinbegleitung ist nicht gut für das Image. Und eventuell machen ja dann auch die verlorenen Söhne (Weingüter), die das Fest in großer Zahl meiden, wieder mit.  
Rainer Huppenbauer

P.S.Bitte beachten Sie, dass wenn Sie einen Kommentar verfassen, dass dieser anonym nicht veröffentlicht wird. Völlig gleichgültig wie er geschrieben ist (pro oder contra). Wenn man eine Meinung hat, sollte man auch dazu stehen.
Tags: Château Petrus, Heymann Löwenstein, Freyburger Winzerfest



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