Mein Warenkorb

Gesamt
0,00 EUR
weitershoppen

Blog


Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 01.09.2012 um 13:39 Uhr | 0 Kommentare

Trocken kann süß sein und umgekehrt?

Ein heikles Thema im Restaurant: Der Blick in die Karte wird dem vertrauensvollen Ober überlassen. Die Bestellung lautet: " bitte bringen Sie mir einen nicht so sauren Wein". Die Gegenfrage des Obers : "trocken?" Die Erwiederung: "nicht zu trocken und nicht zu sauer". Der Ober trampelt los und füllt ein, was gerade da ist. Der Ober weiß, der ist trocken, was die Frau mit sauer meint, weiß er nicht. Was aber wird die Dame sagen? In dem Fall wählte der Ober einen Chardonnay mit wenig Zucker, 13,5% Alkohol, also trocken und wenig Säure, also süß?. Das hat ihm der Restaurantleiter erklärt und darum gebeten, keine weiteren Fragen zu stellen.
Und in der Tat, die Frau  bekommt einen staubtrockenen Wein und lobt den Kellner. Einige Minuten später, anderer Gast, anderer Kellner, gleiche Bestellung. Dieser Kellner ist neu und hat noch keine Einweisung bekommen. Fragen stellt er aber auch nicht und greift wahllos ins Rudel. Die Flasche sieht aus wie ein Turnbeutel und er füllt ein. Der Bestellende trinkt und beschwert sich beim Restaurantleiter. Der Wein,ein säurebetonter, wunderbar frischer Frankenwein mit 11% Alkohol und Biss. Der Restaurantleiter macht es selbst und nimmt den Chardonnay.
Die Moral von der Geschichte, jeder trockene Wein mit reichlich Alkohol, wenig Tannin (Säure) hat durchaus süße Momente. Ein Süßwein mit wenig Alkohol, viel Zucker  und viel Säure kann trocken erscheinen. Das Spiel von Säure und Zucker machen den Reiz aus. Daher niemals einen Wein mit viel Restzucker und hoher Säure (z.B Eiswein, oder Auslesen) zum süßen Dessert, zum Käse schon. Aber Vorsicht,  bei Süßweinen aus Frankreich, die haben in der Regel viel Alkohol, viel Zucker und wenig Säure, da  geht beides nicht so gut. Hier lieber zum  Braten oder was Fruchtiges zum Dessert.

Was den  beschriebenen Frankenwein betrifft, der will erfrischen. Genau wie Weißweine aus heißen Regionen, hier bringt die Säure die Spritzigkeit und die Frische ein.  Also Kellner dieser Welt, nehmt den Frankenwein an heißen Tagen und der Restaurantleiter freut sich über zufriedene Gäste.
Dass meine Auswahl auf Frankenwein traf, ist Zufall. Gleiches trifft auf  Weine aus Kalabrien, Katalonien und zum Teil auch aus der Toskana zu.
Rotweine, etwa bei  einem sehr trockenen Brunello di Montalcino, einem  Bordeaux , einem Wein aus Andalusien oder dem Ribera del Duero kommt mit der Trinkreife, eine gewisse Süße zum Vorschein.       

Tags: Chardonnay, Toskana, Frankenwein, Restaurantleiter, Brunello di Montalcino, Bordeaux, Chianti, Nappa Valley, Kalabrien, Katalonien, Andalusien

Kommentare

neuen Beitrag verfassen:

Name:*
Beitrag:*
Schreiben Sie die obenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in folgendes Feld.*
Alle mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder!



Mitglied im Händlerbund

Rainer Albert Huppenbauer
Dorfstraße 13
06632 Mücheln OT Branderoda

T. +49(0)3445-6592819

info@vinamundi.de