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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 14.04.2012 um 11:54 Uhr | 0 Kommentare

51° nördlicher Breite oder der Wein der aus der Kälte kam!

Nein liebe Weinfreunde, das Weinanbaugebiet Saale - Unstrut liegt nicht am Nordpol! Obwohl man in den kalten Februartagen dieses Jahres, durchaus  davon ausgehen konnte. Bis zu minus 30°C in einigen Tallagen des Anbaugebietes, setzten den Reben erheblich zu. Ob es letztlich zu großen Ausfällen führen wird, ist derzeit noch im Ungewissen.

Aber der Winter ist nunmal nicht abzuschaffen, auch noch so hartnäckige Versuche, durch das anpflanzen von Kirschlorbeer, Lavendel und Olivenbäumen in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends, die Natur zu überlisten, schlugen fehl. Der Kirschlorbeer wird allerorten ausgegraben, der mediterran leuchtende und riechende Lavendel hat schon im letzten Winter den Geist aufgegeben und die Olivenbäume wollen einfach nicht tragen.

Man kann sagen, das Projekt warmer Winter ist gescheitert. Kläglich.

Aber mal Spass beiseite, es ist seit ungefähr 1000 Jahren so, so lange wird an Saale Unstrut Wein angebaut, die Winter können unerbittlich hart sein und die Arbeit im Weinberg von Jahren zu nichte machen. Da hilft nichts, außer den Wein, an den  rund um Freyburg zu erkennenden Terrassierungen und Steillagen wieder heimisch zu machen. Der letzte Winter hat erneut zu erkennen gegeben, dass sich Schäden in den Steillagen in den Grenzen hielten, die für die Winzer zu verkraften sind.  Tallagen hingegen, dort wo die Kälte steht, haben doch sehr gelitten.  

Nun den Winzern aus der Deckung zu zu rufen: "urbanisiert die verwilderten Steillagen" ist genau so törricht, wie sie aufzufordern, die Weinberge zu beheitzen.  Was also tun? Ich sehe es so, Weinproduktion gepaart mit Tourismus und Rekultivierung alter brachliegender Steillagen entlang der Unstrut ist möglich, weil es wirtschaftlich sinnvoll ist und eine Kulturlandschaft verschönert, die wiederum mehr Touristen lockt.  Die Verluste der Winzer werden geringer und sind nicht mehr Existenz bedrohend.

Mein Vorschlag an die Winzer, lasst das Gerede um die Vermarktung des 51° und ladet die Politik ein, gemeinsam einen Weg zu definieren, der allen nützt. 

Es geht nicht darum, zusätzliche Rebflächen zu schaffen, vielmehr ertragsgefährdete Lagen aufzugeben und die traditionellen Steillagen wieder zu beleben. Natürlich, das geht nur mit öffentlichen Mitteln und die sind dem vernehmen nach knapp. Aber, anstatt holländische Schweinemastanlagen, Agrargroßindustrie und Aktien von Lebensmittelkonzernen zu subventionieren, wären Prämien oder Zuschüsse für Winzer, die ein Stück Kulturlandschaft rekultivieren, ein probates Mittel Zukunft zu sichern. Arbeitsplätze entstehen dann von ganz allein.

Tags: Weinanbaugebiet Saale - Unstrut, Weinbau im Norden, Lavendel, Steillagen, Terrassierung

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